Operation Schutzlinie #Israelunderfire

IDF Protective Edge

 

Diese Kollektion begleitete die israelische Militäroperation gegen den Terror der Hamas kontinuierlich unter den für diesen Blog relevanten Gesichtspunkten mit der Zusammenstellung lesenswerter Resourcen, Artikel, Kommentare, Analysen, Blogs, Hintergründe und vor allem weiterführenden Links und Informationen zum breiteren Verständnis für Israels Situation und dem Vorgehen der IDF vs. dem der Hamas.

Seit Beginn des bis 16. September ungestörten Waffenstillstands, der am Abend mit einer ersten Rakete aus Gaza gebrochen wurde, wird diese Kollektion mit den im Nachgang als weiterhin interessanten und lesenswerten Links ergänzt.

Am 14. Juni 2015 ist allerdings der israelische Untersuchungsbericht veröffentlicht worden, der zahlreiche neue Hintergründe, Dokumente und rechtliche Aspekte darstellt:

 

The 2014 Gaza Conflict: Factual and Legal Aspects - The Full Report

The 2014 Gaza Conflict: Factual and Legal Aspects – The Full Report

 

zuletzt aktualisiert: 14.06.2015

Eine kurze Chronologie und Basis-Information

Bis Juni 2014 in Wellen oder sporadisch, aber nach den Geschehnissen um die Entführung und Ermordung der Jugendlichen Eyal, Gilad und Naftali  stetig intensivierend, und seit Anfang Juli in unaufhörlichen Salven haben Hamas-Terroristen hunderte Raketen auf israelische Zivilisten gefeuert. Es wurden in der ersten Jahreshälfte 2014 vier mal mehr Raketen aus dem Gazastreifen abgeschossen, als im gesamten Jahr 2013.

Die Hamas und der islamische Djihad beschießen ganz Israel mit immer weitreichenderen Raketen als bisher und versuchen außer den israelischen Bevölkerunszentren auch den Atomreaktor in Dimona  sowie den Ben Gurion Flughafen zu treffen. Zudem droht sie der israelischen Bevölkerung auf Hebräisch:  „Wait for suicide attacks on every bus, café and street“.  Dass die Palästinenser eine eigene Lügenpropagandaindustrie aufgebaut haben, die als Pallywood bekannt ist, sollte inzwischen ebenfalls als Kriegsführung gegen Israel anerkannt werden.

Zugleich infiltriert die Hamas Israel mehrfach von der Meeresküste und auch von Tunneln aus. Inoffizielle Quellen berichten, dass die Hamas plante, anlässlich RoshHaShana, dem jüdischen Neujahrsfest, mehrere Hundert Terroristen durch die Tunnel nach Israel auf Massaker-Mission zu entsenden.

Auch Kämpfer der Fatah-Partei unter der Führung des palästinensischen Präsidenten ??????????????????????????????????????????
Mahmoud Abbas beteiligen sich an dem Raketenbeschuss auf Israel, wie der
palästinensische Journalist Khaled Abu Toameh beim Gatestone Institut mit zahlreichen
Quellenangaben aus palästinensischen Medien berichtet.
Und auch PMW zeigt auf: Abbas‘ movement warns Israelis in Hebrew to either flee or face death: „Death will reach you from the south to the north…The KN-103 rocket is on its way toward you“.


Die Waffen bekommt die Hamas übrigens übrigens via Schiff oder Tunnel, von Iran oder Syrien, über Wasser oder den Sinai.

GlobalSecurity erläutert die verschiedenen Raketen im Arsenal der Hamas, mit denen sie nicht nur den „zionistischen Feind“, sondern auch 25% arabische Israelis, Jerusalem samt heiliger Stätten, die Palästinenser im Westjordanland, Drusen, Beduinen und das Gaza mit Strom versorgende Kraftwerk im Visir haben.

Ebenfalls die regionalen Auswirkungen von Treffern auf den Atomreaktor werden bewusst in Kauf genommen, UN-Gebäude werden als Waffenlager und Raketenabschussbaseb missbraucht, Zivilisten zum Schutz der Infrastruktur der Hamas gezwungen, um möglichst viele Opfer zu provozieren.

 

Israel hat deshalb am 7. Juli 2014 die Operation Schutzlinie (engl.: Protective Edge, hebr.: Tzuk Eitan) gegen die Hamas und andere Terrororganisationen im Gazastreifen erheblich ausgeweitet, mehr dazu im Sondernewsletter der israelischen Botschaft vom 9.7..
Die Operation, zu der MP Netanyahu in diesem Video Stellung nimmt,  beinhaltet zunächst lediglich Luftangriffe auf Raketenabschussstellungen, Tunnel und Kommandozentralen der Hamas, dennoch wurden 40.000 Reservisten für eine mögliche Bodenoffensive einberufen.

 

Das israelische Sicherheitskabinett hat am Morgen des 15. Juli einem Vorschlag von ägyptischer Seite für eine Feuerpause zugestimmt. Die Feuerpause sollte um 9:00 Uhr beginnen. Ministerpräsident Benjamin Netanyahu: „Das Kabinett hat dem ägyptischen Vorschlag einer Feuerpause zugestimmt. Wir haben von Anfang an gesagt, dass es unser Ziel ist, den Raketenbeschuss zu stoppen und den Bürgern Israels Sicherheit zu verschaffen. Wenn die Hamas den Vorschlag ablehnt und der Beschuss anhält, dann werden wir unsere Operation fortsetzen und sie so verstärken, wie es für die Verteidigung unserer Bürger notwendig ist.

Seit Beginn der Feuerpause um 9 Uhr Ortszeit haben dann Terroristen mindestens 50 Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel geschossen, als Israel am Nachmittag seine Verteidigungsangriffe wieder aufnahm. Der einhelligen Medienreaktion („Israel greift Gaza an“) widmet sich der Beitrag weiter unten.

Israel hat diesen Krieg nicht nur nicht gewollt, sondern war auch – im Gegensatz zur Hamas – unvorbereitet.
Zudem provoziert die Hamas zur Gewinnung des Meinungskrieges so viele Tote wie möglich, indem sie die Menschliche Schutzschild-Strategie anwendet.
Diesem Thema, sowie der Völkerrechtsverletzung der Hamas, mehr in diesem Beitrag weiter unten.

 

Die Israel Defense Forces haben am 17.7. zu einer vereinbarten humanitären Feuerpause ihre Militäroperation ausgesetzt. Dies sollte der Zivilbevölkerung des Gazastreifens die Möglichkeit geben, sich mit Nahrung, Medizin u.Ä. einzudecken. Unterdessen schoss die Hamas weiter Raketen auf Israel.
13 Hamas-Terroristen versuchten unterdessen am gleichen Tag über einen Tunnel aus dem Gazastreifen nach Israel einzudringen. Die ZAHAL haben dies unterbunden.

Die Israel Defense Forces haben in der Nacht vom 17. auf den 18. Juli mit einer Bodenoffensive, unterstützt von Luftwaffe und Marine, im Gazastreifen begonnen. Dies ist das Ergebnis von
* rund 1500 Raketen, die aus dem Gazastreifen auf Israel innerhalb 10 Tagen abgeschossen wurden.
* Terroristen, die versuchten, durch Tunnel nach Israel einzudringen.
* der Missachtung der humanitären Feuerpause vom 17.7. durch die Hamas.
* der Ablehnung einer Feuerpause am 17.7., die von Israel akzeptiert wurde.

Ziel der Bodenoffensive, die gestartet wurde, nachdem alle anderen Bemühungen nach einer Befriedung gescheitert sind, ist die Zerstörung der Infrastruktur der Terrortunnel.

Am 26.7. trat um 8 Uhr morgens eine wiederholte 12-stündige Waffenruhe ein, die von der Hamas gebrochen wurde, weshalb Israel die Einsätze gegen die Terror-Infrastruktur und die Tunnel wieder aufnahm.

Am 29.7.  ist bereits zum dritten Mal seit Beginn der Operation „Schutzlinie“ in einer Schule der UNRWA im Gazastreifen Waffen gefunden, die von Terroristen dort versteckt worden waren. Die verwobene Rolle der UNRWA mit der Hamas wird in einem eigenen Paragrafen in dieser Kollektion und dem eigenen Blogartikel Israel und die UNRWA behandelt.

Am Morgen des 1.8. hat die IDF die vereinbarte 72-stündige Feuerpause ab 8.00 Uhr  umgesetzt.

Diese Feuerpause wurde einseitig von der Hamas gebrochen, indem sie fortgesetzt Raketen auf Israel schoss und israelische Soldaten angriff.
Teil der vereinbarten Waffenruhe war, dass Israel mit der Zerstörung der Terrortunnel fortfahren durfte.
Bei einem Selbstmordattentat eines Hamas-Terroristen, der aus dem Tunnel heraus auf eine IDF-Einheit stieß, wurden zwei Soldaten getötet und ein Soldat entführt.

Die Hamas hat in den letzten Wochen immer wieder IDF-Soldaten, die die Terrortunnel zerstören, aus dem Hinterhalt angegriffen.

Am Morgen des 3.8. wurde Hadar Goldin für tot erklärt, da Untersuchungen darauf hinweisen, dass er während des Vorfalls starb.

