Jubiläumsjahr 2017 – Teil 4: #Jerusalem50, der Sechstagekrieg und warum die ‚Besatzung‘ nicht das Problem für Frieden darstellt

zuletzt aktualisiert: 6.6.2017

 

Im Jahr 2017 gibt es verschiedene Jubiläen von besonderer historischer Bedeutung für Juden, Zionisten und Israel.

* 120 Jahre Erster Zionistenkongress
* 100 Jahre Balfourerklärung
* 70 Jahre UN-Teilungsplan
* 50 Jahre Wiedervereinigung Jerusalems und Sechstagekrieg

 

Der Botschafter Israels in Deutschland hat in einem Beitrag offiziell die Jubiläumsmeilensteine und das Jubiläumslogo vorgestellt.
In dem Kontext gibt es nun neu von der Botschaft: Eine modulare Ausstellung mit ausführlichen Informationstafeln zur jüdischen, zionistischen und israelischen Geschichte von Erez Israel, die die Facetten von der biblischen Geschichte bis zum heutigen Israel beleuchtet, einschließlich der Jahrestage des Jahres 2017, in dem sich der Erste Zionistenkongress (1897), die Balfour-Deklaration (1917), der UN-Teilungsplan (1947), die Wiedervereinigung Jerusalems (1967) und der  Beginn des Friedensprozess (1977) jähren.

Und unter diesem Link finden sich die zu den Jubiläen geplanten Veranstaltungen.

Der Meilensteine zu Gedenken ist jedoch auch Idee der Palästinenser und ihrer Unterstützer, die mit einer Kampagne die Geschichte umdeuten und für ihr Anliegen, der Dämonisierung Israels, nutzen wollen. Sie nehmen ein jedes der Jubiläen und stilisieren sich zum Opfer dessen. In diesem Kontext wird versucht, von Terror über die BDS-Kampagne bis hin zu UN-Resolutionen alle Mittel als legitim zu rechtfertigen, die sie gegen Israel einsetzen. Dass keines der Mittel tatsächlich für Frieden und eine gesicherte Koexistenz steht, sondern aus Hass auf Juden, Zionisten und Israel gleichermaßen getrieben ist, je nachdem wen man fragt, zeigt sich bei allen genaueren Betrachtungen.

Nun, bevor man sich von allein fragt, ob das Gejammer und Geklage und vehemente wiederholen der Opferpropaganda zwecks Geschichtsklitterung irgendeine Basis hat, im Folgenden die relevanten Informationen zur Selbsteinschätzung der historischen Ereignisse.

In dieser Kollektion geht es um 50 Jahre Wiedervereinigung Jerusalems und Sechstagekrieg.

Darüber hinaus sei verwiesen auf die Blogkollektion Jerusalem [jɛruʃa’lajim] القدس ירושלים

 

 

Spezielle Projekte, Kampagnen, Datenbanken und Hintergrundinformationen zum Jubiläum:


  • Broschüre: Der Sechstagekrieg 1967. Ursachen, Verlauf, Folgen.
    Mit dieser Broschüre möchten wir Ihnen zum 50. Jahrestag des Sechstagekriegs 1967 Informationsmaterial an die Hand geben, das diesen so wichtigen Einschnitt in der Geschichte des arabisch-israelischen Konflikts intensiv beleuchtet. Seine Ergebnisse prägen die Situation zwischen Israelis und Arabern bis heute entscheidend.
    Die Broschüre, die auch als online-PFD verfügbar ist, wurde von der DIG und dem MFFB herausgegeben.

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  • PDF: Der Sechs-Tage-Krieg ( 5.-10. Juni 1967 ) – Ursachen – Verlauf – Folgen
    Der Sechstagekrieg und seine Folgen prägen den Nahen Osten noch heute. Das Verständnis dafür, wie und warum jene Gebiete in Israels Besitz gelangten und wie sich Israels Beziehung zu ihnen gestaltet, ist für eine gerechte und ausgewogene Diskussion des gegenwärtigen Zustands unabdingbar. Dies umso mehr angesichts der international erfolgreichen Versuche von palästinensischer Seite, den komplexen Konflikt auf einen einzigen Sachverhalt zu reduzieren – die israelische Präsenz im Westjordanland.
    Diese online-PDF wurde von der israelischen Botschaft erstellt.

