Pinkwhat?? Zur Farbenlehre der Antizionisten

Kollektion zu den Hintergründen, zur Absurdität und zum Antisemitismus im Vorwurf des „Pinkwashing“ gegenüber Israel.

 


So beschreibt es Frederik Schindler in seinem Meinungsbeitrag „Zionistische Rosawäscher“ in der JAZ :

>> Ob beim Christopher Street Day (CSD) oder bei der Queer Israeli Movie Night: Jüngst war eine Initiative namens »Berlin against Pinkwashing« sehr aktiv. Sie behauptet, Israel unterdrücke nur deswegen keine Lesben, Schwulen, Bisexuellen und Transgender (LGBT), »um von den Menschenrechtsverletzungen in den besetzten palästinensischen Gebieten abzulenken«.

Diese Theorie, Unterdrücker würden sich homofreundlich geben, um ihr Schurkendasein zu verbergen, ist im Kern antisemitisch. So verbreitet die Gruppe »Berlin against Pinkwashing« in Videos die Propagandalüge, Israel lasse Palästinenser verhungern. Und sie verharmlost mit der Behauptung, Israel sei ein »Apartheidregime« das rassistische Regime Südafrikas. Es wurden auch schon oft Treffen mit israelischen LGBT-Gruppen verhindert, nur weil ihre Mitglieder Israelis sind. Und beim Berliner CSD wurde Yakov Hadas-Handelsman, Israels Botschafter in Deutschland, einfach niedergeschrien.

Warum sorgen sich diese Aktivisten ausgerechnet um die Rechte von Homosexuellen in Israel? Natürlich gibt es auch im jüdischen Staat Probleme mit Homophobie. Auf schreckliche Art und Weise zeigte dies im letzten Jahr die Ermordung der 16-jährigen Shira Banki auf der Regenbogenparade in Jerusalem durch einen ultraorthodoxen Extremisten. Während aber beispielsweise im Iran Schwule zum Tode verurteilt werden und in Ägypten und Tunesien unmenschliche Analuntersuchungen zur Strafverfolgung von Homosexualität durchgeführt werden, gewährt Israel Homo-, Bi- und Transsexuellen sehr weitgehende Rechte: etwa die Adoption eines Kindes durch gleichgeschlechtliche Paare oder das Verbot institutioneller Diskriminierung im Militär.

Hinter dem Vorwurf des Pinkwashings steckt das Bild des hinterhältigen und verschwörerischen Juden. Diese jahrhundertealten Stereotype werden heute häufig auf den Staat Israel bezogen. Juden wird bei allem, was sie anstellen, eine böse Absicht unterstellt: Machen sie etwas Böses, ist es offen böse; machen sie etwas Gutes, ist es hinterhältig böse.

Der jüdische Staat wird von Antisemiten gehasst, egal wie er sich verhält. Dass ihm ausgerechnet im Namen der Menschenrechte vorgeworfen wird, Rechte für Schwule und Lesben nur aufgrund einer Ablenkungsstrategie zu gewähren, ist wohl der absurdeste Trick der antisemitischen Umwegkommunikation.<<

 

 

Israel und der Pinkwashing-Vorwurf – von Teresa Eder, derStandard.at

Israel steht bei Homosexuellen als Urlaubsziel hoch im Kurs – Kritiker werfen dem Land vor, mit diesem Image vom Nahost-Konflikt abzulenken