Am 5.8. trat um 8.00h eine von Ägypten ausgehandelte 72-stündige Feuerpause in Kraft. Vor Beginn der Waffenruhe erklärte der Sprecher der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL):

„Alle Bodentruppen werden zu Beginn der Feuerpause aus dem Gazastreifen abgezogen. ZAHAL wird Verteidigungspositionen nahe der Grenze zum Gazastreifen beibehalten. Israel hat 32 Tunnel zerstört, die die Grenze (zwischen Israel und dem Gazastreifen) unterquerten.
In der letzten Stunde vor Inkrafttreten der Feuerpause wurden noch Raketen auf Ashdod, Ashkelon, Beer Sheva, Rishon LeZion, Gush Etzion, Bethlehem und das östlich von Jerusalem liegende Maale Adumim abgefeuert.
Eine M-75-Rakete, die wenige Minuten vor Inkrafttreten der Feuerpause abgefeuert wurde, ging in der Nähe einer Moschee nieder und traf ein Haus in Beit Sahour zwischen Jerusalem und Bethlehem.“
​Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte zur vollständigen Zerstörung aller Terrortunnel im Gazastreifen:

„Es war eine komplizierte Operation, die von mutigen Soldaten unter schwierigen Kampfbedingungen ausgeführt wurde. Ich möchte Generalstabschef Benny Gantz, den Oberbefehlshaber der südlichen Streitkräfte Sammy Turgeman, die Kommandanten, Soldaten und die Mitarbeiter des Allgemeinen Sicherheitsdienstes (SHABAK) loben, die über den nötigen Kampfgeist verfügten, der zu sehr beeindruckenden Ergebnissen geführt hat. Die Operation hat ein strategisches Netzwerk getroffen, in das die Hamas über die vergangenen Jahre große Anstrengungen investiert hat. Diese Tunnel hätten es der Hamas ermöglicht, Zivilisten und Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) zu entführen und ermorden, indem sie simultan Angriffe aus den vielen Tunneln ausgeführt hätte, die in unser Gebiet eindrangen. Wie ich zu Beginn der Operation gesagt habe, gibt es keine Garantie für einen hundertprozentigen Erfolg, doch wir haben unser Möglichstes getan, um das Maximum zu erreichen. Ich möchte auch den Familien mein Beileid aussprechen, die ihre Lieben in dieser für die Verteidigung der israelischen Bürger so wichtigen Operation verloren haben. Ich spreche zu ihnen allen und sage ihnen, dass ihre Söhne in einer Schlacht gefallen sind, die gerechter nicht hätte sein können. Die gesamte Nation umarmt sie.“
Der Vorschlag für die Feuerpause wurde von Israel bereits vor 3 Wochen am 15. Juli akzeptiert, zu diesem Zeitpunkt jedoch von der Hamas abgelehnt.
Die Hamas trägt damit die direkte Verantwortung für die Opfer der vergangenen Zeit.
Folgende bisherigen Feuerpausen wurden bisher von der Hamas entweder abgelehnt oder innerhalb kurzer Zeit gebrochen:

15.7. – Durch Ägypten vermittelte Feuerpause
17.7. – 5-stündige humanitäre Feuerpause
20.7. – 4-stündihe humanitäre Feuerpause im Gebiet Shejaiya
26.7. – 12-stündige Feuerpause auf Bitte der UNO
26.7. – Von der Hamas ausgerufene 24-stündige Feuerpause
27.7. – 24-stündige Verlängerung der Feuerpause durch Israel
28.7. – Feuerpause anlässlich des muslimischen feiertags Id al-Fitr
30.7. – 4-stündige Feuerpause
1.08. – 72-stündige Feuerpause auf Vorschlag der UNO und USA

Der Übergang Kerem Shalom musste geschlossen werden, nachdem er von zahlreichen Raketen getroffen worden war. Der Transport von 280 LKW mit humanitären Hilfsgütern in den Gazastreifen, darunter Nahrung und medizinisches Material verzögert sich somit.
MP Netanyahu nahm zur Operation am 6.8. wie folgt in einer PK mit internationalen Journalisten Stellung:
„Israel bedauert zutiefst jedes zivile Opfer, jedes einzelne. Wir nehmen sie nicht zum Ziel, wir wählen sie nicht bewusst aus. Das Volk in Gaza ist nicht unser Feind. Unser Feind ist die Hamas; unser Feind sind die anderen Terrororganisationen, die versuchen, unsere Bürger zu töten. Und wir haben außergewöhnliche Maßnahmen ergriffen, um zivile Opfer zu vermeiden. Die Tragik des Gazastreifens ist, dass er von der Hamas beherrscht wird – einer tyrannischen und fanatischen Terrorgruppe […]. Sie wollen zivile Opfer, um sie als PR-Futter nutzen zu können. […] Durch ihre Strategie missbraucht und opfert die Hamas Zivilisten im Gazastreifen. Sie missbrauchen sie als menschliche Schutzschilde; sie bringen sie in Gefahr und treiben die Zahl der Opfer bewusst in die Höhe. Sie feuern ihre Raketen auf Israel aus Schulen, Krankenhäusern und Moscheen ab. […]

In der Nacht zum 11.8. ist zwischen Israel und der Hamas erneut eine unter Vermittlung Ägyptens zustande gekommene 72h-Feuerpause in Kraft getreten. Nach einigen Raketen vor Ablauf der 72h-Feuerpause trat eine weitere, fünftägige Feuerpause am 14.8. in Kraft.

Am 19.8. sind drei Raketen aus dem Gazastreifen in den Städten Beer Sheva und Netivot eingeschlagen. Bei der somit von der Hamas gebrochenen Waffenruhe handelt es sich bereits um die elfte, die von der Organisation entweder abgelehnt oder verletzt wurde. Da eine Unterbrechung der Kampfhandlungen Vorbedingung für die Verhandlungen in Kairo war, ist das israelische Verhandlungsteam von dort zurückbeordert worden.
Zuvor war die Feuerpause zwischen Israel und der Hamas am Montag um weitere 24 Stunden verlängert worden.Der Sprecher des Ministerpräsidenten erklärte, es handele sich dabei um eine schwerwiegende und unmittelbare Verletzung der Waffenruhe, zu der sich die Hamas selbst verpflichtet hat.Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben daraufhin Ziele im Gazastreifen angegriffen, die zur Unterstützung des Terrors dienen.Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte:
Das israelische (Verhandlungs-)Team in Kairo hat die klare Aufgabe, auf der Sicherheit Israels zu bestehen. Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte sind zu starker Aktion bereit, falls der Beschuss wieder aufgenommen wird.Verteidigungsminister Moshe Yaalon sagte:
Die Operation Schutzlinie ist noch nicht vorüber. Wie versprochen, werden wir nicht aufhören, bis wir nicht Ruhe und Sicherheit hergestellt haben. Wie sind auf die Ergebnisse der Gespräche in Kairo vorbereitet, ob sie nun Ruhe bringen, oder ob jemand versucht, uns durch eine Eskalation herauszufordern.Seit 20.8. fünf Uhr MEZ gab es erneut massiven Raketenbeschuss auf südisraelische Städte wie Ashkelon, wo ein Haus und ein Einkaufszentrum getroffen wurden, ebenso gab es Einschläge in Tel Aviv und, kurz vor Mitternacht Ortszeit, im Großraum Jerusalem.
Der Iron Dome fing zahlreiche Raketen ab, die sonst in bewohntem Gebiet eingeschlagen wären.
Zwischen 20. und 21.8. waren mehr als 200 Raketen auf Israel abgefeuert worden.Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) reagieren auf den anhaltenden Raketenbeschuss mit Angriffen auf terroristische Ziele im Gazastreifen. Dabei wurden in der Nacht zum 21.8. zwei ranghohe Mitglieder der Hamas, Raed Attar und Mohammed Abu Shamala, getötet. Raed Attar spielte eine große Rolle im Bau der Tunnel, die zu Angriffen auf Israel genutzt wurden. Er war an Terroranschlägen beteiligt, bei denen Israelis getötet wurden und an der Entführung von Gilad Shalit. Mohammed Abu Shamala war Kommandant der Hamas-Kämpfer im Süden des Gazastreifens. Er war an dutzenden Terrorangriffen beteiligt, bei denen Soldaten der ZAHAL getötet wurden. Israel beruft 10.000 Reservisten ein, währenddessen bricht der massive Raketenbeschuss auf Israel nicht ab.
In dem fortgesetzten Raketenhagel auf Israel stirbt der 4-jährige Daniel Tregerman. Die Eltern hatten nur Zeit die zwei jüngsten Kinder rechtzeitig in den Bunker zu bringen, so daß der 4-jährige Daniel auf dem Weg in den Bunker ermordet wurde. Und er wurde nicht von irgend einer Rakete ermordet. Es war eine Rakete, die von einer von der Hamas als ziviler Schutzbunker deklarierten Schule abgefeuert wurde.
Hier ein Kommentar einer israelischen Mutter und wie sie diese Tage erlebt:
„Yesterday, a four year old boy was killed in his home. By a mortar Hamas fired from a school in Gaza against his kibbutz in the south of Israel (Times of Israel). Three seconds between the sounding of the siren and the hit. Three seconds for the parents to rush their three children into the safety room. They managed to save the lives of Daniel’s two smaller siblings, they didn’t manage to save Daniel.Around the same time sirens sounded in Tel Aviv. I stopped my car and laid down next to a cement block on a lawn by the road. Spotting two small girls running to the lawn, I called them to lie down next to me. Three seconds later their mother followed with their baby brother. She covered him with her body (picture), as we mothers in Tel Aviv and most of Israel have learned to do over the last few weeks of Hamas‘ rocket terror. As the mothers in Israel’s south have been forced to do for fourteen years. As Daniel’s mother would have done had she had the chance to.Around the same time Hamas executed 18 Palestinians in Gaza, in a busy square outside a mosque, to the eyes of small children (Reuters). The third public execution of their own people this month alone.Around the same time, ISIS terrorists crucified 18 people in public squares throughout eastern Syria (Spiegel).Slowly, slowly, Europe is waking up to the horrors of Islamic Jihad. To beheadings of Western journalists. To mass executions, kidnapping and mid-evil torture of anyone, including women and children, considered infidel in their sick eyes. To the homegrown ISIS fighters who will eventually return to Paris, London, and Berlin with the quest to fulfill their Jihadi mission.Slowly, slowly, Europe is waking up to the terror Israel has been fighting against for decades. To the revelation that Hamas and its brethren do not care about the Palestinian people. Do not care for a Palestinian State. What do they want?„Allah is its goal, the Prophet is the model, the Qur’an its constitution, jihad its path, and death for the sake of Allah its most sublime belief……We must spread the spirit of Jihad among the [Islamic] Umma, clash with the enemies and join the ranks of the Jihad fighters. The ‘ulama as well as educators and teachers, publicity and media men as well as the masses of the educated, and especially the youth and the elders of the Islamic Movements, must participate…“
(Hamas Charter, Art. 8, 15)