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  • Sechs Tage 1967 – in Echtzeit auf Twitter
    In diesem Jahr jährt sich zum 50. Mal der Sechstagekrieg und damit auch die Wiedervereinigung Jerusalems nach 19 Jahren der Teilung.
    Diesen Jahrestag begeht die Botschaft des Staates Israel mit einem eigenen Twitter-Account, von dem wir unter @6Tage1967 unter dem Hashtag #Juni67 ab dem 16. Mai die Ereignisse aus dem Mai und Juni 1967 in Echtzeit wiedergeben werden. Bereits ab heute wird in Tweets die Geschichte Jerusalems von seiner Gründung bis 1967 zusammengefasst.
    Seien Sie dabei und erleben Sie die Geschichte neu unter twitter.com/6Tage1967

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  • Tweeting67 – Bringing the History of the #SixDayWar to Life The Six Day War and the unification of Jerusalem in June 1967 were turning points in the history of Israel.In May 1967, in the face of the annihilatory rhetoric of the Arab world and the military build-up on its borders, the Israeli public and many of the country’s friends around the world genuinely feared for Israel’s survival. Yet in just six short days, the Israel Defense Forces were able to secure a storied victory on the battlefield and change the course of history.The IDF’s victory left Israel in control of the territories from where the Arab assault had taken place – the Sinai Peninsula in the south, the Golan Heights in the north and Judea and Samaria (the West Bank) to the East. Most significantly, Israel’s capital Jerusalem was reunited, after having been divided since 1948 as a result of the failed Arab war to prevent Israel’s establishment. The Jewish people were now once again to visit and pray at the Western Wall, the only remains of the ancient Jewish Temple.With the passing of the decades, the events which led to the Six Day War and the details of the war itself have faded from memory and been lost to new generations. As a consequence, much of the discourse today surrounding the ongoing Palestinian-Israeli conflict lacks crucial context and historic perspective. To address this challenge,The Ministry of Foreign Affairs is launching @Tweeting67 – a Twitter project in which individual characters from 1967 will „live-tweet“ the events of that era as they happen.Based on research conducted by various individuals and organizations, we have developed an array of characters – some real, others imagined – who will each share the story from their own perspective, and who as a whole will provide a rich, contemporary gateway into understanding the events of the time and their meaning for today.

    Please follow our characters, share their tweets, interact with them directly on Twitter and encourage your followers to do the same.  With historic content specifically curated to suit modern communications, this project offers a unique opportunity to participate and impact on perceptions of events that still shape politics and public opinion on Israel to this day.

    @Tweeting67 accounts:

    @HerzlTweets (Theodor Herzl)

     (Chaim Weizmann)

    @EshkolTweets (Levi Eshkol)

    @MosheDayan67 (Moshe Dayan)

    @BeginTweets (Menachem Begin)

    @MEjournalist67 (Ausländischer Korrespondent)

    @YosiBenZion (Israelischer Diplomat)

    @YaelDayan67 (IDF-Leutnant im Southern Command, Sinai)@YoavSadon (1967 Reservist)

    @RikkiSadon67 (Frau von Yoav Sadon)

    @YoniCohen67 (Freiwilliger Mediziner)

    @KarinBerg67 (Kibbutz-Freiwillige aus Schweden)

    @SixDayWarQuotes

    @ThenandNow67

    @Tweeting67 (a central account which will retweet all the others)

    @Tweeting67 is a project of Israel’s Ministry of Foreign Affairs designed to make Israel’s story intelligible to the new generation. It is part of the broader campaign to mark the jubilees of key events in Israel’s history throughout 2017-2018.

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  • Israel’s Wars & Operations: The Six-Day War (June 5 – 10, 1967) – The Jewish Virtual Library
    Background & Overview, Day-by-Day Actions, Myths & Facts, War Maps, Israeli Intelligence, Build-Up to War, Important Figures, U.S. Actions & Policy, U.N. Security Council (Resolution 233 (June 6), Resolution 234 (June 7), Resolution 235 (June 9), Resolution 242 (November 22), Important Battles, War Aftermath.