>> Hand in Hand sind sie abgebildet. Anlässlich des „Pride-Months“ im Juni 2012 publizierte das israelische Militär auf seiner Facebook-Seite ein Foto, das zwei Soldaten mit dem Rücken zur Kamera auf einer Straße zeigt. Ein harmloses Bild, würde man meinen. Doch im Falle Israels gelten offensichtlich andere Maßstäbe. Rund um dieses Foto entwickelte sich in den folgenden Wochen eine Kontroverse darüber, ob tatsächlich zwei homosexuelle Soldaten darauf abgebildet sind oder ob es gestellt wurde. Der „Guardian“ berichtete, dass das israelische Militär nicht bereit sei, die Identität der Abgebildeten bekanntzugeben.Warum die Aufregung über ein an sich harmloses Foto? Seit die Queer-Theoretikerin Jasbir Puar im „Guardian“ den „homosexuellen Propagandakrieg Israels“ anprangerte und die US-amerikanische Autorin Sarah Schulman im November 2011 einen ähnlichen Kommentar in der „New York Times“ veröffentlichte, ist der Begriff des „Pinkwashing“ in aller Munde. Abgeleitet von „Whitewashing“, also eine Sache schönzufärben, wird dem Staat Israel angelastet, dass er sich mit seiner liberalen Haltung gegenüber Homosexuellen brüste und damit negative Aspekte des Nahost-Konflikts übertünchen wolle. In diesem Fall mit einem Foto auf der Facebook-Seite des israelischen Militärs.Profiteure von Brustkrebs

Zum ersten Mal taucht der Begriff des „Pinkwashing“ schon 1985 auf, allerdings in einem anderen Kontext. Die Breast Cancer Action versuchte damit jene Firmen zu identifizieren, die den Kampf gegen Brustkrebs unterstützten, aber selbst von brustkrebskranken Frauen profitierten. Seit Israel mit der Werbekampagne „Brand Israel“ mehr Touristen ins Land bringen will und auch explizit die LGBT-Community anspricht, haben selbsternannte Israel-Kritiker diesen Begriff übernommen. Auch im akademischen Diskurs fasste die Thematik Fuß, so dass nun sogar die City University of New York Anfang April eine eigene Konferenz über „Homonationalism and Pinkwashing“ veranstaltet. Dazu angekündigt wurde auch die feministische Theoretikerin Judith Butler, inzwischen findet sich auf der Veranstaltungswebsite jedoch kein Hinweis mehr, dass sie teilnehmen wird. Im Fokus steht laut Einladung einmal mehr Israel, das „in Zeiten von Boykott und Kritik sein Image durch gezieltes Bewerben von homosexuellen Zielgruppen aufpolieren“ wolle.„The Next Hate Fest“?

Es bleibt tatsächlich die Frage, worin der Konnex zwischen der menschenrechtlichen Situation der Palästinenser und den Rechten von Homosexuellen in Israel bestehen soll. Nach dem gleichen Schema könnte man jede positive Anmerkung über den Staat Israel als Vertuschung bezeichnen, die den Konflikt mit den Palästinensern beschönigen will. Die fiktive Konstruktion eines Zusammenhangs zwischen den beiden Aspekten wirft deshalb die Frage nach Sinn und Zweck auf. Was wollen die Pinkwashing-Vorwürfe bezwecken? Soll Israel keine Tourismuskampagnen mehr lancieren dürfen? Soll es zugeben, dass es ein „Schurkenstaat“ ist?Alan Dershowitz wurde von mehreren Seiten für seinen überspitzten Kommentar vergangene Woche in der „New York Post“ gerügt, in dem er die Pinkwashing-Konferenz in New York als „Next Hate Fest“ bezeichnete. Im Kern hat Dershowitz jedoch recht, wenn er hier auch Antisemitismus diagnostiziert – denn den Argumenten der Pinkwashing-Kritiker haftet ein verschwörungstheoretisches Emblem an. Dass hinter allen Taten und Aussagen des israelischen Staates eine perfide Strategie mit weitreichender Auswirkung auf geopolitische Zusammenhänge stehen mag, diese Unterstellung kann und wird Israel nie entkräften können. Die jüdische Weltverschwörung als Projektion kennt keine Grenzen, sie macht nicht einmal halt vor den Rechten von Schwulen und Lesben.Palästinenser flüchten nach Israel

