Archiv der Kategorie: Israelkritik

Pinkwhat?? Zur Farbenlehre der Antizionisten

Kollektion zu den Hintergründen, zur Absurdität und zum Antisemitismus im Vorwurf des „Pinkwashing“ gegenüber Israel.

 

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Momentaufnahme: Antisemitismus in Deutschland III

Wissenschaftler, Politiker und zivilgesellschaftliche Praktiker sind sich einig:

„In nahezu allen Gesellschaftsschichten und politischen Spektren hat der europäische Antisemitismus während der letzten Jahre Fuß fassen können. Während klassische Formen der Judenfeindschaft eher in den Hintergrund treten, gewinnen neue Spielarten in beunruhigender Weise an Boden, was von intellektuellen Verunglimpfungen über Angriffe auf religiöse Riten bis zum Israel-Bashing in den Mainstream-Medien reicht.

Und während antisemitische Straftaten als solche häufig verkannt und unterschätzt werden, läuft selbst die Forschung den neuerlichen Trends häufig noch hinterher. Täterprofile sind nebulös geblieben, gesellschaftliche Wirkungen unterschätzt und präventive Programme nur unzureichend gefördert.

Doch wird der neue Antisemitismus nicht ernsthaft und systematisch bekämpft, könnten die europäischen post-Holocaust Gesellschaften bald als gescheitert betrachtet werden, wie der französische Premierminister Manuel Valls das für Frankreich deutlich gemacht hat. Die  Frage nach Tätern und Opfern, unbewältigten Gefahren und wirksamen Gegenstrategien steht so mehr denn je als nationale wie auch gesamteuropäische Herausforderung“, so der Einladungstext einer Antisemitsmuskonferenz unter europäischen Antisemitismusexperten.

 

Der wachsende Antisemitismus in Deutschland war ebenfalls Thema des Fachgespräches „Antisemitismus im fundamentalistischen Islam“ im Bundestag, zu dem die CDU/CSU-Fraktion im Juli 2016 eingeladen hatte. Bei der Veranstaltung wurde deutlich, dass viele der Flüchtlinge und Asylbewerber, die in den letzten Monaten nach Deutschland gekommen sind, Ländern entstammen, in denen der Hass gegen Juden in Kultur, Gesellschaft, Politik und Religion verankert ist. „Antisemiten aller Couleur sind sich im Schulterschluss einig, dass Israel kein Existenzrecht hat“, erklärte Connemann und sagte weiter: „Israel hat nicht nur ein Existenzrecht. Es hat auch einen Anspruch auf Freunde in Deutschland, die für dieses Existenzrecht einstehen.“

Die Veranstaltung fand vor dem Hintergrund des 20. Al-Quds-Marsches in Berlin statt, bei dem zwar unter Auflagen, aber nicht minder hasserfüllt und hetzerisch Islamisten und ihre Anhänger sowie extremistische Palästina-Freunde für die Zerstörung Israels demonstrierten. Alles zum Al-Quds-Tag findet sich in dieser Blogkollektion.

 

Und bei der 3. Interparlamentarischen Konferenz zur Bekämpfung von Antisemitismus am 14. März 2016 in Berlin bestätigte Bundeskanzlerin Angela Merkel, was von Günter Grass bis zum Al-Quds-Marsch gilt: Antisemitismus tarnt sich nicht selten als „Israelkritik“ und muss bekämpft werden:

„ (…) Leider wissen wir jedoch, dass der Hass auf Juden und der Hass auf Israel zu oft eine unheilvolle Allianz bilden. Menschen werden angepöbelt, bedroht und angegriffen, wenn sie sich als Juden zu erkennen geben oder wenn sie für den Staat Israel Partei ergreifen. Wenn wir also Antisemitismus in Deutschland und Europa verurteilen, dann gilt das für jede Form von Judenfeindlichkeit. Das umfasst auch alle antisemitischen Äußerungen und Übergriffe, die als vermeintliche Kritik an der Politik des Staates Israel daherkommen, tatsächlich aber einzig und allein Ausdruck des Hasses auf jüdische Menschen sind. Es muss unmissverständlich klar sein: Wer vollkommen legitime Kritik am politischen Handeln – sei es dem unseres Landes oder dem des Staates Israel – zum Beispiel auf Demonstrationen nur als Deckmantel nutzt, um seinen Hass auf Juden auszuleben, der missbraucht unsere so wertvollen Grundrechte auf Meinungs- und Versammlungsfreiheit.

