Die BDS-Kampagne und warum sie Israels und der Palästinenser Feind ist

zuletzt aktualisiert: 10.07.2016

Die BDS-Kampagne bezeichnet einen Dach-Begriff für eine weltweite Kampagne gegen Israel durch Boykott auf allen Ebenen – akademisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, kulturell – und mittels Forderung nach Deinvestition und Sanktionen.
Diese Delegitimierungskampagne beinhaltet beispielsweise die Verbreitung des Apartheidvorwurfs. Israel wird als internationaler Verbrecher dargestellt, der Zionismus wird als rassistische Ideologie bezeichnet und die historische Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und seiner alten Heimat, insbesondere Jerusalem, wird bestritten. Die Delegitimierung unterstützt die Ein-Staaten-Lösung und das vollständige „Rückkehrrecht“ der palästinensischen Flüchtlinge; beides würde das Ende von Israels Identität als jüdischer Staat bedeuten. Die Delegitimierung richtet ihr Augenmerk auf Aktivitäten von NGOs, Graswurzelbewegungen, Universitäten und der breiteren Öffentlichkeit. Die Kampagne missbraucht internationale Institutionen, um Israel zu attackieren, und versucht neue gesetzliche Grundlagen zu schaffen, die gegen Israel eingesetzt werden können.

Die BDS-Kampagne ist eine politische, wirtschaftliche, kulturelle und ideologische Hetz-Kampagne gegen Israel. Sie zeichnet sich durch eine unverhältnismäßige und obsessive Konzentration auf Israel aus. Die Aktionen der Kampagne sind gegen die Meinungsfreiheit und den offenen Diskurs ausgerichtet. Die Kampagne versucht, den akademischen Austausch, kulturelle Veranstaltungen und die Wirtschaftsbeziehungen zu zerstören.

 

Einen verständlichen Überblick aller Facetten von BDS bieten das Dossier Boykott des Friedens: Die BDS-Bewegung und der Westen. Eine Analyse der Analyse Friedrich-Naumann-Stiftung, sowie das BDS-Panel des 4. #DILK16  in Frankfurt am Main am 19.06.2016:

 

 

 

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Wer ist BDS?

Der Gründer der BDS-Kampagne ist Omar Barghouti.
Seine Weltanschauung basiert darauf, den Zusammenbruch des Staates Israel herbeizuführen, die Rückkehr der palästinensischen Flüchtlinge nach Israel zu erreichen und einen palästinensischen arabischen Staat zu gründen, der den Staat Israel ablösen soll. Er versucht diese Weltanschauung, die die Grundlage der BDS Kampagne bildet, in der westlichen öffentlichen Meinung, zu verankern. Zu diesem Zweck veröffentlicht er Artikel, schrieb ein Buch, hält Referate und Ansprachen, in denen er Israel immer wieder als „Apartheitsstaat“ bezeichnet. Zu diesem Zweck bedient er sich der Menschenrechtsterminologie der westlichen Welt und setzt die Ausdrücke „Gerechtigkeit“ und „Menschenrechte“ sehr intensiv für die Palästinenser ein. Auch in Deutschland tritt er als gefeierte Ikone der Bewegung auf. Er studierte übrigens in Tel Aviv (#bdsfail).

 

Die Organisation BNC (Palestinian BDS National Committee), der Dachverband der Vereinigungen für den Boykott Israels, rief im September zur Verschärfung der Boykottkampagne (BDS) gegen Israel auf und forderte, Israel vor ein internationales Gericht zu stellen, um das Land weiter wirtschaftlich, militärisch, akademisch und kulturell zu isolieren. In diesem Zusammenhang rief die Organisation zu folgenden Schritten auf:

  • Ausstellung von Haftbefehlen gegen „israelische Kriegsverbrecher“ und die Erhebung von Anklage gegen sie;
  • Druckausübung auf Staatsregierungen weltweit zur Verhängung eines Embargos gegen Israel sowie zur Einfrierung der Freihandelsabkommen und der bilateralen Abkommen mit Israel;
  • Direkte Boykottaktionen gegen Israel und gegen israelische Firmen, wie etwa die Sperrung von Häfen für israelische Schiffe sowie die Besetzung der im Ausland angesiedelten Betriebe von Waffenherstellern, die mit Israel in Verbindung stehen;
  • Bei den Handelskammern das Bewusstsein für den Boykott und effektiver Boykottmaßnahmen gegen Israel fördern;
  • Boykott von Konzernen und Unternehmungen, die Israel unterstützen.

Eine Delegation der GUE/NGL besuchte Israel und traf u. a. mit Omar Barghuti zusammen, der an der Spitze der BDS-Kampagne gegen Israel steht. In seiner Ansprache appellierte Barghuti, den Druck der EU auf Unternehmen zu stärken, die durch Vermögenswerte, Interessen und Aktivitäten „von der israelischen Besatzung profitieren“. Barghuti fügte hinzu, dass die Kampagne darauf abziele, Schwachstellen in Israel aufzuspüren und ihr somit einen Schaden zuzufügen und es sei klar, dass Israel diese Kampagne als strategische Bedrohung betrachte.Barghouti vermerkte, es sei nötigt, Israel in allen Bereichen zu isolieren. Allein die Kennzeichnung der Produkte aus den Siedlungen würde seiner Meinung nach nicht ausreichen und daher sollte ein Embargo gegen Israel verhängt werden (offizielle Webseite der GUE/NGL, 7. September 2014).

 

Auf der 4. BDS-Konferenz in Bethlehem mahnt eine Rednerin: „Unser Sieg hängt am Ende von jedem Einzelnen von uns ab“,  und verlangt, darüber nachzudenken, was die Bewohner in den Palästinensergebieten selbst tun können. Es wird über den Boykott israelischer Produkte in palästinensischen Supermärkten und „ethischen Tourismus“ debattiert; man will ausländische Pilger davon überzeugen, keine israelischen Reiseveranstalter mehr zu nutzen. Andere warnen vor Jugendprojekten, an denen Palästinenser und Israelis teilnehmen. Die Teilnehmer würden mit Stipendien und Auslandsreisen angelockt, sagt Ziad Schuaibi. Israelis versuchten mit „sozialer Manipulation“ den Eindruck zu erwecken, als gäbe es so etwas wie normale Beziehungen. „Aber wir werden es nicht zulassen, dass sie auch noch unsere Zukunft besetzen“, sagt Schuaibi.

Auch Mitglieder der palästinensischen Regierung und ein PLO-Vertreter sind nach Bethlehem gekommen. Doch die Führung in Ramallah tut sich schon eine Weile schwer, die Palästinenser von ihrer Politik zu überzeugen. Vor zwei Jahren warf Ministerpräsident Salam Fajad zu Beginn einer Boykottkampagne israelische Produkte in ein großes Feuer. Doch die Initiative blieb ähnlich folgenlos wie seine Ankündigung, dass bald keiner der 30.000 Palästinenser mehr in einer israelischen Siedlung arbeiten werde. Im vergangenen Jahr knüppelten Polizisten in Ramallah zweimal Demonstranten nieder, die dagegen protestierten, dass palästinensische Sicherheitskräfte mit den Israelis zusammenarbeiten.

In Bethlehem kam es im Streit über diese Frage zum Eklat. Wie könnten Präsident Abbas und seine Regierung glaubwürdig gegen „Normalisierung“ eintreten, während sie gleichzeitig mit Israel kooperierten, fragte ein Teilnehmer Wirtschaftsminister Dschawad Nadschi. Der erwiderte ungehalten, der Fragesteller solle „aufhören zu bellen“. Nachdem sich die erste Empörung gelegt hatte, forderte der Moderator ihn auf, sich zu entschuldigen. Doch Nadschi weigerte sich und verließ den Saal. Später wurde der Palästinenser, der die Frage gestellt hatte, zusammengeschlagen und musste sich ärztlich behandeln lassen. Nach seinen Angaben waren zwei der Angreifer Begleiter des Ministers, weiss die FAZ.