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  • Six Day War | Countdown to 1967
    Experience the dramatic events of 1967 and how they transformed the State of Israel. June 2017 marks the 50th anniversary of the Six Day War (June 5-10, 1967) between Israel and the surrounding Arab countries. The war was a pivotal event in the history of the Middle East and of the Jewish people. For four weeks, we’ll send you 12 short videos that will teach you exactly what happened 50 years ago today.Dieses Sechs-Tage-Krieg-Projekt wird übrigens auch mit einer deutschsprachigen Facebookseite begleitet: @sechstagekrieg1967

    Wir schreiben das Jahr 1967. Vier arabische Staaten umzingeln den jungen israelischen Staat und drohen ihm mit der Vernichtung. In nur sechs Tagen besiegen israelische Einheiten die Aggressoren, drängen die arabischen Streitkräfte zurück und erobern Gebiete, welche sie später im Austausch für Frieden zurückgeben sollten.
    Erleben Sie den Ablauf des Sechs-Tage-Krieges durch eine zwölf-teilige Dokumentationsreihe und begleiten Sie uns auf dem Weg durch die israelische Geschichte!
     

 

  • Six Day War: Zionism and Israel – Encyclopedic Dictionary
    (In Hebrew – Mil’hement sheshet Hayamim). A war between Israel and Egypt, Jordan and Syria that began on June 5, 1967 and ended on June 10 1967. In the war, Israel occupied the Sinai Peninsula, the Gaza Strip, the West Bank, Jerusalem and the Golan Heights

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  • MyJerusalem: In the next couple of weeks, Jerusalem will be celebrating 50 years since the reunification of the city.
    In order to help us all celebrate this event, The Department for Diaspora Activities at the World Zionist Organization would like to offer you a large variety of activities, and we are certain that (at least) one of them will suit your needs. Please visit the „My Jerusalem“ website (https://myjerusalem.info/) where you can find many different activities developed in our department especially for you. Yom Yerushlaim Same’ach! Department for Diaspora Activities, World Zionist Organization..
  • Israelische Staatsarchive zum Sechstagekrieg freigegeben

Much of the classified material created in 1967 was sealed for 50 years. They have now passed. Here it is.

(Mostly Hebrew documents, some English)

Types of material:

Transcripts of the full Cabinet 

Transcripts of the Security Cabinet, effectively Israel’s Commander in Chief

List of files

Search by topics 

Photos

Films and recordings

Israel radio recordings

 

Im Gespräch mit Audiatur-Online erklärt der israelische Staatsarchivar Dr. Yaacov Lozowick um was für Dokumente es sich handelt und ob deren Veröffentlichung politischen Folgen haben könnte.

 

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Aktuelle Artikel

David Harris, CEO des American Jewish Committee: Zum 50. Jahrestag des Sechs-Tage-Krieges: Warum Geschichte wichtig ist.

Mena-Watch: 50 Jahre Sechstagekrieg: Das Ende des Wartens

Mena-Watch: Sechs-Tage-Krieg: Es ging um die Vernichtung Israels

Mena-Watch – Mathias Küntzel: Ein Gerücht und seine Folgen – Sechs-Tage-Krieg Teil 1

Audiatur – Israel und der Sechs-Tage-Krieg – Teil 1

Audiatur: Wer sagte was? Ein Blick hinter die Kulissen des israelischen Sicherheitskabinetts im Juni 1967 – Teil 2

Audiatur: Was Elie Wiesel nach dem Sechs-Tage-Krieg schrieb

Das ikonische Foto von David Rubinger 

So führte Israel den Blitzkrieg in der Wüste

Wie ein deutscher Junge ein Held in Israel wurde

Ein etwas älterer, dennoch gültiger Beitrag von Joseph Farah, WorldNetDaily, 23. Januar 2003
(übersetzt von Heplev)

Besatzung, Besatzung, Besatzung.

>> Wenn man Arabern zuhört, ist das die Ursache des Konflikts mit Israel: die Besatzung.