Viel schlimmer ist aber vielleicht, dass mit dem Anprangern von „Pinkwashing“ die Anliegen der LGBT-Communitys aus dem Blickfeld geraten. Anstatt die beachtlichen Freiheiten, die Israel Homosexuellen als einziges Land im Nahen Osten zugesteht, zu goutieren, werden sie abgewertet und zur Munition im Nahost-Konflikt, der offensichtlich nur zwei Seiten kennt: die gute und die böse. Die Menschenrechtssituation in Gaza und dem Westjordanland ist aber trotz der vermeintlichen Pinkwashing-Versuche Israels ein Dauerbrenner in den Medien. Die angebliche Kampagne der Israelis scheint also nicht von großem Erfolg gekrönt zu sein. Hingegen geraten aufgrund solcher Diskussionen die bedrohlichen Umstände, unter denen Homosexuelle im Nahen Osten leben müssen, aus dem Blickfeld. Die Angst vor Verfolgung und Todesstrafe ist Teil ihres Alltags, Flucht scheint oftmals der einzige Ausweg zu sein. Israel ist deshalb, wie der Film „The Invisible Men“ zeigt, im Falle der Palästinenser auch Zufluchtsort für jene, die diesen Gefahren entrinnen wollen. Tatsächlich.<<

 

 

Eine Verschwörungstheorie namens »Pinkwashing« – von Alex Feuerherdt

Eine Übersicht zu den „historischen“ und internationalen Hintergründen einer gut 30 Jahre alten Bewegung, die erst kürzlich von Antizionisten aufgegriffen und umgedeutet wurde:

Dieser Begriff ist in der LGBTQ-Szene en vogue, seit die Queer-Theoretikerin Jasbir Puar in der britischen Tageszeitung »Guardian« Israel eines »homosexuellen Propagandakriegs« bezichtigte und die amerikanische Autorin Sarah Schulman im November 2011 einen ähnlichen Kommentar in der »New York Times« veröffentlichte. Weiter popularisiert hat ihn die queer-feministische Theoretikerin Judith Butler. Abgeleitet von »Whitewashing« – also dem Schönfärben einer Sache – wird dem jüdischen Staat vorgeworfen, er brüste sich mit seiner liberalen Haltung gegenüber Homosexuellen und wolle damit von der Unterdrückung der Palästinenser ablenken.

 

 

Homonationalismus & Pinkwashing?! Israelfeindschaft aus der Queer Theory – von BAK Shalom – Plattform gegen Antisemitismus, Antizionismus, Antiamerikanismus und regressiven Antikapitalismus der Linksjugend [’solid]

Homonationalismus ist das neue Schlagwort in der linken Auseinandersetzung zur sogenannten »Islamdebatte«. Mit diesem Vorwurf lehnte im Juni 2010 Judith Butler den Zivilcouragepreis des Berliner CSD ab. Im Dezember gleichen Jahres schwang sich Jaspir Puar auf der International Conference Fundamentalism and Gender an der Berliner Humboldt Universität dazu auf, das Konzept zur Verbrüderung mit IslamistInnen und zum gemeinsamen Kampf gegen Israel nutzbar zu machen. Hauptsache gegen Israel; weder die Kategorie Geschlecht, noch die Kategorie Ethnizität werden damit angegriffen.
Weiter…

 

 

Pinkwashing – verwaschener Antisemitismus – von Carolin Mothes

“ … Es ist schwer die Genese nachzuvollziehen, aber irgendwo zwischen linken Aktivisten,  Verschwörungstheoretikern, amerikanischen und israelischen queers, dem „transgenialen CSD“ in Berlin und der Boycott, Divestment & Sanctions-Bewegung schloss sich in den letzten Jahren der Kreis des gemeinsamen Antizionismus. Man wirft Israel vor, seine vergleichsweise gay-friendly Staatsräson und Atmosphäre für Publicity und Tourismus zu instrumentalisieren, um gleichzeitig  von den Menschenrechtsverletzungen abzulenken, die Israel laut den Vorwerfenden begeht.