 

Mehr:

ITIC-Bulletin zu BED / Omar Barghouti vom 18.3.2014

Barghouti’s Lectures: A case study of dangerous propaganda

BDS, Academic/Cultural Boycott of Israel, and Omar Barghouti

 

Die Online-Plattformen der BDS lauten bspw. http://www.bds-kampagne.de/ oder  https://www.facebook.com/DirectActionBerlin  oder http://www.facebook.com/pages/bdsmovementnet/81255163556  oder  http://www.bdsmovement.net/

 

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Die Boykotteure, ihr Anliegen und ihre Unterstützer

 

 

Diese geheimnisvolle Bewegung befeuert den Judenhass unter deutschen Linken

 

 

Ein israelischer Diplomat beschreibt den Zulauf der BDS-Kampagne durch „Israelkritiker“ so:

„(…) Hierbei ist zu beobachten, dass sich ein neuer Trend unter den so genannten „Israelkritikern“ entwickelt, der Israels jüdischen Charakter ablehnt, die Charakterisierung „jüdisch“ und „demokratisch“ anzweifelt, historische Fakten fälscht, notorisch stereotype und verunglimpfende Begriffe verwendet um Israel zu beschreiben, jeden Schritt angreift, den Israel zur Selbstverteidigung unternimmt, mörderische Terrorakte gegen Zivilisten legitimiert und so weiter und so fort.
Für den Laien entsteht so ein Bild eines dämonischen, gnadenlosen und grausamen Staates. Indem sie so viele Unterstützer wie möglich für diese Behauptungen gewinnen, zielen diese „Israelkritiker“ darauf ab, Israels Ansehen zu schädigen und so sein Existenzrecht in Frage zu stellen. An dieser Stelle überschreiten sie allerdings das Maß, Israel fair und konstruktiv zu kritisieren und ihr Bestreben in allen Lebens- und Alltagsbereichen, Israel zu diffamieren, wird unter dem folgenden Begriff zusammengefasst: der Delegitimierungskampagne. (…).

Es muss klar sein, dass, wenn diese „Israelkritiker“ zu BDS-Schritten gegen Israel aufrufen, sie keine Zwei-Staaten-Lösung fordern. Ihr Aufruf hat nichts mit einem „Ende der Besatzung“ zu tun oder einer Schaffung eines palästinensischen, demokratischen, souveränen Staates an der Seite Israels. Sie dienen einzig und allein der schrittweisen Isolation bis hin zur Vernichtung des jüdischen Staates.
Jene, die diese Kampagne vorantreiben, widersetzen sich den westlichen Normen, nach denen wir alle leben. Der Boykott israelischer Produkte, Absagen von kulturellen Veranstaltungen und gegen wirtschaftliche, wissenschaftliche und akademische Kooperation mit Israel anzugehen, verletzt den Grundpfeiler des liberalen westlichen Denkens. Doch es ist geht darüber hinaus. In den letzten Jahren wurden auch Kooperationen zwischen der Al-Quds- und der Hebrew University durch den Druck der BDS-Kampagne ausgebremst, ebenso wie die palästinensische und israelische Gewerkschaft.

Dies sind Belege dafür, dass diesen „Kritikern“ nicht an einer friedlichen Verständigung mit Israel und nicht am Wohl der Palästinenser gelegen ist.“

 

BDS in Deutschland unterstützenden Vereine, Organisationen, Initiativen und obsessive Einzelpersonen, deren Name unter keiner Onlinepetition oder offenen Brief gegen Israel fehlen darf, sind zu finden unter http://www.aknahost.org/ oder http://www.salamshalom-ev.de/bds.html oder http://www.kopi-online.de

Die Jüdische Allgemeine macht unter den Unterstützern auch diese aus:

„…Bei Boykotten gegen Israel sind auch immer wieder Politiker der Partei Die Linke zu finden. Der Bekannteste unter ihnen dürfte Hermann Dierkes sein. 2009 hatte der Chef der Linke-Fraktion im Duisburger Rat und Oberbürgermeisterkandidat seiner Partei im kommunalen Wahlkampf dazu aufgerufen, Israel zu boykottieren.

Nach Protesten jüdischer und anderer Organisationen im In- und Ausland distanzierten sich Linken-Bundestagsfraktionschef Gregor Gysi und Bundestagsvizepräsidentin Petra Pau zwar mit sehr deutlichen Worten von dem Duisburger Genossen im Besonderen und Israelboykotten im Allgemeinen. Doch Linke-NRW-Landesvorsitzender Wolfgang Zimmermann unterstützte Dierkes und verteidigte ihn gegen Antisemitismusvorwürfe. Zwei Jahre später, im April 2011, machte Dierkes’ Duisburger Linke wieder von sich reden, als der Kreisverband auf seiner Webseite ein Flugblatt postete, das einen Davidstern mit Hakenkreuz zeigte und zum Boykott Israels aufforderte: »Tretet der moralischen Erpressung durch den sogenannten Holocaust entgegen.«

Einen Monat vorher waren die Bremer Genossen in die Kritik geraten, als sie eine antiisraelische Boykottaufrufaktion vor einem Rewe-Markt auf der parteieigenen Webseite wohlwollend begleitet und antisemitische Userpostings veröffentlicht hatten.

Noch rühriger als Die Linke ist in Sachen Israelboykott eine katholische Organisation. »Pax Christi« war gegen Ende des Zweiten Weltkriegs von französischen Katholiken als »Kreuzzug des Gebets um Versöhnung« gegründet worden. Inzwischen scheint ein Fokus der deutschen Sektion der international aktiven Friedensfreunde auf Antizionismus zu liegen. Im Sommer 2012 machte die Gruppe von sich reden, als sie unter dem Motto »Besatzung schmeckt bitter« einen Aufruf zum Boykott von Waren startete, die möglicherweise in besetzten Gebieten von Siedlern produziert worden sein könnten.

»Wir empfehlen, auf Lebensmittel mit der unklaren Angabe ›Made in Israel‹ zu verzichten, wenn es sich um Siedlungsprodukte handeln könnte«, erklärte Manfred Budzinski, Mitglied der Nahostkommission von Pax Christi. Der »Kaufverzicht« – das Wort Boykott vermied man, möglicherweise wegen peinlicher historischer Parallelen – soll nach der Vorstellung der Vereinigung nur ein erster Schritt sein: Ziel ist eine allgemeine, gesetzlich vorgeschriebene »Kennzeichnungspflicht« für in den besetzten Gebieten von Juden produzierte Güter, »ganz im Sinne eines kritischen Konsums«, so Budzinski.

Pax Christi gehört auch zur »Free Gaza«-Bewegung, die 2010 sechs Schiffe mit Hilfsgütern in den Gazastreifen bringen wollte. Nachdem die Boote von der israelischen Armee gestoppt wurden, verurteilte der Vorsitzende von Pax Christi, der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen, den »tödlichen Angriff« scharf und forderte »schonungslose Aufklärung«. Als die Partei Die Linke ein Jahr später entschied, sich nicht an einer zweiten Gaza-Flottille zu beteiligen – 2010 waren ihre Bundestagsabgeordneten Annette Groth, Inge Hoeger und Norman Paech mit von der Partie gewesen –, beklagte Pax-Christi-Vizepräsidentin Wiltrud Rösch-Metzler die »Anpassung an die Merkelsche Staatsräson«.

