Zum 20. Berliner Al-Quds-Tag: Wie oft denn noch?!

zuletzt aktualisiert: 04.07.2016

Diese Kollektion schließt sich anlässlich des Al-Quds-Marsches, der seit 20 Jahren durch Berlin zieht, der Forderung für

DAS VERBOT DES ANTISEMITISCHEN QUDS-MARSCHES,
EIN VERBOT DER TERRORORGANISATION HISBOLLAH,
EIN ENDE DER BESCHWICHTIGUNGSPOLITIK GEGENÜBER DEM TERRORISTISCHEN REGIME DES IRAN
SOLIDARITÄT MIT DER SYRISCHEN UND IRANISCHEN DEMOKRATISCHEN OPPOSITION UND IM EXIL
SOLIDARITÄT MIT ISRAEL

an und stellt aktuelle und hilfreiche Informationen, Veranstaltungstips, Flyer- und Posterquellen sowie Positionen und Hintergrundmaterial zur Hisbollah zusammen.

 

Social media:

zum Verfolgen des Themas auf Twitter mit Fotos und Filmen von allen 3 Veranstaltungen:  #KeinQudsTag   und   #noalquds

 

Erste Medien- und Blogberichte, Fotos und Videos:

Hunderte protestieren gegen Al-Quds-Marsch in Berlin (rbb)

Liveblog zum Marsch der Israel-Gegner in Berlin (Tagesspiegel)

Was wir beim Al-Quds-Tag gesehen haben (spreemili.eu)

Antisemitische Hasspropaganda auf dem Al-Quds-Marsch (Audiatur)

Hass auf Israel mitten in Berlin (Berliner Zeitung)

Facebookalbum des Jüdischen Forum für Demokratie und gegen Antisemitismus (JFDA)

Fotos von beiden Demonstrationen (Haolam)

 

 

Das Bündnis No-Al-Quds-Tag.de schreibt: 

Kurz nach der Islamischen Revolution im Iran hat der religiöse Führer Ayatollah Khomeini 1979 den so genannten „Quds“-Tag (Quds = arabisch für Jerusalem) als globalen Kampftag eingeführt, an dem weltweit für die Vernichtung Israels mobilisiert wird. An diesem Ziel des iranischen Regimes hat sich bis heute nichts geändert.

Auch in Deutschland findet seit Jahrzehnten der so genannte „Quds-Marsch“ statt. Der Hass auf den jüdischen Staat und auf individuelle Freiheiten vereint zu diesem Anlass unterschiedliche Bündnispartner: von Anhängern der islamistischen Hisbollah, Nazis, Antisemiten bis hin zu antizionistischen Linken.

Der Antisemitismus ist die ideologische Triebfeder des iranischen Regimes und bestimmt seine Politik. Die Vernichtungsdrohungen der Islamischen Republik richten sich vor allem gegen die größte jüdische Gemeinschaft der Welt: Israel. Immer wieder unterstreicht das iranische Regime unmissverständlich sein Ziel, Israel mit Gewalt zu vernichten, so z.B. finanziert der Iran die Hamas-Raketen gegen Israel. Erst im März 2016 trugen Langstreckenraketen bei einem Testflug die Aufschrift „Israel muss ausradiert werden“.

Die iranischen „Quds-Brigaden“ verüben weltweit blutige Terroranschläge. Die Kooperation der Teheraner Herrscher mit dem syrischen Diktator Baschar al-Assad und der vom Iran geschaffenen libanesischen Terrormiliz Hisbollah versteht sich als „Achse des Widerstands“ – gegen Israel. Oppositionelle im Iran und im Exil werden grundsätzlich als „zionistische Agenten“ bezeichnet.

Gleichzeitig setzt das Gewaltregime die Repression gegen die eigene Bevölkerung fort: Andersdenkende, Andersgläubige, Frauen, Homosexuelle und nationale Minderheiten wie etwa die Kurden und Bahai werden unterdrückt, verfolgt, inhaftiert, gefoltert und ermordet. Unter dem vermeintlichen Reformer Hassan Rohani gibt es mehr Hinrichtungen als je zuvor, laut Amnesty International fast 1000 in 2015. Dies ist weltweit die höchste Zahl an Hinrichtungen im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung.