Israel begehe also „pinkwashing“. Der britische Watchblog „Pinkwatching Israel“ beschreibt es so: „Pinkwashing ist der zynische Gebrauch der Rechte Homosexueller um vom Siedlungskolonialismus und der Realität der Apartheid, die der Staat Israel faktisch etabliert hat, abzulenken und sie gar zu normalisieren.“ (1) Israel instrumentalisiere also seinen liberalen  Gestus, seine gay prides und die Beliebtheit der Tel Aviver Strände unter Schwulen, um von seinen Taten abzulenken, sich also rein- bzw. „pink zu waschen“.

Es ist bemerkenswert, dass man solcherlei Unterstellungen wieder einmal nur gegenüber Israel äußert. Oder existiert der Vorwurf, die Stadt Berlin habe einen schwulen Oberbürgermeister eingesetzt, um von der schlechten Behandlung von Asylsuchenden abzulenken? …“

 

Zum Vorwurf des „Pinkwashing“ äußerte sich auch Heiko Heinisch:

Kein Vorwurf ist der Anti-Israel-Bewegung zu abstrus, kein Argument zu absurd, wenn es darum geht, Israel zu delegitimieren. Es darf auch ruhig antisemitisch sein.

“  (…) Da wäre zum einen die kaum zu bestreitende Realität, dass Israel in Bezug auf die Rechte von Homosexuellen zu den liberalsten Staaten der Welt zählt. Niemand streitet ab, dass es auch in Israel Homophobie gibt. Orthodoxe Juden etwa lehnen Homosexualität wie Orthodoxe aller monotheistischen Religionen vehement ab und bekämpfen sie und auch in Israel ist die rechtliche und vor allem die gesellschaftliche Gleichstellung noch lange nicht abgeschlossen. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass Homosexuelle durch diverse Gesetze vor Diskriminierung geschützt werden. Bereits 1993 führte die israelische Armee eine Antidiskriminierungsklausel ein, seit 2001 schützt ein eigenes Gesetz Homosexuelle vor Diskriminierung, homosexuelle Paare haben ein Adoptionsrecht und mit einer Jüdin oder einem Juden verheiratete Homosexuelle erhalten problemlos die israelische Staatsbürgerschaft. Am Dienstag hielt die Knesset ihren ersten LGBT Rights Day ab. Aber das interessiert die antiisraelischen Aktivistinnen und Aktivisten nicht. Man darf allerdings getrost davon ausgehen, dass sie laut aufschreien würden, würden Homosexuelle in Israel unterdrückt. In den Augen der Israel-Gegner sind nicht Fehler der israelischen Politik das Problem, sondern die Existenz Israels. Wenn aber die Existenz des jüdischen Staates an sich falsch ist, sind zwangsläufig alle Handlungen dieses Staates falsch, oder, wie es Friedrich Hollaender so treffend formulierte: „An allem sind die Juden schuld.“

Nehmen wir einmal spaßeshalber an, Israel hätte seine liberale Gesetzgebung mit dem einzigen Ziel erlassen, sich in diesem Bereich positiv von der islamischen Welt abzuheben und sehen wir nebenbei davon ab, dass Homosexuelle ganz real von der israelischen Gesetzgebung profitieren, weil sie ihnen Gleichberechtigung garantiert und ein Leben frei von Verfolgung ermöglicht, unabhängig davon, warum sie so ist, wie sie ist. Diese geradezu perfide Strategie des Pinkwashing könnte doch nur aufgehen, weil Homosexuelle in mehr oder weniger der gesamten islamischen Welt diskriminiert, verfolgt und zum Teil ermordet werden. Im Iran hängt man sie an Baukränen auf, in Saudi Arabien werden sie ausgepeitscht oder geköpft, auch im Jemen steht auf homosexuelle Handlungen die Todesstrafe. In Ägypten werden Homosexuelle zu Gefängnisstrafen verurteilt, obwohl es nicht einmal ein Gesetz gibt, das Homosexualität ausdrücklich verbieten würde. In der Türkei ist Homosexualität nicht verboten, es gibt sogar Homosexuellenvereine, aber sie ist gesellschaftlich geächtet und immer wieder fallen Schwule Ehrenmorden zum Opfer. Bosnien ist das einzige mehrheitlich islamische Land, in dem ein Antidiskriminierungsgesetz zum Schutz der sexuellen Orientierung existiert, in Indonesien wird sie immerhin weitgehend toleriert – außer in der Provinz Aceh, in der die Sharia gilt.