Das heißt für uns: Wo und in welcher Form auch immer sich Antisemitismus zeigt, müssen die gesellschaftliche Selbstkontrolle und unser Rechtsstaat greifen. Das gilt, wenn Sportler Anfeindungen ausgesetzt sind, weil sie einem jüdischen Verein angehören oder Juden sind. Das gilt, wenn sich Hassparolen per Internet verbreiten. Das gilt bei Anschlägen auf Synagogen und andere jüdische Einrichtungen. Das gilt, wenn legitime Kritik an der Politik des Staates Israel zum Deckmantel für den Hass auf jüdische Menschen wird (….).“

 

In der ersten Momentaufnahme: Antisemitismus in Deutschland I vom 31. Januar 2012 ist auf diesem Blog eine erste Übersicht zum Antisemitismus und Antiisraelismus, ehemals Randphänomen, dann verbreitetes Phänomen des Mainstream und der Elite der heutigen Gesellschaft vorgestellt worden.

Zweieinhalb Jahre später, in der Momentaufnahme: Antisemitismus in Deutschland II vom 1. August 2014, wurden nicht etwa ein sensiblerer Umgang, eine größere Wachsamkeit, pädagogische Konzepte oder Identifizierungs- und Abwehrstrategien innerhalb der Öffentlichkeit, der Redaktionsstuben, Parlamente oder in Schulen etabliert, sondern es schien gar das Gegenteil der Fall.

 

Nun, wieder zwei Jahre, einige Konferenzen und Studien später, lohnt es sich, eine erneute Momentaufnahme zu den Entwicklungen rund um das Thema Antisemitismus in Deutschland, mit Hervorhebung des Israel-bezogenen Antisemitismus und entsprechenden Beispielen zur Anschauung und neuen Bekämpfungsstrategieforderungen, in dieser Kollektion zusammenzustellen.

 

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Israel-dämonisierende Ausstellung die Dritte: ‚Haft ohne Anklage‘

Nachdem die beiden Ausstellungen „Nakba“ und „Beaking the Silence“ (siehe eigener Blogbeitrag) als rein einseitige, Israel-dämonisierende Ausstellungen entlarvt wurden, die jede ausgewogene Information und auch Auseinandersetzung mit den Hintergründen ihrer Themen vermissen lassen und unmöglich machen, ist mit „Haft ohne Anklage“ nun die Dritte ihrer Art unterwegs.

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Lernen von Israels Antiterrorkampf

zuletzt aktualisiert: 30.07.2016

 

Belgien, Frankreich und nun München und Ansbach: Die islamistischen Anschläge haben Europa erneut aufgeschreckt und wieder erscheinen vermehrt Kommentare, die darauf hinweisen, dass Israels Kampf gegen den Terror einer ist, der auch hier an Relevanz gewinnt.

 

Im Folgenden einige Stimmen, die empfehlen, die „israelischen Verhältnisse“ in Europa zu konfrontieren – mit „israelischen Verhältnissen“:

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Streitfall Nakba und BtS: Israel-dämonisierende Ausstellungen?

Im Rahmen manchen überambitionierten Versuchs einer äquidistanten Vermittlung der Positionen „beider Seiten“ im israelisch-palästinensischen Konflikt, oder gar im Glauben, einen kritischen und bereichernden Beitrag zum Verständnis Nahosts zu leisten, wird vor allem auf derzeit zwei Ausstellungen zurückgegriffen, die jedoch alles andere als diskursförderlich sind. De facto sind sie sogar derart problematisch, dass, wer als Veranstalter eine faire Porträtierung der Konfliktparteien und -inhalte anstrebt, sich mit den Ausstellungen selbst jeder Ausgewogenheit und Glaubwürdigkeit beraubt.

Konkret: es touren europaweit die „Nakba-Ausstellung“ und die „Breaking the Silence“(BtS) -Ausstellung umher, eingeladen und beherbergt von zivilgesellschaftlichen, kirchlichen oder öffentlichen Akteuren, denen allerdings nicht allen unterstellt werden kann, die Besucher vorsätzlich durch ressentimentbeladene und manipulative Extremperspektiven gegen Israel aufbringen zu wollen. Dennoch ist es gerechtfertigt zu fragen, warum sich trotz der Kritiklage an den Ausstellungen weiterhin Unterstützer finden. Dieses „trotz der Kritiklage“ lässt leider befürchten, dass die Wirkung eben kein unbeabsichtigter Effekt ist.