In Syrien ist das iranische Regime direkt verantwortlich für die Massenverbrechen des verbündeten Diktators Assad. Sein Krieg kostete fast eine halbe Million Menschen das Leben und trieb weitere Millionen zur Flucht. Nur durch die massive Präsenz iranischer Revolutionsgarden und schiitischer Milizen aus dem Ausland kann sich der syrische Despot an der Macht halten.

Es ist deshalb ein Skandal, dass Deutschland noch immer an der Spitze steht, wenn es um Geschäfte mit dem Regime in Teheran geht und Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel Anfang Mai zum zweiten Mal in einem Jahr in den Iran reist. Wenige Wochen nach Gabriels Besuch wird sein Gastgeber einen internationalen Holocaust-Karikaturen-Wettbewerb veranstalten, denn auch die Leugnung der Shoah wird nach wie vor vom iranischen Regime zelebriert.

Zugeständnisse an Teheran ändern die Ideologie und Politik des Regimes nicht. Im Gegenteil: Die Aufhebung der Wirtschaftssanktionen und die Freigabe von Milliarden eingefrorener Gelder nach dem Atomabkommen helfen dem Regime, den Weg zur Atombombe fortzusetzen und seinen Terror nach Innen und Außen weiterzuführen.

Beim Quds-Marsch, mit dem das Regime seine Anhänger*innen in Deutschland mobilisiert, zeigt sich der antisemitische und zerstörerische Charakter der Islamischen Republik Iran besonders deutlich. Wir fordern alle Abgeordneten des Bundestages, den Berliner Senat und die Zivilgesellschaft auf, sich unserem Bündnis anzuschließen und sich klar und unmissverständlich gegen den Quds-Marsch zu positionieren!

Wir fordern:
DAS VERBOT DES ANTISEMITISCHEN QUDS-MARSCHES,
EIN VERBOT DER TERRORORGANISATION HISBOLLAH,
EIN ENDE DER BESCHWICHTIGUNGSPOLITIK GEGENÜBER DEM TERRORISTISCHEN REGIME DES IRAN
SOLIDARITÄT MIT DER SYRISCHEN UND IRANISCHEN DEMOKRATISCHEN OPPOSITION UND IM EXIL
SOLIDARITÄT MIT ISRAEL

Bündnis-Unterstützer 2016
Initiativkreis:

  • ADC BILDUNGSWERK E.V.
  • DEUTSCH-ISRAELISCHE GESELLSCHAFT BERLIN UND POTSDAM (DIG)
  • EMET-GRUPPE IN DER REPRÄSENTANTENVERSAMMLUNG DER JÜDISCHEN GEMEINDE ZU BERLIN
  • GREEN PARTY OF IRAN
  • HAOLAM.DE
  • JÜDISCHES FORUM FÜR DEMOKRATIE UND GEGEN ANTISEMITISMUS E.V. (JFDA)
  • JUGENDFORUM DER DIG BERLIN UND POTSDAM
  • MIDEAST FREEDOM FORUM BERLIN E.V. (MFFB)
  • STOP THE BOMB

Unterstützer (Stand 23.06.2016)