Slowly, slowly, Europe is waking up to our nightmare.“

 

Seit der Nacht zum 24.8. wurde Israel von drei Fronten mit Raketen beschossen. Mehr als 800 Raketen wurden seit Ende des letzten Waffenstillstandes aus Gaza auf Israel abgefeuert.
Zwei Zivilisten wurden noch am Abend des 26.8. in einer massiven Raketensalve  getötet, bevor um 19.00 Uhr Ortszeit von Israel und Hamas und Abbas eine Waffenruhe auf unbestimmte Zeit angekündigt wurde, es waren aber noch weiterhin Alarme und Explosionen bis Tel Aviv zu vermelden. Inhalt der ersten Stufe der Waffenruhen-Vereinbarung: Ende aller Beschüsse, Öffnung der Grenzen Gaza/Ägypten, Ausweitung der Fischereizone. Zweite Stufe: Verständigung Israels und der Hamas über einen Bau eines Hafens und Freilassung von Hamas-Insassen in israelischen Gefängnissen.

 

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Nach dem Waffenstillstand ist vor dem…

Während die Waffenruhe von den Palästinensern als Sieg über Israel gefeiert und wie in dem Bericht Jubel und Tote beschrieben – hier illustriert von den Al-Qassam-Brigaden- , steht Israel nun eventuell eine Zuspitzung an der Front im Norden mit Raketen auf den Golan bevor.

In Bezug auf die Hamas und den Terror stellt sich für Israel die Frage, was erreicht wurde, zu welchem Preis, ob die richtigen Entscheidungen getroffen wurden, welche Untersuchungen folgen müssen und wie es weiter geht.

Auch werden erst im Laufe der Zeit nach einem Krieg so manche wichtigen und bewegenden Worte gefunden.

An dieser Stelle einige lesenswerte Artikel und Analysen aber auch Kommentare und Persönliches zum Gaza-Krieg:

 

Drei unangenehme Wahrheiten zum Nahostkonflikt

The war Netanyahu won, and the one he may lose

Letter from an IDF soldier – None of us wanted war

Brief an den UNO-Generalsekretär von den Eltern des von einer Rakete getöteten Daniel (4)

 

Ulrich Sahm: Der Gaza-Krieg als Zäsur
Ende September sollen indirekte Verhandlungen in Kairo die Konditionen der Feuerpause fixieren. Doch noch könnten jederzeit der Raketenbeschuss auf Israel und die Bombardements im Gazastreifen wieder aufflammen. Die wirtschaftlichen wie politischen Auswirkungen dieses Konflikts sind noch nicht absehbar. Gleichwohl spricht die Konrad Adenauer Stiftung in Ramallah nach Auswertung einer Umfrage unter Palästinensern von  einer „Zäsur“.
Weiter im Originalartikel auf Audiatur-Online

 

Der AP-Reporter Matti Friedman: Die Israel-Story
Die Bedeutung dieses Sommerkriegs liegt meiner Meinung nach nicht im Krieg selber. Sie liegt vielmehr darin, wie dieser Krieg im Ausland beschrieben und wie auf ihn reagiert wurde, und wie dadurch alte, verquere Denkmuster wieder auflebten und von den Rändern in die Mitte des westlichen Diskurses wanderten – nämlich eine feindselige Obsession mit Juden.

Den Schlüssel für das Verständnis dieses Wiederauflebens kann nicht bei den Verantwortlichen der Jihad-Webseiten gefunden werden, auch nicht bei den Verschwörungstheoretikern im Untergrund oder radikalen Aktivisten. Er wird zuerst bei den gebildeten und respektierten Leuten gefunden, die die international Nachrichtenindustrie bevölkern; anständige Leute, viele von ihnen, und einige meiner früheren Kollegen.

Die globale Manie um israelische Aktionen wird inzwischen für selbstverständlich gehalten, dabei ist sie das Resultat von Entscheidungen, die einzelne Menschen in verantwortlicher Postionen getroffen haben – in diesem Fall Journalisten und Editoren. Die Welt reagiert nicht auf das Geschehen in diesem Land, sondern auf die Beschreibung dieses Geschehens durch Nachrichtenagenturen. Die eigentümliche Natur dieser Reaktion kann man nur verstehen, wenn man sich die Praxis des Journalismus ansieht und im Besondern die ernsten Produktionsfehler, wie sie hier in Israel in diesen Beruf, meinem Beruf, auftreten.

In diesem Essay will ich versuchen, ein paar Werkzeuge zu liefern, um den Zusammenhang der Nachrichten aus Israel herzustellen. Ich habe diese Werkzeuge als Insider erworben: Von 2006 bis Ende 2011 war ich Reporter und Editor im Jerusalembüro der Associated Press, eine der beiden weltweit grössten Nachrichtenagenturen.

Weiter im aus dem Englischen übersetzen Artikel Ein Insider-Handbuch zur wichtigsten Story der Welt

Diese Story erreichte so viel Aufmerksamkeit, dass er am 16.9. eine Antwort an seine Kritiker schrieb.

 

 

… to be continued

 

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Aktuelle Quellen und Hintergründe zur Militäroperation, inzwischen auch „50-Tage-Krieg“ genannt

Fortlaufende Updates erhalten Sie über verschiede Medienkanäle wie bspw.:
http://www.ynetnews.com/home/0,7340,L-3089,00.html
https://www.facebook.com/qassamcount
https://twitter.com/TOIAlerts

Times of Israel oder i24news halten mit einem Live-Blog auf dem Laufenden.

Neben einer Internetseite zur Operation Schutzlinie des israelischen Außenministeriums ist auch der IDF-Blog und seine Sozialen Medien-Kanäle stets aktuell, mit Fotos, Videos und Hintergrundberichten zur empfehlen.
Hier direkt zu den Life-updates der IDF

 

F&A – Operation Schutzlinie des israelischen Außenministeriums
Die aktualisierte Version unserer Publikation >Fragen und Antworten zur Operation Schutzlinie< geht unter anderem auf die Fragen ein: Gibt es eine Blockade des Gazastreifens? Warum war es so schwer, eine Waffenruhe zu erreichen? Warum ist es wichtig, den Gazastreifen zu demilitarisieren? Warum ist es wichtig, den Güterverkehr in den Gazastreifen zu kontrollieren?
Unter der Frage Gibt es eine Blockade des Gazastreifens? heißt es unter anderem:
Nein, es gibt keine israelische Blockade des Gazastreifens. Vier Jahre lang wurde die Einfuhr aller Güter in den Gazastreifen, mit Ausnahme von Waffen und Geräten, die von Terroristen verwendet werden könnten, genehmigt. Nicht nur Lebensmittel, Medizin, Benzin und Hilfsgüter wurden durch die Übergänge von Israel in den Gazastreifen gebracht, sondern auch Konsumgüter aller Art.
Darüber hinaus teilt der Gazastreifen auch eine Grenze mit Ägypten. Ägypten, nicht Israel, kontrolliert den Grenzübergang Rafah im südlichen Gazastreifen.
Zur aktualisierten online-Version der F&A in deutscher Sprache

Weitere Fakten zur aktuellen Situation hat das israelische Außenministerium unter diesem Link auch mit anschaulichen Grafiken zusammengestellt.

Hier finden sich die Antworten des israelischen Botschafters auf Fragen in einem Facebookchat vom18.7.