Im von der Hamas regierten Gazastreifen werden Schwule verfolgt und ermordet, im Westjordanland sind sie gesellschaftlich geächtet und werden oft genug ebenfalls verfolgt und ermordet. Aus diesem Grund sahen in den letzten Jahren hunderte schwule Palästinenser in einer Flucht nach Israel den letzten Ausweg. Dort leben sie meist als U-Boote in Tel Aviv, da sie leider nur selten Asyl erhalten. Israelische LBGTQ-Organisationen unterstützen sie, versuchen ihnen Asyl in anderen Staaten zu verschaffen und setzen sich dafür ein, dass homosexuelle Palästinenser in Israel automatisch Asyl erhalten. Die palästinensische LBGTQ Gruppe al-Qaws arbeitet von einem Büro aus, das ihr im Jerusalem Open House for Pride and Tolerance zur Verfügung gestellt wird, also von jener Organisation, deren Veranstaltung in Chicago verhindert wurde. In den palästinensischen Gebieten ist ein solches Büro undenkbar.

Aber vermutlich haben die Juden das alles nur erfunden.“

 

 

 

Flyer: Know the facts:

Why does Israel look like paradise to gay Palestinians?
Israel is a sanctuary to many gay Palestinians, who suffered beatings, imprisonment, and death at the hands of their families and the Palestinian Authority police within Palestinian communities.
Israel has no laws against sodomy, and its constitution guarantees equal rights.
Gay and lesbian Israelis
• have gay organizations and community centers
• hold gay pride parades
• are members of parliament
• serve openly in the military
• enjoy tv programs and movies with gay themes
vs.
• Palestinian Authority Police arrest and torture gay men.
• Palestinian families organize vigilante mobs to beat and kill gay men.
• Palestinians accuse gay Palestinians of collaborating with Israel.
• Terrorist groups pressure gay Palestinians into becoming suicide bombers to “purge their moral guilt.”

 

 

An Agenda behind Israel’s Pinkwashing-Accusers? (HuffPost)

(…) The “pinkwashing” claimants deny any anti-Semitic motivations. Yet they attack only the Jewish state, while ignoring other countries’ actual behaviors that are similar to the alleged crimes of which they accuse Israel.

They do not speak out for the oppressed Christians of the Arab world; on behalf of Tibet; or against the expulsion of 12 million Germans from Eastern European countries after World War II.

Nor do American protesters who tar Israel as a “colonialist” enterprise, mocking and dismissing the ancient roots of the Jewish people in the land of Israel, turn their wrath on themselves for actually being part of a nation of settlers who committed genocide against the Native Americans.

No, they only condemn the Jews.

 

 

Alan Dershowitz in der NYP: „The next Hate Fest“

(…) To the anti-Semite, every depression, war, social problem, plague must have been the fault of the Jews. Whenever the Jews seem to be doing good — giving to charity, helping the less fortunate, curing the sick — there must be a malevolent motive, a hidden agenda, a conspiratorial explanation beneath the surface.

Today, the twisted illogic that has characterized classic anti-Semitism is directed at the Jewish state, which for the anti-Semite has become “the Jew” among nations.

So when Israel sends help to tsunami and hurricane victims, the ideological soulmates of the pinkwash brigade accuse the Jewish state of merely trying to garner positive publicity calculated to offset its mistreatment of Palestinians. When Israeli medical teams save the lives of Palestinian children, they must be up to no good.