  • AMADEU ANTONIO STIFTUNG
  • AMERICAN JEWISH COMMITTEE – BERLIN OFFICE (AJC BERLIN)
  • AVIVA BERLIN
  • BUND DER VERFOLGTEN DES NAZI-REGIMES E.V. (BVN)
  • BAGRUT E.V.I.G.
  • B´NAI B´RITH BERLIN – RAOUL WALLENBERG LOGE E.V.
  • DENGE EZIDIYAN – ZENTRALRAT DER YEZIDEN IN DEUTSCHLAND
  • DGB BERLIN-BRANDENBURG
  • DIG-AACHEN E.V.
  • DIG BIELEFELD E.V.
  • DIG HAMBURG E.V.
  • DIG LEIPZIG E.V.
  • DIG AG OLDENBURG
  • EUROP. JANUSZ KORCZAK AKADEMIE-BERLIN
  • FDP WILMERSDORF
  • HONESTLY CONCERNED E.V.
  • INTERNATIONAL INSTITUT FOR EDUCATION AND RESEARCH ON ANTISEMITISM (IIBSA)
  • I LIKE ISRAEL E.V. (ILI)
  • JÜDISCHE GEMEINDE ZU BERLIN K.D.Ö.R.
  • JUNGE UNION DEUTSCHLANDS – LANDESVERBAND BERLIN (JU BERLIN)
  • JUNGE UNION DEUTSCHLANDS – BEZIRKSVERBAND CHARLOTTENBURG-WILMERSDORF (JU CHARLOTTENBURG-WILMERSDORF)
  • JUNGES FORUM DER DIG
  • JUSOS KREIS STADE
  • KOORDINIERUNGSRAT DEUTSCHER NICHT-REGIERUNGSORGANISATIONEN GEGEN ANTISEMITISMUS
  • KURDISCHE GEMEINDE DEUTSCHLAND
  • KURDISTAN KULTUR- UND HILFSVEREIN – KKH E.V. / KOMKAR BERLIN
  • LESBEN- UND SCHWULENVERBAND DEUTSCHLANDS – LANDESVERBAND BERLIN-BRANDENBURG E.V. (LSVD)
  • MANEO – DAS SCHWULE ANTI-GEWALT PROJEKT IN BERLIN
  • PROZIONISTISCHE LINKE FRANKFURT
  • SCHOLARS FOR PEACE IN THE MIDDLE EAST (SPME) – DEUTSCHE SEKTION
  • SJD – DIE FALKEN, KREISVERBAND NEUKÖLLN
  • SPD LANDESVERBAND BERLIN
  • ZENTRALRAT DER JUDEN IN DEUTSCHLAND K.D.Ö.R.
  • MARTIN DELIUS, MDA, VORSITZENDER DER PIRATENFRAKTION
  • BJÖRN EGGERT, MDA (SPD)
  • FRITZ FELGENTREU, MDB, (SPD)
  • KERSTIN GRIESE, MDB, SPD-BUNDESTAGSFRAKTION, STELLVERTRETENDE VORSITZENDE DER DEUTSCH-ISRAELISCHEN PARLAMENTARIERGRUPPE
  • KLAUS-DIETER GRÖHLER, MDB, ABGEORDNETER DES WAHLKREISES CHARLOTTENBURG-WILMERSDORF (CDU)
  • OLIVER HÖFINGHOFF, MDA, PIRATENFRAKTION IM BERLINER ABGEORDNETENHAUS
  • DR. SUSANNA KAHLEFELD, MDA, SPRECHERIN FÜR PARTIZIPATION UND GLEICHBEHANDLUNG VON MIGRANT_INNEN (GRÜNE)
  • DR. SUSANNE KITSCHUN, MDA, STELLV. VORSITZENDE DER SPD-FRAKTION
  • VOLKMAR KLEIN, MDB (CDU)
  • STEFAN KAUFMANN, MDB, (CDU)
  • DR. KLAUS LEDERER, MDA, LANDESVORSITZENDER DIE LINKE
  • DR. PHILIPP LENGSFELD, MDB (CDU)
  • MICHAEL LEUTERT, MDB, (DIE LINKE)
  • STEFAN LIEBICH, MDB, (DIE LINKE)
  • KATRIN LOMPSCHER, MDA, (DIE LINKE)
  • MARCEL LUTHE, KANDIDAT BEI DER WAHL ZUM BERLINER ABGEORDNETENHAUS (FDP)
  • PHILIPP MAGALSKI, MDA, KULTURPOLITISCHER SPRECHER DER PIRATENFRAKTION
  • LARS OBERG, MDA, BILDUNGSPOLITISCHER SPRECHER DER SPD-FRAKTION
  • THOMAS VON DER OSTEN-SACKEN, GESCHÄFTSFÜHRER WADI E.V.
  • EROL ÖZKARACA, MDA, (SPD)
  • FABIO REINHARDT, MDA, INTEGRATIONSPOLITISCHER SPRECHER DER PIRATENFRAKTION
  • TOM SCHREIBER, MDA, VERFASSUNGSSCHUTZPOLITISCHER SPRECHER (SPD)
  • JAN STÖSS, SPD-LANDESVORSITZENDER BIS MAI 201
  • HAKAN TAS, MDA, (DIE LINKE)
  • MONIKA THAMM, MDA, (CDU)
  • ALI ERTAN TOPRAK, REPRÄSENTANT DER KURDISCHEN GEMEINDE DEUTSCHLAND
  • FRÉDERIC VERRYCKEN, MDA, (SPD)
  • DR. CLARA WEST, MDA, (SPD)
  • UDO WOLF, MDA, FRAKTIONSVORSITZENDER DIE LINKE
  • uvam

 

.