Israel, Hamas, Abbas, Ägypten… : Wer will was in diesem Konflikt?

Unter diesem Link finden Sie die umfassende Erläuterung zur Strategie der IDF, die terroristische Infrastruktur der Hamas gezielt anzugreifen

Unter diesem Link finden Sie eine Zusammenstellung der Strategie der „Menschlichen Schutzschilde“ der Hamas, mehrfach belegt durch Videos und Zitate, die bewusst und gezielt ihre Bürger anweist, nicht mit der IDF zu kooperieren und zuvor angekündigte Angriffsziele nicht zu verlassen, was gegen die Genfer Konventionen verstösst (Auszüge).

 

Vom ITIC findet sich hier ein PDF zum Missbrauch von Krankenhäusern und Krankenwagen für terroristische Zwecke:

 

Hier eine Präsentation mit völkerrechtlichen Aspekten, die die Methode der Hamas aufzeigt, so viele zivile Opfer nicht nur auf der israelischen Seite, sondern auch auf ihrer eigenen Seite zu provozieren. Dabei kommt es immer wieder zu tragischen Vorfällen wie am 24.7. im Al-Wafa-Krankenhaus.

Mehr und ausführlicher zum Völkerrechtsbruch der Hamas weiter unten in diesem Beitrag.

 

5 Lügen über den Konflikt zwischen Israel und der Hamas

 

Fünf Irrtümer über den Israel-Hamas-Konflikt
„Die Hamas ist doch geradezu gezwungen, zu kämpfen, so lange Gaza abgeriegelt ist“
„Die palästinensischen Raketen sind doch nur bessere Feuerwerkskörper“
„Die israelischen Luftangriffe sind unverhältnismäßig hart“
„Das Missverhältnis bei den Opferzahlen zeigt klar, dass Israel der Aggressor ist“
„Ein Waffenstillstand ist das Gebot der Stunde“

 

Israels Stellungnahme zum Al-Wafa-Krankenhaus
Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben gezielt bestimmte Punkte und Terroristen auf dem Gelände des Al-Wafa-Krankenhauses in Gaza-Stadt angegriffen. Das Krankenhausgelände und seine unmittelbare Umgebung sind wiederholt von der Hamas und dem Palästinensischen Islamischen Dschihad als Kommandozentrale, Raketenabschussrampe und Unterstand für Scharfschützen missbraucht worden.

 

Hintergrund: Jenseits der Schlagzeilen – Terrortunnel der Hamas
Die Tunnel-Industrie der Hamas war gut bekannt als Weg, um Waffen, Güter, Geld und sogar Terroristen in den Gazastreifen zu schmuggeln, zum Großteil von der Sinai-Halbinsel in Ägypten. Doch diese Tunnel wurden zum Großteil durch Ägypten verschlossen. In jüngster Zeit nutzen die Hamas und anderer Terrororganisationen ihr Know-How auf diesem Gebiet für deutlich schlimmere Zwecke: Terroranschläge auf israelischem Gebiet.
Apropos Tunnel: Hamas hat nicht nur 800.000 Tonnen Zement dafür verwendet, um ihre Tunnel zu bauen, sondern dafür auch Kinder eingesetzt. Über 160 Kinder sind dabei gestorben.

 

Übrigens: Journalisten aus dem Gazastreifen: Hamas benutzt Menschen als Schutzschilde
Verschiedene ausländische Journalisten im Gazastreifen haben in den vergangenen Tagen auf Twitter darüber berichtet, dass sie hautnah erleben, wie Raketen aus Wohngebieten abgefeuert wurden.

 

Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) haben ein Hamas-Handbuch zum Häuserkampf entdeckt, das zur Shujaiya-Brigade der Al-Kassam-Brigaden, dem militärischen Arm der Hamas, gehörte. Im Handbuch wird beschrieben, wie die Zivilbevölkerung gegen Soldaten der ZAHAL eingesetzt werden kann. Außerdem enthüllt es, dass der Hamas bewusst ist, dass die ZAHAL alles tun, um Schaden von der palästinensischen Zivilbevölkerung möglichst abzuhalten.

 

F&A – Der Nahostkonflikt, Antisemitismus und der Holocaust

Unter dieser Überschrift hat die Gedenk- und Bildungsstätte Yad Vashem eine Reihe von Fragen und Antworten formuliert, die sich mit Bezugnahmen auf die Shoah im Rahmen der Diskussionen um die aktuelle Operation gegen die Hamas im Gazastreifen beschäftigt.
Der Text in englischer Sprache versucht, folgende Fragen zu beantworten und zugleich bestimmte Behauptungen und Anklagen zu entkräften: Kann man die aktuelle israelische Militäroperation gegen die Hamas mit dem Holocaust vergleichen? Was ist Völkermord und warum handelt es sich bei den gegenwärtigen Ereignissen im Gazastreifen nicht um Völkermord? Kann der Gazastreifen als „Vernichtungslager“ oder „Todeslager“ bezeichnet werden? Kann der Gazastreifen als „Ghetto“ bezeichnet werden? Ist jede Kritik an Israel antisemitisch?
Zur online-Version der F&A von Yad Vashem
Videokanäle und Fotodatenbanken Israels zur aktuellen Situation finden Sie hier:

IDF
Videos
Flickrfoto-Album

MFA – Videos und Fotos

Weitere Video-Linkempfehlungen zur aktuellen Situation:

Ron Prosor to the General Assembly: Israel is on the Frontline of the War Against Radicals

There Is No Israeli Siege On Gaza

UN-Watch Director Hillel Neuer to the UN

13 Beweisvideos zur perfiden Strategie der Hamas, die eigene Bevölkerung zu missbrauchen

Die Facebookseite Israel under fire ist eine Plattform, auf der Israelis ihre Erlebnisse und Informationen posten, auch unter dem offiziellen Hashtag #Israelunderfire in den sozialen Medien erfährt man Eindrücke und von den Menschen vor Ort.

 

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Israel muss sich wehren

Angesichts der Situation, in die Israel von der Hamas gezwungen wurde und in der über 6 Millionen Israelis (25% davon arabische Israelis, ebenfalls beschossen in arabischen Dörfern, Haifa, Jerusalem)  ihren Alltag unter Raketenbedrohung und auch ihre Hochzeiten unter Raketenalarm gestalten müssen, stellt man sich zwangsläufig Fragen wie

BZ Titel 20112012* Wo bleiben die internationalen Verurteilungen gegen diesen unsäglichen Raketenbeschuss auf israelische Zivilisten?
* Wo bleibt der öffentliche Druck auf die so gepriesene neue Einheitsregierung, die der durch und durch terroristischen Hamas bisher offenbar doch nur Aufwind verschafft hat?
* Warum empört sich die muslimische Welt nicht gegen den Raketenbeschuss auf eine ihrer heiligsten Städte?
* Welcher Staat würde und kann es denn akzeptieren, dass seine Bevölkerung einem ständigen Raketenhagel ausgesetzt wird?

wie sie Zentralratspräsident Graumann in seinem Kommentar zur Lage stellt.

In  Israel muss sich wehren (Welt, 8.7.)  erläutert Richard Herzinger in Kürze worum es geht,

ebenso wie Christian Reichelt in Israel allein zuhaus (BILD 9.7.).

„Fast eine Woche lang hatte die israelische Regierung abgewartet. Doch die Hoffnung, dass Hamas und Islamischer Dschihad ihre Raketenangriffe aus Gaza stoppen, erfüllte sich nicht. Statt auf die ägyptischen Vermittlungsbemühungen einzugehen und zur alten Waffenruhe zurückzukehren, feuerten sie am Montagabend innerhalb kürzester Zeit mehr als 60 Raketen aus dem Gazastreifen auf den Süden Israels ab. Kurz nach Mitternacht dann begann die israelische Armee die Operation „Defensive Edge“.„(FAZ)

Israel hat nur eine Chance!
(Stephan-Andreas Casdorff im Tagesspiegel, 10.7.)
Fakten! Ja, wollen wir über Fakten reden? Das ist sicher schwierig in dieser aufgeheizten Situation in Nahost, aber nötig. Um den Überblick nicht zu verlieren und nicht ganz das Verständnis dafür, woher dieser Zorn kommt.
1948, 1956, 1967, 1973 – immer wieder gab es Kriege, immer wieder mit dem Ziel, den Staat Israel auszulöschen, die Juden zurück ins Meer zu werfen. So sagten es ihre Feinde. Und dazwischen immer Terror. Aber in all dieser Zeit gab es auch immer neue Anläufe zum Frieden, Angebote an die arabische Welt mit neuen Chancen.
Nur ist ein Faktum: Israel hat keine zweite. Hat dieser Staat inmitten eines Meeres der Feindschaft einmal verloren, ist er für immer verloren.
Was ist mit früheren Abkommen?
Nicht, dass es das besser machte, aber: Einmal hat Israel den Palästinensern getraut, und was ist daraus geworden? 1993 wurde in Washington „Oslo I“ unterschrieben, eine Erklärung zur Selbstverwaltung der Palästinenser. Unterschrieben von den Außenministern Mahmud Abbas und Schimon Peres, im Beisein von Yitzhak Rabin und Jassir Arafat. Und von Bill Clinton; das war, als die USA noch Nahostpolitik machten. Beide Seiten erkannten einander erstmals offiziell an, Israel akzeptierte die PLO als offiziellen Vertreter der Palästinenser, die PLO verpflichtete sich, aus ihrer Charta alles zu streichen, was die Vernichtung Israels zum Ziel hat. Das Abkommen wurde sofort von der Knesset ratifiziert. Von der PLO? Bis heute nicht.
Seit dem einseitigen Rückzug der Israelis 2005 sind bis heute 900 Raketen und 5000 Granaten aus dem Gazastreifen abgefeuert worden. Die radikale Palästinenserorganisation Hamas, die seit 2007 den Gazastreifen beherrscht, hat mehr als 80 Selbstmordanschläge verübt und rund 1000 Israelis getötet. Die Hamas, die durch Tunnel nach Israel einsickert oder von See angreift; die Hamas, die von den USA, der EU und anderen als Terrorgruppe bezeichnet wird, wie die Isis, wie Al Qaida, Hisbollah, Boko Haram.