Rösch-Metzlers Brief wurde von diversen weiteren Organisationen unterzeichnet. Dazu gehörte unter anderem auch »Attac«, das sich inzwischen nach einigem Hin und Her von Boykottaufrufen eigener Gruppen distanziert hat. Auch unter den Unterzeichnern ist das »Heidelberger Forum gegen Militarismus und Krieg«, dessen Vorsitzender Joachim Guillard 2003 zum Terror im Irak erklärt hatte: »Widerstand, auch militärische Aktionen gegen die Besatzer, ist selbstverständlich legitim. Das hat mit Terrorismus im engeren Sinne nichts zu tun.«

Ebenso wenig will der Friedensaktivist Israelboykotte als antisemitisch verstanden wissen: »Es sollte möglich sein, klarzumachen, dass sich so eine Bewegung, die sich für Boykott, Divestment und Sanktionen einsetzt, nicht gegen Juden und auch nicht gegen die israelische Bevölkerung richtet, sondern allein gegen das zionistische Regime.«

Auch der »Deutsch-palästinensische Frauenverein« gehörte zu den Unterzeichnern. Bekannt wurde die bundesweit tätige Organisation, nachdem sie beim Evangelischen Kirchentag 2011 in Dresden Flyer verteilt hatte, auf denen es hieß: »Boykottiert israelische Apartheid«. Vorstandsmitglied Bianka Buddeberg, 1945 mit Mutter und Geschwistern aus Schlesien vertrieben und dadurch nach eigener Aussage sensibilisiert für die Palästina-Frage, hofft durch die Arbeit im Verein, das »tragische Schicksal des palästinensischen Volkes zu lindern«.

Aktiv in Sachen Boykott ist auch das »Institut für Palästinakunde«, ein entgegen dem hochtrabenden Titel lediglich eingetragener Verein, der von steuerlich absetzbaren Spenden lebt und laut Impressum von der Publizistin und Ethnologin Angelika Vetter geleitet wird. Im September 2012 versuchte der Verein – vergeblich –, in mehreren Offenen Briefen den Oberbürgermeister der Stadt Bonn von der Schirmherrschaft über den Israel-Tag abzubringen.

Auf seiner Webseite verlinkt das »Institut« antiisraelische Boykottaufrufe und kommt gelegentlich auch ins antizionistische Schwärmen, wenn es etwa vom Vortrag eines jungen palästinensischen Aktivisten berichtet: »Das erfrischende Engagement, die Eloquenz und die gleichzeitige ungespielte Bescheidenheit gibt Anlass zu der Hoffnung, dass es der nachwachsenden Palästinenser-Generation doch noch gelingen könnte, sich vom Joch der Besatzer zu befreien.«

Last but not least hat die Boykottbewegung, wie jede gute antizionistische Initiative, auch ihre Rennomierjuden. In Deutschland ist das ein kleiner Verein mit langem Namen. Die »Jüdische Stimme für einen gerechten Frieden in Nahost« wurde schon mit Mahnwachen vor einem Berliner Kaufhaus gesichtet, dessen Lebensmittelabteilung eine »Israel-Woche« veranstaltete. Einen spürbaren Absatzrückgang der Produkte scheint diese Aktion, wie die meisten anderen, allerdings nicht bewirkt zu haben.

 

Diverse Referenten der BDS-Kampagne, mit Vorliebe jüdische und israelische, werden als besonders effektive Kronzeugen für die Diffamierung, Dämonisierung und Deligitimierung Israels herangezogen, wie Shlomo Sand, Tamar Amar-Dahl, Viktoria Waltz , Ilan Pappe, Jeff Halper oder Norman Finkelstein, der sich aber inzwischen von der BDS-Kampagne distanziert, „weil sie seiner Meinung nach Israel das Existenzrecht absprechen würde. So sagte er in dem Gespräch, das man auf YouTube anschauen kann, dass die BDS-Bewegung Israel nicht akzeptiere. Und weiter führte er aus: „Sie glauben, sie seien besonders clever. Sie nennen es ihren dreistufigen Plan: wir wollen ein Ende der Besatzung, das Recht auf Rückkehr und wir wollen dieselben Rechte für Araber in Israel. Und sie meinen, sie seien besonders schlau, weil sie wissen, dass die Umsetzung dieser drei Bedingungen was bedeutet, zu was führt? Sie und ich wissen, was das Ergebnis ist: Es wird kein Israel mehr geben!““, so Zdiara in dem Beitrag „Boykottiert Pax Christi“, ebenfalls an der Spitze der BDS-Kampagne in Deutschland.

Auch Judith Butler gehört zu den Unterstützern des akademischen Boykotts Israels.
Für die Intellektuellen und Geduldigen hier ein Hinweis auf Lizas Welt in „Kulturmanagement und Grabschändung“ mit der Dokumentation eines Beitrags der Gruppe Morgenthau anlässlich der Verleihung des Theodor-W.-Adorno-Preises der Stadt Frankfurt an Judith Butler am 11. September 2012 in der Paulskirche.

„… Judith Butler zählt zu jenen empörten Intellektuellen, die, indem sie den Vereinigten Staaten und Israel politischen Egozentrismus vorwerfen und für eine Verrechtlichung internationaler Beziehungen eintreten, als Schutzmacht von Selbstmord-Rackets und Racket-Theokratien fungieren und dergestalt eine Allianz stiften zwischen jenen, die in dekonstruktivistischer Absicht mit dem Tod liebäugeln, und jenen, die den Tod zu lieben lernten, um den Triumph der repressiven Gemeinschaft über das Leben zu besiegeln. In diese Allianz reihen sich schließlich auch jene Grabschänder aus dem Kulturmanagement ein, die einen Preis, der nach einem Mann benannt ist, der als Akademiker in Deutschland lange Zeit boykottiert wurde und der die Nötigung, dialektisch und zugleich undialektisch zu denken, zum Angelpunkt all seiner Überlegungen machte und folglich zwischen dem falschen Ganzen und dem ganz Falschen zu unterscheiden wusste, an eine Frau verleihen, die zum Boykott israelischer Akademiker aufruft.“

 

Die beiden Referenten, der amerikanische Publizist Max Blumenthal und der in Israel lebende kanadische Journalist David Sheen, mit denen die LINKE #Toilettengate auslöste, sind übrigens ebenfalls BDS-Aktivisten.

Boykott den Boykotteuren! – KOMMENTAR VON ARTHUR BUCKOW

Nein, Israel ist kein Apartheidstaat und auch kein Kolonialregime.
Ja, die BDS-Kampagne (Boycott, Divestment and Sanctions) gegen Israel ist die zeitgenössische Version der Forderung: »Kauft nicht bei Juden!« Nein, Zionisten sind keine kriegstreiberischen Kindermörder.
Und ja, »Freiheit für Palästina« bedeutet: »Treibt die Juden ins Meer!« Nein, die liberale Haltung der israelischen Gesellschaft gegenüber LGBTI ist kein perfides »Pinkwashing«.
Und ja, hinter all dem zerebralen Irrsal steckt die Erbärmlichkeit des Antisemitismus.
Nein, es gibt kein Verbot dieser »Israel-Kritik«. Und ja, das ist schade.

Warum?
Das sollte dort, wo politische Vernunft wenigstens im Mindestmaß vorhanden ist, keiner Begründung mehr bedürfen. Wer das alles noch immer nicht weiß, der will es nicht wissen. Alle Argumente sind hinreichend elaboriert. Sie hier zu wiederholen, bedeutete also selbstgefällige Unwirksamkeit, wo es doch um gefährliche Wirksamkeit geht: Die BDS-Kampagne hat in der Europäischen Union mit der Kennzeichnungspflicht für israelische Waren aus den umstrittenen Gebieten einen veritablen Etappensieg erzielt. Überhaupt haben derlei Kampagnen längst den Mainstream erreicht. (…) 

 

 

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Spiel mit der Angst: Die kulturellen Boykottversuche der BDS

Wer in Israel ein Konzert geben will und deshalb eine Morddrohung erhält, überlegt sich seinen Auftritt noch einmal. Paul McCartney ließ sich davon nicht einschüchtern. Ebenso wenig Madonna und Elton John – auch sie erhielten Drohungen von einer Bewegung, die Israel als „Apartheid-Staat“ bezeichnet.