 

Auflagen werden vom auch Zentralrat der Juden und dem AJC gefordert und von Behörden geprüft, die Entscheidung, dass Hisbollah-Symbole verboten sind, ist gefallen:

Pressemitteilung der Senatsverwaltung für Inneres und Sport:

Innensenator Henkel: Versammlungsbehörde wird Hisbollah-Flaggen auf Al-Quds-Demo verbieten

Pressemitteilung Nr. 65 vom 28.06.2016
Auf der Grundlage der Erfahrungen der letzten Jahre wird die Versammlungsbehörde bei der Polizei Berlin noch strengere Auflagen für die diesjährige Al-Quds-Demonstration verhängen.

So wird es nicht erlaubt sein, für die Hisbollah zu werben und Kennzeichen, Symbole oder Embleme dieser Organisation zu zeigen. Des Weiteren ist wie im Vorjahr untersagt, Gewalttaten, die darauf gerichtet waren oder sind, Menschen zu töten, zu verletzen oder zu entführen, zu verherrlichen oder gutzuheißen bzw. zu solchen Taten aufzufordern.

Innensenator Frank Henkel: „Die Erfahrungen der letzten Jahre zeigen, dass eine Verschärfung sinnvoll und geboten ist. Deshalb halte ich ein Flaggenverbot als Auflage für richtig. Die Polizei wird auch wie in den Vorjahren konsequent gegen Hetzparolen vorgehen. Das Grundgesetz und das Versammlungsgesetz verbürgen das Recht, sich zu versammeln und seine Meinung kund zu tun. Wer die Vernichtung eines ganzen Volkes propagiert und Krieg und Gewalt gutheißt, der missbraucht dieses Recht und begibt sich außerhalb des Schutzbereichs der Grundrechte. Derartige Handlungen sind nicht nur strafbar, sondern sie gefährden die Grundlagen des friedlichen Zusammenlebens in Deutschland. Die Polizei ist angehalten, Verstöße gegen diese Auflagen umgehend zu unterbinden und bei wiederholtem Verstoß die Versammlung notfalls auch aufzulösen.“

Nach § 15 Abs. 1 VersG kann eine Versammlung unter freiem Himmel von bestimmten Auflagen abhängig gemacht werden, wenn nach den zur Zeit des Erlasses der Verfügung erkennbaren Umständen die öffentliche Sicherheit oder Ordnung bei der Durchführung der Versammlung unmittelbar gefährdet ist.

 

AJC begrüßt Hisbollah-Fahnenverbot bei diesjährigem Islamistenaufmarsch

rbb-online: Henkel verbietet Hisbollah-Flaggen bei Demo

Berliner Morgenpost: Henkel: Hisbollah-Flaggen bei Al-Kuds-Demo verboten

»Antisemitismus und Israel-Hass«: Zentralratspräsident Josef Schuster kritisiert geplante Al-Quds-Demonstration

Berliner Zeitung: Al-Quds-Tag in Berlin Polizei will energischer gegen Judenhasser vorgehen

Tagesspiegel: Nicht an Synagogen vorbei: Rechtsgutachten empfiehlt andere Strecke

 

.

 

Diesjährige Veranstaltungen gegen den Al-Quds-Tag und zum islamistischen und antismitischen Charakter des Al-Quds-Tages:

Diskussion im Abgeordnetenhaus am 28.6.: https://www.facebook.com/events/262647167434205/

Diskussion im Bundestag am 4.7.: https://www.facebook.com/events/1148701281839222/

Diskussion im Laidak am 1.7.: https://www.facebook.com/events/539773726195224/

 

Berlin, Samstag, 2. Juli 2016
Auftaktkundgebung: 12: 30 Uhr Joachimsthaler Str. / Kurfürstendamm („Kranzler-Eck“)
Demonstration gegen den Quds-Marsch
Abschlusskundgebung 14 : 30 Uhr George-Grosz-Platz

 

Berlin, 2. Juli 2016
Antifaschistische Kundgebung: Kein Al Quds-Marsch 2016! Gemeinsam gegen jeden Antisemitismus!
Start: 13.30 Uhr, Adenauerplatz (Berlin-Charlottenburg)

 

Auch in Nürnberg gibt es am 2.7.2016 einen Al-Quds-Tag, Informationen zur Gegenveranstaltung am 1. Juli via Jüdische Gemeinde und DIG Nürnberg.