 

Passend dazu hielt am Mittwoch, 20. August, Minister Lapid die Gedenkstätte Gleis 17 im Bahnhof Grunewald im Süden Berlins und hielt dort die folgende Rede:

„Die Shoah stellt uns alle vor dieselbe Frage: Was hätte ich getan?
Was hätte ich getan, wenn ich als Jüdin oder Jude 1933 in Berlin gelebt hätte, als Hitler an die Macht kam? Wäre ich geflohen? Hätte ich mein Haus oder mein Geschäft verkauft? Meine Kinder mitten im Schuljahr von der Schule genommen? Oder hätte ich mir gesagt: es wird vorbeigehen, das ist nur ein vorübergehender Wahn, Hitler sagt all diese Dinge nur, weil er Politiker ist und eine Wahl gewinnen will. Ja, er ist ein Antisemit, aber wer ist das nicht? Wir haben Schlimmeres durchlebt als das. Besser, wir warten ab und halten uns still. Es wird vorbeigehen.
(…)
Hier an diesem Ort möchte ich in aller Deutlichkeit sagen, dass die Führer der Hamas, eine anti-westliche und antisemitische Terrororganisation sich nicht sicher fühlen können, solange sie weiter unschuldige Zivilisten angreifen. Wie es jede europäische Regierung täte und wie es die USA mit Osama Bin Laden getan haben, so werden auch wir jeden einzelnen Führer der Hamas verfolgen.

Das ist das Böse, mit dem wir alle konfrontiert sind, und Israel steht in vorderster Reihe. Europa sollte wissen, dass diese Leute zu euch kommen werden, wenn wir sie nicht aufhalten. Wir müssen alles tun, um Leid und den Tod Unschuldiger zu verhindern, aber wir stehen hier am richtigen Ort, um der ganzen Welt zuzurufen: wir werden nie wieder in die Züge steigen. Wir werden uns vor dem totalen Bösen schützen.“
In seltenen Berichten und Artikeln deutscher TV, Radio und Print Medien ist die Erkenntnis einiger Journalisten anerkennungswürdig zu herauszulesen, dass die Fakten der Geschichte zur Kenntnis genommen sind und erkannt wurde, dass die Hamas keinen Verteidigungskampf gegen die IDF sondern einen Angriffskrieg gegen ein ganzes Land führt, dass sie eigene Zivilisten opfert und dass sie eine israelische Bodeninvasion provoziert.Dennoch bleibt das mulmige Gefühl, dass es lediglich nüchterne Blicke von den sicheren Tribünen des Westens aus sind, die keinerlei Empfindung für die Menschen in Israel erübrigen. Und entsprechend vorangegangenen militärischen Auseinandersetzungen Israels mit einer Terrororganisation ist es auch diesmal so, dass das Meinungsbild mit jedem palästinensischen Todesopfer und jedem Schreckensfotos – ob gefälscht oder nicht – immer mehr gegen Israel kippt.Über die verheerenden antisemitischen und antiisraelischen Hetz-, Hass- und Gewaltexplosionen gegenüber den Pro-Israel-Demonstrationen und bei den Pro-Gaza-Demonstrationen, auch mitverschuldet durch ebendiese einseitige Berichterstattung, wird auf der Blogrubrik Veranstaltungen berichtet.
.Zur Verhältnismäßigkeit der Reaktion Israels
Die gegenwärtigen Kämpfe in Israel und im Gaza-Streifen, insbesondere der tragische Tod von Zivilisten und die Beschädigung zivilen Eigentums im Verlauf des Konflikts, werfen wichtige und herausfordernde Fragen auf. Was ist ein legitimes Ziel bei der Reaktion auf einen terroristischen Angriff? Wie kann bestimmt werden, ob eine Reaktion verhältnismäßig oder unverhältnismäßig ist? Diese Fragen sind besonders akut in einer Situation, in der die Terrororganisation Hamas Zivilisten sowohl als Schutzschild als auch als Zielscheibe benutzt. Israel bemüht sich für seinen Teil darum, die Verletzung von Zivilisten auf beiden Seiten zu begrenzen: von israelischen Zivilisten, die von den Raketen und Mörsern der Hamas attackiert werden, und von palästinensischen Zivilisten, in deren Mitte sie gehortet und abgeschossen werden.Hier finden Sie ein umfassendes Dossier zur Frage der Verhältnismäßigkeit Israels Maßnahmen gegen den Terror von der Botschaft des Staates Israel. 

Asymmetries and proportionalities   by Laurie R. Blank
The conflict in Gaza is replete with asymmetries: the number of civilian casualties on either side, the amount of destruction, the types of weapons used and technological capabilities of the Israel Defense Forces (IDF) and Hamas, or the resources poured into shelter and defense of civilians from attacks.

 

 

Was die ständig eingeforderte Verhältnismäßigkeit betrifft, so hat sich auch „Lizas Welt“ der Übersetzung von Dan Hodges Kommentar gewidmet, der eigentlich nichts mehr hinzuzufügen ist:
Verhältnismäßig verhältnismäßig

“ (…) Doch wenn wir von Israel »Verhältnismäßigkeit« verlangen, würde ich gerne eine Frage stellen: Was wäre denn zurzeit eine verhältnismäßige Reaktion? Wenn jeder im Prinzip anerkennt, dass Israel sich verteidigen darf, wie sollte diese Verteidigung dann in der Praxis aussehen?

Eine Möglichkeit für Israel, sich gegen die fortgesetzten Raketenangriffe der Hamas zu verteidigen, besteht natürlich darin, Bodentruppen in den Gazastreifen zu schicken, um die Raketen – und diejenigen, die sie abschießen – zu finden und unschädlich zu machen. Aber nach Ansicht der Israelkritiker stellt das eine furchtbare Eskalation des Konflikts dar. Eine Alternative dazu sind Luftschläge. Aber auch die führten weltweit zu einer Verurteilung. Marschflugkörper wären ebenfalls eine Option. Nur kann ich mir nicht vorstellen, dass die Stop the War Coalition dann in einer Pressemitteilung die Anwendung israelischer Präzisionswaffen in Gaza begrüßen würde.

Wie wäre es also mit einer chirurgischeren Herangehensweise? Könnte Israel vielleicht Attentatskommandos in den Gazastreifen schicken, um die Führung der Hamas und ihre wichtigsten Funktionäre auszuschalten? »Heute begrüßte UN-Generalsekretär Ban Ki-moon die Nachricht, dass israelische Stoßtrupps in die palästinensischen Gebiete einmarschiert sind. ›Das ist eine rechtzeitige Deeskalation des Konflikts‹, sagte er.«

Und wie wäre es, überhaupt keine offensive Aktion zu unternehmen? Was würde passieren, wenn Israel einfach versuchen würde, die Hamas im Gazastreifen irgendwie in Schach zu halten? Nein, tut mir leid, das würde nicht funktionieren, weil man Israel dann vorwerfen würde, Gaza in das »größte Gefängnis der Welt« zu verwandeln. Die Hamas blockieren? Nein, denn die Welt verlangt ja gerade, die Blockade aufzuheben. Gezielte Sanktionen gegen die palästinensische Autonomiebehörde? Nicht im Ernst! Das würde nur unschuldige Palästinenser bestrafen. Und überhaupt: Die Welt sollte in der Stunde der Not solidarisch an ihrer Seite stehen!

