Jubiläumsjahr 2017 – Teil 3: #UNTeilungsplan70 – mit Videokollektion

 

 

Die Peel-Kommission kam 1937 zu dem Schluss, dass der einzig logische Ausweg angesichts der unvereinbaren Ziele der Juden und Araber in der Teilung Palästinas in zwei getrennte Staaten – einen jüdischen und einen arabischen – bestand. Die Araber lehnten den Teilungsplan aus zwei Gründen ab: Sie wären damit gezwungen gewesen, die Gründung eines jüdischen Staates zu akzeptieren, und sie hätten es hinnehmen müssen, dass Teile der Palästinenser unter „jüdischer Herrschaft“ lebten. Die Einwände der Zionisten richteten sich vor allem gegen die Landesgrenzen, die der Peel-Plan vorsah, weil ihr Lebensraum dadurch auf ein Territorium beschränkt worden wäre, das kaum größer als ein Getto war: auf 1.900 der insgesamt 10.300 Quadratmeilen, die das noch verbliebene Palästina umfasste. Dennoch waren die Zionisten bereit, mit den Briten zu verhandeln, wohingegen die Araber sich rundweg weigerten, über Kompromisse auch nur nachzudenken.

Im britischen Weißbuch von 1939 wurden abermals die Gründung eines arabischen Staates innerhalb eines Zeitraums von zehn Jahren sowie eine Einwanderungsbeschränkung für Juden auf 75.000 Personen in den nächsten fünf Jahren beschlossen. Danach sollten gar keine Juden mehr ohne Zustimmung der arabischen Bevölkerung ins Land gelassen werden. Obwohl man den Arabern im Blick auf die jüdische Einwanderung also große Zugeständnisse machte und obwohl man ihnen sogar die Unabhängigkeit angeboten hatte – die ja das erklärte Ziel der arabischen Nationalisten war -, lehnten sie das „White Paper“ ab.

Am 29. November 1947 rief die Vollversammlung der Vereinten Nationen zur Teilung des britischen Mandatsgebiets Palästina auf (Resolution 181). Das Land sollte in einen jüdischen und einen arabischen Staat aufgeteilt werden. Mit der Teilung sollten die Palästinenser einen eigenen Staat und die Möglichkeit der Selbstbestimmung erhalten. Die Mehrheitliche Empfehlung einer Teilung wurde mit 33 zu 13 Stimmen bei zehn Stimmenthaltungen angenommen. Die Resolution wurde von den Juden in Palästina angenommen, von den Arabern in Palästina und den arabischen Staaten jedoch abgelehnt.

(aus: Mitchell Bard, http://www.jewishvirtuallibrary.org)

 

Der Weg zum UN-Teilungsplan vom 29. November 1947 – Teil 1: Grossbritanniens Wortbruch (Audiatur)

Zwei für die Gründung Israels wichtige Ereignisse jähren sich diesen Monat. Der 2. November war der hundertste Jahrestag der Balfour-Deklaration. Am 29. November werden es 70 Jahre sein, seit die Generalversammlung der Vereinten Nationen mit einer Zwei-Drittel-Mehrheit dafür stimmte, auf dem Gebiet, das Grossbritannien 1923 als Mandat des Völkerbunds übernommen hatte, einen jüdischen und einen arabischen Staat zu gründen.

 

 

Der Weg zum UN-Teilungsplan vom 29. November 1947 – Teil 2: Das Wunder von New York (Audiatur) 

Grossbritannien hatte den Juden in der Balfour-Deklaration vom 2. November 1917 eine „nationale Heimstätte in Palästina“ in Aussicht gestellt und mit just diesem Auftrag vom Völkerbund die Verwaltung des Mandatsgebiet Palästinas übernommen. Doch statt diese Aufgabe zu erfüllen, wurden die Briten wortbrüchig und schlugen den Juden Europas am Vorabend des Zweiten Weltkriegs und des Holocaust die Tür vor der Nase zu.