Im Jahr 2004 forderte die „Palästinensische Kampagne für akademischen und kulturellen Boykott gegen Israel“ (PACBI) in Ramallah zum ersten Mal dazu auf, alle israelischen akademischen und kulturellen Einrichtungen international zu boykottieren. Die PACBI ist Teil der BDS-Bewegung. Wer die Initiatoren und Verantwortlichen der Gruppe sind, lässt sich kaum feststellen. Die Drohungen treffen anonym ein, auch auf der Webseite der Gruppe tauchen keine Namen oder Kontaktdaten auf. Finanzielle Unterstützung erhält BDS jedoch von verschiedenen Organisationen, unter anderem die Diakonie, „Brot für die Welt“ oder „Christian Aid“.

Und wie sie diese Aktionen planen und rechtfertigen findet sich hier:

PACBI Guidelines for the International Cultural Boycott of Israel

PACBI Guidelines for the International Academic Boycott of Israel

 

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BDS ist Psychoterror

Isacowitz, Aktivist der BDS, räumt ein, die Auswirkungen von BDS seien größtenteils psychologischer Natur: „Es genügt nicht, nur die wirtschaftlichen Auswirkungen eines Boykotts anzugehen; es ist wichtig – vielleicht sogar noch wichtiger –, sich auch der psychologischen Effekte anzunehmen.“

Dies bedeutet, dass der Kauf israelischer Waren positiv gegen BDS wirkt – wenn man dies jedoch öffentlich tut und damit Israels Ansehen stärkt, ist dies noch besser. Die Teilnahme an Kundgebungen, die Organisation von Gegenprotesten und die öffentliche Verurteilung von BDS-Maßnahmen gegen Israel zeigen, dass Israel weltweit Unterstützung genießt, und unterlaufen die BDS-Botschaft, dass das israelische Volk allein in der Welt dasteht, so Alex Margolin, in HonestReporting, 22.09.2014.

 

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Beispiele für BDS

*akademischer Boykott – Offener Brief an die Konrad-Adenauer-Stiftung

* akademischer Boykott – Offener Brief an die juristische Fakultät der HU

* kultureller Boykott -die Pariser Deklaration der Europäischen Plattform für den akademischen und kulturellen Boykott Israels oder Offener Brief an das Berliner Ensemble

(Auch andere Offene Briefe wie die rund um den Gazakrieg stammen aus der BDS-Feder, stets die gleichen Floskeln, Parolen, und Hetztiraden wiederholend, die in keiner Weise zu etwas anderem gut sind, als Israel zu verleumden und zu verteufeln.)

* ökonomischer Boykott – Kundgebung vor dem AHAVA-Geschäft oder der ITB

* destruktive Störaktionen beim KKL oder dem Israeltag an der TU

* und Mobilisierungsversuche, den BDS-Tag einzuführen.

 

Beispiel SodaStream

Den Beweis, dass es der BDS-Kapmagne um eine Verbesserung der Lebenssituation der Palästineser geht, ist noch jeder Aktivist oder Unterstützer der BDS-Kampagne schuldig geblieben.

SodaStream war eines der sichtbarsten Ziele der BDS-Kampagne im letzten Jahr, besonders nachdem die Firma eine der begehrtesten Berühmtheiten von Hollywood, Scarlett Johansson, erschlossen hat, um als Markenbotschafter zu dienen.

Doch, werden die Rabauken von BDS weiterziehen, jetzt wo SodaStream auf die israelische Seite der grünen Linie umzieht? Die Frühindikation ist, dass die Kampagne gegen die Firma weitergehen wird.

Sogar dass sich die palästinensischen Arbeiter von SodaStream gegen den Boykott der Firma aussprachen, kümmerte die BDS-Kampagne nicht.

Die zuwenig öffentlich gemachte Story hier ist, dass BDS keine Absicht hat, aufzuhören, selbst wenn seine Forderungen erfüllt werden. Das ist ein weiterer Beweis, dass BDS eine radikale Bewegung ist, die auf die Zerstörung von Israel zielt, nicht auf eine Veränderung der israelischen Politik in der West Bank.

 

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BDS in Politik und Diplomatie

* EU entwirft mögliche Sanktionen gegen Israel (16.11.2014)
Die Europäische Union (EU) hat einem Bericht der Zeitung „Haaretz“ zufolge einen Entwurf für mögliche Sanktionen gegen Israel erstellt. „Es gibt eine große Frustration in Europa und null Toleranz für Siedlungsaktivität“, sagte ein europäischer Diplomat der Zeitung. Das geheime Papier, das an die Mitgliedsstaaten verteilt worden sein soll, sei „Teil des internen Brainstorming, das dieser Tage in Brüssel stattfindet“.
Das Papier beinhaltet Vorschläge, wie die EU auf die Überschreitung von „roten Linien“ reagieren könne. Eine solche rote Linie sei beispielsweise der Ausbau von Siedlungen im besonders umstrittenen E1-Gebiet zwischen Jerusalem und der Siedlung Maale Adumim. Die Reaktionen darauf können Sanktionen, Botschafterabzug und viele andere Maßnahmen „zur positiven aber harten Einwirkung auf Israel“ sein.
Das sogenannte Non-Paper findet sich in diesem Artikel.

 

* Nachdem Holland BDS als Meinungsfreiheit freisprach, startete ein niederländischer BDS-Grünen-Politiker eine Kampagne gegen u.a. die GRÜNEN in Deutschland, die sich gegen BDS aussprechen

 

* Israel fürchtet einen EU-Boykott (Februar 2014)
Die in der EU diskutierte Kennzeichnungspflicht für Waren aus israelischen Siedlungen in Palästinensergebieten wird in Israel als drohender Boykott wahrgenommen. Einige machen Deutschland dafür verantwortlich.

 

* Katarischer Emir ruft zu Boykott israelischer Diplomaten auf (Sept. 2014)

 

* Volker Beck MdB fordert Aufklärung zu dem neuen Vorsitzenden der Ghorfa, Peter Ramsauer (CSU), denn die Ghorfa ist umstritten, weil sie im Verdacht steht, den Boykott israelischer Produkte mancher arabischer Staaten zu unterstützen. Auch das AJC verurteilt den Israel-Boykott der Ghorfa: „Die Ghorfa betreibt ein dubioses Spiel, wenn sie Unternehmen für den arabischen Markt einen Persilschein ausstellt, an keinem Handel mit Israel beteiligt zu sein“, sagt Deidre Berger, Direktorin des American Jewish Committee in Berlin dem Nachrichten-Magazin DER SPIEGEL. „Das widerspricht dem Bekenntnis der Bundesregierung für die deutsch-israelischen Beziehungen. Wir rufen die Ghorfa und ihren Vorsitzenden Peter Ramsauer dazu auf, die Beziehungen zu Israel nicht weiter zu unterlaufen und diese empörende Praxis sofort einzustellen.“ (Nov. 2014)

 

* In dem Zusammenhang auch interessant: Don’t ask, don’t tell: Thomas Bachs Ghorfa, der Israel-Boykott, die FDP-Connection und die Bundesregierung

 

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Boykott heisst jetzt „bewusste Kaufentscheidung“

“ … Man muss schon einen gewaltigen Knacks haben, um wie die katholische Organisation Pax Christi zu fordern, dass Waren aus den jüdischen Siedlungen im Westjordanland besonders gekennzeichnet werden sollen, damit man als guter Christ „Kaufverzicht“ üben könne.

Das Wort „Kaufverzicht“ wurde offenbar sehr sensibel gewählt. Unterstützt wird diese seltsame Aktion vom Jenaer Bürgermeister Albrecht Schröter (SPD). Vergangenes Jahr rief bereits die Linkspartei in Bremen dazu auf, nichts aus den Siedlungen zu kaufen.

Man kann viel gegen die Siedler vorbringen. Sie sind auch in Israel nicht gerade beliebt. Wir fragen uns aber, warum die Boykotteure es ausgerechnet auf jüdische Siedler in den Palästinensergebieten abgesehen haben.