 

Auch in Wien engagiert sich ein breites zivilgesellschaftliches Bündnis gegen das antisemitische Treiben rund um den sogenannten Al-Quds-Tag, an dem das iranische Regime weltweit für die Vernichtung Israels mobilisiert. Nach 2 Diskussionsabenden folgt am 2. Juli die Kundgebung:

Samstag, 2. Juli 2016, 15-18 Uhr
KUNDGEBUNG #noAlQuds : „Kein Platz für Antisemitismus! Kein Al-Quds-Tag in Wien!“
ACHTUNG NEUER ORT: Bundesländerplatz/Ecke Mariahilfer Straße/Amerlingstraße, 1060 Wien
Zur Facebook-Seite, zur Webseite

 

.

 

Aktuelle Positionen:

 

Gute Geste:
Der Charlottenburg-Wilmersdorfer Bürgermeister Reinhard Naumann (SPD) kündigte am späten Freitagabend gegenüber dem Tagespiegel und Samstag Morgen auf Facebook an:

„Um 9.00h hisse ich aus Solidarität die israelische Fahne vor dem Rathaus Charlottenburg mit Blick auf den heutigen Al Quds Marsch, denn das Existenzrecht Israels ist unverbrüchlich und jeder Form von Antisemitismus ist entschieden entgegenzutreten!!! Auch vor dem Rathaus Schöneberg weht deshalb die Fahne Israels; beide Bezirke pflegen intensiv ihre israelischen Städtepartnerschaften.“

 

Zum antisemitischen Al-Quds-Marsch am Samstag in Berlin erklären Volker Beck, MdB, und Sergey Lagondinsky, Repräsentant der Jüdischen Gemeinde zu Berlin:

„Auch vieles Unerträgliches darf in der Demokratie gesagt werden, denn auch Menschenfeinde sind Grundrechtsträger.

Aber Hetze muss man nicht zulassen.

Deshalb: Die Berliner Versammlungsbehörde muss ihren Spielrahmen nutzen, um DEM aggressiv-antisemitischen AL-QUDS-Aufmarsch am kommenden Samstag in seinen Gefahren durch Auflagen zu begrenzen! Wir fordern Innensenator Henkel auf, hier für Klarheit und Sicherheit zu sorgen.

Nicht nur die Menschen aus der jüdischen Gemeinde sind in Sorge, die Demonstration ist auch eine Gefahr für ahnungslose Passanten. Deshalb braucht es für diesen Aufzug strikte Auflagen, die das Mitführen von Fahnen der judenfeindlichen Hisbollah und einschlägige antisemitische Sprechchöre und Schilder untersagen. Es ist ein Erfahrungswert der letzten Jahre, dass sich der antisemitische Mob auf dem Al Quds Marsch durch Fahnen von Terrororganisationen und Hassparolen und -Botschaften selbst aufpeitscht. Wir sind auch in Sorge um die räumliche Nähe des antisemitischen Aufzugs zu Einrichtungen der Jüdischen Gemeinde zu Berlin, die während des Schabbats besonders genutzt werden.“

Hintergrund: Das AJC stellt heute ein rechtliches Gutachten zu möglichen Anordnungen und Auflagen für den Al-Quds Marsch vor. Der Al Quds Marsch findet nun schon seit 20 Jahren zum Ende des Ramadan in Berlin statt. 1979 wurde er von Ayatollah Khomeini, dem religiösen Führer der Islamischen Revolution im Iran, eingeführt. Der Al Quds-Tag (Quds = arabisch für Jerusalem) ein politisch-ideologischer Kampftag für den Kampf gegen Israel und der Eroberung Jerusalems. Aus der Demonstration heraus werden immer wieder Straftaten begangen, Fahnen der Terrororganisation Hisbollah geschwenkt und mit antisemitischen Sprechchören gegen Juden und gegen den Staat Israel gehetzt.