Wenn die Leute sagen, Israels Antwort auf die Aggression der Hamas müsse »verhältnismäßig« sein, meinen sie das gar nicht so. Was sie in Wahrheit meinen, ist, dass Israel überhaupt nicht antworten soll. (…) “

 

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Zum Völkerrecht

Für den Völkerrechtsexperten Claus Kreß steht fest: Im Gaza-Konflikt gibt es derzeit keine Anzeichen für israelische Kriegsverbrechen. Anders sehe es bei der Hamas aus, sagte der Direktor des Kölner Instituts für Friedenssicherungsrecht. Daran änderte auch die unterschiedliche Bewertung der Opferzahlen nichts.
Das werfe die Frage auf, ob bei den Terroraktionen der Hamas, die klar gegen das Völkerrecht verstießen, nicht auch die Schwelle eines Verbrechens gegen die Menschlichkeit erreicht worden sei, meinte Kreß. Das müsse dann auch international strafgerichtliche Folgen nach sich ziehen.
Auch der Gewalteinsatz Israels im Gazastreifen müsse auf seine Verhältnismäßigkeit kontrolliert werden, sagte der Völkerrechtsexperte. Zwar gebe es momentan keine Anhaltspunkte für Kriegsverbrechen auf israelischer Seite, bei Verdachtsmomenten habe das Land jedoch die Pflicht, diesen auch nachzugehen:

“ (…) Verstöße sind mit Sicherheit zu erkennen, im Augenblick nur auf der Seite der Hamas, und hier wäre es sehr wünschenswert, dass eine internationale Strafgerichtsbarkeit sich mit diesen Verstößen beschäftigen könnte. Das ist eine Frage der Zuständigkeit, die wir jetzt nicht im Einzelnen erörtern können, die Schwierigkeiten aufweist. Was mögliche Verdachtsmomente gegen Israel anbetrifft, so ist Folgendes zu sagen: Israel hat in den letzten Jahren enorme Anstrengungen unternommen, das eigene Militärjustiz-System zu verbessern, um jedem Verdachtsmoment, dass Kriegsverbrechen begangen worden sein könnten, nachzugehen.

Und ich würde einen Schritt weitergehen und sagen: Israel … Es wäre wünschenswert und Israel sollte selbstbewusst genug sein inzwischen, diese Tätigkeit der eigenen Militärjustiz dort, wo geboten, auch einer internationalen Kontrolle zu unterstellen. Aber primär gilt hier: Israel ist in der Pflicht, so es Verdachtsmomente für Kriegsverbrechen im einzelnen Fall gibt – aber noch einmal, ich habe dafür zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Anhaltspunkte –, diesen Verdachtsmomenten nachzugehen. (…) “

Das Interview mit Claus Kreß in voller Länge

 

 

Der Aufsatz Zur Verhältnismäßigkeit und den völkerrechtlichen Aspekten des Vorgehens der IDF von RA Jonathan Heuberger zur vergangenen Militäroperation Wolkensäule hat an Richtigkeit und Aktualität nichts verloren.

 

Besonders jedoch macht die verzerrende Berichterstattung der Medien hinsichtlich der realen und der dargestellten Vorgehensweise von Israel vs. Hamas große Sorgen.

Im Folgenden die Einleitung des angehängten Artikels Das Völkerrecht im Zusammenhang des Hamas-Israel-Konfliktes richtig verstehen von Laurie Blank, Director of the International Humanitarian Law Clinic at the Emory University School of Law:

„Das Völkerrecht hat eine ganze Menge über die neueste Gewalt, die zwischen Israel und der Hamas eskaliert ist, zu sagen. Auch die Medien. Nur leider gibt es da nur selten Übereinstimmungen, was schade – und manchmal, bei Falschdarstellungen, ungeheuerlich ist. In einem Zeitalter, wenn beides – reale und wahrgenommene Verletzungen des Völkerrechts – einen erheblichen Effekt auf die Legitimität des Handelns eines Staates hat, ist es viel mehr als nur schlechter Journalismus, wenn es falsch dargestellt wird.

Die Kernaufgabe des Gesetzes im Krieg – eine Jahrhunderte alte Rahmenregelung für das Verhalten während der Kriegszeit – ist, die Zivilbevölkerung zu schützen und Leiden während der Kriegszeit zu minimieren.
In jedem Konflikt, haben alle Beteiligten – Staaten, Rebellengruppen, Terrororganisationen – die Verpflichtung, Schaden von Zivilisten zu minimieren. Für jede Partei, haben diese Verpflichtungen zwei Grundformen: den Schutz der Zivilbevölkerung in den Bereichen, die sie angreift und Schutz der eigenen Zivilbevölkerung vor den Angriffen der feindlichen Partei.

Die Parteien
1) dürfen nur die feindliche Infrastruktur angreifen,
2) müssen wahllose Angriffe verhindern,
3) müssen Angriffe unterlassen, in denen die erwarteten zivilen Opfer übermäßig den Vorteil angesichts des militärischen Ziels überschreitet,
4) müssen sie Warnungen an die Zivilbevölkerung vor Angriffen ausgeben.

Armeen und bewaffnete Gruppen dürfen auf eigenem Territorium nicht aus dicht besiedelten Gebieten agieren, nicht ihre militärischen Ziele dort lokalisieren und Maßnahmen ergreifen, um Zivilisten aus der Gefahrenzone zu halten.

Genauer gesagt, das Gesetz kriminalisiert auch die Verwendung von Zivilisten als menschliche Schutzschilde.

Es ist besonders entmutigend, wenn die Perversionen dieses Gesetzes, durch verzerrte oder fehlerhafte Berichterstattung in den Medien, effektiv das Gegenteil darstellt.

Betrachten Sie nun die Medienberichterstattung über israelische Angriffe auf Ziele der Hamas und des Islamischen Jihad im Gazastreifen und auch die Aktionen der Hamas im Gazastreifen sowie dem gegenüber die Raketenangriffe auf Israel. (…)“

 

In dem NNZ-Beitrag von Eric Gujer heisst es:

„ (…) Die Bunker und Tunnel der Hamas lassen sich wirksam nur mit einer Bodenoffensive bekämpfen, die weit mehr Menschenleben fordern würde als Luftangriffe. Zugleich hält die Weltöffentlichkeit Israel die Opferzahlen vor und nicht der Hamas, obwohl diese durch Waffendepots in Mehrfamilienhäusern und Stellungen in Wohnquartieren die Verluste unter der Zivilbevölkerung als Mittel ihrer Strategie einsetzt. Indem sie das Kampfgeschehen bewusst in dichtbesiedeltes Gebiet verlegt, führt die Hamas das unter anderen Voraussetzungen konzipierte Kriegsvölkerrecht ad absurdum. Einseitige Schuldzuweisungen an die Adresse Israels sind daher demagogisch. Aber auch dies gehört zu den Bedingungen, unter denen Demokratien Krieg führen.“

 

 

Mehr zu den völkerrichtswidrigen Maßnahmen der Hamas

* Laut Medienberichten richtet die Hamas Menschen im Gazastreifen hin, wenn sie öffentlich gegen die Hamas protestieren oder als Kollaborateure mit Israel gelten:
* Lesen Sie zudem hier Auszüge aus dem Handbuch der Hamas, zivile Opfer als Vorteil zu nutzen:
* Die Hamas hat auch Richtlinien erstellt, dass alle Kämpfer als Zivilisten zu deklarieren seien, wie in den Links von ZAHAL und von MEMRI zu lesen ist:

* PRÄSENTATION: Strategie der menschlichen Schutzschilde und das Völkerrecht

 

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Zur Rolle der UNRWA – grundsätzlich und aktuell

 

Am 29.7. sind bereits zum dritten Mal seit Beginn der Operation „Schutzlinie“ in einer Schule der UNRWA im Gazastreifen Waffen gefunden, die von Terroristen dort versteckt worden waren.
Zudem, so die IDF, nutzt die Hamas die UNRWA-Schulen zum Raketenabschuss auf Israel, ebenso wie eine UNRWA-Klinik als Tunnelausgangsbasis, um nach Israel zu graben.

Während der Militäroperation kam es zum Beschuss einer UNRWA-Schule in Beit Hanoun. Die IDF haben daraufhin die Vorfälle in der UNRWA-Schule in Beit Hanoun untersucht. (Die Botschaft berichtete auf ihrer Webseite).

Am 27.07. wurde ein vorläufiger Untersuchungsbericht vorgelegt. Demnach wurden Soldaten der IDF von Kämpfern der Hamas mit Panzerabwehrgeschossen beschossen und feuerten daraufhin mehrere Granaten in deren Richtung.

Die bisher vorliegenden Hinweise zeigen, dass eine einzelne Granate im Hof der UNRWA-Schule landete, die zu diesem Zeitpunkt bereits vollständig geräumt war.

Die ZAHAL betonten, dass sie nicht gegen im Gazastreifen ansässige internationale Organisationen vorgingen oder diese zum Ziel hätten. Die Arbeit der COGAT (Coordination of Government Activties in the Territories) wird auch während der Kampfhandlungen unvermindert fortgesetzt.

Angesichts der Untersuchungsergebnisse weisen die ZAHAL alle Vorwürfe verschiedener Seiten zurück, wonach Menschen auf dem Schulgelände infolge der Operationen der israelischen Armee getötet wurden.
(Quelle: NL Isr. Botschaft)

Es muss berechtigter Weise die Frage gestellt werden, wie sich die Beziehung der UNRWA zur Hamas gestaltet, wozu es zahlreiche Erkenntnisse gibt, die im Folgenden eine weiterführende Recherche ermöglichen.

 

Hamas macht Schulevon Stefan Frank aus Lizas Welt

„Seit dem Beginn der gegen die Hamas gerichteten israelischen Operation »Protective Edge« wurden im Gazastreifen mehrmals Raketendepots in Schulen gefunden, die von der UNRWA betrieben werden. Was zunächst unvorstellbar scheint, wird erklärbar, wenn man um die Verfasstheit dieser UN-Einrichtung und ihre Verflechtung mit der Hamas und dem Islamischen Jihad weiß.