Sie schieben alle ihre Missgeschicke – von Flüchtlingen, die seit 50 Jahren unter Arafats schlechtem Atem in Elend leben – auf die so genannte israelische „Besatzung“ der Westbank und des Gazastreifens.

Die Araber sagen, die Israelis griffen sich dieses Land 1967 in einem Aggressionskrieg. Tatsächlich hatte aber nicht Israel diesen Krieg begonnen. Israel wollte diesen Krieg nicht. Israel verteidigte sich nur – sehr, sehr effektiv – gegen koordinierte Angriffe Ägyptens, Iraks, Jordanien, Syriens und durch Arafats Terroristen.

Das ist keine Meinung. Das ist Tatsache. Einer meiner Freunde, Sol Jacobs, tat etwas sehr einfaches – etwas sehr offensichtliches – um diese Tatsache zu dokumentieren, die vielen heutzutage entgeht. Er ging hin und sah sich an, was Zeitungen über die Krise vor dem 5. Juni 1967 berichteten – bevor es eine behauptete „israelische Besatzung“ gab.

Hier ist das Ergebnis seiner einmonatigen Zeitleiste, die zum Sechstage-Krieg führt:

* 7. Mai: Die New York Times berichtete, dass Syrien das israelische Dorf Ein Gev mit Artillerie beschoss.

* 17. Mai: Die New York Times berichtete, dass die PLO, geführt von Arafat, gelobt, „weiterhin Kommandos nach Israel zu schicken“.

* 19. Mai: Die Los Angeles Times berichtete, dass Ägypten beschuldigt im Yemen wird Giftgas einzusetzen.

* 19. Mai: Die New York Times berichtete, dass Ägypten Streitkräfte entlang der israelischen Grenze postiert hat.

* 20. Mai: Die New York Times berichtete, dass Ägypten UNO-Friedensschutz-Truppen zwang die Wüste Sinai im Vorfeld eines Angriffs gegen Israel zu verlassen.

* 21. Mai: Die New York Times berichtete, dass massiv ägyptische Soldaten im Sinai auffahren.

* 22. Mai: Die New York Times berichtete, dass die PLO ihre Angriffe in Israel intensivieren wollte, dass Kairo 10.000 Reservisten einberief und dass der Irak Hilfe für die Schlacht gegen Israel schicken wollte.

* 23. Mai: Jede Zeitung der Welt berichtete, dass Ägypten die Provokation der Sperrung des Golfs von Akaba für Israel einsetzt.

* 24. Mai: Jede Zeitung der Welt berichtete, dass die USA Ägyptens militärische Blockade des Golfs für „illegal“ erklärten.

* 25. Mai: Die New York Times berichtete, dass Jordanien für die Schlacht gegen Israel saudisches und irakisches Militär auf seinem Boden gestatten würde.

* 27. Mai: Jede Zeitung der Welt berichtete Ägyptens heftige Drohungen zur Vernichtung Israels.

* 29. Mai: Die New York Times berichtete, dass der Aufmarsch der ägyptischen Streitkräfte im Sinai weiter ging.

* 29. Mai: Die Washington Post berichtete, dass trotz all dieser Provokation Israel immer noch zögerte, den Showdown mit seinen Feinden anzustreben.

* 29. Mai: Die New York Times berichtete von neuen Angriffen Syriens auf Israel.

* 3. Juni: Die New York Times berichtete, dass Großbritannien erklärte, die ägyptische Blockade könnte zu Krieg führen. Sie berichtete ebenfalls, dass vier syrische Stoßtrupps in Israel abgefangen wurden.