In dieser Kollektion findet sich eine kritische Perspektive auf eben jene Ausstellungen, die man – ganz dem demokratischen Grundwert der Meinungsfreiheit verpflichtet – nicht verbieten sollte, ihrer extrem antiisraelischen Agenda und methodisch und inhaltlich belegbaren Unwahrhaftigkeit halber aber auch nicht unbedingt zeigen MUSS.
Und Alternativen.

 

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Einer geht noch! #OffenerBrief

zuletzt aktualisiert: 16.10.2014

 

Man kann den Eindruck gewinnen, während die nahöstliche Welt aus dem Lot gerät, es manifestieren sich in Deutschland als weitere der vielen Nebenwirkungen der Ereignisse diesen Sommers das Phänomen der allgegenwärtigen Gretchenfrage, das der grassierenden Offener-Brief-Plage und des Doppelstandards.

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Momentaufnahme: Antisemitismus in Deutschland II

zuletzt aktualisiert: 31.01.2015

 

Eine neue, ehrliche, selbstkritische Antisemitismusdebatte tut dringend not, ohne blinde Flecken in Bezug auf die verschiedenen Facetten des aktuellen Judenhasses und ohne semantische Spitzfindigkeiten.

In der zurückliegenden Momentaufnahme: Antisemitismus in Deutschland I vom 31. Januar 2012 ist der Antisemitismus und Antiisraelismus, ehemals Randphänomen, als verbreitetes Phänomen des Mainstream und der Elite der heutigen Gesellschaft vorgestellt worden.

Zweieinhalb Jahre später, nachdem die Krokodilstränen auf die Ergebnisse der damaligen Studien getrocknet und die mahnenden Sonntags- und Gedenkreden verklungen sind, wurden nicht etwa ein sensiblerer Umgang, eine größere Wachsamkeit, pädagogische Konzepte oder Identifizierungs- und Abwehrstrategien innerhalb der Öffentlichkeit, der Redaktionsstuben, Parlamente oder in Schulen etabliert, sondern es scheint gar das Gegenteil der Fall.

Als seien die damaligen Studien und die damals strohfeuerartig entflammte Debatte eine Art „Anleitung zum politisch korrekten Antisemitismus“ gewesen, kaschiert als „Israelkritik für Fortgeschrittene“, brechen seither sämtliche Dämme des Erträglichen, plötzlich noch lauter allerdings übertönt von den Hassdemonstrationen des Sommeralbtraums 2014.

Denn von den Hass-Demonstrationen bis zu der grenzüberschreitenden Israel-Dämonisierung in Politik und Medien versteckt sich derzeit der blanke Antisemitismus, Antizionismus und Antiisraelismus – selbstentlastend jedoch als Kritik an der Operation Schutzlinie.

Losgelöst davon allerdings gibt es einige andere recht aktuelle Beiträge zur wieder in den Dornröschenschlaf versunkenen Antisemitismusdebatte, die durchaus wahrnehmenswert sind und in dieser Kollektion vorgestellt werden.
Verwiesen werden soll an dieser Stelle auch auf die Redebeiträge auf den Pro-Israel-Demonstrationen und Kundgebungen gegen Antisemitismus, die am Ende dieser Kollektion dokumentiert sind.
Alle in naher Zukunft herausgegebenen Studien, Umfragen und Debattenbeiträge werden dann im Laufe ihrer Publikation, sofern lesenswert, ebenfalls in dieser Kollektion eingearbeitet bzw. findet sich die erste von der FES vom 20.11.2014 in lesbar.

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Mediale Fairness in Bezug auf Israel ist doch nicht zu viel verlangt?

zuletzt aktualisiert: 19.01.2013

Die Diskrepanz zwischen den Ist- und den Soll-Debatten

Umfragen zeigen, dass, wenn es jetzt eine Wahl in der Westbank gäbe, die Hamas die Kontrolle des Westjordanlandes übernehmen würde – die gleiche Terrororganisation, die erst vor wenigen Wochen aus dem Gaza-Streifen 1.500 Raketen auf Israel abgefeuert hat und nicht müde wird zur Zerstörung Israels aufzurufen, würde jenen „Staat“ regieren, den die Mehrheit der UN-Staaten als NMS erhob. Gleichzeitig rief Ministerpräsident Fayyad eine Wirtschaftsintifada aus, wie Libanon und Jordanien verweigert Präsident Abbas den palästinensischen Flüchtlingen aus Syrien humanitäre Hilfe und es gibt  Meldungen darüber, dass Palästina pleite ist.
Syrien steckt inmitten eines tödlichen Bürgerkriegs mit bisher über 60.000 Todesopfern, darunter übrigens mehrere Hundert Palästinenser. Ägyptens neue Regierung wird von Islamisten gesteuert. Die Hisbollah im Libanon verfügt über mehr als 40.000 Raketen. Der „arabische Frühling“ ist zu dem geworden, was Israel prophezeite. Und Iran meldet Erfolg bei der  angestrebten Atomwaffen-Fähigkeit.