 

 

Pressemitteilung der IKG München: Knobloch fordert Verbot des Al-Quds-Marsches

„Es ist ein unerträglicher Missbrauch der demokratischen Versammlungsfreiheit und ein Eklat mit Ansage, dass auch in diesem Jahr Demonstrationen zum israelfeindlichen Al-Quds-Tag stattfinden sollen. Diese Veranstaltungen sind vor allem in Berlin seit Jahren eine Plattform für unerträgliche israelfeindliche Propaganda und blanken Judenhass. Dass diese antisemitischen Ideologie-Festspiele erneut genehmigt wurden, ist geschichtsvergessen und verantwortungslos. Dennoch ist es zu begrüßen, dass der Berliner Innensenator Frank Henkel seitens der Versammlungsbehörde angekündigt hat, auf der Grundlage der Erfahrungen der letzten Jahre strengere Auflagen für die Al-Quds-Demonstration verhängen zu lassen. Laut entsprechender Mitteilung soll etwa verboten sein, für die Hisbollah zu werben und Kennzeichen, Symbole oder Embleme dieser Organisation zu zeigen. Außerdem sei untersagt, Gewalttaten, die darauf gerichtet waren oder sind, Menschen zu töten, zu verletzen oder zu entführen, zu verherrlichen oder gutzuheißen bzw. zu solchen Taten aufzufordern.
Aber leider werden sich die Teilnehmer nicht dafür interessieren. Natürlich werden die marschierenden Anhänger der islamistischen Hisbollah und anderer Terrororganisationen sowie Neonazis und Vertreter aus dem antizionistischen linken Lager wieder ihrem Hass auf den jüdischen Staat freien Lauf lassen und übelste judenfeindliche Parolen skandieren. Von ‚Kindermörder Israel‘ bis hin zu ‚Juden ins Gas‘ wird wieder alles durch unsere Straßen hallen, was das antisemitische Propaganda-Arsenal hergibt – und das in Deutschland. Das ist ein Skandal und eine Schande für die politische Kultur unseres Landes, in der antisemitischen Hass-Demos verboten werden müssten.“

 

 

Rogel Rachman: Ein „Al-Quds-Marsch“-Verbot ist die einzige Alternative

Der israelische Diplomat fordert zum „Al-Quds-Tag“, Antisemitismus, Antizionismus und Antiisraelismus in jedweder Form einen nicht verhandelbaren Platzverweis für deutsche Straßen zu erteilen.

„(…) Ich frage mich angesichts der dem „Al-Quds-Tag“ zugrundeliegenden Motivation und Ideologie, die von Iran vorgegeben wird und aggressiv, hetzerisch, antisemitisch, völkerrechtswidrig und physisch bedrohlich ist für jeden, der nicht mit ihr konform geht: Warum darf diese Veranstaltung überhaupt stattfinden?
Wann hat die deutsche Gesellschaft genug davon, dass es ein jährliches Ritual gibt, welches einem einzigen Staat den Tod wünscht, bei dem dem notdürftig getarnten Antisemitismus freier Lauf gelassen wird, der Zionismus als Urquell aller Konflikte dämonisiert wird und sich Gegendemonstranten, bis sie wieder zuhause sind, ihres Lebens nicht sicher sein können, sofern ihre Adresse nicht herausgefunden wird?
Wir leben in einer Zeit, in der Iran seine Nuklearbestrebungen vorantreibt, die Hisbollah mit über 130.000 Raketen aufgerüstet hat und sich Antisemiten aller Couleur im Schulterschluss einig sind, dass Israel kein Existenzrecht hat. In solch einer Zeit braucht es nicht viel Phantasie, um nachzuvollziehen, dass mein Leben, das meiner Familie und das von 8 Millionen Israelis – darunter übrigens 25 Prozent muslimische, drusische, christliche Israelis – bedroht ist.
In diesem Jahr drohte Hisbollah-Führer Nasrallah gegenüber Israel: „Es ist einfache Mathematik. Einige gezielte Raketen auf einige Ammonium-Fabriken bringt die gleiche Effektivität des Todes wie eine Atombombe.“
Insofern ist für mich mein Existenzrecht, und das meiner jüdischen Brüder und Schwestern, nicht verhandelbar, auch nicht mit Auflagen. Es werden nichtsdestotrotz Islamisten ihren Hass zur Schau stellen, auf Stolpersteinen auf dem Kurfürstendamm marschieren, und die übelste Dämonisierung des jüdischen Staates in die Welt hinaustragen.
Israels Position ist: Nie wieder werden wir den Antisemiten erlauben, über unsere Existenz zu entscheiden und wir werden ihre Bestrebungen, uns zu vernichten, unterbinden.
Um zu verhindern, dass sich diese Hassideologie weiter ausbreitet, müssen sich Gesellschaften geschlossen dagegen wehren.
Die Konsequenz muss sein, dass es erst gar keine Veranstaltung wie den „Al-Quds-Marsch“ geben darf.
Bis dahin danke ich jedem, der am kommenden Samstag die moralische Entscheidung trifft, sich den Demonstrationen gegen dieses Schauspiel anzuschließen.“ 