* 5. Juni: Der Sechstage-Krieg begann. Israel rollte alle seine Feinde schneller auf, als es irgendjemand für möglich gehalten hatte. Es nahm Jordanien die Kontrolle von Ost-Jerusalem ab. Es nahm Jordanien die Kontrolle von Judäa und Samaria westlich des Jordan ab. Es entriss Syrien die Kontrolle über die Golan-Höhen. Und es übernahm von Ägypten die Kontrolle des Gazastreifens und der Wüste Sinai.<<

 

Vielsagend: Arabische politische Karikaturen am Vorabend des Krieges von 1967

 

Aufschlussreich:  Es ging nie um die „Besatzung“
Ein Kommentar von Oded Forer

Nächstes Jahr markiert viele bedeutende Jahrestage in der Geschichte des Zionismus, Israels und dem Konflikt mit seinen Nachbarn. Es wird 120 Jahre her sein seit dem ersten Zionistenkongress, der im Jahr 1897 in Basel abgehalten wurde, dem die zionistische Plattform und Aktionspläne zur Umsetzung der Ziele entsprangen.

Es werden auch 70 Jahre vergangen sein seit dem Teilungsplan der Vereinten Nationen, der die Unterstützung der UN-Generalversammlung erhielt zur Erschaffung eines jüdischen und eines arabischen Staats im Mandatsgebiet Palästina.

Bezeichnenderweise wird es auch das 50. Jahr seit dem wundersamen Sieg Israels gegen fünf arabische Nationen sein, die beabsichtigten, den jüdischen Staat auszulöschen. Doch nach sechs Tagen befreite Israel nicht nur sich selbst, es befreite auch Jerusalem und Judäa und Samaria, die Wiege der jüdischen Zivilisation.

Man könnte annehmen, dass dieses Datum angesichts der Behauptungen der israelischen Gegner und Kritiker, das Hauptaugenmerk der Aktivitäten gegen Israel im nächsten Jahr sein wird, da uns kontinuierlich gesagt wird, dass die Wurzel des Konflikts und des Mangels an Frieden das Ergebnis der sogenannten Besatzung ist. Aber in der vergangenen Woche wurde im britischen Oberhaus eine Podiumsdiskussion durchgeführt, um an einen anderen wichtigen Meilenstein zu erinnern, die Balfour-Deklaration. Die Balfour-Deklaration war ein Brief des britischen Ministers Lord Arthur James Balfour, in dem die Rechte des jüdischen Volks auf sein historisches Heimatland anerkannt wurden. Die Erklärung wurde dann vom Völkerbund, dem Vorgänger der UN, übernommen.

Die Veranstaltung fand statt unter der Federführung des Palestinian Return Centre. Gastgeberin war die boshafte Baronin Jenny Tonge, die aus ihrer Partei austreten musste wegen  anti-israelischer, mache würden sagen antisemitischer, Äußerungen. Diese Veranstaltung war der Auftakt einer feindseligen Kampagne, angeführt von der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA), mit dem Namen Balfour Apology Campaign („Balfour-Entschuldigungskampagne“), in deren Rahmen die Deklaration ein „Verbrechen“ genannt wurde.

Was uns diese obsessive Fokussierung auf einen Brief, der vor 100 Jahren geschrieben wurde, anstelle auf die Befreiung von Judäa und Samaria vor 50 Jahren klar und deutlich zeigt, ist dass es niemals um die „Besatzung“ gegangen ist; es geht stattdessen um die Ablehnung jeder Anerkennung des Rechts des jüdischen Volks auf Souveränität in der Heimat seiner Vorfahren.

Die PA, angeführt von Mahmud Abbas, signalisiert Israel und der internationalen Gemeinschaft, was sie regelmäßig auf Arabisch kommunizieren, dass das Ende der israelischen Präsenz in Judäa und Samaria nicht ihr hauptsächliches Ziel ist, sondern dass ihr Ziel Israel selbst ist.

Diese Zielsetzung entspricht der palästinensischen Verweigerungshaltung, die fast ein Jahrhundert andauert.

Die Palästinenser haben die Empfehlungen der Peel-Kommission im Jahr 1937 abgelehnt, die ihnen die überwältigende Mehrheit des Gebiets des heutigen Israels zuschlagen wollte, den UN-Teilungsplan von 1947, den Clinton-Entwurf von 2000, die Angebote der damaligen Ministerpräsidenten Ehud Barak und Ehud Olmert von 2001 beziehungsweise 2008.