Warum gab es nie Boykottaufrufe gegen die arabischen Staaten, die immerhin 850.000 Juden außer Landes getrieben haben? Warum geht den Gutdeutschen das Leid der Palästinenser so ganz besonders zu Herzen, inmitten einer Welt, die an Flüchtlingsdramen nicht arm ist?“, so Dirk Maxeiner und Michael Miersch im Juni 2012. Es geht ihnen nicht um unterdrückte Palästinenser, sie möchten ihre ererbten Schuldgefühle loswerden, indem sie mithelfen, das Westjordanland „judenrein“ zu machen, wie das früher mal hieß. Auch wenn sie damit erfolgreich wären – der Knacks bleibt.“

Im  Mai 2013 dann in der WELT: „Eine Kleine Anfrage der Grünen-Bundestagsfraktion an die Bundesregierung hat zu heftigen Protesten aus Israel geführt. Der jüdische Staat wirft der Ökopartei vor, zu einem Boykott von israelischen Produkten aufzufordern. In der Tat geht aus der Anfrage hervor, dass die Grünen israelische Produkte in deutschen Geschäften gesondert kennzeichnen wollen, wenn diese aus dem Westjordanland stammen. Die israelische Botschaft erklärte, es handle sich um einen „weiteren Versuch, Israel negativ herauszuheben und dabei zu einem wirtschaftlichen Boykott aufzurufen“.

Eine Kennzeichnung forderte auch die NPD mit nahezu gleichlautendem Antrag und ruft bei Gelegenheiten zum Boykott Israels auf.

Henryk M. Broder dazu: „Zwei Seelen, ein Gedanke“.
Derlei Seelen gibt es allerdings gleich mehrere, denn auch die LINKE will Israel durch Boykott reinigen.

 

Die taz forschte sogleich nach Supermärkten, die Waren Made in Settlements aus dem Sortiment nehmen, doch eine Recherche in deutschen Supermärkten von der JAZ ergibt: Noch kein Boykott israelischer Waren.

 

Hierzu formuliert eine Petition gegen die Kennzeichnung der israelischen Waren mit „Made in Israel“:

“ … Wenn Produkte aus jüdischen Siedlungen in Judäa und Samaria nicht mehr als „Made in Israel“ gekennzeichnet werden dürfen, hat dies zwei schwerwiegende Folgen:

Schon heute werden die Westbank-Waren nicht mehr zollfrei in die Europäische Union eingeführt, sie werden bereits höher verzollt. Eine Kennzeichnung darüber hinaus schadet dem Friedensprozess und ganz besonders den Palästinensern. Judäa und Samaria sind seit 4000 Jahren jüdisches Kernland. 22.500 Palästinenser arbeiten in israelischen Industriezentren und Siedlungen im Westjordanland. Bei den jüdischen Firmen verdienen sie 88 Prozent mehr als jene, die in Städten unter palästinensischer Selbstverwaltung (Autonomie) arbeiten. Zudem erhalten sie Gesundheitsfürsorge, Pensionsgelder und soziale Versicherungen, die Palästinensern von arabischen Firmen vorenthalten werden.

http://www.israelnationalnews.com/News/Flash.aspx/269707#.Ua87EJxkk8E

http://www.algemeiner.com/2013/06/05/israels-foreign-ministry-labeling-goods-made-in-settlements-would-harm-arabs-most-of-all/

Gruppierungen, die Produkte aus jüdischen Siedlungen und letztlich aus ganz Israel boykottieren wollen, würde eine Kennzeichnung helfen, ihre politisch motivierte Kampagne zu verstärken. Ein Blick ins Internet genügt, um festzustellen, dass es diesen Gruppierungen nicht nur um Waren aus Siedlungen geht. Der Boykott richtet sich insgesamt gegen Israel, etwa wenn bekannte Sänger und Künstler aufgefordert werden, in Tel Aviv oder Jerusalem nicht aufzutreten. Mit einer europäischen Unterstützung dieses Boykotts würden Bestrebungen zur Delegitimierung des Staates Israel gefördert und einem bereits jetzt zunehmenden antisemitischen Klima in Europa Vorschub geleistet werden.

Das Argument eines besseren Verbraucherschutzes hat eine Alibifunktion. Verbraucher schauen auf Preis und Qualität, wobei die Herkunft der Waren in der Regel nicht maßgebend ist. Eine Kennzeichnungspflicht würde es israelfeindlichen Gruppierungen erleichtern, die Verbraucher vom Kauf derartiger Waren abzuhalten.

Wir fordern die deutsche Bundesregierung und die europäische Union auf jeden Versuch zu unterlassen, israelische Waren aus den jüdischen Siedlungen gesondert zu kennzeichnen, zumal eine Kennzeichnung von Waren aus vielen anderen umstrittenen Gebieten in der Welt wie Nordzypern, Marokko, China oder Indien nicht einmal zur Debatte steht.“

 

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Ist BDS antisemitisch?

Es stellt sich – auch unter Anwendung des „3 D-Tests“ von Natan Sharanski – die Frage: „Ist die Aussonderung Israels durch Boykott antisemitisch?„, die Alan Dershovitz wie folgt beantwortet:


„Es gibt diejenigen, die argumentieren, dass die BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestition und Sanktionen) gegen Israel nicht antisemitisch sein kann, weil sie sich gegen einen Staat und nicht gegen Personen richtet. Aber indem Israel als der Jude unter den Nationen behandelt wird – ausgesondert, um ihn zu verurteilen, während andere Länder weitaus schlimmer sind, egal welchen Massstab man anlegt -– so erweitern Befürworter von BDS lediglich die Idee des Antisemitismus über das Individuum hinaus auf den Nationalstaat des jüdischen Volkes. Als die Nazis „jüdische Physik”, „jüdische Kunst” und die „Geschäftsmethoden der Juden” verurteilten, haben sie ebenfalls behauptet, dass sie sich auf jüdische Institutionen und nicht auf jüdische Menschen konzentrierten. Diese Rechtfertigung funktioniert nicht. Den Juden unter den Völkern genau so zu behandeln, wie der klassische Antisemitismus das jüdische Volk behandelt hat, ist schlichtweg eine neue Adaption der ältesten Vorurteile.

Also soll die Welt jene wegen Anwendung eines Doppelstandards verurteilen, die den Nationalstaat des jüdischen Volkes aussondern; soll die Welt verstehen, dass Fanatismus immer Fanatismus ist, ob nun gegen den Juden unter den Nationen oder den Juden in den Nationen gerichtet.

Sollen diejenigen, die Länder boykottieren wollen, einen einfachen Moraltest machen: das Schlimmste zuerst. Sollen sie einen weiteren Moraltest machen: sich erst auf die Länder konzentrieren, in denen Andersdenkende nicht geduldet werden und in denen es keinen internen Rekurs gegen Menschenrechtsverletzungen gibt.

Wendet man diese Tests auf Israel an, würde der Nationalstaat des jüdischen Volkes an unterster Stelle der Länderliste stehen, die einen Boykott verdienten. Aber die schlimmste Nation zu ignorieren und eine Nation zu verurteilen, die an oberste Stelle steht in Sachen Menschenrechte, akademischer Freiheit und Rechtsstaatlichkeit, wird der Fanatismus derjenigen, die verurteilen, offensichtlich.

Die Welt soll Israel nach einem einzigen Standard beurteilen. Und nach demselben Standard soll sie jene beurteilen, die Israel verurteilen.“

Alan M. Dershowitz ist langjähriger Professor an der Harvard Law School. Originalquelle: Is singling out Israel for boycotts anti-Semitic? © The Jerusalem Post, December 19, 2013.