Der jüdische Staat ist von allen Seiten, auf denen menschenverachtende Regime ihr Volk drangsalieren, auf die ein oder andere Weise bedroht. Gleichzeitig wird kein andrer Staat so obsessiv mit Kritik begleitet, von den zahlreichen tatsächlichen Unrechtsschauplätzen auf der Welt ganz zu schweigen.  Also wo bleibt das Mindestmaß an Proportionalität hinsichtlich der Themenfokussierung der Medien? Wo kann man von einem Hauch an Empathie mit den Israelis und Verständnis für die Schutzmaßnahmen des jüdischen Staates, mit einer fairen und ausgewogenen Gegenüberstellung der Realitäten in Nahost und eine Diskussion um die Verantwortung Europas und der internationalen Gemeinschaft für Israel, die leidende Bevölkerung der Nachbarländer und vor allem für sich selbst und die Zukunft der westlichen freiheitlichen Werte lesen? Lies den Rest dieses Beitrags

Filme aus und über Israel – Eignungscheck und Inspiration für den Filmabend

zuletzt aktualisiert: 12.07.2016

 

Bevor am Ende dieses Textes die besten Datenbanken und online-Quellen zu Filmen aus und über Israel – seien es Spielfilme oder kurze online-Clips – zusammengestellt sind, im Folgenden das Anliegen, weshalb die Notwendigkeit dieses Beitrages überhaupt gegeben ist:

Es ist im Rahmen von Informationsveranstaltungen, politischen Filmfestivals, akademischen Wochenendseminaren, Nahost-Filmreihen und auch einfach nur im Schulunterricht (wie beispielsweise in NRW) Praxis, mit idealerweise einem einzigen Film – oder nur sehr wenigen exemplarischen Filmen – nicht nur das Thema Israel, sondern gleich die gesamte Komplexität des Nahost-Konfliktes abzudecken, die verschiedenen Perspektiven zu erklären, die Opfer-Täter-Rollen zu verteilen und am Besten Lösungsvorschläge für den Konflikt anzubieten.
Der positiven Intention – politische Bildungsabsicht einhergehend mit cineastischer Unterhaltung – zu Trotz, basierend auf thematischer Unsicherheit bis hin zu einseitiger Grundinformation und Anschauung, werden häufig die am wenigsten geeigneten Filme dazu herangezogen. Lies den Rest dieses Beitrags

„Was gesagt werden musste“

Günter Grass schrieb ein Gedicht, welches am 4. April 2012 in der Süddeutschen Zeitung zunächst kommentarlos erschien.

Dem ersten (nicht mehr verlinkten) Hinweis darauf am Vorabend im Tagesspiegel Neues Grass-Gedicht: Günter Grass: Die Atommacht Israel gefährdet den Weltfrieden: „Günter Grass! Der Literaturnobelpreisträger hat wieder etwas geschrieben – ein Gedicht zum Atomkonflikt mit dem Iran. Und was für eines. Es ist politisch, prosaisch, und es geht hart mit Israel ins Gericht“ folgte am Morgen des 4.4. Henryk M. Broders Reaktion darauf in der WELT: Nicht ganz dicht, aber ein Dichter.

Es entwickelte sich zunehmend und unter verschiedensten Aspekten betrachtet die weiter unten auszugsweise verlinkte Diskussion über Inhalt und Intention sowie den Autor und seine Unterstützer, der Grass mit dem Vorwurf einer „Kampagne von gleichgeschalteten Medien“ begegnete (ARD: Grass und die Medien). http://www.cicero.de/karikaturen/schreiben-als-selbsttherapie

Am Treffendsten antwortete darauf Helmut Karasek: „Ein Gedicht, das derart närrisch ist, das ruft automatisch eine Gleichschaltung hervor. Denn wenn Sie schreiben ‚zwei und zwei ist fünf‘, dann sagen alle entsetzt: ‚Wir glauben, das ist vier.‘ Dann ist das keine Gleichschaltung, sondern eher eine Richtigstellung.“

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