In einer Region, in der es keine legitime Regierung gibt, landen alle Ressourcen, die dorthin geschickt werden, in den Händen der Terroristen. Am selben Tag, als UN-Generalsekretär Ban Ki-moon sich »empört« über die in der Uno-Schule gelagerten Raketen zeigte, überwies der deutsche Außenminister Steinmeier weitere 7,5 Millionen Euro an die UNRWA. Ebenso gut könnte er es den Boko-Haram-Milizen in Nigeria, ISIS im Irak und Syrien oder den afghanischen Taliban schenken.“

Ein neu erschienenes Buch beschäftigt sich eingehend mit dieser Problematik:

David Bedein: UNRWA: A Roadblock To Peace, Jerusalem 2014.

 

Weitere Beiträge zum Thema:

James G. Lindsay: Fixing UNRWA: Repairing the UN’s Troubled System of Aid to Palestinian Refugees, Washington 2009.

Wie es in den Klassenräumen der UNRWA-Schulen zugeht, macht der zwölfminütige Filmbeitrag »Inside the UNRWA Classroom« deutlich. David Bedein hat an ihm mitgearbeitet.

 

und vor allem im Blogbeitrag ISRAEL UND DIE UNRWA

 

 

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Zewa Adom – Der Raketenalarm

Der israelische Botschafter bei den UN, Ron Prosor, spielte den in Israel derzeit im ganzen Land erdröhnenden „Zewa-Adom“-Alarm im UN Sicherheitrat ab:  „15 Seconds, that’s how much time you have to run for your life. Imagine having only 15 seconds to find a bomb shelter. Now imagine doing it with small children or elderly parents or an ailing friend… if you want the nations of the world to stand with you in your battle against terrorism tomorrow, stand with Israel today.“

red alert Vorschlag für einen Selbstversuch: wie lange erträgt man eine der neuen Raketenalarm-Apps,
die jeden Zewa-Adom-Alarm, der Raketen aus dem Gazastreifen auf Israel ankündigt, auslöst?

Hier die Apps:   Yo      Red Alert (Google Play)     Red Alert (iOS)      Red Alert Israel App

Der Twitteraccount QassamCount informiert ebenfalls in Echtzeit, nur ohne den Alarm.

 

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Das Raketenabwehrsystem Iron Dome

Besonders wichtig ist auch in dieser Operation wieder klar zu stellen, IronDome II
was der Iron Dome kann, was er nicht kann und wie er funktioniert.

Er schießt keine Raketen auf Palästinenser sondern hat nur einen Raison d’etre:
Leben retten! – und das tut er seit Tagen nonstop.

Auf seiner Facebookseite und über seinen Twitteraccount kann dies verfolgt werden.

Weshalb in der jüngsten Eskalation Iron Dome vor besonderen Herausforderungen steht, zeigt diese Analyse.

 

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Das Vorgehen der IDF

Es muss anerkannt werden, dass keine andere Armee der Welt so gezielt und rücksichtsvoll gegen Angriffe auf sein Land vorgeht wie Israel, entgegen sämtlicher Behauptungen von Massakern oder den Vorwürfen von Völkerrechts- und Kriegsverbrechen von bspw. dem palästinensischen Vertreter bei der UN.
Diese beiden Aspekte, Verhältnismäßigkeit und Völkerrecht,  in Bezug auf die Militäroperation werden in dieser Kollektion eingehend in eigenen Paragrafen behandelt.

 

terrorhauses

* Wenn Häuser zu Militärzwecken genutzt werden, dann werden sie nach internationalem Recht legitime militärische Ziele. Die ZAHAL zielt ausschließlich auf legitime militärische Ziele, wie es den Gesetzen des internationalen Rechts entspricht. Um möglichst genaue Treffer zu landen, bedient sich die ZAHAL fortschrittlicher Methoden: mehrfach abgesicherte Geheimdienstinformationen, ständige rechtliche Beratung und extensives Training der operierenden Kräfte vor dem Einsatz. Mehr zum Vorgehen der IDF auf militärische Ziele

 

* Israel warnt per Telefon vor den Luftschlägen und verwendet Flugblätter, um die Bewohner zu warnen. Als Warnungen beschießt Israel erst Leuchtfeuer und Low-Impact-Mörtel (mehr zur„Knock on the roof“-Methode mit Video), um drohende gezielte Beschüsse dieses Ziels anzukündigen. Die Hamas und andere palästinensische Quellen bestätigen, dass das israelische Militär TelefonWarnungen an Familien in den anvisierten Häusern gibt. Das heißt, alle Zivilisten haben die Chance, die Gegend zu verlassen und einen sicheren Ort aufzusuchen. Wenn die IDF bemerkt, dass Zivilisten vor Ort sind, bricht sie in der Regel den Angriff ab.
Sollten dabei Menschen getötet werden, gesteht die IDF ihr Versagen ein und bringt ihr Bedauern zum Ausdruck.

 

* Den Warnungen der IDF gegenüber steht die Aufforderung des Innenministeriums in Gaza „an die Bewohner des Gazastreifens, nicht mit den israelischen Streitkräften zu kooperieren, welche Nachrichten per Telefon an die Menschen übermittelt und sie auffordert, ihre Häuser (vor einem bevorstehenden Angriff) sofort zu evakuieren.“ Israel informs 100,000 Palestinians of impending military action, but Gaza leadership tells them to stay put.

 

* Da sich die Hamas taktisch immer mit ihren Raketenstellungen in Wohngegenden, Schulen, Krankenhäusern, Moscheen positioniert,  verzichtet Israel dann auf Beschuss, wenn Zivilisten gefährdet würden. Das Dilemma beginnt, wenn ohne Aktion ein direkter Beschuss Israels der israelischen Bevölkerung folgen würde.
WATCH how Israel avoids civilian casualties. Palestinians fled a Hamas target today after the IDF fired a warning shot. Moments later, others flocked to the roof as human shields. Strike aborted.Vlog der IDF

 

* Dass Israels Präzisionstechnologie bei der Terrorbekämpfung bahnbrechend ist, wissen von internationaler Rüstungsindustrie bis hin zu sämtlichen Militärexperten so ziemlich alle, für die Terrorbekämpfung eine große Herausforderung darstellt, auch wenn in der Öffentlichkeit Israel mit der populistischen Anklage von Medien und Stammtischen aus konfrontiert ist , Gaza immer nur „willkürlich, wahllos, flächendeckend und alles vernichtend“ zu bombardieren. Die Vorteile für alle Seiten – minimalinvasiv, kostengering, Kollateralschadenarm und ohne eigene Verluste Terroristen zu bekämpfen, ist seit Jahren von der IDF eine Methode, maximalen Schutz der Zivilbevölkerung im Gazastreifen zu gewährleisten.

 

* Das rechte Bild ist eine Luftaufnahme der IDF, die die Taktik der Hamas verdeutlicht, zivile Gegenden für den Raketenkrieg als Schutz zu missbrauchen: IDF: We’ve declassified this aerial photo of Gaza from last night in order to show the world how Palestinian terrorists use their homes as command centers and endanger their neighbors. 

Photo: Hamas supporters share graphics such as this one in order to encourage Palestinian civilians in Gaza to serve as human shields. The title in Arabic says "A Strong People". Share this post with more examples of Hamas using human shields. http://www.idfblog.com/blog/2014/07/08/hamas-uses-human-shields/    Hamas Human Shields IDF

Dazu gibt es ein besonders krasses Beispiel aus dem jüngsten Gazakrieg. Drei am Strand spielende Palästinenserkinder wurden von Israels Militär getötet. Sie waren – wie könnte es anders sein? – völlig unschuldig, völlig unbeteiligt am Krieg. Unmoral total, denkt man aufgrund der Bilder sofort. Und sagt: „Israel handelt verbrecherisch.“ Stimmt das?

Jenseits von Unmoral total war diese Tötung ein Irrtum des israelischen Militärs. Das wurde zugegeben. Davon werden jedoch die Kinder nicht wieder lebendig.

Jenseits von Unmoral und Irrtum ist eine solche Tötung, weil zurecht Empörung auslösend, ein katastrophaler politischer Fehler, und freiwillig begeht keiner Fehler.

Wir fragen weiter: Warum ließen die Eltern der Kinder, mitten im Kampfgeschehen, ihre Kinder am Strand spielen? Weil ihnen das Schicksal ihrer Kinder gleichgültig gewesen sollte? Eine zynische und dumme und unrealistische Annahme.

Die Antwort ist einfach: Die palästinensischen Eltern waren sich sicher, dass Israel aus eben den genannten Gründen nicht auf palästinensische Zivilisten schießen würde. Wer hat sich hier aber diese Fragen jemals gestellt? Ich kenne niemanden. Kein Wunder, denn jeder urteilt nach Bildern, vom Schein aufs Sein. So sind wir Menschen nun einmal.

 

Eines kann auch der israelkritischste Mensch, und eigentlich nicht einmal die Hamas selbst der IDF vorhalten: flächendeckende, kollektivbestrafende oder anderweitige Ausbombung zu betreiben. Wenn dem so wäre, dass Israel einen Genozid betreibe, würde die IDF einen verdammt schlechten Job machen.