 

 

Micha Brumlik, der mit Omar Bargouti Gesprächsabende verbringt, dazu:

„… Die BDS-Bewegung (Boykott, Desinvestment, Sanktionen), die der Palästinenser Omar Barghouti begründet hat, ist in ihren Zielen weitgehend identisch mit dem 2009 von palästinensischen Christen verfassten „Kairos Dokument“, das auch die evangelische Kirche in Deutschland umtreibt. Darin heißt es: „Die zivilen Organisationen der Palästinenser, aber auch die internationalen Organisationen, die Nichtregierungsorganisationen wie auch eine Reihe von religiösen Institutionen appellieren an Einzelne, Gesellschaften und Staaten, sich für den Rückzug von Investitionen und für Boykottmaßnahmen der Wirtschaft und des Handels gegen alle von den Besetzern hergestellten Güter einzusetzen.“
Das Dokument fällt durch gewollte Unschärfe auf: An keiner Stelle definiert es, was „Besetzung“ heißt und um welches Territorium es genau geht. Überzeugte Feinde des Staates Israel können unter „Besetzung“ durchaus dessen gesamtes Territorium verstehen und nicht nur die 1967 besetzten Gebiete.
Spätestens hier, wo das Ende des israelischen Staats angepeilt wird, belastet die deutsche Geschichte das naive moralische Engagement. Antisemiten, aber auch Kinder und Enkel antisemitischer Mitläufer oder Massenmörder, könnten sich – wenn auch aus edelsten Motiven – von derartigen Boykottaktionen gegen den Staat Israel hingezogen fühlen.  …“

 

Einladung zum Hass am 28.06.2016, von ANNA PRIZKAU:

Wollen sie Israel auslöschen? Wollen sie Frieden? Eins ist sicher:
Die undurchschaubare Bewegung BDS verbreitet mit ihren Boykottaufrufen auch viel zu viel Hass.

(…)  Die Forderungen, sie gehen so: Abriss der Mauer und Ende der israelischen Besetzung. Anerkennung und völlige Gleichheit der arabisch-palästinensischen Bürger in Israel und Schutz und Förderung der Rechte „der palästinensischen Flüchtlinge, in ihre Heimat und zu ihrem Eigentum zurückzukehren“.

Das alles heißt zusammen eins: das Ende Israels. Denn würden diese Millionen Flüchtlinge in Israel ankommen, wären die Juden eine Minderheit des Landes, und dieses Land wäre dann alles andere, nur nicht Israel. So ist es eine klare, konkrete Vision einer Gesellschaft, eines Landes. Sogar Noam Chomsky und Norman Finkelstein, die Superkritiker Israels, kritisieren deshalb die Bewegung. „Das ist ein Geschenk an israelische Hardliner. (…) Wenn man wirklich Palästinenser hasst, dann ist es ein guter Schritt“, so Noam Chomsky. Dass BDS zu Israel nichts sage, sei kein Versehen, sagt Finkelstein, „denn ein Großteil dieser Bewegung will Israel beseitigen“. Und das kann man auch lesen, hören, sehen in Interviews mit prominenten Boykotteuren, die oft und offen das Ende Israels besprechen. Auch einer der Begründer, Omar Barghouti, sagt, dass das Ziel nicht zwei Staaten seien. (…)

 

 

Why BDS is antisemiticDavid Hirsh on the Blog ENGAGE — June 1, 2016

  1.  BDS is a global campaign against Israel and only Israel.  It seeks to foment sufficient emotional anger with Israel, and with only Israel, so that people around the world will want to punish Israel, and only Israel.
  2. We are free to criticize whoever we want to criticize and people attracted by BDS are critical about other human rights abuses too; but this specific punishment, exclusion from the global community, is proposed only against Israel.  BDS cannot be defended as free speech; it goes beyond speech into action.  See this debate for more on the issues of singling out Israel; the debate continues here.
  3. BDS says that it seeks to punish only Israeli institutions and not to silence or exclude Israeli individuals.  This is not true.  Israeli individuals, academics, athletes, artists, actors, film-makers, work inside Israeli institutions; where else could they work?  If BDS demands that Israelis should not be part of institutions then it puts an eccentric demand on Israelis.  Follow this link for what happened when the BDS movement tried to disrupt a Hebrew production of Merchant of Venice in London.
  4. The BDS demand that for Israelis to be accepted in the global community they have to emigrate, and so not be part of Israeli institutions, is a claim about the essential illegitimacy of the Israeli state.  See ‘The Myth of the Institutional Boycott‘ for more on this.
  5. Sometimes BDS argues that there should be a political test rather than an institutional test.  For example Israelis have been challenged to criticize Israeli ‘apartheid’ – and if they fail to do so in the terms required of them then they are excluded.  But proponents of BDS never explain what kind of machinery would be set up in a university in Britain, say, or America, to test the political cleanliness of an Israeli.  And they never explain why such a McCarthyite blacklist would only be set up for Israelis.  For more on McCarthyism and BDS, see Steve Cohen here.
  6. BDS is careful to remain ambiguous on the question of Israel’s legitimacy.  It says that it is appropriate for people who oppose only the post 1967 occupation but it also refuses to make a distinction between Israeli institutions within Israel and within the West Bank.  BDS refuses clarity on what it means by the Palestinian ‘right of return’ and it thinks about the creation of the state of Israel itself as the root of the problem.
  7. BDS talks about Israel as a colonial settler state or an apartheid state but it allows no conception of Israel as a life-raft state, a haven for the un-dead of Europe, a home for Jews ethnically cleansed from the great cities of the Middle East, or as an asylum for the Jews who limped away from the carcass of the Soviet Union.  For more on the progressive case for Israel, see this link.
  8. BDS constructs Israelis as white foreigners, who came from outside to settle the land and it constructs Palestinians as indigenous, who have a natural right to the land.  In truth many Jews and Arabs have always lived in Palestine; and both Jews and Arabs moved into the area as it became more developed in the late Nineteenth and Twentieth Centuries.  There is a historical connection between Jews and the land of Israel.  In any case, the splitting of peoples into ‘foreigners’ and ‘indigenous’, the notion that some people have a natural right to land while others are impostors, is profoundly reactionary.  Moreover the idea, put about by BDS that Israelis are ‘white’ is also highly misleading.  About half of Israelis are descended from people who came from the Middle East; the other Israelis are descended from people who were defined and treated as a racial infection in white Europe.
  9. BDS remains unimpressed about Israel’s role as a potential haven for Jews around the world, if that should become necessary.
  10. BDS says that Israel is an apartheid state.  This analogy mis-states the key problem, which is a conflict between two peoples, not a racist state which seeks to exploit the black majority.  This analogy again refuses to make a distinction between Israel itself, which is fundamentally a multi-ethnic democracy in which everyone is equal before the law; and the occupied territories, in which there are two different legal systems.  Israelis and Palestinians need to find a peace agreement; we need to support those in both nations who recognise the independence of the other.  The apartheid analogy is weaponized by BDS as a thought-free short-cut to the conclusion of boycott.  See this piece by Alan Johnson on the apartheid analogy.
  11. BDS does not impact much against Israel; it impacts hard against Jews around the world where BDS takes a hold.  BDS constructs friends and enemies of the Palestinians in such a way that the overwhelming majority of democratic and antiracist Jews cannot be recognised as friends of the Palestinians.  BDS sets up an assumption against Jews, on campus, amongst progressives and in the Labour movement, that they are enemies of Palestinians and therefore enemies of those who want to support the Palestinians.  BDS sets itself up in opposition to the overwhelming majority of Jews.   See this debate with Claire Potter on the question of antisemitism.
  12. BDS situates itself in the tradition of the boycott of apartheid South Africa but it always remains silent about the other traditions in which it follows.  The boycott of Israel organised by the Arab Nationalist States was formally established in 1945, within a year of the gas chambers in Europe going cold.  Boycotts of Jews from universities and campaigns to ‘not buy from the Jews’ have been integral to antisemitic movements for centuries.
  13. To teach people to relate to the overwhelming majority of Jews, that is Jews do not agree with BDS, as apologists for apartheid, Nazism or colonialism is to teach people to relate to those Jews in an antisemitic way.  If BDS says that Israel is apartheid and that anybody who does not agree with boycotting Israel is a supporter of apartheid, then it is setting up a framework for Jew-baiting.  If antizionists say that Israel is genocidal, is like the Nazis, that Zionism is similar to Nazism, then they are inciting people to treat Jews as though they were Nazis.
  14. BDS operates as though there was no threat to the State of Israel.  Yet in 1948, 1967 and 1973 there were military attempts by Israel’s neighbouring states to wipe it off the map.  The Iranian state continues to argue for and to work for the elimination of Israel and it finances and arms Hamas and Hezbollah in their campaigns against Israeli civilians.  Israel may be strong compared to the Palestinians, but in the world as a whole it is a small state surrounded by states and political movements which want it eliminated.
  15. BDS is a campaign to make people angry with Israel and with Israelis and with those people around the world who are suspected of supporting Israel.  It would be extraordinary if such a campaign did not sometimes bring with it antisemitic emotions and if it did not sometimes draw upon antisemitic tropes.  Experience tells us that BDS does precisely that.  Israel is portrayed as a blood-thirsty child-murdering state; it is said that it is racist because the Torah, with its talk of ‘chosen people’ is racist; it is said that Jews were behind the slave trade; it is said that the Rothschilds financed the state of Israel by stealing diamonds from South Africa; it is said that Israel steals and trades in body parts; it is said that Israel is genocidal like the Nazis; it is said that Israel controls politics and the media around the world.  In these ways old antisemitic tropes, including blood libel and conspiracy, have a tendency to emerge, recycled, out of the BDS movement.
  16. BDS is only thinkable for people who have no fear of antisemitism.  But if we look at the political movements and the states and the militias which seek the destruction of Israel and if we look at the culture which BDS always brings with it into a social space, then having no fear of antisemitism is eccentric indeed.  See this critique of Naomi Klein’s argument for more on this .
  17. BDSers sometimes say that there is nothing to fear from debate.  This is not always the case.  Sometimes there is much to fear from debate.  Some debating questions are racist questions.  For example we would fear a debate on whether the Holocaust really happened; we would fear a debate on whether women should remain in the kitchen; we would fear a debate on whether black people are more aggressive than white people.  In the same way, I fear a debate on whether Israelis, and only Israelis, should be excluded from the global academic, sporting, artistic and economic community.  Antisemitism and racism never opens debate, it always closes off free speech.
  18. It is sometimes said that the claim that BDS is antisemitic is an ad hominem argument, aimed at smearing those activists who are in favour of it.  The truth is the opposite.  The truth is that antisemitism is not a characteristic of people who push BDS, but it is a characteristic of the movement itself.  Antisemitism is not only a hatred of Jews; it is also norms, practices and discourses which discriminate against Jews.
  19. The claim that Jews raise the issue of antisemitism as a dirty trick to silence the BDS movement is itself an antisemitic claim.  It teaches people to recognize someone who raises the issue of antisemitism as being part of a Jewish conspiracy to play the antisemitism card or to mobilize the power of Holocaust victimhood in a disgraceful way.   Usually when people say they have experienced racism or sexism or bigotry, we take that seriously.  But BDS trains activists not to take that seriously when it comes out of the mouths of Jews or Jewish communities.   BDS trains activists to assume that Jews lie.  BDS refuses to teach activists about the history and tropes of antisemitism.  BDS is happy to be in a global coalition with antisemitic movements which hate Israel, such as Hamas and Hezbollah.  BDS treats people who worry about antisemitism as being more of a threat than people who are antisemitic.  Follow this link more on the Livingstone Formulation, the counter-charge that somebody who says they experiences antisemitism is really lying for Israel.
  20. It is understandable when Jews have a special connection to Israel.  Sometimes this is manifested in a special horror or even shame concerning the crimes of Israel, both real and imagined.  This becomes problematic when Jews export their own specifically Jewish obsession with what Israel does wrong into civil society, campus debate and the Labour movement.  It becomes more problematic still when they offer guarantees to non-Jewish institutions and individuals that a focused hostility to Israel, and only to Israel, is not antisemitic.  It is problematic when Jews educate non-Jews to think in antisemitic ways and to support antisemitic movements.  Read more on antizionism, and particularly Jewish antizionism here.
  21. Antizionism forms the intellectual and the emotional underpinnings of the culture in which antisemitic speech and actions are tolerated.  Antizionism is not simply criticism of this or that policy or characteristic or Israel.  It is a political movement which takes hostility to one particular state and it makes it into an ‘-ism’, a worldview; one which has a tendency to position the Jewish state as being central to all that is wrong with the world.  Everything bad that happens in Israel is constructed, within this ideology, as the necessary result of the supposedly racist essence of Zionism.  The aspiration to dismantle the state of Israel, against the will of its citizens, leaving them defenceless against military and political forces which threaten their lives, is part of the antisemitism problem.
  22. Antisemitisms have always constructed ‘the Jews’ as being at the centre of all that is wrong in the world.  BDS mirrors this characteristic of antisemitism by putting Israel as the very centre of the political activity of ‘good people’ all round the world.   It trains people to think of Israel as the key question of emancipation in our age.  But Israel isn’t key.  It is just one rather small, rather unremarkable local conflict.  It is far from being the most important and it is far from being the most urgent and it is far from being the greatest injustice.
  23. For more on the kind of movement which we should be building, a genuine solidarity movement with Israelis and Palestinians who fight for peace, follow this link.