 

 

Offener Brief von Dr. Wolfgang Hintze an den Präsidenten des Deutschen Bundestages und die Abgeordneten des Deutschen Bundestages: Al-Quds-Marsch über Stolpersteine. Wie lange noch?

„(…) Hier geht es – wie es auch immer verbrämt wird – um nicht mehr und nicht weniger als die Aufforderung von Ayatollah Khomeini, Jerusalem von den Juden zu befreien, und ganz Israel gleich mit. Ich finde es unerträglich, dass unter lautem anti-israelischem Gebrüll und mit Landkarten, die Palästina gleichmäßig grün zeigen, die Massen quasi über die Stolpersteine hinwegtrampeln, und wo einst Joseph Goebbels nach dem Abschluss der mörderischen Vertreibungen stolz verkündet hatte, der „Kurfürstendamm ist judenrein“.
Es wäre wenig erreicht, wenn Stolpersteine nur zur Erinnerung an die ermordeten Menschen verlegt würden, denn an der Vergangenheit kann man nichts mehr ändern. Nein, die Stolpersteine sollen vor allem die heute Lebenden mahnen, nie wieder Judenhass zuzulassen – in welchem Gewande auch immer.
Durch die undemokratischen Entwicklungen in der Türkei, wo Präsident Erdogan inzwischen öffentlich die Rückeroberung Jerusalems für den Islam fordert, und durch das Atomabkommen mit dem Iran hat sich die Situation weiter verschärft.
Bitte setzen Sie sich dafür ein, dass die größte antisemitische Massenveranstaltung in Deutschland, der Al-Quds-Marsch, dieser Missbrauch des demokratischen Demonstrationsrechts durch Extremisten, ab jetzt verhindert wird.
Damit würden Sie am praktischen Beispiel zeigen, wie die vielbeschworenen Lehren aus der Vergangenheit zu ziehen sind, und was Verantwortung für uns als Deutsche heute tatsächlich heißen sollte.“

.

 

Reden, Positionspapiere, Flyer und Poster gegen den Al-Quds-Tag:

Position des Berliner Bündnisses No-Al-Quds-Tag.de

Material des Antifaschistischen Berliner Bündnis gegen den Al Quds-Tag

Dokumentation der Reden beim No-al-Quds-Tag 2015 von Stop the bomb

Von BAK-Shalom dokumentierte Reden biskeriger Anti-AlQuds-Veranstaltungen 

Presseschau zu den Protesten gegen den Quds-Tag 2015

Fotos vom Al-Quds-Tag 2014 

… und viele weitere Hinweise zu Flyern und Handouts

 

.

 

Zur Information – Was ist die Hisbollah?

Die schiitische, vom Iran unterstützte Terrorgruppe Hisbollah wird als gewalttätigste Waffe Teherans gegen Israel und den Westen betrachtet. Der Iran half, die Hisbollah zu gründen, zu organisieren und zu trainieren. Der Iran zahlt jährlich 150 Millionen Dollar an diese Terrororganisation. Die Terroristen der Hisbollah unterhalten enge Beziehungen zu Offiziellen der islamischen Revolutionsgarde, die unter dem Kommando des iranischen höchsten Führers Ali Khameini stehen.

Hisbollah verfügt über mehr als 27 mal so viele Raketen als die gesamten NATO-Bündnispartner.

Die Hisbollah in Deutschland und Europa (AJC)

Hisbollah als strategischer Arm des Iran (IICC)

Die Hisbollah (bpb)

Factsheet zur Finanzierung durch den Iran (HC)

Hezbollah (ADL)

Hisbollah-Dossiers (ITIC)

Hintergründe zum Al-Quds-Tag

 

 

Eindrücke vom Al-Quds-Tag 2016 in Iran (ToI)

 

 

Al-Quds-Marsch-Eindrücke von 2014:

 

Veröffentlicht am Juni 28, 2016, in Antisemitismus, Iran, Israel. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: