Israel und der dreierlei Standard

 zuletzt aktualisiert: 31.05.2015

 

Teil des „3-D-Test“ von Natan Sharanski ist – neben der Delegitimierung und der Dämonisierung – der Doppelstandard, der an Israel angelegt wird, im Vergleich zu den Bewertungsstandards an bspw. die Palästinenser, der sich in vielfacher Weise äußert. Sei es die UN, allen voran die UNRWA, dem Menschenrechtsrat, Europa, oder seien es die Medien und die Weltöffentlichkeit – die Brille, durch die Israel betrachtet und beurteilt wird, scheint einen obsessiven Verurteilungsdrang auszulösen.

Die EUMC-Antisemitismus-Definition formulierte es wie folgt:

Beispiele von Antisemitismus im Zusammenhang mit dem Staat Israel und unter Berücksichtigung des Gesamtkontextes können folgende Verhaltensformen einschließen, ohne auf diese beschränkt zu sein:
(…) Die Anwendung doppelter Standards, indem man von Israel ein Verhalten fordert, das von keinem anderen demokratischen Staat erwartet und verlangt wird. (…)

 

Doch, um präzise zu sein, gibt es sogar dreierlei Standards:

– einen für autokratische Diktaturen, in denen Menschenrechte keine Rolle spielen,
– einen für die westliche Welt,
– und es gelten ganz eigene und besonders hohe Anforderungen für Israel.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu beschrieb es in einem Interview jüngst wie folgt:

„Well, there is a triple standard when it comes to Israel. There is a standard for dictatorships, there is a standard for democracies, and there is still a third standard for the democracy called Israel. Why is that the case? Because old traditions die hard, and anti-Semitism is a very old tradition. And just as the Jews were maligned, scrutinized, and vilified, and people attributed to us these horrible actions that had nothing to do with reality, the same is true now. What was true of the Jewish people is now true unfortunately of the Jewish state.“

Auf den Punkt bringt es Caroline Glick als Antwort auf den dänischen Botschafter, der diesen Sonderstandard für Israel rechtfertigt:

 

Dieser Blog ist gespickt mit Kollektionen zum Verhältnis der UN zu Israel, der UNRWA zu Israel, der Medienverzerrung, dem Antiisraelismus, u.v.a.m., doch geht es bei dieser Kollektion um zusammengestellte Beiträge, die explizit das Messen mit unterschiedlichem Maß zeigen, sobald es um Israel geht.

 

Die UN

In seiner Rede am 2.12. sagte der israelische Botschafter anlässlich des ersten offiziellen Gedenktages für die jüdischen Flüchtlinge aus arabischen Ländern und Iran:

(…) Zwischen den Jahren 1949 und 2009 gab es 163 Resolutionen in der Generalversammlung der Vereinten Nationen, die sich mit den palästinensischen Flüchtlingen beschäftigten.

In derselben Zeit gab es keine einzige Resolution, die sich mit den jüdischen Flüchtlingen beschäftigte.

Auch der UN-Menschenrechtsrat hat seit 1968 insgesamt 132 Resolutionen zum Thema palästinensische Flüchtlinge verabschiedet. Sie ahnen es bereits: Es gab bis heute keine einzige Resolution zum Thema der jüdischen Flüchtlinge aus arabischen Ländern.

Ich vermute, dass die Geschichte der Vertreibung hunderttausender Juden aus den arabischen Ländern im Allgemeinen nicht sehr bekannt ist.

Auch wenn das UNHCR (das Flüchtlingshilfswerk der UN) bei zwei Gelegenheiten – im Februar 1957 und im Juli 1967 – verlauten ließ, dass die Juden, die aus arabischen Ländern geflohen waren, nach internationalem Recht als Flüchtlinge angesehen werden.

Verstehen Sie mich nicht falsch – wir ins Israel warten nicht auf irgendwelche internationalen Resolutionen in dieser Sache. Wir haben schließlich alle jüdischen Flüchtlinge aufgenommen und sie in unsere Gemeinschaft integriert. Die arabischen Staaten haben dasselbe allerdings nicht mit den palästinensischen Flüchtlingen getan. Ganz im Gegenteil. (…)

 

Der Krieg der UN gegen Israel – Ein Kommentar von Ron Prosor vom 1. April 2015

Die Vereinten Nationen feiern dieses Jahr ihr 70-jähriges Jubiläum. Sie waren als Tempel des Friedens geplant, aber diese einst große globale Organisation wurde überrannt von repressiven Regimen, die Menschenrechte verletzen und die internationale Sicherheit untergraben.

Im Jahr 1949, als die Vereinten Nationen Israel als Mitgliedsstaat aufnahmen, hatten sie 58 Mitgliedsländer. Die Hälfte davon hatte eine demokratische Orientierung. Heute hat sich die Landschaft der Organisation drastisch verändert. Von 51 Mitgliedstaaten bei ihrer Gründung im Jahr 1945 sind die UN auf 193 Mitglieder angewachsen – weniger als die Hälfte davon sind Demokratien.

Genau die Nationen, die ihren Bürgern demokratische Rechte verweigern, missbrauchen das demokratische Forum der Vereinten Nationen, um ihre eigenen Interessen zu fördern. Die größte Gruppe solcher Staaten besteht aus Mitgliedern des 120 Mitglieder starken Blocks, der als „Blockfreie Bewegung“ bekannt ist. Seit 2012 wird dieser Block von Iran angeführt, der seine Position nutzt, um seine Verbündeten zu stärken und Israel an den Rand zu drängen.

Im März beendeten die Vereinten Nationen ihre Jahrestagung der Kommission für die Rechtsstellung der Frau mit der Veröffentlichung eines Berichts, der effektiv nur ein Land verurteilt: Israel. Die Kommission hatte offenbar nichts zu sagen zu den sudanesischen Mädchen, die der weiblichen Genitalverstümmelung unterzogen werden. Sie hatte auch nichts zu sagen zu den iranischen Frauen, die für das Verbrechen des “Ehebruchs” durch Steinigung bestraft worden sind. Dies kann etwas mit der Tatsache zu tun haben, dass sowohl der Iran als auch der Sudan in der 45-köpfigen Kommission sitzen.

Dann gibt es den Menschenrechtsrats der Vereinten Nationen, das Gremium, das 2006 die Menschenrechtskommission ersetzte. Zu seinen Mitgliedern zählen Saudi-Arabien, Qatar und Venezuela – Nationen, in denen Sie Leben und Freiheit riskieren, wenn Sie abweichende Meinungen zum Ausdruck bringen. Doch diese Regierungen urteilen über den Rest von uns.

Im Jahr 2007 führte der Sudan den Vorsitz über einen Ausschuss für die Überwachung der Menschenrechte – und zwar während gegen Präsident Omar Hassan al-Baschir wegen Völkermord und Verbrechen gegen die Menschlichkeit in Darfur ermittelt wurde. Für diese Verbrechen stellte der Internationale Strafgerichtshof später Haftbefehle gegen ihn aus. Saudi-Arabien – ein Regime, das berüchtigt ist für öffentliche Hinrichtungen und Auspeitschungen, wie erst kürzlich die vom Blogger Raif Badawi – sitzt im Menschenrechtsrat, obwohl das Land regelmäßig vom unabhängigen Beobachter Freedom House die schlechtesten Bewertungen in den Bereichen ‚Bürgerrechte‘ und ‚politischen Rechte‘ erhält.

Im Jahr 2013 wurde der Iran in den für Abrüstung zuständigen Ausschuss gewählt – obwohl er seinen Atomprogrammausbau fortsetzt, Terrorismus unterstützt und die Zerstörung Israels zum Ziel hat. Im vergangenen Jahr war ein Iraner stellvertretender Vorsitzender des Rechtsausschusses der Generalversammlung – eine unerklärliche Wahl angesichts der Tatsache, dass iranischen Bürgern faire Gerichtsverfahren verweigert werden.

In Kenntnis dieser Geschichte sollten wir nicht überrascht sein, dass die Generalversammlung allein in der Periode 2014/15 20 Resolutionen verabschiedete, die kritisch gegenüber Israel sind, während die Menschenrechtslage im Iran, in Syrien und in Nordkorea nur je eine Verurteilung erhielten. Tag für Tag schließen die Mitgliedstaaten die Augen vor den beklagenswerten Verbrechen.

Iran? Nur eine Resolution gegen einen Staat, der im Schnitt zwei Bürger pro Tag für “Verbrechen” der Homosexualität, der Apostasie und des vagen Vergehens “Feind Gottes” zu sein, hinrichtet.

Nordkorea? Nur eine Resolution, obwohl es mehr als 200.000 Bürger inhaftiert, Kinder in Zwangsarbeitslager wirft und seine Bevölkerung Nahrungsmittelknappheit und Hunger als Folge der Regierungspolitik erleiden lässt.

Syrien? Wieder nur eine Resolution gegen eine Regierung, die einen Krieg gegen das eigene Volk führt, der den Tod von mindestens 220.000 Männern, Frauen und Kindern verursacht hat – viele davon starben durch Folter, Hunger, chemische Waffen und Bomben auf Märkte und Schulen.

Christen sind die weltweit am meisten verfolgte religiöse Gruppen in islamischen Ländern, aber diese Menschenrechtskrise wird fast vollständig von den Vereinten Nationen ignoriert. Stattdessen scheint Israel, die einzige Demokratie im Nahen Osten und ein Land, in dem die christliche Bevölkerung in der Region als einzige wächst, oft der einzige Staat zu sein, um den sich die Vereinten Nationen kümmern.
Nirgendwo ist anti-israelische Voreingenommenheit offensichtlicher als in dem in Genf ansässigen Menschenrechtsrat. Der Rat befasst sich mit den Menschenrechtsverletzungen in allen Ländern der Welt im Rahmen eines Programms unter dem Tagesordnungspunkt 4. Das heißt, dass alle Länder unter diesem Punkt besprochen werden bis auf eines. Israel ist das einzige Land, das isoliert wird und im Rahmen eines speziellen Programms mit Tagesordnungspunkt 7 behandelt wird. Das Ergebnis ist, laut der Genfer NGO UN Watch, dass mehr als 50 Prozent aller verurteilenden Resolutionen gegen den jüdischen Staat gerichtet sind.

Im Anschluss an den Konflikt im vergangenen Sommer in Gaza hat der Menschenrechtsrat eine Untersuchungskommission gegründet und William Schabas, einen kanadischen Rechtsprofessor, als Vorsitzenden gewählt. Im Februar musste Schabas zurücktreten, nachdem Dokumente ans Licht brachten, dass er im Jahr 2012 Beratungsarbeit für die Palästinensische Befreiungsorganisation geleistet hatte. Erstaunlicherweise hatte Schabas diese Tatsache bei seinem Überprüfungsprozess vergessen.

Von Anfang an war offensichtlich, dass Schabas kein unparteiischer Schiedsrichter war. Schließlich hatte er in einer Reihe öffentlicher Erklärungen gefordert, dass Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu und der ehemalige Präsident, Shimon Peres, vor den Internationalen Strafgerichtshof gestellt werden sollten. Israel protestierte, doch die Vereinten Nationen ignorierten dies.

Ich werde oft gefragt, wie ich die Hasswelle ertrage, die sich gegen Israel richtet. Unsere Antwort auf die Anschuldigungen der Vereinten Nationen ist, unermüdlich für die zu sprechen, denen im Nahen Osten ein Mitspracherecht verweigert wird – Frauen, Minderheiten, die LGBT-Gemeinschaft – und zu kämpfen gegen die täglichen Bemühungen totalitärer Regime, demokratische Gesellschaften zu untergraben. Aufgrund der Tatsache, dass Israel eine blühende Gesellschaft ist, glaube ich, dass wir gewinnen.

Noch in diesem Jahr wird der Vorsitz der Blockfreien Staaten an Venezuela übergehen, an einen Verbündeten des Iran. Auf absehbare Zeit können wir also nichts Neues erwarten.

Das Problem mit den Vereinten Nationen besteht darin, dass die Führer vieler Mitgliedsstaaten nicht mit der Zustimmung der Regierten agieren. Stattdessen nutzen sie die Organisation als ein Forum, um die Aufmerksamkeit von ihrer eigenen rücksichtslosen Herrschaft abzulenken. Dabei verwandeln sie eine Bühne für mutige Staatskunst in ein tragisches Theater des Absurden.

 

 

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UN Watch, 23. März 2015: Berichte und Resolutionen zu Ländern im UNO-Menschenrechtsrat von der Sitzungsperiode vom März 2015

Genf – Heute ist Israelhass-Tag bei der UNO, ein Merkmal jeder der regelmäßigen Sitzungsperioden, die im September, März und Juni im aus 47 Nationen bestehenden Menschenrechtsrat (UNHRC) stattfinden.

Während alle 193 Länder der Welt unter Tagesordnungspunkt 4 („Menschenrechtssituationen, die die Aufmerksamkeit der Welt verdienen“) erhält nur Israel unter Tagesordnungspunkt 7 („Menschenrechtslage in Palästina und anderen besetzten arabischen Gebieten“) seine Sonderbehandlung.

Es wird Null Berichte zu krassen und systematischen Menschenrechtsverletzungen durch Länder wie China, Kuba, Pakistan, Qatar, Russland, Saudi-Arabien, Sudan, Türkei und Venezuela geben, von denen viele dem UNHRC angehören.

Doch die Debatte morgen wird die Vorlage von sieben Berichten erleben, die sich gegen Israel richten:

  1. Report of the Special Rapporteur on the situation of human rights in the Palestinian territories occupied since 1967, Makarim Wibisono” (Bericht des Sonderberichterstatters zur Lage der Menschenrechte in den seit 1967 besetzten Palästinensergebieten, Makarim Wibisono)
  2. Report of the United Nations High Commissioner for Human Rights on the implementation of Human Rights Council resolutions S-9:1 and S-12:1“ (Bericht des UNO-Hockommissars für Menschenrechte zur Umsetzung der Resolutionen S-9:1 und S-12:1 des UNO-Menschenrechtsrats)
  3. Addendum – The human rights situation between 12 June and 26 August 2014 in the Occupied Palestinian Territory, including the escalation in hostilities between the State of Israel and Palestinian armed groups in Gaza” (Ergänuung: Die Menschenrechtslage zwischen dem 12. Juni und 26. August 2014 in den Besetztens Palästinensischen Gebieten, einschließlich der Eskalation der Feindseligkeiten zwischen dem Staat Israel und bewaffneten Palästinensergruppen im Gazastreifen)
  4. Implementation of the recommendations contained in the report of the independent fact-finding mission on the implications of Israeli settlements“ (Umsetzung der Empfehlungen, die im Bericht der unabhängigen Faktenfindungsmission zu den Folgen der israelischen Siedlungen)
  5. Israeli settlements in the Occupied Palestinian Territory, including East Jerusalem, and in the occupied Syrian Golan – Report of the Secretary-General” (Israelische Siedlungen in den Besetzten Palästinensischen Gebieten, einschließlich Ostjeurslaem und auf dem besetzten syrischen Golan)
  6. Human rights situation in the Occupied Palestinian Territory, including East Jerusalem – Report of the Secretary-General” (Menschdenrechtssituation in den Besetzten Palästinensischen Gebieten einschließlich Ostjerusalem – Bericht des Generalsekretärs)
  7. Report of the Secretary-General on the human rights in the occupied Syrian Golan“ (Bericht des Generalsekretärs zu den Menschenrechten auf dem besetzten syrischen Golan)

Und zusätzlich wird der Rat am Ende dieser Woche vier Resolutionen annehmen, die sich gegen Israel richten:

  1. Human rights in the occupied Syrian Golan“ (Menschenrechte auf dem besetzten syrischen Golan)
  2. “Right of the Palestinian people to self-determination” (Recht des palästinensischen Volks auf Selbstbestimmung)
  3. “Israeli settlements in the Occupied Palestinian Territory, including East Jerusalem, and in the occupied Syrian Golan” (Israelische Siedlungen in den Besetzen Palästinensischen Gebieten einschließlich Ostjerusalem und dem besetzten syrischen Golan)
  4. “Human rights situation in Occupied Palestinian Territory, including East Jerusalem” (Menschrenchtslage in den Besetzten Palästinensischen Gebieten einschließlich Ostjerusalem)

Es wird Null Resolutionen zu krassen und systematischen Menschenrechtsverletzungen durch China, Kuba, Pakistan, Qatar, Russland, Saudi-Arabien, Sudan, Türkei und Venezuela geben.

 

Nur zwei Beispiele für die Absurdität der jüngsten UN-Vorstöße:

* Die IDF soll auf die Terror-Black list
* Israel as only violator of health rights

 

Willkommen beim Bashing-Festival gegen Israel!

 

To the nations that continue to allow prejudice to prevail over truth, I say “J’accuse.”
I accuse you of hypocrisy.
I accuse you of duplicity.
I accuse you of lending legitimacy to those who seek to destroy our State.
 

Jedes Jahr tagt die Vollversammlung der Vereinten Nationen zur „Palästinafrage“ – ein bekanntes Ritual. Doch dann hält Israels UN-Botschafter Ron Prosor eine bemerkenswerte Rede.
Der Wortlaut in Auszügen in deutscher Sprache hier. Auszüge daraus wiederum im Folgenden:

Ich stehe vor der Welt als ein stolzer Repräsentant des Staates Israel und des israelischen Volkes. Ich stehe aufrecht vor Ihnen, wissend, dass Wahrheit und Moral auf meiner Seite sind. Und doch stehe ich hier auch in dem Wissen, dass heute in dieser Versammlung die Wahrheit auf den Kopf gestellt und die Moral beiseite gelassen werden wird.

Tatsache ist: Immer wenn Mitglieder der internationalen Gemeinschaft über den israelisch-palästinensischen Konflikt reden, breitet sich ein Nebel aus, der alle Logik und moralische Klarheit verhüllt. Das Ergebnis ist nicht Realpolitik, sondern Surrealpolitik.

Der unnachgiebige Fokus der Weltöffentlichkeit auf den israelisch-palästinensischen Konflikt ist ungerecht gegenüber den mehr als zehn Millionen Opfern von Tyrannei und Terrorismus im Nahen Osten. Während wir hier reden, werden Jesiden, Bahai, Kurden, Christen und Muslime exekutiert und vertrieben von radikalen Extremisten in einer Größenordnung von 1000 Menschen pro Monat.

Wie viele Resolutionen haben Sie letzte Woche verabschiedet, die sich mit dieser Krise beschäftigten? Und wie viele Sondersitzungen haben Sie einberufen? Die Antwort ist: null. Was sagt dies über das internationale Interesse am Leben der Menschen? Nicht viel, aber es spricht Bände über die Heuchelei der internationalen Gemeinschaft.

Rechte der Araber in Israel

Von den 300 Millionen Arabern im Nahen Osten und Nordafrika sind weniger als ein halbes Prozent wirklich frei – sie sind alle Bürger des Staates Israel. Israelische Araber zählen zu den am besten ausgebildeten Arabern der Welt. Sie zählen zu unseren führenden Ärzten und Chirurgen, sie werden in unser Parlament gewählt, und sie dienen als Richter an unserem Obersten Gericht.

Millionen von Männern und Frauen im Nahen Osten würden sich solche Chancen und Freiheiten wünschen. Und dennoch: Eine Nation nach der anderen wird heute dieses Podium betreten und Israel kritisieren – die kleine Insel der Demokratie in einer Region, die von Tyrannei und Unterdrückung heimgesucht wird.

In unserem Konflikt ging es nie um die Errichtung eines palästinensischen Staates. Es ging immer um die Existenz des jüdischen Staates. Vor genau 67 Jahren, am 29. November 1947, stimmten die Vereinten Nationen dafür, das Land in einen jüdischen und einen arabischen Staat aufzuteilen. Ganz einfach. Die Juden sagten ja. Die Araber sagten nein. Aber sie sagten nicht nur nein. Ägypten, Jordanien, Syrien, Irak, Saudi-Arabien und der Libanon begannen einen Vernichtungskrieg gegen unseren neugeborenen Staat. Das ist die historische Wahrheit, die die Araber zu verdrehen suchen.

Der historische Fehler der Araber hat Folgen bis heute – es sterben Menschen im Krieg, es sterben Menschen durch Terrorismus, es werden Menschen entstellt durch die politische Engstirnigkeit der Araber. Laut UN wurden rund 700.000 Palästinenser vertrieben in dem damaligen Krieg, den die Araber selbst begonnen hatten. Zugleich wurden rund 850.000 Juden gezwungen, aus arabischen Ländern zu fliehen.

Die Misere des palästinensischen Volkes

Wie kommt es, dass die Vertreibung der Juden 67 Jahre später von den Vereinten Nationen komplett vergessen wird, während die Vertreibung der Palästinenser jedes Jahr Gegenstand einer Debatte ist? Der Unterschied ist: Israel hat alles getan, die jüdischen Flüchtlinge in die Gesellschaft zu integrieren. Die Araber taten genau das Gegenteil.

Die schlimmste Unterdrückung des palästinensischen Volkes gibt es in den arabischen Ländern. Im überwiegenden Teil der arabischen Welt wird Palästinensern die Staatsangehörigkeit vorenthalten, werden sie auf aggressive Weise diskriminiert. Es wird ihnen verwehrt, Land zu besitzen oder bestimmte Berufe zu ergreifen. Und dennoch wird keines – nicht ein einziges – dieser Verbrechen in den Ihnen vorliegenden Resolutionen erwähnt.

Wenn es Ihnen um die Misere des palästinensischen Volkes ginge, dann gäbe es wenigstens eine einzige Resolution zur Tötung von Tausenden von Palästinensern in Syrien. Und wenn Ihnen die Palästinenser so am Herzen lägen, dann gäbe es wenigstens eine Resolution, die die Behandlung der Palästinenser in den libanesischen Flüchtlingscamps verurteilte.

Aber es gibt keine. Der Grund dafür ist, dass es in der heutigen Debatte nicht darum geht, über den Frieden oder über das palästinensische Volk zu sprechen – sondern gegen Israel. Dies ist nichts anderes als ein Hass- und Bashing-Festival gegen Israel.

Die europäischen Nationen behaupten, für „Liberté, Égalité, Fraternité“ zu stehen – für Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Aber nichts könnte weiter entfernt von der Wahrheit sein. Ich höre europäische Spitzenpolitiker oft erklären, dass Israel das Recht habe, in sicheren Grenzen zu existieren. Das ist außerordentlich freundlich. Doch muss ich sagen: Wenn ich jetzt und hier erklärte, Schweden habe das Recht, in sicheren Grenzen zu existieren, würde das ungefähr genauso viel Sinn machen.

In Sicherheitsfragen hat Israel auf die harte Tour gelernt, dass es sich auf andere nicht verlassen kann – jedenfalls ganz bestimmt nicht auf Europa. 1973, an Jom Kippur, dem höchsten israelischen Feiertag, haben die arabischen Nachbarstaaten Israel angegriffen. Kurz vor Kriegsausbruch traf Golda Meir, unsere damalige Premierministerin, die schwierige Entscheidung gegen einen Präventivschlag. Der israelischen Regierung war klar, dass ein Präventivschlag sie die Unterstützung der internationalen Gemeinschaft kosten würde.

Während die arabischen Truppen an jeder Front näher rückten, verschlimmerte sich die Lage in Israel. Wir hatten mehr und mehr Verluste, Waffen und Munition wurden gefährlich knapp. In dieser Stunde unserer Not beschlossen Präsident Nixon und Außenminister Henry Kissinger, uns Galaxy-Transporter mit Panzern und Munition zu schicken. Das einzige Problem war, dass die Transportflugzeuge auf dem Weg nach Israel auftanken mussten.

Während unsere Existenz auf dem Spiel stand, war Europa nicht einmal bereit, die Flugzeuge nachtanken zu lassen. Die USA schritten abermals ein und handelten aus, dass die Flugzeuge auf den Azoren tanken dürfen. Die israelische Regierung und das israelische Volk werden nie vergessen, dass uns nur ein einziges Land zur Hilfe kam: die Vereinigten Staaten von Amerika. (…)

 

Im Folgenden die original englische vollständige Rede vom 25.11.2014 von Ron Prosor, UN-Botschafter Israel zur UN-Vollversammlung, bzw. hier als Video:

 

 

Aus der Rede von George Deek, israelischer arabischer Diplomat, zur unterschiedlichen Behandlung der arabischen und jüdischen Flüchtlinge
(in Oslo am 27.09.2014 auf der jährlichen Hauptversammlung von MIFF Norwegen/Freunde Israels in Norwegen)

(…) In der arabischen Welt haben die palästinensischen Flüchtlinge, einschließlich ihrer Kinder, Enkel und sogar ihrer Urenkel immer noch keinen festen Wohnsitz, sie werden aggressiv unterdrückt und es werden ihnen in den meisten Fällen die Staatsbürgerschaft und die grundlegenden Menschenrechte verweigert. Wie kommt es, dass meine Verwandten in Kanada die kanadische Staatsbürgerschaft besitzen, während meine Angehörigen in Syrien, im Libanon oder den Golfstaaten – wo sie geboren wurden und keine andere Heimat kennen – immer noch als Flüchtlinge angesehen werden?

Die Behandlung der Palästinenser in den arabischen Ländern ist ohne Zweifel die schlimmste Unterdrückung, die sie erdulden müssen. Und die Kollaborateure dieses Verbrechens sind die internationale Gemeinschaft und die Vereinten Nationen. Denn anstatt ihre Arbeit zu tun und den Flüchtlingen zu helfen, ein Leben aufzubauen, leistet die internationale Gemeinschaft dem Narrativ der Opferrolle Vorschub.

Während es eine UN Agentur gibt, die für alle Flüchtlinge der Welt zuständig ist – die UNHCR, gibt es eine andere Agentur, die nur dafür gegründet wurde, sich um die Palästinenser zu kümmern – die UNRWA. Das ist kein Zufall – während es das Ziel des UNHCR ist, den Flüchtlingen zu helfen eine neue Heimat zu errichten, damit eine Zukunft und das Ende des Status als Flüchtling zu erreichten, ist das Ziel der UNRWA genau das Gegenteil: Sie ist dazu da, ihren Status als Flüchtlinge aufrecht zu erhalten und sie davon abzuhalten, ein neues Leben zu beginnen.

Die internationale Gemeinschaft kann nicht ernsthaft daran glauben, das Problem der Flüchtlinge könnte gelöst werden, wenn sie die Flüchtlinge gemeinsam mit der arabischen Welt als politisches Pfand behandeln und ihnen jegliche ihnen zustehende Grundrechte vorenthalten. Wo immer den palästinensischen Flüchtlingen gleiche Rechte eingeräumt werden, gedeihen sie und wirken in ihrer Gemeinschaft mit, in Süd-Amerika, in den Vereinigten Staaten und auch in Israel. Tatsache ist, dass Israel eines der wenigen Länder war, das allen Palästinensern automatisch nach 48 die vollen Bürgerrechte und Gleichheit einräumte.

Und man kann die Ergebnisse sehen: Trotz aller Herausforderungen haben die arabischen Bürger Israels eine Zukunft aufgebaut. Die arabischen Israelis sind die gebildetsten Araber in der Welt, mit dem höchsten Lebensstandard und Möglichkeiten in der Region. Araber dienen als Richter am obersten Gerichtshof. Einige der besten Ärzte in Israel sind Araber und arbeiten in so gut wie allen Krankenhäusern im Land. Es gibt 13 arabische Abgeordnete im Parlament die das Recht haben, die Regierung zu kritisieren – ein Recht das sie bis zum Äußersten ausreizen – geschützt durch das Recht der Meinungsfreiheit. Araber gewinnen bekannte Realityshows. Und man kann sogar arabische Diplomaten finden – einer davon steht gerade vor Ihnen. (…)

 

Zur vollständigen Rede (Video und Traskript auf heplev)

 

 

Stillschweigend ob der jüdischen Flüchtlinge aus den arabischen Ländern wurde übrigens vor der UN-Vollversammlung eine Fotoausstellung zur Lage und den Schmerzen der palästinensischen Flüchtlinge seit 65 Jahren in den Flüchtlingslagern eröffnet. Die Bilder der Ausstellung anlässlich des Internationalen Solidaritätstages mit der palästinensischen Bevölkerung stammen vom Archiv des UN-Hilfswerks für palästinensische Flüchtlinge (UNRWA). Welche Problematik die UNRWA bei den Bemühungen um eine tatsächliche Friedenslösung darstellt, wird in diesem Blogbeitrag beleuchtet.

 

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Israel und Europa

Weshalb bemüht sich die EU, allen voran die neue Außen-Beauftragte Mogherini, die ihr Amt als EU-Chefdiplomatin am 1. November offiziell angetreten hatte, oder Staaten wie Bulgarien, Malta, Polen, Rumänien, Tschechien, Ungarn, Zypern, und im vergangenen Monat auch Schweden und das spanische sowie französische Parlament darum, vorschnell und ohne Verhandlungen einen Palästinenserstaat offiziell anzuerkennen?

Und warum muss Mahmoud Abbas keinerlei Druck, Bedingungen oder Konsequenzen fürchten, wenn er – nicht unverantwortlich für Hetze, Krieg und Terror – lautstark ankündigt: Palästinenser werden Israel niemals als jüdischen Staat anerkennen! ?

Ist nicht viel eher die Frage drängend zu beantworten: Können die Palästineser denn überhaupt Staat?

Zum Glück widersetzt sich Deutschland – noch – diesem Trend, die Palästinenser dafür zu belohnen, keinerlei Interesse an einem staatlichen Miteinander mit Israel zu zeigen.
Der Außenpolitische Sprecher der CDU/CSU Philipp Mißfelder erklärt, warum.

Mitte Dezember entscheidet das EU-Parlament über die Anerkennung Palästinas als Staat, womit es zunächst einmal nur Symbolpolitik betreibt. Denn bindend ist sein Spruch für die EU-Regierungen nicht. Doch auch Symbolik kann in der Weltpolitik Verheerendes anrichten, erklärt Richard Herzinger:

In Israel jedenfalls wird und kann diese Initiative nur in einer Weise verstanden werden: Die Europäer fallen dem jüdischen Staat mitten in einer extremen Bedrohungssituation in den Rücken und machen ihn für das anhaltende Siechtum des sogenannten Friedensprozesses verantwortlich.

In Europa ist man von der Vorstellung besessen, nur fehlender israelischer Friedenswille verhindere ein Abkommen mit den Palästinensern, und nur durch Druck auf Jerusalem könne der westlichen Lieblingsidee einer schiedlichen Zwei-Staaten-Lösung auf die Sprünge geholfen werden. Dabei verschließt man die Augen davor, dass tatsächlich die palästinensische Führung zu ernsthaften Friedensverhandlungen weder willens noch fähig ist.

Indem sich Präsident Abbas prinzipiell weigert, Israel als jüdischen Staat anzuerkennen, hält er sich die Tür offen, selbst eine etwaige Zwei-Staaten-Regelung nur als ersten Schritt zur schließlichen Auslöschung des israelischen Staates als Ganzes auszugeben. Unannehmbare Forderungen wie die nach unbegrenztem Rückkehrrecht für palästinensische „Flüchtlinge“ unterstreichen diese Absicht.

Mehr noch, Abbas‘ Fatah befindet sich in einer „Einheitsregierung“ mit der eliminatorisch antisemitischen Hamas, die jeden Kompromiss mit Israel bekämpft. Um dem islamistischen Konkurrenten das Wasser abzugraben, schürt die Fatah religiösen Hass gegen vermeintliche Pläne der Juden, die heiligen Stätten des Islam zu zerstören. Ihre Ideologen betreiben systematische Geschichtsfälschung, mit der jeder historische jüdische Anspruch auf das heutige israelische Territorium bestritten werden soll.

Diese Propaganda ist zumindest indirekt dafür verantwortlich, dass sich die Israelis nach dem Raketenbeschuss aus Gaza jetzt verstärkt individuellem Mordterror gegen Zivilisten ausgesetzt sehen – und eine große Mehrheit der Palästinenser laut Umfragen diese Untaten befürwortet.

 

Auch Netanyahu sieht in der Anerkennung Palästinas durch immer mehr europäische Staaten den Frieden in weite Ferne rücken: Netanyahu on EU motion to recognize Palestinian state: „These European positions actually push peace away. It encourages the Palestinians to harden their positions, not to compromise on mutual recognition, not to compromise on the things that are needed to achieve genuine security.“

 

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Europas unerträgliche Heuchelei – Von Gaza bis Katalonien
(Original: From Gaza to Catalonia: Europe’s insufferable hypocrisy – von Michael Freund – Übersetzung: faehrtensuche)

Am vergangenen Samstag [08.11.2014] stellte die EU-Außenpolitik-Chefin Frederica Mogherini einen Weltrekord in diplomatischer Doppelzüngigkeit und Eile auf. Knapp sieben Tage nach der Übernahme ihres neuen Postens beeilte sich die frühere italienische Außenministerin, dem Gazastreifen und Ramallah einen Besuch abzustatten, bei dem sie es schaffte, zur Teilung Jerusalems aufzurufen, den Wohnungsbau für Juden in Judäa und Samaria anzuprangern und auf die Gründung eines palästinensischen Staates zu pochen. Sie bot das ganze moralische Wutgeheul auf, das europäische Diplomaten so gern haben, und zögerte nicht, Israel zu belehren, als wüsste sie besser als der jüdische Staat, was seine eigenen nationalen Interessen sein könnten. Tote Syrer mögen die Straßen von Aleppo übersäen, während der Islamische Staat damit beschäftigt ist, Kurden und Christen im Irak zu enthaupten und saudische Frauen dafür kämpfen könnten, Auto fahren zu dürfen, aber Mogherini scheint eine eingleisige Gesinnung zu haben, wenn es um den Nahen Osten geht. Und die dreht sich nur um Israel.

Das ist europäische Heuchelei auf höchstem Niveau. Sie ist widerlich in ihrem Umfang und Ausmaß. Und es ist an der Zeit für sie aufzuhören.

Als der Kontinent, der in den vergangenen 2000 Jahren mehr jüdisches Blut vergossen hat als jeder andere, hat Europa eine besondere Verantwortung und eine moralische Verpflichtung, Israel zu unterstützen.

Ja, das ist gerecht. Sie lesen das richtig: Europa schuldet Israel das.

Sie haben dem jüdischen Volk gegenüber eine ewige Schuld zu begleichen für Metzeleien, Massaker, Ritualmordlegenden, Antisemitismus, Zwangsbekehrungen, Vertreibungen, Kreuzzüge und Inquisitionen, die sie unseren Vorfahren über zwei Jahrtausende zugefügt haben.

Dies alles mag für Mogherini und ihre Kollegen, die wahrscheinlich nicht sehen, was das mit dem Druck auf Israel zu tun hat, einen palästinensischen Staat zu schaffen, klingen wie antike Geschichte. Also nur für den Fall der Fälle, lassen Sie uns ein neueres Beispiel europäischer Heuchelei hervorheben, eines, das näher an der Heimat liegt und in Europas eigenem Hinterhof zu finden ist: Katalonien.

(…)

Ich würde gern glauben, dass der neue europäische Anstoß, einen palästinensischen Staat anzuerkennen, von Naivität herrührt, von irgendeiner fehlgeleiteten Überzeugung, dieses Vorgehen mindere irgendwie die Bedrohung durch islamischen Extremismus. Oder dass sie vielleicht einfach in Unwissenheit schwelgen und wahrhaftig glauben, die Palästinenser seien die benachteiligte Partei im Konflikt mit Israel.

Aber ich weiß es besser – und ich hoffe, Sie wissen das auch. Die Heuchelei ist so ungeheuerlich und so offenkundig, dass sie nicht ignoriert werden kann und nicht ignoriert werden darf.

Leider ist das, was wir jetzt erleben, kaum mehr als eine Fortsetzung der europäischen Misshandlung der Juden, allerdings mit einem neuen Dreh. Schließlich haben die Europäer 2000 Jahre lang den Juden gesagt, abzureisen und nach Israel zu gehen. Jetzt, wo wir endlich hier sind, erwarten sie von uns, dass wir es aufgeben und an unsere Feinde übergeben.

Und doch, wenn es um einen langdauernden Streit im Herzen Europas geht, haben sie nicht einmal daran gedacht, eine Teilung Barcelonas oder die Schaffung eines katalonischen Staates vorzuschlagen, der Seite an Seite mit Spanien in Frieden und Sicherheit lebt.

So ist es vielleicht an der Zeit für jemanden, Mogherini beiseite zu nehmen und ihr höflich ins Ohr zu flüstern: Bevor Sie anfangen, Israel ungebetene Ratschläge zu erteilen, sollten Sie ihr eigenes heuchlerisches Haus in Ordnung bringen.

 

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Europa und IsraelVeröffentlicht am von Ein Gastbeitrag von Naftali Neugebauer.

Warum will die EU die Teilung Jerusalems und die Zerschlagung Israels? Es ist Ökonomie! Aber dies bedarf einer gewissen Vorrede, denn es geht neben Ökonomie auch um ein kompliziertes Verhältnis, wo der eine Täter, der andere Opfer ist. Klingt simpel, ist es aber nicht.

Kein einziges Mal hatte Israel in seiner Geschichte versucht, Europa zu erobern, zu unterwerfen oder gar zu vernichten, weder im Wollen noch in Wort oder Tat, im Gegensatz zum Islam, wie man ihn beispielhaft – und in durchaus unterschiedlichen Qualitäten – durch al-Andalus, das Osmanische Reich oder aktuell den Islamischen Staat (IS), Iran oder Saudi-Arabien als repräsentiert erachten kann. Diese Reiche und ihre Praxis als nicht-islamisch zu definieren, wäre ebenso ein Unsinn, als wolle man beispielsweise das Heilige Römische Reich als nicht-christlich oder die DDR als nicht-kommunistisch ausgeben wollen.
Aber das sind wissenschaftlich-terminologische Fragestellungen, die ich hier nicht ausargumentieren, sondern nur das Resultat präsentieren möchte: Ja, man kann abstrahiert von dem Islam sprechen, ebenso wie man es vom Judentum, Christentum oder Kommunismus kann. Den Islam davon auszunehmen, wäre eine Bankrotterklärung der kritischen Wissenschaft und darf sich nicht durch den Kampfbegriff „Islamophobie“ iranischer Ajatollahs einschüchtern lassen. Dieser Begriff ist gegen Aufklärung und wissenschaftlichen Diskurs gerichtet, der jede kritische Auseinandersetzung mit dem Islam denunziert. Ein Begriff, nebst bemerkt, der in sich unsinnig ist.

Doch zurück zur Tatsache, dass das Judentum nie versuchte oder dachte, Europa oder irgendein anderes Reich erobern zu wollen. Warum? Schlicht und ergreifend, es gab keine kulturelle wie religiöse Grundlage für irgendeinen jüdischen Expansions- und Eroberungswillen! Man war ja bereits im von G’tt gegebenen gelobten Land mit Jerusalem als Sitz G’ttes und Hauptstadt Israels. Man musste nicht mehr irgendwohin. Die Grenzen sind genau definiert. Es gibt keine Legitimation in der Tora zur Expansion. Man war da, angekommen im Zuhause, in Eretz Israel und dazu kommt, dass dem Judentum die Idee der Mission fremd ist.

Umgekehrt hat das Judentum so etwas wie europäische Geistesgeschichte erst möglich gemacht. Das Judentum hat die Idee der Freiheit, des Rechts und einiges mehr nach Europa gebracht. Kein einziger zivilisatorischer Fortschritt hat in Europa ohne Juden stattgefunden. Er wurde maßgeblich mitgestaltet, wenn nicht gar initiiert. Dieses Gestalten gilt umso mehr, wenn man das Christentum als eine Religion, die sich aus dem Judentum heraus entwickelt hat, begreift.

Im Gegensatz dazu hat der Islam – politisch repräsentiert durch seine verschiedenen Reiche – bis heute kaum eine Gelegenheit ausgelassen, um Europa zu erobern, zu unterwerfen oder vernichten zu wollen. Ja mehr noch, er hat sich gemein gemacht mit dem Nationalsozialismus, wie die Allianz zwischen Hitler und dem Großmufti von Jerusalem belegt. Ihr gemeinsames “Ziel”: Die Vernichtung des Judentums. Aber auch dies muss hier nicht weiter vertieft werden.

Also zurück: Warum hasst Europa und die islamische Welt die Juden? Warum ist das so?

 

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Das Europaparlament und sein »Israelproblem« – Ein Plenum voller Narren
Erfahrungen eines jüdischen Abgeordneten 20.11.2014 – von Leonidas Donskis

(…) Die westeuropäische Linke hat nie verstanden, dass der Zionismus und Israel der Rahmen jüdischer politischer Selbstbestimmung sind. Das liegt an einer begrifflichen Kurzsichtigkeit, die nichts mit Israel zu tun hat, sondern ausschließlich mit Europa und dem EU-Projekt. Man unterscheidet nicht zwischen liberalem Patriotismus und radikalem Chauvinismus. Die EU war und ist undenkbar ohne einen liberalen Konsens, der wenig Raum für patriotische und nationale Gefühle lässt.
Jede Form des Nationalgefühls stellt eine Gefahr für die wohlwollende supranationale Neutralität der EU und eine immer noch nebulöse europäische Solidarität dar. (…)

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Europas unzählbare Hilfe für Europa (AudiaturOnline)

Der Bericht des Europäischen Rechnungshofes, der im Dezember 2013 veröffentlicht wurde, legt wichtige Fehlfunktionen im Management der EU-Finanzhilfe an die PA offen und fordert eine massive Revision des Finanzierungsmechanismus.

Der Rechnungshof hat unter anderem:

  • kritisiert, dass die EU-Hilfe an die PA an keine Bedingungen geknüpft sind, was den Hebel der EU reduziert, Einfluss auf Reformen zu nehmen; die PA ist die einzige Körperschaft, die unabhängig ihrer Menschenrechtsbilanz und wirtschaftlicher Leistung EU-Gelder erhält.
  • offengelegt, dass seit 2007 eine „beachtliche Anzahl“ an PA-Angestellten in Gaza Gehälter erhalten haben, die teilweise durch EU-Gelder finanziert wurden, obwohl sie „wegen der politischen Situation“ nicht zur Arbeit erschienen sind. Wie kann die EU ihre Glaubwürdigkeit zuhause aufrechterhalten, wenn sie Personen Gehälter zahlt, die nicht arbeiten?
  • stellte fest, dass die EU der Übertragbarkeit der von ihr vergebenen Gelder ungenügende Aufmerksamkeit schenkte, was Spekulationen förderte, dass die EU-Finanzhilfe der PA ermöglicht habe, ihr eigenen Haushalt für andere Zwecke zu gebrauchen, wie für die Auszahlung von Gehältern an palästinensische Gefangene, die wegen Terrorhandlungen verurteilt wurden.

Die PA hat einen weitverbreiteten Ruf der Bestechlichkeit erlangt, was ein wichtiger Grund für den Erfolg der Hamas war, die sich als unkorrumpierbar präsentiert. Je korrupter die PA von den Palästinensern wahrgenommen wird, desto stärker wächst ihre Unterstützung für die Hamas. Wenn also Brüssel Frieden und Stabilität fördern will, muss es der PA helfen, starke und transparente Institutionen aufzubauen.

Wie kann die EU das aber erreichen, wenn sie keine klaren Bedingungen für ihre Hilfsgelder festsetzt?

 

Und wie wird der Bericht dieses Jahr aussehen?

 

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Einige harte Fragen zur westeuropäischen Doppel-Moral gegenüber Israel
Von Prof. Alan M. Dershowitz

Da so viele Westeuropäische Akademiker, Künstler und Aktivisten versuchen, Israel dadurch zu isolieren, dass sie Boykotts und Sanktionen über Israel verhängen sowie Investitionen abziehen (BDS). und zwar nur gegen den Nationalstaat des jüdischen Volkes, ist es wohl an der Zeit, einen anklagenden Finger gegen diese Ankläger zu erhaben und einige harte Fragen übet ihre zugrunde liegende Voreingenommenheit zu stellen.

Warum erklären so viele Enkel von Nazis und Nazi-Kollaborateuren, die den Holocaust über uns brachten, den Juden schon wieder den Krieg? Warum sehen wir einen so starken Anstieg des Antisemitismus und eines irrationalen bösartigen Antizionismus in Westeuropa? Um diese Fragen beantworten zu können, muss zuerst ein Mythos aufgedeckt werden. Dieser Mythos ist derjenige, dem von den Franzosen, den Holländern, den Norwegern, den Schweizern und anderen Westeuropäern gehuldigt wird: nämlich, dass der Holocaust allein das Werk der deutschen Nazis war, vielleicht unterstützt von einigen französischen, polnischen, ukrainischen, lettischen, litauischen und estländischen Kollaborateuren. Falsch. Der Holocaust wurde von Europäern verübt – von Nazi-Sympathisanten und Kollaborateuren unter den en Franzosen, Holländern, Norwegern, Schweizern, Belgiern, Osterreichern und anderen Europäern, sowohl im Westen als auch im Osten.

Wenn die französische Regierung nicht mehr Juden zu den Todeslagern deportiert hätten, als die deutschen Besetzer gefordert hätten. wenn nicht so viele holländische und belgische Bürger und Regierungsvertreter beim Aufspüren und Zusammentreiben von Juden mitgemacht hätten; wenn nicht so viele Norweger Quisling unterstützt hätten; wenn nicht Schweizer Regierungsvertreter und Bankiers die Juden ausgebeutet hätten; wenn di Österreich nicht nazistischer als die Nazis gewesen wäre – dann hätte der Holocaust nicht so viele jüdische Opfer gefordert.

Im Lichte dieser weit verbreiteten europäischen Komplizenschaft bei der Zerstörung des europäischen Judentums sollte der um sich greifende Antisemitismus und der irrationale Antizionismus, die in letzter Zeit in ganz Westeuropa aufgetaucht sind, niemanden überraschen.

“Oh nein” hören wir von europäischen Verteidigern. “Das ist ganz anders. Wir hassen nicht die Juden. Wir hassen nur ihren Nationalstaat. Außerdem, die Nazis waren rechts-gerichtet; wir sind links-gerichtet. Wir können also keine Antisemiten sein.”

Unsinn. Die harte Linke hat eine antisemitische Geschichte, die so tief und dauerhaft ist wie die der Rechten. Die Linie von Voltaire zu Karl Marx zu Lawrenti Beria zu Robert Faurison zu den heutigen linksextremen Israelangreifern ist so schnurgerade wie die Linie von Wilhelm Mars zu den Anklägern von Alfred Dreyfus zu Hitler. Die Juden Europas sind schon immer zwischen Schwarz und Rot zerdrückt worden – als Opfer von Extremismus,. ob es nun der Ultra-Nationalismus von Khmelnitsky war oder der Ultra-Antisemitismus von Stalin.

„Aber einige der heftigsten Anti-Zionisten sind Juden, so wie Norman Finkelstein, und sogar Israelis, wie Gilad Atzmon. Sie können wohl keine Antisemiten sein?!”

Warum nicht? Gertrude Stein und Allee Toklas arbeiteten sogar mit

der Gestapo zusammen! Atzmon, ein harter Linker, beschreibt sich selbst als einen stolzen selbsthassenden Juden und gibt zu, dass seine Ideen von einem notorischen Antisemiten stammen. Er leugnet, dass der Holocaust historisch bewiesen ist. und (glaubt, dass Juden gut christliche Kinder getötet haben mögen, um ihr Blut zum Backen von Passah-Matza zu benutzen. Und er denkt, dass es vernünftig ist, Synagogen niederzubrennen.

Finkelstein glaubt an eine internationale jüdische Verschwörung, die Steven Spielberg, Leon Uris, Ell Wiesel und Andrew Lloyd Webber umfasst!

Einige der führenden antisemitischen Propagandisten in der früheren Sowjetunion waren Juden.

“Aber Israel verübt böse Dinge gegenüber den Palästinenser,“ sagen die Verteidiger Europas, “und wir fühlen mit den Unterlegenen.”

Nein, ihr tut es nicht! Wo sind eure Demonstrationen für die unterdrückten Tibetaner, Georgier, Syrer, Armenier, Kurden oder auch Ukrainer? Wo sind eure BDS-Aktionen gegen die Chinesen, die Russen, die Kubaner, die Türken oder das Assad-Regime? Nur für die Palästinenser, und nur gegen Israel? Warum? Nicht, weil die Palästinenser mehr unterdrückt wären als die anderen Gruppen. Sondern nur, weil ihre angeblichen Unterdrücker Juden und der Staat Israel sind. Gäbe es Demonstrationen und BDS-Kampagnen für die Palästinenser, wenn sie von Jordanien oder Ägypten unterdrückt wären?

Oh, wartet, die Palästinenser waren von Ägypten und Jordanien unterdrückt. Gaza war zwischen 1948 und 1967 ein Freiluft-Gefängnis, als Ägypten die Besatzungsmacht war. Und erinnert ihr euch an den “Black September”, als Jordanien mehr Palästinenser umbrachte, als Israel in einem ganzen Jahrhundert tat? Ich kann mich an keine Demonstration oder BDS-Kampagne erinnern – denn es gab keine. Wenn Araber andere Araber besetzen oder töten. bleiben die Europäer stumm. Aber wenn Israel eine Soda-Fabrik in Ma’ale Adumim eröffnet, der Stadt bei Jerusalem, die auf jeden Fall, bei jedem Friedensvertrag, bei Israel bleiben wird, wie sogar die palästinensischen Leiter anerkennen, – dann feuert die Gesellschaft Oxfam (die mit anti-israelischen Terrorgruppen zusammenarbeitet) Scarlett Johansson, weil sie für die Soda-Fabrik Reklame macht, die hunderte von Palästinensern beschäftigt.

Die Heuchelei so vieler linksradikaler West-Europäer wäre umwerfend, wenn sie nicht voraussehbar gewesen wäre. denkt man an die erbärmliche Geschichte der westeuropäischen Behandlung von Juden.

Sogar England, das auf der richtigen Seite beim Krieg gegen den Nazismus war, hat eine lange Geschichte von Antisemitismus, die mit der Vertreibung der Juden im Jahr 1920 beginnt und zu dem berüchtigten „Weißbuch“ von 1939 führt, das die Juden Europas daran hinderte. Um Asyl von Nazis im britischen Mandatsgebiet „Palästina“ nachzusuchen. Und Irland. das , das beim Krieg gegen Hitler hin und her schwankte. kann sich mit einiger sehr bösartiger anti-israelischer Rhetorik brüsten.

Die einfache Realität ist, dass man den gegenwärtigen westeuropäischen Krieg gegen den Nationalstaat des jüdischen Volkes nicht verstehen kann, wenn man nicht zuerst den langjährigen europäischen Krieg gegen das Jüdische Volk begriffen hat. Theodor Herzl verstand den durchdringenden Charakter und die Irrationalität des europäischen Antisemitismus, der ihn zur Schlussfolgerung führte, dass die einzige Lösung des jüdischen Problems in Europa darin bestand, diese Bastion des Judenhasses zu verlassen und in ihr ursprüngliches Heimatland zurückzukehren, das jetzt der Staat Israel ist.

Nichts von all dein Gesagten kann und soll aber dazu dienen, Israels Unvollkommenheit zu bestreiten oder berechtigte Kritik an einem Teil seiner Politik abzulehnen. Doch diese Schwächen und verdiente Kritik- kann nicht einmal beginnen, den unverhältnismäßig großen Hass gegen den einigen Nationalstaat des jüdischen Volkes zu erklären oder gar zu rechtfertigen – und auch nicht das unverhältnismäßig große Schweigen gegenüber den viel größeren Unvollkommenheiten und berechtigter Kritik von anderen Nationen und Gruppen – inbegriffen die “Palästinenser”.

Es ist auch nicht zu leugnen. dass viele westeuropäische Persönlichkeiten und einige westeuropäische Länder sich geweigert haben. sich dem Hass gegen die Juden oder ihren Staat zu unterwerfen. Dabei müssen wir an die Tschechische Republik denken. Aber allzu Westeuropäer sind genau so irrational in ihrem Hass gegen Israel wie ihre Vorfahren gegen ihre jüdische Nachbarn waren. Wie Amos Oz einst zutreffend beobachtete: die Mauern des Europas seiner Großeltern waren mit Grafiti bedeckt, die sagten: „Juden geht nach Palästina.“ Aber jetzt sagen sie: „Juden, verschwindet aus Palästina“ – womit Israel gemeint ist.

Wen glauben diese Fanatiker damit zu täuschen” Nur Narren. die betrogen werden wollen, um leugnen zu können. dass sie neue Variationen der Vorurteile ihrer Großeltern verkünden. Jede objektive Person mit einem offenen Sinn, offenen Augen und einem offenen Herzen muss diese Doppelmoral dem gegenüber dem ,jüdischen Staat erkennen, die von so vielen Enkeln derjenigen, die solch eine Doppelmoral in den 1930-er und 40-er Jahren todbringend gegenüber den Juden von Europa anwandten, praktiziert wird. Sie müssten sich schämen, wenn sie sich im Spiegel von Moral und Sittlichkeit sehen und ihre eigene Falschheit erkennen.

Original: JerusalemPost Some hard questions about the Western European double standard against Israel, Übersetzung gefunden auf ahuvaisrael.com

 

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Menschenrechte

Der Vorsitzende des Internationalen Roten Kreuzes gab es zu: Die Welt hat Israel gegenüber einen Doppelstandard

Nach einer Konferenz des INSS in Israel schrieb die Jerusalem Post:

The head of the International Red Cross in Israel and the Palestinian areas said Tuesday that the world was holding Israel to a double standard when it came to war crimes allegations.
Jacques De Maio was one of a number of non-Israeli officials speaking at an Institute for National Security Studies conference on the law of armed conflict in urban areas.
“Why is there so much more focus on Israel than on Syria [and] other places where many more civilians are dying?” the ICRC official asked rhetorically, pointing out that “in other ongoing wars, more civilians die in one week than in Israeli wars in a full year.”
He also defended his dialogue with the IDF and Israel regarding its actions and the law of armed conflict. He said there had even been a petition to cancel his speech at the conference so he would not appear to be endorsing the IDF’s conduct during the summer operation.

 

So auch der Menschenrechtsrat

Beispiel: Am 22. März 2012 verabschiedete der Menschenrechtsrat eine Resolution, die von Anhängern von Menschenrechten wie Kuba, Mauretanien und Venezuela entworfen wurde und forderte „eine unabhängige internationale Untersuchungskommission, die vom Präsidenten des Rates ernannt wurde, um die Auswirkungen der israelischen Siedlungen auf die bürgerlichen, politischen, wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte des palästinensischen Volkes in dem besetzten palästinensischen Gebiet, einschließlich Ost-Jerusalems zu untersuchen.“Palästinensische NGOs, darunter Addameer, Al-Dameer, Al-Haq, Al-Mezan, BADIL, DCI-PS und PCHR, betrieben ausgiebige Lobbyarbeit für die Resolution.

Diese Entwicklungen erinnern an die Bildung der UN Untersuchungskommission zum Gaza-Konflikt (2008/09), der von Richter Richard Goldstone geleitet wurde. Die Untersuchungskommission, auch das Produkt von NGO-Lobbying, resultierte im „Goldstone-Bericht“, der fälschlicherweise Israel wegen „Kriegsverbrechen“, „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“, und gezielte Angriffe auf „die Menschen in Gaza als Ganzes“ beschuldigte. Die Verzerrungen und Einseitigkeiten waren so groß, dass Richter Goldstone selbst die schlimmsten der Behauptungen nachträglich in einem Washington Post -Artikel zurückwies.

Nach einer scharfen Kritik am UN Menschenrechtsrat (UNHRC)  hat Israel die Entscheidung getroffen, die Beziehungen zum UNHRC abzubrechen, ausführlichst erläutert von Israels Vizeaußenminister Danny Ayalon in seinem Artikel „Absurdes Theater“ (engl. Original vom 30.3.2012).

 

Kevin Zdiara auf Achgut.de erläutert die unverhältnismäßige Beschäftigung bspw. des UNHRC mit Israel:

„Aber ich bin über den unverhältnismäßigen Fokus auf israelische Menschrechtsverletzungen besorgt. Israel sollte keinen Freifahrtschein erhalten. Absolut nicht. Aber der Rat sollte das gleiche Maß an Aufmerksamkeit auch auf schwere Verletzungen der Menschenrechte richten, die durch andere Staaten verursacht werden.“ (UN-Generalsekretär Kofi Annan über den UN-Menschenrechtsrat)

Eine allzu offene Delegitimierung Israels ist, trotz zahlreicher Versuche, noch eine heikle Sache. Aus diesem Grund weichen deutsche und europäische Politiker gerne auf die sogenannten israelischen Siedlungen aus, bezeichnen den jüdischen Teil Hebrons als „Apartheidregime“, die jüdischen Viertel in Ost-Jerusalem als Siedlungen und verabscheuen Israels Präsenz in der Westbank zutiefst. Zumindest diese Ansichten sind Konsens im politischen Berlin. Es gibt keinen deutschen Politiker, der an diesen Thesen zweifelt, was für sie im Umkehrschluss heißt, dass diese Meinung auch richtig ist.

Und die Politiker in Berlin sind leider nicht alleine. Ein Großteil der Völkergemeinschaft hat sich mittlerweile diese Einschätzung zu Eigen gemacht. Man kann vieles an den Ergebnissen der israelischen Siedlungen kritisieren: dass der israelische Rechtsstaat manchmal zu lax mit Rechtsbrüchen durch Israelis in der Westbank umgeht, sogenannte „outposts“ nicht umgehend geräumt werden, ja sogar manche der israelischen Sicherheitsmaßnahmen in der Westbank können hinterfragt werden. Vollkommen unglaubwürdig hingegen ist die Behauptung, die israelischen Wohnblöcke in der Westbank seien das Haupthindernis für einen Frieden. Man sollte meinen, Politiker und Journalisten verfügten über Grundkenntnisse im Nahostkonflikt. Denn allgemein ist bekannt, dass es vor dem Beginn des Siedlungsbau (bis 1975) keinen Frieden gab, dass die vollständige Räumung der Siedlungen in Gaza (ab 2005) diesen ebenfalls nicht brachte und dass ein 10monatiger Siedlungsbaustopp in der Westbank (2009/10) auch nicht dazu führte, dass man einem Frieden näher kam.

Vielleicht liegt es daran, dass die israelischen Siedlungen in der Westbank überhaupt kein Friedensverhinderungsgrund sind. So machen sie laut eines Berichts der israelkritischen Organisation B’Tselem von 2010 weniger als 1 Prozent der Fläche der Westbank aus. Genauer: auf gerade einmal 0.99 Prozent der Fläche östlich der Waffenstillstandslinien von 1949 (Ost-Jerusalem eingeschlossen) leben alle 500.000 israelischen „Siedler“!

Es stimmt, 1994 legten Israel und die Palästinenser fest, dass bis zu einem endgültigen Friedensvertrag der jüdische Staat die vollständige Kontrolle über die sogenannte Zone C (ca. 60 Prozent des Gebiets in der Westbank) ausübt. Aber 100 Prozent der Palästinenser in Gaza leben unter vollständiger palästinensischer Verwaltung, weit über 90 Prozent der Palästinenser in der Westbank unterstehen der Zivilverwaltung der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) und für die Sicherheit der Mehrheit der dortigen Palästinenser ist ebenfalls die PA zuständig. Somit sind also weniger die Siedlungen ein Problem als die vollständige Kontrolle der Westbank durch die Palästinenser. Das aber wiederum, so wurde es vertraglich festgelegt, kann nur in bilateralen Verhandlungen gelöst werden.

Weil es auf der Welt, und insbesondere im Nahen Osten, aber keine größeren Probleme als diese 1 Prozent der Westbank gibt, will jetzt der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen (UNHRC) eine Kommission einsetzen, um die Auswirkungen der israelischen Siedlungen auf die „Bürgerrechte, sowie die politischen, ökonomischen, sozialen und kulturellen Rechte der Palästinenser“ zu untersuchen, wie es in der Resolution heißt, die am 22. März verabschiedet und unter anderem von Syrien und dem Iran unterstützt wurde. Aus Europa stimmten Norwegen, Österreich, Belgien und die Schweiz für diese Resolution, die restlichen Europäer (Tschechien, Ungarn, Italien, Polen, Rumänien und Spanien) enthielten sich feige der Stimme. Alleine die USA stimmten dagegen. So steht es also um die von Antisemiten herbeifantasierte Macht der „Zionisten“ in den Vereinten Nationen.

Wer, wenn nicht dieses Organ, kann über die Einhaltung von Menschenrechten am besten urteilen. Der UNHRC hat 47 Mitglieder, gegenwärtig unter anderem Angola, Aserbeidschan, Bangladesch, China, Dschibuti, Jordanien, Kamerun, Katar, Kirgisistan, Kongo, Kuba, Kuwait, Malaysia, Mauretanien, Moldawien, Nicaragua, Saudi-Arabien, Uganda und Russland. Alles „lupenreine“ Demokratien, die von Freedom House als „nicht frei“ einstuft wurden und deshalb bezüglich ihrer Menschenrechtspolitik anscheinend über alle Zweifel erhaben sind. Noch im März 2012 wurde von diesem Hort der Menschenrechte einstimmig ein Bericht angenommen, der unter anderem die Menschenrechtsbilanz des gestürzten libyschen Diktators Gaddafi pries.

Doch die Einsetzung dieser anti-israelischen Untersuchungskommission ist kein Einzelfall, sondern hat Methode. Denn in der Regel kennt der UNHRC (fast) nur ein Thema: I-S-R-A-E-L. Und das ist sogar so in der Geschäftsordnung des Rats festgehalten. Die „Menschenrechtssituation in Palästina und anderen besetzten arabischen Gebieten“ ist der einzige Punkt in der ständigen Geschäftsordnung des UNHRC, der sich explizit mit einem bestimmten Konflikt beschäftigt und damit Israel zu einem dauerhaften Angeklagten in diesem Forum macht.

 

 

Beispiel Amnesty International

Auch AI fällt immer wieder mit seiner Obession und Einseitigkeit auf, wenn es um Israel geht, im Folgenden dafür einige Beispiele und Stellungnahmen, deren Anführungen seit Jahren gleichermaßen unterstreichen, dass AI ausschließlich Israel ins Visir nimmt, wenn es um angebliche Menschenrechtsverletzungen geht und Terrororganisationen außen vor lässt:

ADL: Amnesty International spricht Israel Selbstverteidigungsrecht ab

Die Anti-Defamation League verurteilte 2009 den Aufruf von Amnesty International nach einem weltweiten Waffenembargo gegen Israel, mit dem das Selbstverteidigungsrecht Israels abgesprochen wird. Dies sei jedoch das international anerkannte Recht eines jeden souveränen Staates, so der ADL Direktor Abraham H. Foxman. „Mit diesem bösartigen und tendenziösen Bericht ist Amnesty International zu einem Forschungszweig und Fürsprecher für die Bewegung des Israel-Boykotts, der Entrechtung und der Sanktionen gegen Israel geworden.
Die Art, wie Amnesty International „Beweise“ präsentierte und der Tonfall des Berichts zeigten die offensichtliche verleumderische Agenda“, so die Stellungnahme der ADL.
„Der Bericht unterlässt die Erwähnung, dass die Hamas die Zivilisten als menschliche Schutzschilde missbraucht und verschweigt die Taktik der Hamas, ihre Stellungen und Kämpfe inmitten von Bevölkerungszentren, in Moscheen, Krankenhäusern, Schulen und UN Gebäude zu legen“.

Israels Erwiderung auf den Bericht von Amnesty International zum Gaza-Konflikt 2014

Der Bericht von Amnesty International zum Gaza-Konflikt zwischen Israel und der Terrororganisation Hamas wirft Israel Fehlverhalten vor, ohne Beweise zu liefern. Zugleich schweigt der Bericht über dokumentierte Kriegsverbrechen der Hamas, wie dem Missbrauch von Zivilisten als Schutzschilde und die Nutzung von Schulen, Krankenhäusern, Moscheen und Wohngegenden als Waffenlager und als Abschussplätze, um von dort die israelische Zivilbevölkerung anzugreifen.

Der Bericht erwähnt weder das Wort Terror im Zusammenhang mit der Hamas oder anderen bewaffneten palästinensischen Gruppierungen, noch die Tunnel, die die Hamas baute, um Terroranschläge auf israelische Zivilisten zu begehen. Indem das Profil des Gegners, mit dem es Israel in Gaza zu tun hatte verschwiegen wird – also eine von der EU, den USA und anderen als Terrororganisation eingestufte Gruppe – trägt der Bericht nichts zur wichtigen Diskussion bei, die es für eine Lösung des Konflikts braucht. Stattdessen dient Amnesty der Hamas und anderen Gruppen als Werkzeug für Propaganda.

In Israel selbst laufen derzeit Untersuchungen durch verschiedene Institutionen innerhalb und außerhalb der Verteidigungsstreitkräfte, die insgesamt 90 Einzelfälle betreffen. Zwei Strafermittlungen sind in vollem Gange. Diese Maßnahmen werden von Amnesty als ungenügend abgetan, doch im Vergleich zu Israels strengen Richtlinien wirft die Methodologie von Amnesty selbst Fragen auf: der Bericht wurde nicht von Mitarbeitern der Organisation selbst, sondern von nicht namentlich genannten lokalen Mitarbeitern erstellt, die als „field workers“ bezeichnet werden. Die Glaubwürdigkeit dieser Mitarbeiter und ihrer Aussagen und Berichte werden nie in Frage gestellt; die unabhängige Verifikation ihrer Behauptungen wird allem Anschein nach für unnötig erachtet.

Die extreme Einseitigkeit des Berichtes zeigt sich am deutlichsten in seinen Empfehlungen: die Hamas wird nicht erwähnt, als ob die Gruppe nicht für das Blutvergießen verantwortlich wäre; zugleich übergeht der Bericht Israels Sicherheitsbedürfnisse. Amnesty sollte verstehen, dass die Erstellung eines beschränkten und die Zusammenhänge verschweigenden Berichtes die eigenen Möglichkeiten, positiv Einfluss zu nehmen, deutlich einschränkt.
(Sprecher des Außenministeriums, 05.10.14)

 

Daher muss es Amnesty ganz schön Überwindung gekostet haben, davor nicht länger die Augen zu verschließen: Hamas beging Kriegsverbrechen!

Palestinian operatives, including the armed wing of Hamas, launched unguided rockets and mortars which cannot be aimed at a specific target and are a breach of international law, the human rights group said.

Six civilians in Israel were killed in such attacks, and 13 Palestinian civilians were killed when a Palestinian projectile launched from the Gaza Strip apparently landed in a Gaza refugee camp.

Palestinians have claimed that the Israeli military was responsible for that attack, but Amnesty International said an independent munitions expert examining the evidence on the group’s behalf concluded that a Palestinian rocket was responsible.

The report also alleged other international humanitarian law violations during the conflict, including Palestinian terror groups’ storing munitions in civilian buildings and United Nations schools, and launching attacks near locations where hundreds of displaced civilians were taking shelter.

 

Mehr:

Amnesty’s credibility problem. Op-ed: Amnesty’s choice to rely on clearly biased anti-Israel researchers makes it tragically irrelevant

Expose: Amnesty’s Humanitarian Pogrom. Op-Ed: In Amnesty’s diabolic doublespeak, protecting Israelis from suicide attacks and slaughter has become “apartheid“.

Der doppelte Standard von Amnesty International – Karl Pfeifer

 

Nachtrag Mai 2015:

Die internationale Menschenrechtsorganisation Amnesty International hat in einem neuen Report die im Gazastreifen „de facto herrschende Hamas-Verwaltung“ schwerster Verstöße gegen Menschenrechte und sogar der Kriegsverbrechen bezichtigt. Amnesty wirft der Hamas vor, 16 vor dem Konflikt im Gefängnis sitzende Mitglieder der rivalisierenden Fatah Partei hervorgeholt und exekutiert zu haben. Die Hamas habe „massenhaft“ ihre politischen Rivalen festgenommen, entführt und exekutiert. „Anstatt Justiz walten lassen“, so Philip Luther, Direktor für Mittel Ost und Nordafrika Programme bei der Amnesty, habe die Hamas ihren Sicherheitskräften erlaubt, „an ihnen anvertraute Menschen horrende Verbrechen zu begehen.“ Amnesty beschreibt im Detail die grausige Behandlung der Opfer mit Messerstichen, gebrochenen Knochen und brutalen Hinrichtungsmethoden.

Abschließend ruft Luther die „de facto Regierung“ auf, sich internationalen Untersuchungskommissionen wie des UNO-Menschenrechtsrates zu unterwerfen und die „mutmaßlichen Täter“ in „fairen Prozessen“ zur Rechenschaft zu ziehen, „ohne auf die Todesstrafe zurückzugreifen“.

Der Report wird mit fast einjähriger Verspätung veröffentlicht. Einige der außergerichtlichen Hinrichtungen in Gaza während des Kriegs im Sommer 2014 waren öffentlich und sind gut dokumentiert. Gleichwohl hatten sich die großen Menschenrechtsorganisationen allein auf Israels vermeintliche Kriegsverbrechen „eingeschossen“. Unklar ist, wieso Amnesty ausgerechnet jetzt einen Sinneswandel durchmacht und die Hamas der Kriegsverbrechen bezichtigt.

Amnesty Direktor Luther betrachtet die Hamas als ordentliche Regierung und als Wahrer von Recht und Ordnung. Gleichwohl ist die Hamas durch einen Putsch an die Macht gekommen, nicht legitimiert und wendet nach Gutdünken die islamischen Scharia-Gesetze an. Die EU, USA und die UN betrachten die Hamas als Terrororganisation.

Andere Verstöße der Hamas gegen Völkerrecht und internationales Kriegsrecht, wie der Beschuss von israelischen Städten mit Tausenden Raketen werden in diesem Report nicht erwähnt.

Hamas beging Kriegsverbrechen an Palästinensern

Hamas tötete und folterte im Gaza-Krieg Palästinenser

Gazastreifen: Amnesty wirft Hamas Folter und Massenerschießungen vor

Schwere Vorwürfe gegen Hamas – Folter, Entführungen, Morde

Wie die Hamas im Gaza-Krieg folterte und mordete

Amnesty International wirft Hamas Folter vor

Hamas soll Zivilisten gefoltert und getötet haben

Amnesty wirft Hamas Folter und Hinrichtungen vor

Amnesty wirft Hamas Folter vor

 

Zur Agenda der NGOs in Israel

 

Wie Ulrich Sahm es insbesondere über Amnesty International (AI) und Human Rights Watch (HRW) formulierte:

„Amnesty International und Human Rights Watch, beides angesehene Menschenrechtsorganisationen, berichten immer wieder über Millionen Tote im Sudan, in Eritrea und anderen Gegenden der Welt. Doch ihr Schwergewicht liegt beim palästinensisch-israelischen Konflikt. Daran wäre nichts auszusetzen, wenn es ihnen wirklich nur um die Menschen und verletzte Menschenrechte ginge.“

 

In seinem Artikel „Haben Israelis keine Menschenrechte?“ erschien von Gerald M. Steinberg von NGO-Monitor am 22.11.2012  eine deutliche Anklage der Praxis von verschiedenen Menschenrechtsorganisationen:

Amnesty und Oxfam lassen sich allzu oft von den Palästinensern vor den Karren spannen. Dadurch wird das Prinzip der Menschenrechte für höchst unmoralische Zwecke missbraucht. (…) Politisierte NGOs in Israel tragen zu dieser moralischen Farce bei, welche die Prinzipien der Menschenrechte unterwandert. In der letzten Woche feuerten Terroristen aus dem Hamas-kontrollierten Gaza-Streifen dutzende Raketen auf israelische Dörfer und Städte – und trotzdem schwiegen Menschenrechtsorganisationen, einschließlich Gruppen wie Gisha, Btselem, Adalah, die vom New Israel Fund und europäischen Regierungen finanziert werden. Stattdessen veröffentlichen sie eine Flut von Verurteilungen der israelischen Gaza-Politik. Auch in der Vergangenheit haben diese Gruppen die Mobilisierung aller verfügbaren Ressourcen zur Beschaffung von tausenden Raketen kaum hinterfragt. Jede dieser wahllosen Attacken auf israelische Zivilisten stellt eine wesentliche Verletzung der Menschenrechte und des humanitären Völkerrechts dar.
Für diese Gruppen sowie für ihre palästinensischen Partner und Finanziers, die hinter der sprachlichen Fassade der Menschenrechte an die Öffentlichkeit treten, haben Israelis keine Menschenrechte. (…)

 

Matti Friedmann, AP-Reporter, über die Rolle der NGOs in Die Israel-Story:

Ausländische Aktivisten sind ein wichtiger Teil der politischen Landschaft. Internationale NGOs und die verschiedenen Unterabteilungen der Vereinten Nationen sind mächtige Spieler, die über Milliarden Dollar und Zigtausend ausländische und örtliche Beschäftigte verfügen. Ihre SUVs dominieren ganze Viertel in Ostjerusalem, ihre Spesenrechnungen halten Ramallah über Wasser. Den Journalisten bieten sie soziale Kontakte, Liebespartner und berufliche Alternativen – was heute wichtiger ist als je zuvor, da sich viele Zeitungen auflösen und ihre Internet-Nachfolger mit Peanuts auskommen müssen.

Während meiner Arbeit als Journalist erfuhr ich, dass unser Verhältnis zu diesen Gruppen mit Journalismus nichts zu tun hat. Meine Kollegen und ich haben diese Gruppen nicht analysiert, geschweige denn kritisiert. Für viele ausländische Journalisten handelt es sich bei den Mitgliedern der NGOs oder der UN-Agenturen nicht um Objekte der Berichterstattung, sondern um Quellen, ja Freunde, Mitglieder einer inoffiziellen Allianz, die auch die westlichen Diplomaten in Ostjerusalem umfasst. Dazu gehören auch einige israelische Menschenrechtsaktivisten, die fast ausschließlich von europäischen Regierungen finanziert werden, und die vielen Palästinenser, die für die Palästinensische Autorität, die NGOs und die Vereinten Nationen arbeiten. Man trifft sich etwa im Orientalischen Hof des „American Colony Hotel“ oder bei den Partys am Dachgarten-Swimmingpool des britischen Konsulats. Die meisten Mitglieder dieser Allianz sind Transit-Passagiere. Sie kommen irgendwoher, bleiben eine Weile in dieser Subkultur der Heimatlosen und ziehen dann weiter.

In diesen Kreisen ist eine Abneigung gegen Israel nicht nur akzeptabel, sondern so etwas wie eine Voraussetzung für eine Mitgliedschaft. Damit meine ich nicht eine kritische Betrachtung israelischer Politik oder der unfähigen Regierung, die gegenwärtig das Land regiert. Ich meine den Glauben, dass die Juden Israels irgendwie alle Übel dieser Welt symbolisieren. (…)

 

Mehr zum Thema in dem Blogbeitrag Die Agenda der NGOs in Israel

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Und die Medien?

 

Beim jüngsten Terroranschlag auf Beter in der Jerusalemer Synagoge am 18. November wurde es wieder offensichtlich, welcher unterschiedlicher Art das  Maß ist, das an Israel und das an Terroristen gelegt wird. In der zuvorigen Kollektion zur aktuellen Situation – der sogn. Jerusalemintifada – ist genau dieser verzerrenden und mit Terroristen Empathie erzeugenden Bericherstattung ein paragraf gewidmet worden, doch gibt es weiterhin Kommentrae zu dieser offensichtlichen

 

Stefan Frank schreibt in „Eine zweite Shoah“

Als zwei palästinensische Männer unlängst vier Juden in einer Jerusalemer Synagoge regelrecht abschlachteten, führte die Israel-Korrespondentin einer deutschen Tageszeitung diesen barbarischen Mord allen Ernstes auf eine »Verzweiflung« der Täter zurück, die vor allem aus »gescheiterten Friedensverhandlungen«, »dem von Israel fortgesetzten Siedlungsbau« und einem »sozialen Gefälle in der Stadt« herrühre. Das heißt, sie dichtete den Mördern rationale Motive an, die sie nicht im Entferntesten hatten. Und das war kein Einzelfall: Obwohl islamistische Terroristen, die Juden ermorden, dies seit jeher prinzipiell auf besonders grausame Art tun, sollen ihre Taten partout nichts mit Antisemitismus zu tun haben. Dabei könnte es offensichtlicher kaum sein, dass die Judenvernichtung das Ziel ist. (…)

 

So schreibt Melody Sucharewicz:

Susanne Koelbl hat ein Herz für Terroristen. Das zeigt ihr SPON-Kommentar von letzter Woche mit dem Titel ‚Israels Rache für Attentate‘. Mit Bild, Wort und Subtext wirbt der Artikel für Empathie mit den Attentätern, die am 18.11. vier betende Juden in einer Synagoge in Jerusalem und einen Polizisten getötet haben.
Die Reaktion der israelischen Regierung auf die Terrorwelle, die Israel seit Wochen befällt, Häuser der Attentäter zu zerstören um Nachahmer abzuschrecken, wird zu einer ‚Racheaktion‘. Netanyahu schürt laut Susanne K. damit die ‚Hass-Spirale‘, das Unwort zum Nahostkonflikt, das islamistische Terrororganisationen und den jüdischen Staat auf ein und dieselbe moralische Waage stellt; beliebt bei Kommentatoren, die nichts vom Nahostkonflikt, dafür umso mehr vom Ressentiments schüren verstehen.

Opfer wurden lediglich erschossen – kein Wort von Äxten und Messern, mit denen sie zuvor zermetzelt wurden. Dafür umso mehr Information über das Leiden der Familien der Terroristen, die nicht Mal bei einem 3 Monate alten jüdischen Terror-Opfer in Jerusalem letzten Monat davor zurückschreckten, auf den Strassen zu feiern. Denn dies ist laut Susanne K. die wirkliche Tragödie:„Ein Haus, eine Wohnung zu zerstören ist ein Symbol der Verwüstung derer, die einmal darin gelebt haben, mit all ihren Wurzeln.“

Ob Susanne K. oder Martin Leujeune, ob Opfer der Hamas Propaganda oder ureigener Vorurteile – ist egal. Was zählt und erschrecken sollte ist die Wirkung des subtilen Israel-Bashings auf die öffentliche Meinung in Deutschland. Wenn mehr Mitgefühl mit Terroristen und deren Umkreis erzeugt wird als mit den Opfern eines Axt- und Messer-Amoks in einer Synagoge, ist die Nazi-Analogie, die immer häufiger auf Deutschlands Strassen tönt, nicht mehr fern. Es gibt ein Meer von Deutschen, die die Komplexität des Nahostkonflikts im historischen und geo-politischen Kontext nachvollziehen – und dreimal überlegen bevor sie über Recht und Unrecht urteilen. Es gibt aber auch, wie Studien der letzten Jahre zeigen, eine wachsende Masse an Deutschen, die ‚gut verstehen‘ können, dass ‚man etwas gegen Juden hat‘ ‚bei der Politik, die Israel macht‘. 2010 waren es laut einer vom Bundestag in Auftrag gegebenden Studie knappe 40% der Gesellschaft, die so dachten – Tendenz steigend.

Die Meinungsfreiheit ist ein unantastbares Geschenk der Demokratie. Umso wichtiger ist es, sich mit dem Ursprung des Bashing Phänomens auseinanderzusetzen. Warum wird Israel in den deutschen Medien semantisch und quantitativ übler kritisiert als irgend ein anderes Land, inklusive Syrien oder Iran (s. Studie von Monika Schwarz-Friesel, TU Berlin, 2014)? Warum zeigen ‚authentische Einblicke‘ durch Interviews mit Israelis fast immer befremdende Extreme der Linken oder Rechten, die nicht mal im Ansatz den politisch-gesellschaftlichen Mainstream repräsentieren? Warum wird ein deutscher Berichterstatter, der sich mit der Hamas solidarisiert, als ernstzunehmende Quelle im öffentlich-rechtlichen Fernsehen präsentiert (s. Martin Lejeune)? Warum wird einem Jürgen Todenhöfer, der keine Gelegenheit ausläßt um Fakten zu verfälschen, Islamisten zu bestärken und Israel als Aggressator zu beschwärzen, in fast jede deutsche Talkshow zum Thema Nahost eingeladen um Millionen mit seinen bizarren Meinungen zu manipulieren?
Kundgebungen gegen Antisemitismus wie letzten August in Berlin sind ein wichtiger Schritt um diese Tendenz zu bekämpfen. Die nächste sollte heißen: Kein Herz für Terroristen.

 

Wie es dazu kommt, dass die Medien an Israel ein anderes Maß anlegen als an alles und jeden anderen in der Welt, mag individuelle Motive oder andere Gründe haben, ist in zahlreichen Kollektionen dieses Blogs mit besonderem Augenmerk auf die Medienberichterstattung mehrfach behandelt.

Matti Friedman, AP-Reporter, hat aktuell eine Abhandlung darüber verfasst „What the media gets wrong about Israel“ bzw. in deutscher Übersetzung „Wo sich die Medien in Bezug auf Israel irren“:

(…) Als die UN ihren umstrittenen Goldstone-Report über die Kämpfe im Gazastreifen veröffentlichte, posaunte unser Büro dessen Funde in Dutzenden von Artikeln hinaus, obwohl es schon damals Diskussionen über das Unvermögen des Reports gab, seine zentrale Anschuldigung zu beweisen: dass Israel absichtlich Zivilisten getötet hätte. (Der Direktor von Israels wichtigster Menschenrechtsgruppe B’Tselem, der dem israelischen Kriegseinsatz kritisch gegenüberstand, sagte mir damals, diese Behauptung sei „angesichts der Tatsachen weit hergeholt“, eine Einschätzung, der vom Autor des Reports schlussendlich beigepflichtet wurde. „Hätte ich damals gewusst, was ich heute weiß, wäre der Goldstone-Report ein anderes Dokument geworden“, schrieb Richard Goldstone im April 2011 in der Washington Post.) Wir erkannten, dass es unser Job war, keine Kritik am UN-Bericht (oder an irgendeinem ähnlichen Bericht) zu üben, sondern ihn unter die Leute zu bringen (…)

Während Jesiden, Christen und Kurden aktuell nicht weit von hier vor den Streitmächten des radikalen Islam zurückweichen, begann der lokale Arm dieser Ideologie diesen Sommer seinen jüngsten Krieg gegen die letzte florierende Minderheit im Nahen Osten. Die westliche Presse kam in Massen, um darüber zu berichten. Dieser Konflikt beinhaltete auch den unablässigen Beschuss Israels mit Raketen, und man kämpfte absichtlich hinter einem menschlichen Schutzschild aus palästinensischen Zivilisten, wodurch viele von ihnen zu Tode kamen. Abgestumpft durch die jahrelange „Israel-Story“ und abgehärtet gegen ihre routinemäßigen Auslassungen, verwirrt über die zu spielende Rolle und vereinnahmt von der Hamas, beschrieben Reporter diesen Krieg als israelischen Angriff auf unschuldige Menschen. Damit war diese Gruppe intelligenter und durchaus wohlmeinender Profis keine verlässlichen Beobachter mehr, sondern wurde zum Verstärker der Propaganda einer der intolerantesten und aggressivsten Mächte auf Erden. Und das, wie sie sagen, ist die Story.

 

 

In der WELT vom 14.12.2014 schreibt Matti Friedmann:

Im Nahost-Konflikt sind die Rollen klar verteilt: Hier die friedlichen Palästinenser, dort die bösen Israelis. Die Hamas hat es geschafft, uns Reporter zu manipulieren. Ein Weckruf.

Während des letzten Gaza-Kriegs wurde deutlich, dass einer der wichtigsten Aspekte des mediengesättigten Konflikts zwischen Juden und Arabern am wenigsten thematisiert wird: die Rolle der Medien selbst. Die westliche Presse ist weniger Beobachter als Teilnehmer des Konflikts. Das hat Konsequenzen für Millionen Menschen, die sich bemühen, die Ereignisse zu verstehen; auch für die Politiker, die sich auf journalistische Berichte verlassen, um eine Region zu verstehen, in die sie sich ständig, wenn auch ergebnislos, einmischen.

Die Medien haben eine grob vereinfachte Geschichte geschaffen – eine moderne Moritat, in der Israels Juden als Exempel moralischen Versagens hingestellt werden. Dieses Muster hat tiefe Wurzeln in der westlichen Kultur.

Es gibt banale Erklärungen für fehlerhafte Berichterstattung. Reporter haben es eilig, Redakteure sind überarbeitet und abgelenkt. Übertreibungen und Auslassungen, heißt es, seien nicht zu vermeiden, wenn man aus einer schwierigen und zuweilen gefährlichen Gegend berichtet. Das habe ich zunächst auch geglaubt. Nach einigen Jahren bei der Associated Press (AP) habe ich meine Meinung geändert. Solche Ausreden können nicht erklären, warum es immer die gleichen Übertreibungen sind, immer die gleichen Auslassungen, in allen internationalen Medien, und warum die „Israel-Story“ dieser Medien jedem Menschen fremd vorkommt, der den historischen und regionalen Kontext der Ereignisse kennt.

Will man die Nachrichten aus Israel verstehen, muss man begreifen, dass man aus den internationalen Medien über Israel sehr wenig, dafür aber sehr viel über Journalisten erfahren kann (…).

 

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Wenn Palästinenser nicht von Israel getötet werden

Jacques Schuster in die Welt fragt: Warum protestieren die Muslime diesmal nicht?

Es gibt zwei Arten von Toten – diejenigen, deren Schicksal sich politisch missbrauchen und deren Tragödie sich lautstark betrauern lässt, und diejenigen, welche halt gestorben sind. Im syrischen Jarmuk lässt sich diese Heuchelei gegenwärtig besonders eindringlich beobachten. Seit Monaten werden dort palästinensische Flüchtlinge abgeknallt, erschlagen und ausgehungert.

Doch weder aus dem Gazastreifen noch dem Westjordanland hört man von Massendemonstrationen oder Aufrufen, den rund 16.000 Brüdern und Schwestern zu Hilfe zu eilen, die in Jarmuk mit dem Tode kämpfen. Dass die Palästinenser dazu sonst in der Lage sind, dass sie zügig sämtliche internationalen Foren – von den Vereinten Nationen bis zum Internationalen Strafgerichtshof – zu nutzen wissen, um ihrem Anliegen Kraft zu verleihen, ahnt jeder, der sich daran erinnert, was geschieht, wenn nur ein einziger Palästinenser Opfer der Israelis wird.

Wieso schmuggelt die Hamas keine Waffen ins Nachbarland? Der Schleichhandel in umgekehrter Richtung funktioniert doch auch? Wieso greift die Hisbollah nicht ein, um die Eingeschlossenen zu retten? Sonst ist sie doch auch so schnell dabei, sich auf die Seite der palästinensischen Opfer in Israel zu schlagen?

Aus welchem Grund finden schließlich die Muslime in Deutschland keinen gemeinsamen Tag für einen Massenprotest gegen die Menschenrechtsverletzungen, die in Syrien geschehen? Im Falle des Gaza-Kriegs ging es doch auch? Die Antworten auf sämtliche dieser Fragen sind klar: Den Genannten ist das Schicksal dieser Menschen gleichgültig. Einigen kommt ihr Tod sogar zugute.

Während sich die syrische Regierung unter ihrem Tyrannen darüber freut, die Palästinenser loszuwerden, die sich gegen sie gestellt haben, hält die schiitische Hisbollah zu ihrem syrischen Verbündeten – und die sunnitischen und christlichen Palästinenser für ein lohnendes Ziel. Die Mehrheit der Muslime in Deutschland entlädt wiederum lieber ihren Hass auf die Juden und Israel, als den innermuslimischen Krieg zu beklagen.

Das Schicksal der Palästinenser kümmert die meisten von ihnen seit jeher wenig. Bedauernswerterweise lässt sich diese Kälte für viele arabische Regierungen feststellen. Anders lässt sich nicht erklären, warum es fast 70 Jahre nach der Flucht und der teilweisen Vertreibung der Palästinenser aus dem jüdischen Staat selbst noch im Gazastreifen palästinensische Flüchtlingslager gibt. Auch Jarmuk existiert schon seit einer halben Ewigkeit.

Aus welchem Grund Araber – nichts anderes sind die Palästinenser – seit 1957 in diesem syrisch-arabischen Flüchtlingslager hausen müssen, erschließt sich nur demjenigen, der die Geschichte der Heuchelei und Herzlosigkeit kennt. Sie wird sich selbst jetzt nicht ins Gegenteil wenden. Jarmuk bleibt das Schlachtfeld – nicht des Teufels, sondern des Menschen.

 

Was ist mit arabischen Kriegsverbrechen an Palästinensern? von Khaled Abu Toameh,Gatestone Institute, 5. Januar 2015 (Re-blog von heplev.com)

Wer hat je vom Fall von Zaki al-Hobby gehört, einem 17-jährigen Palästinenser, der letztes Wochenende von ägyptischen Grenzschützern erschossen wurde? Wäre er von israelischen Soldaten auf der anderen Seite der Grenze erschossen worden, hätten die EU und die UNO eine internationale Untersuchungskommission gefordert.

Die Geschichten der in einem arabischen Gefängnis zu Tode gefolterten Palästinenser haben es auch nicht geschafft die Aufmerksamkeit der westlichen Medien zu gewinnen. Genauso wenig haben die EU und die UNO, die eine Untersuchung des Tods von Abu ein forderten – der bei einer Konfrontation mit einem israelischen Soldaten an einem Herzinfarkt starb – es für nötig befunden das Leid der Palästinenser anzupacken, die in Syrien oder anderen arabischen Ländern getötet und zu Tode gefoltert werden.

Was die PA angeht – und die Medien, die EU, die UNO und Menschenrechtsgruppen – werden die einzigen „Kriegsverbrechen“ von Israelis begangen, nicht von Arabern, die töten, foltern und zehntausende Palästinenser vertreiben. Und all das geschieht, während die internationale Gemeinschaft und Medien weiterhin eine Besessenheit nur mit allem an den Tag legen, was Israel betrifft.

Mehr als 2.500 Palästinenser sind seit dem Beginn des Konflikts in Syrien vor drei Jahren getötet worden, heißt es in einem letzte Woche von der Arbeitsgruppe für Palästinenser in Syrien veröffentlichten Bericht. Er offenbarte, dass 2.596 Palästinenser seit Beginn des Konflikts in diesem Land im Jahr 2011 getötet wurden.

Doch das ist eine Nachricht, die kaum ihren Weg in die Mainstream-Medien des Westens gefunden hat. Selbst arabische Pressekanäle haben den Bericht über palästinensische Opfer in Syrien fast völlig ignoriert. Der Grund für diese Apathie ist natürlich klar. Die Palästinenser in Syrien wurden von Arabern getötet und nicht als Ergebnis des Konflikts mit Israel.

Journalisten, die aus dem Nahen Osten berichten, glauben nicht, dass dies eine wichtige Story ist – es fehlt jegliche israelische Rolle bei den Tötungen. Araber, die Palästinenser abschlachten, hinrichten und foltern, sind nicht sensationelle genug, um in westlichen oder arabischen Zeitungen eine Schlagzeile einzunehmen. Das ist der Grund, dass die meisten Nahost-Korrespondenten sich entschieden haben vor dem Bericht einfach die Augen zu verschließen.

Nach Angaben des Berichts gehören zu den Opfern 157 Frauen, die bei den Kämpfen zwischen Bashar Assads Armee und verschiedenen Oppositionsgruppen in Syrien getötet wurden. Es hieß außerdem, dass 268 Palästinenser von Scharfschützen getötet wurden, während weitere 84 ohne Formalitäten exekutiert wurden. Weitere 984 Palästinenser wurden getötet, als ihre Häuser und Viertel von der syrischen Armee und den Oppositionsgruppen unter Beschuss genommen wurden.

Der Bericht erinnerte die internationale Gemeinschaft auch dran, dass das palästinensische Flüchtlingslager Yarmuk bei Damaskus von der syrischen Armee während der letzten 547 Tage belagert wurde. Ungefähr 160 Einwohner des Lagers sind als Ergebnis der Belagerung gestorben, heißt es in dem Bericht. Er stellte auch heraus, dass das Lager seit mehr als 620 Tagen ohne elektrischen Strom ist. Einwohner des Lagers sind zudem seit 117 Tagen von Wasser abgeschnitten.

Zusätzlich zu den Toten sind rund 80.000 Palästinenser wegen des anhaltenden Konflikts aus ihren Häusern in Syrien geflohen. Fast 15.000 haben die Grenzen nach Jordanien überquert, während weitere 42.000 in den Libanon flohen, deckte der Bericht auf.

Als wäre das nicht genug, exekutierten letzte Woche muslimische Terroristen sechs Palästinenser aus dem Lager Yarmuk, weil sie sie der „Blasphemie“ für schuldig befanden. Anwar Abdel Hadi, hochrangiger PLO-Vertreter in Syrien, sagte, die Palästinenser wurden von der mit Al-Qaida verbundenen Terrorgruppe An-Nusra hingerichtet.

Abdel Hadi sagte, nur 15.000 Palästinenser verbleiben im Flüchtlingslager, das bis vor drei Jahren Heimat für 175.000 Menschen war.

Ein weiterer, vor kurzem veröffentlichter Bericht, offenbarte, dass im Verlauf der letzten Jahre 264 Palästinenser infolge von Folter in syrischen Regierungsgefängnissen gestorben sind. Die jüngsten Todesfälle in syrischen Gefängnissen gab es letzten Monat, als drei weitere Palästinenser nach Folter starben. Die drei wurden als Bila al-Zari, Mohamed Omar und Mohamed Masriyeh identifiziert. Diese Palästinenser wurden von den syrischen Behörden unter dem Verdacht festgenommen, Anti-Assad-Kräften in verschiedenen Teilen des Landes geholfen zu haben.

Die Geschichten von zu Tode gefolterten Palästinensern in arabischen Gefängnissen haben auch die Aufmerksamkeit der westlichen Medien nicht gewinnen können. Wäre irgendeiner von ihnen in einem israelischen Gefängnis oder bei einer Konfrontation mit israelischen Soldaten gestorben, wären seine Geschichte und sein Foto auf der Titelseite vieler Zeitungen und Magazine in den USA, Kanada und Europa erschienen.

Im Gegensatz dazu bekam, als der hochrangige Fatah-Vertreter Ziad Abu Ein, der vor kurzem nach einer Auseinandersetzung mit einem israelischen Soldaten in der Westbank an einem Herzinfarkt starb, seine Geschichte sofort die Aufmerksamkeit der internationalen Medien und Menschenrechtsorganisationen. Viele Auslandsjournalisten, die über den Nahen Osten berichten, berichteten die Story von Abu Ein aus jedem möglichen Blickwinkel und führten Interviews mit seinen Familienmitgliedern und Freunden.

Bei einem Vorfall, der von internationalen Medien weithin berichtet wurde, wird der offizielle Fatah-Vertreter Ziad Abu Ein (Mitte) gezeigt, wie er einen Herzinfarkt erlitt, als er auf dem Boden saß, nur Momente nach einer Auseinandersetzung mit israelischen Soldaten. Abu Ein starb später. (Bildquelle: Screenshot eines RT Videos)

Doch die Palästinenser, die in Syrien und anderen arabischen Ländern getötet und zu Tode gefoltert werden, haben nie dieselbe Aufmerksamkeit derselben Journalisten und Menschenrechtsaktivisten erhalten. Die EU und die UNO, die eine Untersuchung des Todes von Abu Ein forderten, haben es nicht für nötig befunden das Leid der Palästinenser in Syrien anzupacken. Und wer hat von dem Fall von Zaki al-Hobby, gehört, einem 17-jährigen Palästinenser, der letztes Wochenende von ägyptischen Grenzschützern erschossen wurde, weil er der Grenze zwischen dem Gazastreifen und Ägypten zu nahe kam? Zeugen sagen, er wurde in den Rücken geschossen und starb auf der Stelle.