And when news surfaced that the Israeli Army has the lowest rate of rape against enemy civilians, radical anti-Zionists argued that this was because Israeli soldiers were so racist that they didn’t find Palestinian women attractive enough to rape!

Nothing the Jew or the Jew among nations does can be praised, because its purpose is always to “manipulate,” to “conceal,” to “divert attention away from” or to “distort” the evil that inheres in all Jewish actions and inactions.

That is the bigoted thesis of the “pinkwashing” campaign, and it is little different from similar campaigns organized by classic brown-shirted anti-Semites.

 

 

Mehr Beiträge aus der Debatte „Debating Pinkwashing“ zum Thema in den USA:

The Greater Context of the Pinkwashing Debate by Katherine FrankeRevealing the Truth Behind the Rainbow: Seattle’s Anti-Pinkwashing Success by Wendy Elisheva Somerson

Pinkwashing, Brainwashing, and Queer-Palestinian solidarity by Uri Horesh

Israeli Occupation and LGBT Rights: Inextricably Intertwined by Richard Silverstein

Boycotting Equality Forum’s Israeli Sponsorship by Rebecca Alpert and Katherine FrankeU.S. Gay Rights Activists: Stop Pinkwashing Palestinian Suffering! by Richard Silverstein

 

 

Statt einer Debatte  findet in Deutschland nur aggressiver Aktionismus statt

Anscheinend gibt es nur die Position für oder gegen Israel in Bezug auf den Pinkwashing-Vorwurf.

Die LGBTI*-Szene nimmt es durchwachsen zur Kenntnis:

queer.de: Berlin: Streit um „Pink Washing“ eskaliert

Siegessäule: Instrumentalisierung der LGBTI-Bewegung: Pinkwashing und die Proteste dagegen bei CSD und Stadtfest

Denn auch beim Alternativen X*CSD in Berlin wurde gegen Israel agitiert, wie die Jungleworld berichtet:

 

… In diesem Jahr hatten die Veranstalter es zumindest geschafft, sich im Aufruf gegen Antisemitismus auszusprechen, forderten am Ende aber wieder, man solle zusammen »gegen Pinkwashing und Homonationalismus« auf die Straße gehen. Offenbar ist das Organisationsteam gespalten: Ein Bekenntnis gegen den Antisemitismus gehört ­einerseits mittlerweile zum guten Ton. Andererseits gelten die Agitatoren ­gegen »Pinkwashing« als wichtige Stimmen der Szene in Berlin.

Folgerichtig kamen zu der sich in diesem Jahr »X*CSD« nennenden Demonstration am vorvergangenen ­Wochenende Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit Plakaten, auf denen zum Beispiel »No Pride in Apartheid – Berlin against Pinkwashing« und »Queers against Israeli Apartheid« zu lesen war. Der Umzug, der sich durch Neukölln und Kreuzberg bewegte und immer wieder für Zwischenkundgebungen anhielt, verlief ruhig. Auf der Abschlusskundgebung am Heinrichplatz mit mehreren Tausend Teilnehmern kam es allerdings zu einigen Zwischenfällen. Während der Rede der Gruppe »Berlin against Pinkwashing« buhte eine Person lautstark wegen der in der Rede wiederholt aufgestellten Behauptung, Israel sei ein »Apartheidstaat« – also wegen der Gleichsetzung ­Israels mit dem 1994 aufgelösten rassistischen Apartheid-Regime in Südafrika. Der Buhrufer wurde daraufhin von mehreren Personen aus dem Publikum angeschrien und eingeschüchtert. Die Rede endete mit dem aus dem Publikum gerufenen Slogan »Free, free Palestine«.

Interessant dabei ist: Der Redner für »Berlin against Pinkwashing«, Belal Awad, arbeitet nach eigenen Angaben auf Twitter als Journalist und Redakteur für die Nachrichtenagentur Ruptly. Diese ist Teil des vom russischen Staat finanzierten Fernsehsenders »Russia Today«, dessen deutscher Ableger »RT Deutsch« vor allem dadurch auffällt, Verschwörungstheoretiker und Querfrontler zu bedienen.