Wenn die palästinensischen Führer nur eines dieser Angebote angenommen hätten, hätten sie einen Staat und Israel hätte keine oder nur eine geringe Präsenz in Judäa und Samaria. Die Tatsache, dass sie das nicht taten, zeigt, dass es nicht darum geht, was 1967 befreit wurde, sondern darum, was 1917 anerkannt wurde.

Die Balfour-Deklaration war die erste internationale Anerkennung der Neuzeit der historischen Rechte der Juden im Land Israel, das erobert, kolonialisiert und besetzt wurde seit 2.000 Jahren seit sein angestammtes Volk vertrieben worden war.

Die Palästinenser wissen, dass die Balfour-Deklaration ein entscheidender Schritt bei der Anerkennung der nationalen Rechte der Juden durch die internationale Gemeinschaft war, und dass dieser im Gegenzug zur Mehrheit bei der Unterstützung der Wiedererrichtung des jüdischen Staates im Land Israel geführt hat. Sie glauben, dass sie Israels Legitimität als jüdischer und demokratischer Staat untergraben können und es seinem Ende einen Schritt näher bringen, wenn sie diese Anerkennung zerpflücken.

Natürlich ist dies eine absurde Vorstellung, besonders für ein Volk, das sein eigenes derzeitiges Selbstverständnis erst viele Jahrzehnte später entwickelt hat.

Gleichwohl ist es Ausdruck eines Verhaltensmusters, das durch starke Unsicherheit von einem Regime angetrieben wird, das nicht nur die Umkehrung der Geschichte will, sondern auch ihre Verfälschung, wie die jüngste UNESCO-Resolution unter palästinensischer Führung, die die historische Verbindung der Juden zu Jerusalem und dem Tempelberg leugnet, deutlich beweist.

Die UNESCO-Resolution, die keine nennenswerte politische oder diplomatische Bedeutung hat, ist ein weiterer Schauplatz dieses Kampfes, einem Kampf, dem Teile der internationalen Gemeinschaft langsam gewahr werden.

Dass es bei diesem Konflikt nie um die „Besatzung“ oder die Schaffung eines palästinensischen Staates ging. Es ging und geht um die Unterminierung und Leugnung der jüdischen Geschichte, der Rechte und internationaler Regeln, um zu untergraben und die Vernichtung des Staates Israel zu erreichen.

Der Autor ist Mitglied der Knesset für die Partei Israel Beiteinu. (JPost, 3.11.2016)

 

Wie das AJC zum 40. Jahrestag schrieb:
Die Realität der Besatzung

Der Abzug aus dem Gazastreifen verdeutlicht das Risiko, mit dem Israel sich konfrontiert sieht, wenn es ein Gebiet preisgibt, ohne verlässliche Sicherheitsgarantien zu bekommen. Heute mag sich die israelische Besetzung der Westbank für die palästinensische Zivilbevölkerung schwierig gestalten, aber solange es auf ihrer Seite keinen glaubwürdigen Partner für den Frieden gibt, hat Israel keine andere Möglichkeit, als abzuwarten. Viele Israelis würden die Besetzung der Westbank lieber heute als morgen beenden; aber der Terror, der von palästinensischem Gebiet, oft in der Nachbarschaft israelischer Städte und Dörfer, ausgeht, macht Sicherheitsmaßnahmen wie etwa die Checkpoints auch weiterhin unentbehrlich.

Zudem haben sich die Lebensumstände der gewöhnlichen Palästinenser in den Jahren von 1967 bis 1994, als Gaza und die Westbank unter israelischer Verwaltung standen, tatsächlich verbessert. Universitäten wurden eröffnet, die Palästinenser haben Teil an neuen landwirtschaftlichen Techniken aus Israel, zeitgemäßer Komfort hielt allmählich Einzug,und das Gesundheitssystem wurde entscheidend verbessert.

Heute können fast 92 Prozent der Palästinenser in der Westbank lesen und schreiben, und die durchschnittliche Lebenserwartung liegt bei 73 Jahren.

Solche Daten bezeugen den großen Fortschritt seit den Sechziger Jahren und der jordanischen Herrschaft. Auch wenn sich das tägliche Leben für die Palästinenser schwierig gestaltet, so hat es doch nichts mit „Apartheid“ zu tun – ein Vorwurf, der aus politischen Gründen immer wieder erhoben wird, um ein falsches Bild von der Situation in Umlauf zu bringen.