Noch einmal: Al-Hobbys Geschichte hat kaum Berichterstattung erfahren, weil Israel an diesem Vorfall nicht beteiligt war. Wäre er von israelischen Soldaten auf der anderen Seite der Grenze erschossen worden, hätten die EU und die UNO eine internationale Untersuchungskommission gefordert. Aber der Teenager hatte kein Glück, weil er von ägyptischen Soldaten erschossen wurde, was seine Geschichte in den Augen der internationalen Gemeinschaft und Medien „unbedeutend“ machte.

Dass Palästinenser von Araber getötet werden, scheint nicht einmal die PA zu stören, deren Führer dieser Tage schwer mit der Drohung beschäftigt sind Klagen wegen „Kriegsverbrechen“ gegen Israel beim Internationalen Strafgerichtshof einzureichen. Was die PA angeht – und die Medien, die EU, die UNO und Menschenrechtsgruppen – werden die einzigen „Kriegsverbrechen“ von Israelis begangen, nicht von Arabern, die töten, foltern und zehntausende Palästinenser vertreiben. Und all das geschieht, während die internationale Gemeinschaft und Medien weiterhin eine Besessenheit nur mit allem an den Tag legen, was Israel betrifft.

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Wie Spiegel-Online und Linkspartei den Amnesty-Bericht zur Todesstrafe manipulieren (Re-blog von Achgut.com)

Einmal im Jahr findet Amnesty International eine besondere Aufmerksamkeit: Die Organisation veröffentlicht ihre Statistik zu Hinrichtungen weltweit – de facto ein Weltranking der grausamen Staaten. Schon im Zahlenwerk von AI gibt es reichlich problematische Stellen. Dazu später. Was Journalisten und Politiker daraus machen, denen Statistik ohnehin nur als Füllmaterial für das längst fertige eigene Raster dient,  fällt dann allerdings nicht mehr unter die Rubrik des schiefen Bildes. Sondern unter Manipulation.

Nach dem am 1. April veröffentlichen AI-Bericht stieg die Zahl der bekanntgewordenen Hinrichtungen 2014 im vergleich zum Vorjahr um 28 Prozent. An insgesamt 2 466 Menschen vollstreckten Staaten ein Todesurteil.

Hier beginnt schon die erste Verzerrung: China, die weltweit führende Hinrichtungsnation, hält die Zahlen ihrer Exekutionen geheim. Nach vorsichtigen Schätzungen von Menschenrechtsorganisationen befördern chinesische Gerichte mehr Menschen pro Jahr zu Tode als alle anderen Staaten zusammen. Nordkorea gibt ebenfalls nie Hinrichtungszahlen bekannt. Hinter den beiden diskreten Staaten an der Spitze folgt Iran mit mindestens 289 Hinrichtungen, Saudi-Arabien mit 90 und Irak mit wenigstens 61. Auf das Ländertrio entfallen 72 Prozent aller bekannten Exekutionen. Als einziger europäischer Staat verurteilt Weißrußland Deliquenten zu Tode. Die Todesstrafe, so sollte man annehmen, kann selbst bei schlechtestem Willen niemand als vorwiegend westliches Problem wahrnehmen. Spiegel Online schafft allerdings das fast Menschenunmögliche: Die Plattform macht ihren Bericht über die AI-Statistik mit dem Foto einer Todeszelle in Lucasville, Ohio, auf, und suggeriert damit: Die USA rangieren unter den Strick- und-Kugel-Staaten ganz oben. Dabei liegen sie mit 35 Exekutionen gerade im unteren Mittelfeld –  ganz abgesehen davon, dass Amerika keine Regimefeinde, Schwule und religiöse Abweichler zu Tode befördert.

Annette Groth, Gazaflottillenleichtmatrosin a. D. und „menschenrechtspolitische Sprecherin“ der Linksfraktion im Bundestag, weiß selbstredend genau so gut, wo das Hauptproblem liegt:

„Der Bericht ist ein bedeutender Beitrag zur Aufdeckung dieser inhumanen und menschenrechtswidrigen Form der Bestrafung. Die Bundesregierung muss endlich klare Worte gegenüber Staaten finden, die weiterhin die Todesstrafe anwenden. ..Jüngstes Beispiel ist Utah, das beschlossen hat, wieder Erschießungskommandos zur Vollstreckung der Todesstrafe aufzustellen.“

Nun gibt es noch einen zweiten Teil der Verzerrung und Verdrehung, gegen den der erste wie eine trockene Pflichtübung wirkt. Amnesty führt unter „Palästinensische Gebiete“ immerhin „mehr als zwei“ Exekutionen für 2014 auf. Mit dem vagen Territorialbegriff meint die Organisation, wie sie selbst erklärt, den Gaza-Streifen. Hier stutzt nun jeder, der sich in der Region etwas auskennt. Nur zwei?

Im August 2014 meldete Martin Lejeune, ein deutscher Hamas-Agitator, der früher unter der ungeschützten Berufsbezeichnung „Journalist“ auch für die taz und den Deutschlandfunk Meinungen platzierte, eine Sammelhinrichtung von 18 sogenannten Kollaborateuren durch die Hamas im Gaza-Streifen. Die Urteile, so Lejeune, hätten Militärgerichte nach geltendem Recht gefällt. Er lobte ausdrücklich die Tötung von Palästinensern, die in diesem Fall ja nicht durch Israel erfolgte:

„Um das soziale Miteinander, das Gemeinwesen und den gesellschaftlichen Zusammenhang nicht zu gefährden, haben die Behörden weder die Namen der Kollaborateure genannt noch die Fotos der Täter verbreitet. Die betroffenen Familien wurden diskret informiert und die Kinder der 18 werden wie die Kinder von Märtyrern behandelt, also finanziell und sozial versorgt. Das alles ist sehr sozial abgelaufen.“

Und weiter:

„Alle Menschen im Gazastreifen sind sich darin einig, daß man etwas gegen Kollaborateure tun muss, weil die Kollaborateure wirklich eine Gefahr darstellen für die Sicherheit der Menschen.“ http://www.ruhrbarone.de/exekution-durch-hamas-sehr-sozial-abgelaufen/87641

Tatsächlich finden sich die 18 Exekutionen auch im AI-Bericht – nur gut versteckt unter „extralegale Hinrichtungen“. Nun existiert in Hamastan ohnehin kein Rechtssystem mit Strafverteidigung und Überprüfungsinstanz. Auch auf Nachfrage kann die deutsche Sektion von Amnesty nicht definieren, worin sich für sie extralegale von rechtsförmigen Todesurteilen unterscheiden. Aber immerhin verzeichnet AI für den Gazastreifen im Jahr 2014 insgesamt 40 Hinrichtungen von Verrätern an der Hamas-Sache (22 weitere im Mai 2014). Das heißt: Der Hamas-Zwergstaat mit seinen 1,8 Millionen Einwohnern rangiert bei Hinrichtungen in Wirklichkeit nicht nur vor der USA. Gemessen an der Bevölkerungszahl müsst er eigentlich ganz an der Spitze der Exekutionsstatistik liegen.

In Groths Erklärung findet sich dazu selbstverständlich kein Wort, obwohl sich kaum eine Linksparteipolitikerin so oft zum Nahen Osten äußert wie sie. Beispielsweise sorgt sie sich in einer aktuellen Erklärung auf ihrer Website um jene Quadratkilometer, die für gute Deutsche das Zentrum der Welt bilden:

„In zwei Jahren werden wir ein trauriges Jubiläum begehen: die Westbank, Ostjerusalem und der Gazastreifen werden dann seit 50 Jahren besetzt sein – genau wie auch die syrischen Golanhöhen und die Shebaa-Farmen.“

In Wirklichkeit ist der Gazastreifen schon seit dem 12. September 2005 besatzungs- und judenfrei. Von sogenannten Fakten lässt sich Groth – darin ganz klassische Genossin – allerdings nicht verwirren. Damit sagt sie: Egal wie viele normale und Sonderexekutionen im Gazastreifen stattfinden mögen, es kann sich nur um die Schuld Israels handeln, das immer noch über Gaza Stadt und Umgebung herrscht, während so etwas wie eine Hamas-Regierung gar nicht existiert.

Niemand würde von Stimmungsmachern wie Groth und Lejeune irgendein unverdrehtes Wort erwarten; beide tun schließlich auch gar nicht so, als wären sie an Aufklärung interessiert.

Bei Spiegel Online liegt der Fall etwas anders. Dessen neuer Chef hatte erst kürzlich in einem Manifest versichert, seine Medium wolle gründlicher und journalistischer werden. Nicht wenige halten SpOn tatsächlich für ein Nachrichtenportal. Eigentlich müsste es auch für Spiegel-Leute eine reizvolle Aufgabe darstellen, die angeblich „extralegalen Hinrichtungen“ in Gaza aus der Tiefe des AI-Berichtes zu zerren und den Hamas-Staat in seine verdiente Position des führenden Exekutionsstaates zu befördern. SpOn unterlässt nicht nur diese naheliegende Recherche und pimpt seinen Artikel stattdessen mit dem erwartbaren Agitpropfoto auf. Das Medium tut noch mehr. Seinen Lesern bietet Spiegel Online eine „interaktive Karte“ der weltweiten Hinrichtungsstaaten an. Mit einem Klick auf das jeweilige Land erfährt man die Zahl der Exekutionen im Jahr 2014. Der Gazastreifen erscheint allerdings überhaupt nicht auf dem Spiegel-Atlas – noch nicht einmal mit den mindestens zwei Hinrichtungen, die auch Amnesty International für den Hamas-Staat als regulär anerkennt. Bei SpOn verwandelt sich das Terrorreich in einen Staat, der das Leben seiner Bürger schont. Um die Manipulation zu krönen, schreibt SpOn unter seine Karte: „Quelle: Amnesty International“.

Sollte jemand demnächst statt des abgeschafften Henri-Nannen-Preises die dringend nötigen Karl-Eduard-von-Schnitzler-Medaille stiften: Augsteins Meinungsfabrik hätte sie zwar nicht redlich verdient. Aber doppelt und dreifach.

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Beispiel FIFA


Der Palästinensische Fussballverband hat bei der FIFA offiziell den Antrag gestellt, Israel auszuschliessen. Sein Präsident, ein früherer Terrorist, unternimmt auch ansonsten alles, um dem israelischen Verband zu schaden – und hält jede Annäherung für ein Verbrechen.
(Audiatur online, 9.4.2015)

Wenn es nach Jibril Rajoub geht, wird Israel sowohl aus dem Weltfussballverband FIFA als auch aus dem europäischen Verband, der UEFA, ausgeschlossen. Einen entsprechenden Antrag hat der Präsident der Palestinian Football Association (PFA) jedenfalls bei der FIFA gestellt; darüber entschieden wird Ende Mai, wenn der FIFA-Kongress, das höchste Entscheidungsorgan des Weltverbandes, in Zürich zusammentritt. Seinen Schritt hatte Rajoub bereits Ende März gegenüber dem UEFA-Präsidenten Michel Platini angekündigt; der frühere französische Weltklassespieler wandte sich daraufhin an Avi Luzon, den israelischen Vertreter im Exekutivkomitee der UEFA und früheren Präsidenten des Israelischen Fussballverbands (IFA). «Dieses Mal ist es ernst», soll Platini zu ihm gesagt haben. Es gebe mehrere Verbände, die sich den Palästinensern anschliessen wollten, selbst wenn die Israelis im Recht seien. Die PFA behauptet, Israel be- und verhindere zum einen Reisen palästinensischer Mannschaften und zum anderen die Auslieferung von Ausrüstungen sowie Baumassnahmen für Fussballplätze.

Bereits in der Vergangenheit hatte Djibril Rajoub, der auch dem Palästinensischen Olympischen Komitee vorsteht, mehrmals versucht, Sanktionen gegen israelische Sportverbände zu erwirken. So forderte er beispielsweise im Mai 2012 den Ausschluss Israels aus sämtlichen olympischen Verbänden und Einrichtungen; im Juli desselben Jahres rief er die UEFA dazu auf, der IFA die Ausrichtung der U21-Europameisterschaft im Fussball zu entziehen. Im Februar 2013 teilte er zudem mit, dass keine palästinensischen Fussballer an einem vom Präsidenten des FC Barcelona, Sandro Rosell, und Israels Präsident Shimon Peres geplanten «Friedensspiel» zwischen dem spanischen Weltklub und einem israelisch-palästinensischen Auswahlteam mitwirken werden. Das sei «erst nach dem Ende der Besatzung» möglich.

Rajoub ist strikt gegen jegliche Annäherung zwischen den Palästinensern und Israel. «Jede gemeinsame sportliche Aktivität mit dem zionistischen Feind zum Zwecke der Normalisierung ist ein Verbrechen gegen die Menschlichkeit», sagte er im September 2014, als sich israelische und palästinensische Jugendliche zu einem Fussballspiel in Südisrael trafen. Man müsse Israel aber auch auf anderen Ebenen konfrontieren: «Durch eine Eskalation des Widerstands, durch Boykott und Isolation sowie durch den Stopp jeder Form von Normalisierung», auch auf den Gebieten «der Politik, der Hochschulen, des Handels und der Wirtschaft». Die Option eines bewaffneten Aufstandes sei ebenfalls nicht vom Tisch. Ende April 2013 hatte er in einem Fernsehinterview sogar bedauert, dass die Palästinenser keine Atomwaffen besitzen, andernfalls würden sie sie sofort gegen Israel einsetzen. Rajoub hat wegen terroristischer Aktivitäten insgesamt 17 Jahre in israelischen Gefängnissen gesessen. Unter Jassir Arafat wurde er später Sicherheitschef der Palästinensischen Autonomiebehörde im Westjordanland.

Israel blockiere die Entwicklung des palästinensischen Fussballs und erschwere es palästinensischen Fussballern, zu ihren Spielen zu gelangen, klagt Rajoub. Dabei unterschlägt er geflissentlich, dass es bereits eine Reihe von Fällen gab, in denen palästinensische Kicker an Grenzübergängen gestoppt wurden, weil sie zuvor in terroristische Aktivitäten verwickelt waren. Zu nennen wäre in diesem Kontext beispielsweise Sameh Fares Mohammad, der als Bote zwischen der Hamas und einem Hamas-Terroristen in Katar fungierte und deshalb im Sommer 2014 vom israelischen Inlandsgeheimdienst Shin Bet festgenommen wurde. Oder Omar Abu Rwayyis – damals Torhüter der palästinensischen Olympiamannschaft – der im Januar 2012 gemeinsam mit einem weiteren Fussballer einen Anschlag auf israelische Soldaten verübte und dafür von der israelischen Armee inhaftiert wurde.

 

Der perfide Krieg der Palästinenser
von Ulrich W. Sahm, Jerusalem, 30. Mai 2015

Der Vorsitzende des palästinensischen Fußballbundes Jibril Radjub hat mit einer Blutgrätsche einen Propagandasieg eingefahren. Seit den 1970-er Jahren führen die Palästinenser mit allen Mitteln der Unmoral und Menschenverachtung einen teuflischen Krieg gegen Israel. Und je dreister gefoult wird, desto sicherer ist der Erfolg. Die brutalsten Spieler beherrschen den Platz. Mit Flugzeugentführungen wurde alle Welt terrorisiert und für die Einführung extremer Sicherheitskontrollen für jeden Passagier gesorgt, der irgendwo in der Welt ein Flugzeug besteigt. Zum Lohn wurde Yassir Arafat, der Chef der „größten und reichsten Terrororganisation“, eingeladen vor der UNO zu reden, mit Pistole im Halfter und Olivenzweig in der Hand. 1980 in Venedig erkannte die Europäische Gemeinschaft die palästinensische Befreiungsorganisation (PLO) an, ohne dass diese dem Terror abschwören musste.