Während einer im weiteren Verlauf gehaltenen Rede des Kollektivs vom »Kanal Wagenplatz«, einem queeren Projekt in Neukölln, gingen die Aus­einandersetzungen weiter. Die beiden Personen auf der Bühne solidarisierten sich mit Belal Awad und wiederholten die Vorwürfe gegen Israel, das Palästina okkupiert habe. Als daraufhin aus dem Publikum aus Protest ein kleiner Gegenstand, der zerknülltem Papier oder einem Plastikbecher ähnelte, auf die Bühne geworfen wurde, eskalierte die Situation. Mehrere Unterstützer des »Kanal Wagenplatz« stürmten auf den Werfer zu und drängten ihn und andere aus der Menge heraus. Die Szene wurde begleitet von Rufen wie »Ihr gehört nicht zu Kreuzberg«. Am Rande der Bühne wurden Menschen, die mit der Rede nicht einverstanden waren oder sich schlichtend zwischen die streitenden Parteien geschoben hatten, umstellt, beschimpft und geschubst. Die hinzukommenden Ordner waren überfordert und wurden selbst zur Seite gedrängt. Das Bühnenprogramm des »X*CSD« ging währenddessen ohne Unterbrechung weiter.

Der »Kanal Wagenplatz« und »Berlin against Pinkwashing« hatten sich im Mai auch am »Nakba-Tag« beteiligt, einer antizionistischen Demonstration in Berlin-Neukölln, die vorgeblich an die Vertreibung von Palästinensern 1948 erinnern soll, auf der aber mit Forderungen nach der »Entkolonisierung Palästinas« und der »Solidarität mit dem palästinensischen Widerstand in all seinen Formen« de facto die Aus­löschung Israels propagiert wurde. Im Redebeitrag des »Kanal Wagenplatz« auf dieser Veranstaltung hieß es wörtlich: »Wir unterstützen den radikalen Widerstand und Kampf der Palästinenser, was Intifada einschließt.« Eine In­tifada wiederum schließt als Mittel des Kampfes Steinwürfe auf israelische Soldaten ebenso ein wie Selbstmordattentate und Messerattacken – also den Mord an israelischen Zivilisten.

 

Wo diese Aktivisten sind, ist BDS nicht weit, sich rühmend, mit dem „Pinkwashing“-Vorwurf nun ein neues Feld eingenommen zu haben, um der Öffentlichkeit mit ihrem Antisemitismus und Israelhass auf den Geist zu gehen. Mehr zu BDS in der entsprechenden Blogkollektion….

Man sieht, die Position ausschließlich gegen Israel machen sich jene zu eigen, die ohnehin der Meinung sind, dass ganz gleich, was Israel tue, es sei lediglich eine heimtückische PR-Strategie und jeglicher Nutzen für die Welt sei zu boykottierender Kollateralnutzen.

 

 

Vorschläge für die nächsten Anti-Israel-Kampagnen:

 

Bluewashing, Purplewashing, Redwashing, Orangewashing, Greenwashing, Silverwashing, Blackwashing,

 

– Israel nutzt Tröpfchenbewässerung und Entsalzungstechnologie, um….morecolours

– Israel stellt Entwicklungshilfe und Umwelttechnologien für Dritte-Welt-Länder nur zur Verfügung, um….

– Israel ist weltweit führend in der Krebsforschung, um….

Israels Startup-Szene ist nur deshalb so herausragend und erfolgreich, um…..

Israel hilft syrischen Verletzten nur, um….

– ethnische und religiöse Minderheiten, 25% aller Israelis, genießen die gleichen Rechte aller Israelis, um….

Israel hilft weltweit mit Rettungsteams bei Katastrophen, um….

– ….

 

 

Veröffentlicht am Juli 31, 2016, in Antisemitismus, Apartheidlüge, Delegitimierung Israels, Demokratie, Israelkritik. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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