Die Wahl der letzten drei Premierminister hat bewiesen, dass die meisten Israelis mit Entschiedenheit für eine Zweistaatenlösung eintreten: Palästina und Israel. Aber Israel kann an der Verwirklichung dieser Vision nur dann mitwirken, wenn es glaubwürdige Partner hat, die sie teilen.

Die Hamas jedoch, die zurzeit die Mehrheit in der palästinensischen Einheitsregierung innehat, will einen ungeteilten islamischen Staat, basierend auf dem islamischen Recht der Sharia. Wenn sich vertrauenswürdige Partner finden, die bereit sind, in guter Absicht über eine Zweistaatenlösung zu verhandeln, dann wird Frieden unweigerlich Einzug halten.

An dieser Einschätzung hat sich auch 10 Jahre danach noch nichts geändert, außer dass die Vorwürfe gegenüber Israel immer vehementer werden.
Es lohnt daher ein Blick in die Gegenüberstellung von Behauptungen, die nun im Rahmen des Jubiläums häufig angebracht werden, und Tatsachen zum Geschehen rund um den Sechstagekrieg und den Status von Jerusalem – damals und heute:

 

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Behauptungen und Tatsachen: Der Sechs-Tage-Krieg von 1967
(Jewish Virtual Library Myths and Facts)

„Nach der Suezkrise waren die arabischen Regierungen bereit, den israelischen Staat anzuerkennen.“
„Israel hatte keinerlei Gründe für seinen Militärschlag.“

„Nasser hatte das Recht, die Straße von Tiran für den israelischen Schiffsverkehr zu sperren.“

„Die Vereinigten Staaten haben Israel im Sechs-Tage-Krieg gegen die Araber unterstützt.“

„Israel hat Jordanien angegriffen, um Jerusalem zu erobern.“

„Israel hätte in den Kampfhandlungen nicht die Initiative zu ergreifen brauchen.“

„Israel betrachtete die besetzten Gebiete als erobertes Land, das von nun an zu Israel gehörte und dessen Rückgabe nicht zur Debatte stand.“

„Israel hat friedliche arabische Dorfbewohner aus der Westbank vertrieben und sie nach dem Ende des Krieges nicht zurückkehren lassen.“

„Israel hat den Palästinensern in der Westbank, im Gazastreifen und in Ostjerusalem unzumutbare Einschränkungen auferlegt.“ 
„Israel hat die USS Liberty während des Sechs-Tage-Krieges von 1967 vorsätzlich angegriffen.“

 

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Literatur zum Thema

Michael Oren: Six Days of War. June 1967 and the Making of the Modern Middle East. Oxford 2002

Haim Benjamini: The Six Day War, Israel, 1967: Decisions, Coalitions, Consequences. A Sociological View. In: Moshe Lissak (Hg.): Israeli Society and its Defense Establishment. The Social and Political Impact of a Protracted Violent Conflict. London 1984.

Ami Gluska: The Israeli Military and the Origins of the 1967 War. Government, Armed Forces and Defence Policy 1963-67. London 2007.

 

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WEITERE INFORMATIONEN ZU JERUSALEM

 

Behauptungen und Tatsachen: Jerusalem
(Jewish Virtual Library Myths and Facts)

„Jerusalem ist eine arabische Stadt.“
„Es muss doch nicht unbedingt Jerusalem die Hauptstadt des Staates Israel sein.“

„Die Araber waren bereit, den internationalen Status von Jerusalem anzuerkennen, doch die Juden lehnten den Vorschlag ab. Auf Grund ihrer starren Haltung hält Israel heute die ganze Stadt illegal besetzt.“

„Jordanien hat den internationalen Status von Jerusalem anerkannt.“

„Von 1948 bis 1967 hat Jordanien allen Glaubensrichtungen in Jerusalem Religionsfreiheit zugesichert.“
„Jordanien hat die heiligen Stätten des Judentums geschützt.“