 

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Wem schadet BDS wirklich?

Der Blog Regenbogen hat es bereits formuliert:

„…Während die BDS-Bewegung darin gescheitert ist, wirtschaftlichen Druck auf Israel auszuüben, haben ihre Aktivitäten einen schädigenden Einfluss auf eine andere Bevölkerungsgruppe -nämlich auf die palästinensischen Araber, für die BDS angeblich kämpft.

In den letzten Jahren haben es israelische Institutionen geschafft, mit ihrem palästinensischen Gegenüber zu kooperieren, um dann mit ansehen zu müssen, wie Druck auf die Palästinenser seitens der BDS diese Zusammenarbeit zunichte machte.

Das war der Fall im Jahre 2010, als ein gemeinsames Projekt von israelischen und palästinensischen Filmemachern für das 13. Tel Aviver Universitätsfilmfestival plötzlich beendet wurde. Die Veranstaltung wäre einerseits eine gute Plattform für die Künstler, aber auch ein positives Beispiel für Koexistenz. Die BDS-Bewegung wollte von all dem nichts wissen und zwang die palästinensischen Regisseure, aus dem Projekt auszusteigen.

Ähnlicher Druck hat Kooperationen zwischen israelischen Universitäten, Verbänden und anderen Organisationen zunichte gemacht.

Bei fast allen Fällen dieser Art hat Israel andere Partner, mit denen es arbeiten kann, während den Palästinensern weit weniger Optionen bleiben. Zusätzlich werden Israelis und Palästinenser dem Aufbau einer gemeinsamen Zukunft beraubt. Israel ist jetztschon erfolgreich, aber die palästinensische Seite braucht die Zusammenarbeit, um auf dieses Niveau zu gelangen. Also wem schaden die BDS-Aktivisten wirklich?

In Wirklichkeit sind die normalen arabischen Palästinenser für die BDS-Bewegung nur Bauern in einem Spiel, das den jüdischen Staat von der Bildfläche tilgen soll:

“BDS wird helfen, das zionistische Israel zu besiegen und Palästina siegreich werden lassen“, sagte BDS-Aktivist Ronnie Kasrils, der damit den wahren Geist der Bewegung verrät. Es geht nicht darum, eine bessere Zukunft zu gestalten, sondern darum, an einer Zukunft ohne Israel zuarbeiten.“

 

Ebenso wie Kevin Zdiara auf achgut:

„… schon die Geschichte lehrt, dass die Kennzeichnung der Juden und der Boykott jüdischer Geschäfte nur ein Vorspiel waren. Logisch zu Ende gedacht bedeutet der Aufruf der Friedenschristen die Delegitimierung Israels und damit auch seines Existenzrechts.