Unzählige Völker der Welt werden unterdrückt und haben keine Chance auf einen eigenen Staat, Freiheit und Unabhängigkeit. Allein den Palästinensern wurde durch ihren unablässigen Terror auf dem Silbertablett fast alles geboten, wovon friedliche Völker nur träumen können. Und je mehr man ihnen gab, desto schlimmer waren die Folgen. 1994, mit den Osloer Verträgen, glaubte Jitzhak Rabin, den Erzfeind und Terrorchef Arafat in Gaza in einen „goldenen Käfig“ unter israelischer Kontrolle einsperren zu können, als er ihm mitsamt seiner bewaffneten Kämpfern und Killern die „Rückkehr“ nach Gaza erlaubte. Innerhalb von Monaten führten diese Palästinenser den schlimmsten und blutigsten Krieg gegen Israel. Die überdurchschnittlich gut gebildeten Selbstmordattentäter aus der wohlsituierten Mittelklasse wurden zu „verzweifelten Flüchtlingen“ hochstilisiert. Ihre Methode, unschuldige Zivilisten in Israel willkürlich zu ermorden, erntete im Westen uneingeschränkte Empathie und machte in der Dritten Welt Schule. Je mehr Israelis zerfetzt und ermordet wurden, desto größer wurde der Druck auf Israel noch mehr Konzessionen zu machen, während in der islamischen Welt von Al-Qaida über IS und bis Boko Haram die 1982 erstmals von der Hisbollah in Beirut eingesetzte und dann von der PLO in Israel verfeinerte „Waffe“ zu einem Exportschlager wurde. Mit dem 9/11 (2001) hat die Welt dann erlebt, dass Selbstmordattentate die Wirkung einer Atombombe haben können.

Die neueste Methode, Krieg gegen Israel zu führen – diesmal ohne eigene Verluste oder Niederlagen – nennt sich „Lawfare“: Kriegsführung auf dem diplomatischen Parkett.

Jetzt ist die FIFA an der Reihe. Fußball ist fast eine Weltreligion, vermeintlich harmlos, völkerverbindend und sportlich. Die Palästinenser sind auf dem Fußballfeld Zwerge, ohne jede Chance zur WM aufzusteigen. Und wieder einmal bewährt sich die Methode des „Wehrlosen“, den allmächtigen Fußballbund in den Grundfesten zu erschüttern. Jibril hat mal gesagt: „Hätten wir (Palästinenser) eine Atombombe, würde ich sie morgen auf Israel werfen.“ Mit seiner Forderung nach Ausschluss Israels aus dem internationalen Fußballbund hat er den Fußballfans in aller Welt eine Atombombe auf das so heiß geliebte Spielfeld geworfen. Es wird vermutet, dass die anti-israelische Initiative Rajubs auch der Anstoß für das Aufdecken der Korruption und die Verhaftung der Spitzenfunktionäre in der Schweiz war.

Obgleich Rajub den Antrag zum Ausschluss Israels in letzter Minute wieder zurückgenommen hat, siegte er doch auf der ganzen Linie. Ein Zwerg hat mit fadenscheinigen politischen Argumenten einem Staat die rote Karte gezeigt, um ihn vom Spielfeld zu verbannen. Es zählt nicht die Fähigkeit Tore zu schießen, sondern schmutzige heimtückische Politik und einmal mehr der Terror. Denn Israel hatte gute Gründe, gewisse Fußballspieler zu verhaften oder an der Grenze aufzuhalten. Die betroffenen Spieler waren Geldboten für die Hamas und sogar an Terroranschlägen beteiligt. Für Rajub sind das nichtige Vergehen. „Verbrechen“ haben die Israelis begangen, indem sie diesen Sportlern keine Freikarte mit diplomatischer Immunität gegeben haben. Und so setzte er am Ende noch einen drauf, indem er die FIFA veranlasste, die Rechtmäßigkeit der Beteiligung von Fußballklubs aus den „illegalen“ Siedlungen an der israelischen Liga überprüfen zu lassen. Mit diesem Foul versucht Radschoub seine Gegner ins zu Abseits schießen und hat damit den Fußballsport in eine Kampfarena des leidigen Nahostkonflikts verwandelt.

Das bestehende System der Nationalstaaten löst sich auf. Heute herrschen im Libanon, in Libyen und ohnehin in Syrien, Irak, Jemen nicht mehr Regierungen, sondern die „bewaffneten Arme“ irgendwelcher Parteien. Eine legitime Vertretung dieser Völker gibt es nicht. Da passt es gut, dass die Palästinenser erfolgreich eine Mitgliedschaft in internationalen Organisationen wie UNESCO und dem Internationalen Gerichtshof forderten (und erhielten), ohne selber ein Staat zu sein. Und nun führen sie auch im Sport ihre Spielregeln ein.

 

Palästinensischer Fußballverband ausgekontert
Gastbeitrag von Detlef zum Winkel, Jungle Worls, 31.5.2015

„Listen. We as yet don’t have a nuke, but I swear that if we had a nuke, we’d have used it this very morning.“

Dieses authentische Bekenntnis zur friedlichen Nutzung von Atomkraft stammt von Jibril Rajoub, palästinensischer Spitzenfunktionär für Sport, Chef des palästinensischen Olympischen Komitees und des palästinensischen Fußballverbands PFV. Ich widme das Zitat mit ganz lieben Grüßen Frau Inge Günther, der Israel-Korrespondentin der Frankfurter Rundschau, für ihren einfühlsamen Artikel über „die Kicker aus Gaza und dem Westjordanland“ vom 19.5.2015. Die fühlten sich nämlich durch israelische Grenzkontrollen schikaniert, wenn sie an internationalen Turnieren teilnehmen wollten. Wegen dieser „bösen Erfahrungen“ ist die PFA, wie Frau Günther beobachtet hat, „in die taktische Offensive“ gegangen und hat für die FIFA-Vollversammlung den Antrag auf Ausschluss Israels gestellt. Weiter…

 

Mehr zum Thema:

SIMON WIESENTHAL CENTRE-EUROPE – FIFA = “Federation International for Football Antisemitism” – by Shimon Samuels

PALESTINIAN MEDIA WATCH – Palestinian Authority Sports: Glorifying terrorists, prohibiting peace building, celebrating the Munich Olympics massacre of Israeli athletes  – by Itamar Marcus and Nan Jacques Zilberdik

 

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Zwei junge Frauen an die Welt

Über den Doppelstandard gegenüber Israel schrieb die achtzehnjährige Adina Fink am 21.11.2014 in Times of Israel:

Ich bin ein 18 Jahre altes Mädchen. Ich behaupte nicht, ein politischer Experte zu sein, und ich habe nicht vor, alles in dieser verrückten Welt zu verstehen. Ich weiß, ich bin naiv.
Ich bin aber auch leidenschaftlich. Ich bin moralisch. Und ich wurde erzogen, den Unterschied zwischen richtig und falsch zu kennen und dafür aufzustehen, woran ich glaube.

Ich glaube an den Staat Israel, und ich glaube, dass der Staat Israel ein Recht hat zu existieren. Darüber hinaus hat der Staat Israel ein Recht auf eine Existenz in Frieden, mit einem Gefühl der Sicherheit, und ohne Tragödien, die unsere Leute immer wieder befallen, weil jemand anderer Meinung ist.Ich erwarte nicht, dass die Welt alle meine Überzeugungen teilt. Ich verstehe, dass es mehrere Meinungen und mehrere Möglichkeiten gibt, ein Leben zu leben, und dass das, was ich denke, für jemand anderen völlig falsch sein kann, und das ist okay. Aber wenn es um die Existenz einer Gruppe von Menschen geht, ob ein Volk oder eine Rasse oder eine Religion, müssen wir eine Linie ziehen. Man muss diese Menschen nicht mögen. Du schuldest ihnen nichts, Du musst sie nicht mögen, oder mit ihnen interagieren, oder respektieren. Aber Du Musst ihnen das Existenzrecht zusprechen. Soviel schuldest Du ihnen.

Und ich rede nicht nur über die Palästinenser. Ich spreche nicht nur von Hamas und Fatah und der Hisbollah und dem Islamischen Jihad und ISIS und dem Iran und der Türkei und Ägypten und Syrien und Libanon. Ich spreche von Deutschland und Frankreich und Irland und der EU und den Vereinigten Staaten. Weil, wenn Sie eine Aktion Israels verurteilen, die es unternimmt, um sich zu verteidigen, sagen Sie im Wesentlichen, es sollte sich ruhig verhalten und wie Schafe zur Schlachtbank gehen.

Wenn Sie die Tatsache verurteilen, dass Israel palästinensische Terroristen verhaftet und die Besuchszeiten ihrer Familie und ihre Fernseh-Rechte beschränkt, sagen Sie uns, dass diese Terroristen ein Leben in Luxus oder sogar Freiheit zu leben verdienen. Freiheit von Terroristen führt aber zum Tod von israelischen Bürgern.

Keine der Regierungen würde die Verhaftung der Männer kritisieren, die die Kraftstoffleitung des JFK Flughafens bombardieren wollten, oder des Mannes, der versuchte, das Gebäude der Notenbank in New York in die Luft zu sprengen. Niemand beschwerte sich, als diese Menschen zu lebenslanger Haft verurteilt wurden. Aber wenn ein Terrorist ist im Gefängnis in Israel einsitzt, schreit die Welt „Ungerechtigkeit“!

Über 29.000 Insassen des kalifornischen Gefängnissystems traten in einen Hungerstreik und die Welt ignorierte es. Aber als 63 palästinensische Gefangene in den Hungerstreik traten, rief die Welt „Folter! Lasst sie frei!“ Ist amerikanisches Blut wirklich wertvoller als das Blut von Israelis?

Als die Vereinigten Staaten Jagd auf Saddam Hussein und seine Anhänger machte und dabei Hunderte von Zivilisten töteten, applaudierte die Welt und sagte: „Was auch immer nötig ist, um Terroristen zu beseitigen!“ Als Israel beim Kampf gegen Terroristen aus Versehen Zivilisten tötete, schrie die Welt „Massaker!“

Als Ägypten den Grenzübergang Rafah an der Grenze zu Gaza schloss, nachdem islamistische Übergriffe auf Sicherheitskräfte im Sinai geschahen, nickte die Welt. Aber als Israel den Kerem Shalom Grenzübergang nach Raketenbeschuss aus dem Gazastreifen schloss, rief die Welt „Menschenrechtsverletzung!“

Als al-Qaida Flugzeuge in die Zwillingstürme in New York steuerte, rief die Welt „Terroristen!“ Aber wenn zwei arabische Terroristen in eine Synagoge stürmen, mit Messern, Beilen und Pistolen fünf Menschen töten, und dann von der israelischen Polizei erschossen werden, schreit CNN „Israel tötet Palästinenser! „

Als die Vereinigten Staaten ISIS Militante tötet, begrüßt das die Welt und ruft: „Weiter!“ Aber wenn Israel Mitglieder der Hamas und des Islamischen Jihad eliminiert, schreit die Welt „Kriegsverbrechen!“

Wenn Terroristen Raketen aus dem Gazastreifen feuern, sagt die Welt nichts. Aber wenn Israel auf den Raketenbeschuss im Versuch, seine Zivilbevölkerung zu schützen, reagiert, ruft die Welt zur Zurückhaltung auf. Und wenn die Raketen aus dem Gazastreifen auf Häuser im Herzen von Israel fallen und unschuldige israelische Bürger töten, bleibt die Welt still. Aber wenn Israel mit Flyern die Zivilisten in Gaza warnt und auffordert, alle Häuser zu evakuieren, in denen Waffen gelagert werden, ruft die Welt „Völkermord!“

Wenn es Terroristen gelingt, israelische Zivilisten zu töten, singen sie und verteilen Süßigkeiten in den Straßen. Aber als die IDF versehentlich Zivilisten tötet, trauert ganz Israel um den Verlust von unschuldigem Blut. Die Palästinenser feiern Blutvergießen und ihr Ziel sind maximale Verluste auf israelischer Seite. Israelis beklagen Blutvergießen und tun alles, um den Tod von Zivilisten zu minimieren. Und doch wird nur Israel verurteilt.

Israel baut Raketenschilde, um Menschenleben zu schützen, und die Welt spottet „Überreaktion.“ In Gaza werden menschliche Schutzschilde benutzt, um die Raketen zu schützen, und die Welt schreit: „Selbstverteidigung“!

Wenn die US-Regierung immer wieder Vorschläge zur Befreiung von Jonathan Pollard ablehnt, ruft die Welt: „Das ist Gerechtigkeit!“ Aber wenn Israel sich weigert, arabische Terroristen aus Gefängnissen zu entlassen, ruft die Welt „, Grausamkeit!“ Jonathan Pollard wurde wegen Spionage verhaftet. Die Terroristen, die in israelischen Gefängnissen sitzen, wurden wegen Mordes verhaftet. Und glaubt die Welt glaubt, dass der Spion seine lebenslange Haftstrafe verdient, während die Mörder es verdienen, frei herum zu laufen.

Als die Vereinigten Staaten illegale mexikanische Einwanderer verhafteten und sie zurück nach Mexiko oder ins Gefängnis schickte, nickte die Welt und rief: „Setzt das Gesetz durch!“ Aber wenn Israel illegale palästinensische Einwanderer verhaftet, von denen einige auch Waffen tragen, und sie zurück nach Gaza oder Jordanien sendet, ruft die Welt „Diskriminierung!“

Als die NATO ihre Offensive gegen die verbrecherischen Regime Jugoslawiens startete und dabei Hunderte von Zivilisten tötete, nickte die Welt beifällig. Aber wenn Israel versucht, die Köpfe des Hamas-Regimes zu töten, ruft die Welt „Massenmord“.

Als Israel das Armee-Budget erhöht und neue Waffentechnologien entwickelt, schreit die Welt „Vorsicht!“ Als die Hamas Baustoffe und anderen Warendazu verwendet, Raketen und Terror- Tunnel zu bauen, ruft die Welt „Sendet ihnen mehr!“

Und ich, als ein 18 Jahre altes Mädchen, sehe dies und weine „Doppelstandard!“
Aber niemand hört mich, und die Welt ist still.

Und so weine ich lauter „DOPPEL STANDARD!“ Aber es ist wohl noch nicht laut genug. Die Welt ist blind, und die Welt ist taub. Was braucht es, damit die Welt die Terroranschläge verurteilt? Was braucht es, damit die Welt versteht, dass nicht Israel der Bösewicht ist? Was braucht es, um mich schreien zu hören „Rettet mein Volk! Rettet mein Land! „

Wie viele Tränen wird es brauchen, bis die Welt mich schreien hört „DOPPELSTANDARD!“ Wie viel mehr Blut muss vergossen werden, damit die Welt gegen den Terrorismus aufsteht, statt gegen Israel? Wie viele Leben kostet es noch, bis die Welt sich nicht mehr blind und taub stellt?

Sie wollen Tränen? Israel hat viele Tränen vergossen, und wir sind immer noch nicht fertig zu weinen. Sie wollen Blut? Gehen Sie zur Gush Etzion Kreuzung, oder an den Tel Aviver Bahnhof oder zur Kehillat Yaakov Synagoge, wo das Blut von Dalia Lemken, Almog Shiloni, Rabbi Twersky, Rabbi Kupinsky, Rabbi Levine, Rabbi Goldberg und Zidan Seyf noch frisch ist, immer noch weinend vor Schmerzen. Sie wollen unser Leben? Gehen Sie und besuchen die Gräber von Eyal Yifrach, Gilad Shaer und Naftali Frenkel, oder laufen an den Tausenden von Gräbern auf Har Herzl vorbei.

Und wenn all dies nicht genug für Sie, nehmen Sie meine Tränen, mein Blut, und mein Leben … weil ich lieber für mein Land sterbe als ohne es zu leben.

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Und es gab da noch diesen Test an der University of California, Berkeley, bei der die Reaktionen gegenüber der IS-Flagge und einer Israel-Fahne für sich sprechen:

 

Dazu schreibt eine junge Irakerin:

 

Bücher zur Behandlung Israels mit anderem Maß:

Tilman Tarach:  Der Ewige Sündenbock

Esther Schapira, Georg M. Hafner: Israel ist an allem schuld. Warum der Judenstaat so gehasst wird

Weitere Leseempfehlungen unter lesbar

Veröffentlicht am Dezember 2, 2014, in Antisemitismus, Delegitimierung Israels, Internationale Gemeinschaft. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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