„Jordanien bemühte sich, die Lebensbedingungen im arabischen Ostjerusalem zu verbessern. Die israelischen Behörden dagegen ließen Hunderte von arabischen Häusern in diesem Teil der Stadt abreißen und machten ihre Bewohner obdachlos.“
„Unter israelischer Oberherrschaft wurde die Religionsfreiheit in Jerusalem eingeschränkt.“

„Israel verwehrt Muslimen und Christen den freien Zugang zu ihren heiligen Stätten.“

„Die israelische Politik begünstigt die Anschläge jüdischer Extremisten auf muslimische und christliche Einwohner der Stadt und auf ihre heiligen Stätten.“

„Israel hat die Rechte der palästinensischen Araber in Jerusalem eingeschränkt.“
„Laut UN-Resolution 242 gilt Ostjerusalem als ›besetztes Gebiet‹, deshalb verstößt
 Israels Annexion Jerusalems gegen diese Resolution.“
„Ostjerusalem gehört zu einem palästinensischen Staat, weil hier schon immer palästinensische Araber und noch nie Juden gelebt haben.“

„Die im April 1990 erfolgte Umsiedelung von 20 jüdischen Familien in das St. John’s-Hospiz – ein Gebäude im christlichen Viertel von Jerusalem in der Nähe der Grabeskirche – ist ein Beispiel für Israels Strategie, die Nicht-Juden aus ihren Stadtteilen zu verdrängen.“
„Die israelische Polizei hat im Jahr 1990 auf dem Tempelberg in einem unprovozierten Angriff 17 arabische Gottesdienstbesucher ermordet.“
„Die Vereinigten Staaten sind nicht der Ansicht, dass Jerusalem die vereinigte Hauptstadt Israels sein sollte.“

„Der Tempelberg war schon immer eine heilige Stätte des Islam, während das Judentum keinerlei Bindung an den Ort hat.“

„Israel darf nicht die Kontrolle über den Tempelberg haben, weil es den Muslimen den Zugang zu ihren heiligen Stätten verwehrt.“

„Die Palästinenser haben die archäologischen Schätze des Tempelbergs sorgfältig bewahrt.“

„Mit dem Durchbruch des Westmauer-Tunnels bedrohte Israel die Unantastbarkeit des Tempelbergs und der Al-Aksa-Moschee und forderte eine Verurteilung durch den UN-Sicherheitsrat heraus.“
„Der internationale Status Jerusalems ist angesichts der kollidierenden Ansprüche auf die Stadt die beste Lösung.“
„1969 hat Israel versucht, die Al-Aksa-Moschee niederzubrennen.“

 

Mehr zu Jerusalem auch auf diesem Blog unter: https://israelkompetenzkollektion.wordpress.com/2012/05/18/jerusalem/

Israels offizielle Kanäle starteten bspw. auf Twitter den Hashtag #Jerusalem50 und promoten jeden Tag spannende Innovationen und Kulturgüter aus Jerusalem

 

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VIDEOS

 

50 years reunited Jerusalem in 50 seconds

 

 

 

Israel’s Six Day War – Stephen Berk
Dr. Stephen M. Berk is a Professor of History at Union College in Schenectady, New York. He visited Beth Tzedec Synagogue in April 2007 to speak on a number of Jewish issues. This video provides an unique perspective on The 40th Anniversay of the Six Day War between Israel and the Arab states.

 

 

Israel Palestinian Conflict: The Truth About the West Bank
Israel’s former Deputy Minister of Foreign Affairs Danny Ayalon explains the historical facts relating to the Israeli Palestinian conflict. The video explains where the terms „West Bank“, „occupied territories“ and „67 Borders“ originated and how they are incorrectly used and applied.

 

 

Jerusalem: 4000 Years in 5 Minutes
Jerusalem, a mosaic of different peoples, faiths, and nationalities. Nevertheless, despite this diversity, under the sovereignty of Israel, Jerusalem is a city that works.
But has it always been this way?

 

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Veröffentlicht am Mai 10, 2017, in Delegitimierung Israels, Israel, Israels Recht auf Selbstverteidigung, Jerusalem, Palästinenser, Terror gegen Israel, Videos zum Nahostkonflikt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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