Entscheidender sind aber andere Aspekte. Beispielsweise der, dass legal knapp 25.000 Palästinenser in den israelischen Siedlungen arbeiten und es wird geschätzt, dass weitere 10.000 illegal in diesen Orten ihr Brot verdienen.  Insgesamt sind circa 10 Prozent der Palästinenser aus der Westbank in Israel angestellt oder arbeiten bei israelischen Unternehmen. Bei einer durchschnittlichen Größe eines palästinensischen Haushalts von sechs Personen kann man sich ausrechnen, dass weitere zehntausende Palästinenser von den in Siedlungen erworbenen Gehältern abhängig sind. Das Ergebnis eines konsequenten Boykotts wäre damit verheerend für die Lebensbedingungen der Palästinenser. Aber für deutsche Freunde Palästinas zählt das nicht…“

 

Ulrich Sahm schlussfolgert daher zurecht:

Wenn dieser Boykott gegen Israel legitim ist, wegen seiner Regierungspolitik, trotz demokratischer Wahl, könnte doch die israelische Regierung genauso auf die Idee kommen, die palästinensischen Gebiete zu boykottieren, weil ihr deren „Regierungspolitik“ nicht genehm ist. Israel würde es Argumenten nicht mangeln, vom Raketenbeschuss aus Gaza bis hin zu Hetze und Verherrlichung von Massenmördern bei der Autonomiebehörde.

Ein entsprechender israelischer Boykott würde aber bedeuten, dass es im Gazastreifen weder Strom noch Trinkwasser gäbe, oder Mehl und andere Grundnahrungsmittel, die von Israel angeliefert werden. Präsident Abbas könnte nicht mehr nach China reisen und Millionen Palästinensern wäre die Bewegungsfreiheit in alle Richtungen versperrt. Die palästinensische Wirtschaft würde zusammenbrechen, wenn Palästinenser weder in Siedlungen noch in Israel ihrer Arbeit nachgehen oder nach Israel ihre Produkte verkaufen könnten.“

 

Das Forbes Magazin stellt klar – BDS schadet ausschließlich der palästinensischen Wirtschaft:

(…) The numbers speak for themselves: Israel (population 8.3 million) has GDP of $291 billion, the Palestinian Territories (population 4.1 million), $11.3 billion. In 2012, Israeli sales to the Palestinian Authority were $4.3 billion, about 5% of Israeli exports (excluding diamonds) less than 2% of Israeli GDP, according to the Bank of Israel. In 2012, Palestinian sales to Israel accounted for about 81% of Palestinian exports and less than a percentage point of Israeli GDP. Palestinian purchases from Israel were two-thirds of total Palestinian imports (or 27% of Palestinian GDP).

Such trade flow asymmetry shows Palestine needs Israel, economically speaking. Yet the BDS crowd would impair economic ties between these areas, despite evidence that trade between peoples lessens outbreak of war. BDS-ers want to obliterate the vast trade surplus Israel extends to Palestine and offer nothing in its place. (…)

 

 

bds

 

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#BDSfail

Beispiele dafür, dass BDS als reine Hasskampagne entlarvt wurden oder Aktionen durch erfolgreiche Gegenkampagnen scheiterten, sind gelistet bei israellycool.com, als Twitter-Hashtag, bei Instagram, auf einer Google-Map oder bspw. hier:

 

* Commerzbank schließt BDS-Konto

 

* 620 academics sign anti-BDS petition
Letter, signed by Alan Dershowitz and father of Daniel Pearl, says movement ‘violates the very principle of academic freedom’. Inzwischen sind es über 1300 Akademiker, die diese Petition unterzeichnet haben: Die Wissenschaftler richteten sich explizit gegen die propalästinensische BDS-Bewegung, die versuche, Israel zu dämonisieren und zu delegitimieren. BDS diskriminiere israelische Institutionen, Professoren und Studenten »aus keinem anderen Grund als wegen ihrer Nationalität und der Politik ihrer Regierung. Dadurch verletzt BDS das Prinzip der akademischen Freiheit.

 

* A last minute resolution to divest from Israel by a student group at the City University of New York (CUNY) was shelved following a strong showing by pro-Israel supporters. Ein sehr langes aber sehr aufschlussreiches Essay über die teils drastischen Methoden der BDS-Kampagne verfasste Todd Gitlin anlässlich dieses Resolutionsbemühens:  BDS and the Politics of ‘Radical’ Gestures. Boycotts and divestment can be useful tools for righting wrongs, but they are apolitical tantrums in cases of right versus right

 

* Buykott – eine Strategie gegen BDS
Im Bemühen um eine erfolgreiche Strategie, die gegen den BDS angewandt werden könnte, hat HonestReporting Sara Saber-Freedman interviewt, Vizepräsidentin des Centre for Israel and Jewish Affairs und Mitbegründerin von BUYcott.

„Buy made in Israel“-Flyer von Honestly Concerned: Jetzt erst recht!

 

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An die Boykotteure

Blöde Boykotteure:

„…Ein Boykott wie der folgende, zu lesen hier (http://www.salamshalom-ev.de/bds.html), ist für Juden wie Palästinenser nachteilig, für die Boykotteure unter Umständen tödlich:

Unser Vorschlag: Keine Produkte aus den israelischen Siedlungen in den Einkaufskorb, weil das Unrecht, das dort geschieht, durch unser Kaufverhalten nicht unterstützt werden soll! Aber dann mit allen Konsequenzen!

Welche Produkte soll man meiden?

Als nur nachteilig zu werten, wäre der Boykott von Orangen bis Victoria´s Secret, natürlich auch bezüglich der damit verbundenen Arbeitsplätze. Als potentiell tödlich zu werten, wäre ein Boykott von Produkten wie denen von TEVA.
Vergleichbares gilt für alle Produkte der israelischen medizintechnischen, pharmazeutischen Industrie. Erklären Sie das mal einen kranken Menschen oder einem Einkäufer in einem Krankenhaus oder einem behandelndem Arzt. (…)
(von: Dr. Rupert Reiger, der in einem Forschungszentrum der Luft- und Raumfahrtindustrie an Software und Algorithmen arbeitet.)

 

.

 

Weitere Links und Leseempfehlungen

Fighting Hamas, BDS and Anti-Semitism: Fighting violence, bigotry and hatred

 

Facebookgruppen:

Fight BDS

BDS-Guide

 

Dossiers:

Boykott des Friedens: Die BDS-Bewegung und der Westen. Eine Analyse der Analyse Friedrich-Naumann-Stiftung

Fighting BDS – von Barry Shaw

Ben-Dror Yemini: Exposing the lies of BDS

Noah Klieger: It’s time for an Israeli counterattack against BDS lies

Umfangreiche (aufklärende) Erläuterungen über die Kampagne auf BDS Global Digest

Interview mit Roz Rothstein, CEO der Pro-Israel- und Anti-BDS-Organisation StandWithUs

Successes and Failures of the BDS Campaign

The Truth about the Boycott, Divestment and Sanctions (BDS) Movement: Does it stand for Middle East peace or does it seek Israel’s destruction?

Der Trick mit der Landkarte: Tefal entfernt Israel von der Landkarte, doch dies „passierte“ auch schon Nivea, Air Berlin, Bushido und der UNRWA, allesamt aus verschiedensten Motivationen heraus.

Vorsicht Satire!
„Immer mal wieder wird zum Boykott Israels aufgerufen und dabei ein dämonisierendes Bild von Israel gezeichnet. Stellen wir uns mal vor, Deutschland würde so behandelt. Ein Boykottaufruf sähe wie folgt aus: Boykott Deutschland!

 

 

Veröffentlicht am November 16, 2014, in Antisemitismus, Apartheidlüge, Delegitimierung Israels. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Ein Kommentar.

  1. Seit Jahren bekämpfe ich die jüdische und israelische Palästinenserlobby in der Schweiz und in Deutschland. Informationen darüber finden Sie in den Webseiten:

    https://estherstagebuchauszichronyaacov.wordpress.com/
    http://www.israel-nachrichten.org/
    https://rememberamalek.wordpress.com/

    und in meinem Inserat in der schweizerischen „Weltwoche“.

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