Archiv für den Monat Juni 2015

Streitfall Nakba und BtS: Israel-dämonisierende Ausstellungen?

Im Rahmen manchen überambitionierten Versuchs einer äquidistanten Vermittlung der Positionen „beider Seiten“ im israelisch-palästinensischen Konflikt, oder gar im Glauben, einen kritischen und bereichernden Beitrag zum Verständnis Nahosts zu leisten, wird vor allem auf derzeit zwei Ausstellungen zurückgegriffen, die jedoch alles andere als diskursförderlich sind. De facto sind sie sogar derart problematisch, dass, wer als Veranstalter eine faire Porträtierung der Konfliktparteien und -inhalte anstrebt, sich mit den Ausstellungen selbst jeder Ausgewogenheit und Glaubwürdigkeit beraubt.

Konkret: es touren europaweit die „Nakba-Ausstellung“ und die „Breaking the Silence“(BtS) -Ausstellung umher, eingeladen und beherbergt von zivilgesellschaftlichen, kirchlichen oder öffentlichen Akteuren, denen allerdings nicht allen unterstellt werden kann, die Besucher vorsätzlich durch ressentimentbeladene und manipulative Extremperspektiven gegen Israel aufbringen zu wollen. Dennoch ist es gerechtfertigt zu fragen, warum sich trotz der Kritiklage an den Ausstellungen weiterhin Unterstützer finden. Dieses „trotz der Kritiklage“ lässt leider befürchten, dass die Wirkung eben kein unbeabsichtigter Effekt ist.

In dieser Kollektion findet sich eine kritische Perspektive auf eben jene Ausstellungen, die man – ganz dem demokratischen Grundwert der Meinungsfreiheit verpflichtet – nicht verbieten sollte, ihrer extrem antiisraelischen Agenda und methodisch und inhaltlich belegbaren Unwahrhaftigkeit halber aber auch nicht unbedingt zeigen MUSS.
Und Alternativen.

 

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