 

Die UN-Resolution vom 29. November 1947: – Teil 3: Gab es einen Zusammenhang mit dem Holocaust? (Audiatur)

Es wird weithin angenommen, dass die Katastrophe des europäischen Judentums im Zweiten Weltkrieg einen entscheidenden Einfluss hatte auf den am 29. November 1947 erfolgten Beschluss der Vereinten Nationen zur Aufteilung Palästinas zwischen Juden und Arabern, welcher den Weg für die einige Monate später erfolgte Gründung Israels ebnete.

 

 

Teilungsplan: Die Briten und der Mufti gegen Israel (Mena)

>> Während in der UNO 1947 über eine Aufteilung des britischen Mandatsgebiets Palästina zwischen Juden und Arabern beratschlagt wurde, bestärkten die Briten den wichtigsten Führer der palästinensischen Araber, Amin el-Husseini – den Grossmufti von Jerusalem –, ausdrücklich in seiner Haltung, jeglichen Kompromiss mit den Juden abzulehnen.

Das zeigt ein ehemals geheimes und bislang unveröffentlichtes CIA-Dokument, über das israelische Zeitungen dieser Tage berichten und dessen Inhalt Mena-Watch erstmals auf Deutsch wiedergibt.

Es ist auf den 27. Januar 1947 datiert und trägt den Titel: „Erklärung des Muftis über die Situation in Palästina“.

 

 

Behauptungen und Tatsachen: Teilung
(
Jewish Virtual Library Myths and Facts)

„Die Vereinten Nationen haben Palästina ungerecht aufgeteilt.“
„Der Teilungsplan wies den Großteil des Landes, insbesondere das gesamte nutzbare Ackerland, den Juden zu.“

„Israel hat 1948 ganz Palästina usurpiert.“
„Den palästinensischen Arabern wurde nie ein Staat angeboten und somit das Recht auf Selbstbestimmung verweigert.“

„Die Mehrheit der Bevölkerung Palästinas war arabisch; aus diesem Grund hätte ein arabischer Gesamtstaat geschaffen werden müssen.“

„Um Blutvergießen zu vermeiden, waren die Araber zum Kompromiss bereit.“
„Die Sowjetunion hat sich der Teilung vehement widersetzt.“

 

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Es ging nie um die „Besatzung“
Ein Kommentar von Oded Forer

(…) Die Palästinenser haben die Empfehlungen der Peel-Kommission im Jahr 1937 abgelehnt, die ihnen die überwältigende Mehrheit des Gebiets des heutigen Israels zuschlagen wollte, den UN-Teilungsplan von 1947, den Clinton-Entwurf von 2000, die Angebote der damaligen Ministerpräsidenten Ehud Barak und Ehud Olmert von 2001 beziehungsweise 2008.

Wenn die palästinensischen Führer nur eines dieser Angebote angenommen hätten, hätten sie einen Staat und Israel hätte keine oder nur eine geringe Präsenz in Judäa und Samaria. Die Tatsache, dass sie das nicht taten, zeigt, dass es nicht darum geht, was 1967 befreit wurde, sondern darum, was 1917 anerkannt wurde.

Die Balfour-Deklaration war die erste internationale Anerkennung der Neuzeit der historischen Rechte der Juden im Land Israel, das erobert, kolonialisiert und besetzt wurde seit 2.000 Jahren seit sein angestammtes Volk vertrieben worden war.

Die Palästinenser wissen, dass die Balfour-Deklaration ein entscheidender Schritt bei der Anerkennung der nationalen Rechte der Juden durch die internationale Gemeinschaft war, und dass dieser im Gegenzug zur Mehrheit bei der Unterstützung der Wiedererrichtung des jüdischen Staates im Land Israel geführt hat. Sie glauben, dass sie Israels Legitimität als jüdischer und demokratischer Staat untergraben können und es seinem Ende einen Schritt näher bringen, wenn sie diese Anerkennung zerpflücken.

Natürlich ist dies eine absurde Vorstellung, besonders für ein Volk, das sein eigenes derzeitiges Selbstverständnis erst viele Jahrzehnte später entwickelt hat.

Gleichwohl ist es Ausdruck eines Verhaltensmusters, das durch starke Unsicherheit von einem Regime angetrieben wird, das nicht nur die Umkehrung der Geschichte will, sondern auch ihre Verfälschung, wie die jüngste UNESCO-Resolution unter palästinensischer Führung, die die historische Verbindung der Juden zu Jerusalem und dem Tempelberg leugnet, deutlich beweist.

Die UNESCO-Resolution, die keine nennenswerte politische oder diplomatische Bedeutung hat, ist ein weiterer Schauplatz dieses Kampfes, einem Kampf, dem Teile der internationalen Gemeinschaft langsam gewahr werden.

Dass es bei diesem Konflikt nie um die „Besatzung“ oder die Schaffung eines palästinensischen Staates ging. Es ging und geht um die Unterminierung und Leugnung der jüdischen Geschichte, der Rechte und internationaler Regeln, um zu untergraben und die Vernichtung des Staates Israel zu erreichen.

Der Autor ist Mitglied der Knesset für die Partei Israel Beiteinu. JPost, 3.11.2016

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VIDEOS

 

 

70 years ago, on November 29th, 1947, 33 countries said YES at the United Nations, and voted for Israel’s independence.
Today, all of us in Israel just want to say –
THANK YOU for your support!
(MFA)

 

 

 

29. November 1947 – UN Passes Resolution 181 – The Partition Plan
On Nov 29 1947 the United Nations voted on the Partition Plan.
The General Assembly adopted Resolution 181 recommending the partition of the British-ruled Palestine Mandate into a Jewish state and an Arab state.

 

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Who voted in favor of the UN’s partition plan?
On November 29, 1947, the UN passed resolution 181 which lead to the birth of the State of Israel. The vote: 33 in favor, 13 against.

 

 

 

The Spielberg Jewish Film Archive – Day of Decision

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Im Jahr 2017 gibt es übrigens verschiedene Jubiläen von besonderer historischer Bedeutung für Juden, Zionisten und Israel.

* 120 Jahre Erster Zionistenkongress
* 100 Jahre Balfourerklärung
* 70 Jahre UN-Teilungsplan
* 50 Jahre Wiedervereinigung Jerusalems und Sechstagekrieg

 

Der Botschafter Israels in Deutschland hat in einem Beitrag offiziell die Jubiläumsmeilensteine und das Jubiläumslogo vorgestellt.
In dem Kontext gibt es nun neu von der Botschaft: Eine modulare Ausstellung mit ausführlichen Informationstafeln zur jüdischen, zionistischen und israelischen Geschichte von Erez Israel, die die Facetten von der biblischen Geschichte bis zum heutigen Israel beleuchtet, einschließlich der Jahrestage des Jahres 2017, in dem sich der Erste Zionistenkongress (1897), die Balfour-Deklaration (1917), der UN-Teilungsplan (1947), die Wiedervereinigung Jerusalems (1967) und der  Beginn des Friedensprozess (1977) jähren.

Und unter diesem Link finden sich Veranstaltungen.

Der Meilensteine zu Gedenken ist jedoch auch Idee der Palästinenser und ihrer Unterstützer, die mit einer Kampagne die Geschichte umdeuten und für ihr Anliegen, der Dämonisierung Israels, nutzen wollen. Sie nehmen ein jedes der Jubiläen und stilisieren sich zum Opfer dessen. In diesem Kontext wird versucht, von Terror über die BDS-Kampagne bis hin zu UN-Resolutionen alle Mittel als legitim zu rechtfertigen, die sie gegen Israel einsetzen. Dass keines der Mittel tatsächlich für Frieden und eine gesicherte Koexistenz steht, sondern aus Hass auf Juden, Zionisten und Israel gleichermaßen getrieben ist, je nachdem wen man fragt, zeigt sich bei allen genaueren Betrachtungen.

 

 

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Veröffentlicht am Mai 10, 2017, in Delegitimierung Israels, Israel, Palästinenser, UN, Videos zum Nahostkonflikt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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