Al Jazeera empfiehlt sogar der syrischen Armee, sich ein Beispiel an der IDF hinsichtlich des Zivilistenschutzes zu nehmen.

 

Viele weitere Informationen zur israelischen Armee im Blogbeitrag zur IDF

 

in gedenken

In Gedenken an die israelischen Opfer des Terrors und des Kampfes Israels gegen den Terror während der Operation Schutzlinie:  

64 gefallene IDF-Soldaten

Die Zivilisten:
* Uda Alwaj, 32
* Dror Hanin, 37
* ein thailändischer Gastarbeiter
* der 4-jährige Daniel Tregerman* Shahar Melamed (43) und Ze’ev Etzion (55) aus dem Kibbutz Nirim

ברוך דיין אמת 

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Legitime Fragen an alle,

die von Genozid, Ausbomben, Vernichtungsfeldzug, Kriegsrausch etc schwadronieren,
genauso wie an diejenigen, die das Vorgehen der Hamas nicht kritisieren, sich höchstens ein zerknirschtes Verurteilen der Form halber abringen, aber ansonsten auf Israel als Aggressor eingeschossen haben:

* Sind wahllos aufs ganze Land von Haifa bis Jerusalem, Ramallah bis Dimona geschossene Raketen – auf unschuldige Bürger Israels – ob Juden, Araber, Christen, Drusen, Beduinen – nach Völkerrechtsstandards kein Kriegsverbrechen?

* Warum schießt die Hamas nicht von den großflächigen Wüstendünen, Küstenstränden, Ackerfeldern, Brachflächen und dünn besiedelten Gegenden des Gazastreifens, sondern ausschließlich von Wohnhäusern, Schulen, Moscheen in dicht bewohnten Gegenden Gazas aus?

* Warum ruft die Hamas ihre Bevölkerung nicht auf, Schutz zu suchen, wenn die Warnungen der IDF kommen, sondern fordern sie auf, sich dann erst recht in der Gefahrenzone zu versammeln?

* Warum lassen palästinensische Eltern zu, dass ihre Kinder zu Hass und Terror erzogen und als Schutzschilde missbraucht werden?

* Warum baut die Hamas Tunnel, um Waffen und Raketen in den Gazastreifen zu schmuggeln, jedoch keine Schutzräume, Schulen, Krankenhäuse und sonstige Infrastruktur für seine Bürger?

* Warum lehnt die Hamas humanitäre Hilfe Israels, wie Blutspenden oder das Feldlazarett, ab und bricht die humanitären Feuerpausen?

* Allein der Angriff auf einen Atomreaktor oder ein Flugzeug sind für normal denkende Menschen Grund genug, alle erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, um jeden weiteren Beschuss mit nur einer einzigen weiteren Rakete zu unterbinden. Warum hat die IDF dann noch immer keine tatsächlich schwere Offensive geflogen, stets betonend, dass Ruhe auf Ruhe folgt, hoffend, dass jeder weitere Beschuss von beiden Seiten eingestellt wird?

* Sind die Behauptungen von fast ausschließlich „unschuldigen Zivilisten“ wahr und warum zweifelt niemand eine Terrororganisation als Quelle für Geschehnisse an? Der nächste Paragraf befasst sich mit genau diesem Thema. Die AFP hat nach 5 Wochen dann doch Beschwerde erhoben, dass Journalisten von der Hamas gezwungen werden, ihre Fotos und Berichte zensieren zu lassen.

* Sind die angeblichen Beweise wie grauenhafte Fotos wirklich war, oder nicht von irgendwelchen anderen Kriegsschauplätzen oder gefakt? Vor dem Hashtag #Gazaunderattack wird zum Beispiel dringend gewarnt, da, wie die BBC analysiert hat, darunter Fotos aus anderem Zusammenhang, veraltet oder gefälscht, verbreitet werden. Mehr zu dem Phänomen Pallywood

* Und eine zynische Frage: würde ein Genozid oder ein Vernichtungsfeldzug, wenn Israel den tatsächlich – aus welchen Gründen überhaupt? – im Sinne hätte, nicht in kürzester Zeit und vollständig erledigt sein?

Dennoch behaupten einige Medien dies und bieten „Experten“ wie Lüders (DLF am 11.9.) bzw. Palästinensern die Plattform, Lügen zu verbreiten, wie Deutschlandfunk, Handelsblatt, Morgenmagazin, u.v.a.m…Und von diesen Experten und in den Medien grundsätzlich völlig verschwiegene Tatsachen sind bspw. , dassIDF fieldhospital near Gaza

– im Hadassah-Krankenhaus werden Kinder aus dem Gazastreifen behandelt und erhalten Herzoperationen (Video)

– die Versorgung des Gazastreifens mit humanitären Gütern und Lebensmitteln und Marterialien unvermindert weiter geht  (Video)

– Das Feldlazarett der IDF für verletzte Palästinenser in voller Funktion ist

 

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Die Opfer auf palästinensischer Seite

Vorneweg: es wird nicht bestritten, dass jeder militärische Einsatz grundsätzlich zu Leid und Zerstörung bei Unbeteiligten führt. Krieg ist keine kosmetische Maßnahme, egal wie minimalinvasiv sie ist, reales Leid findet statt, und hätte Israel eine militärische Operation vermeiden können, hätte es das getan, wie immer wieder von Netanyahu betont.

Selbst der ägyptische Außenminister gibt der Hamas die Schuld an den Opfern auf palästinensischer Seite.

Viele Medien sind allerdings weder sachlich noch korrekt, wenn es um die Schilderung der Geschehnisse geht, manch einer bemüht den Mythos der Humanitären Kathastrophe (ARD am 9.7.), die sich aber nicht wirklich einstellen will.

Nun da die Hamas bewusst versucht, eine Humanitäre Katastrophe zu erzeugen, gewinnt sie zunehmend die Unterstützung der weltweiten Öffentlichkeit, die der einseitigen Berichterstattung auf den Leim geht und die die antiisraelischen Demonstrationen weltweit füttert.

Die Hamas hat sogar Richtlinien zur Einstufung aller Opfer – auch der Hamaskämpfer – als Zivilisten herausgegeben:
„Jedes Todesopfer oder jeder Märtyrer muss als Zivilist aus Gaza oder Palästina bezeichnet werden, bevor wir über seinen Status im Dschihad oder seinen militärischen Rang sprechen. Vergesst nicht, immer ‚unschuldiger Zivilist‘ oder ‚unschuldiger Bürger‘ in eure Beschreibung einzufügen, wenn jemand durch einen israelischen Angriff auf Gaza ums Leben kommt.“ Israel sollte zudem immer als Angreifer dargestellt werden, während „wir in Palästina die Rolle des Reagierenden einnehmen.“

Es gab auch Richtlinien, wie Menschen aus dem Westen angesprochen werden sollten, im Gegensatz zu Arabern. „Im Gespräch mit dem Westen müsst ihr einen politischen, rationalen und überzeugenden Diskurs führen. Vermeidet eine emotionale Abhandlung, die um Sympathie bettelt.“

Weiter heißt es: „Vermeidet ein politisches Streitgespräch mit einem Westler, das darauf abzielt, ihn zu überzeugen, der Holocaust sei eine Täuschung und Lüge. Setzt ihn vielmehr mit den israelischen Verbrechen gegen palästinensische Zivilisten gleich. Im Austausch mit einem Araber betont ‚die Anzahl der Märtyrer‘, doch im Diskurs mit einem westlichen Freund, beginnt mit der Zahl der Verwundeten und Toten.“ -> Voller Bericht samt Originalquellen hier

 

Dass man Hamas-Kämpfer auch nie auf Fotos sieht, hat ebenfalls einen Hintergrund:
Kaum jemand nahm am Wochenende die Hamas-Kämpfer zwischen den flüchtenden Menschen in Schedschaija wahr. Die Milizen achteten genau darauf, dass Journalisten keine Fotos von ihnen machten, sprachen auch Drohungen aus. Manche der Kämpfer trugen Frauenkleidung und hatten sich Gesichtsschleier übergeworfen – aber unter ihren Gewändern ragten die Kalaschnikows hervor. Sie nutzten den humanitären Waffenstillstand aus, um in dem Wohnviertel neue Schusspositionen einzunehmen. 

Auch palästinensische Opfer von palästinensischen Raketen, vor allem wenn es Kinder sind, werden als Opfer israelischer Gewalt deklariert, sofern man ihnen nicht das Gegenteil beweist.

Der zynische Krieg mit den Opferzahlen in Gaza: Hamas scheut keine Manipulation der Statistiken, um die Zahl ziviler Toter in die Höhe zu treiben. Da werden Kämpfer zu Zivilisten, und plötzlich gibt es viel weniger natürliche Todesfälle.

 

Und was so ziemlich keine Armee der Welt tun würde, tut die IDF: sie errichtete am 20.7. ein Feldlazarett für palästinensische Verletzte einschließlich einer Entbindungsstation am Erez-Übergang.

Mehr zur verzerrten Berichterstattung, auch über die verschwiegenen Hintergründe des viel kritisierten Diskrepanz zwischen den Opferzahlen und eine nicht vorgenommene Opferanalyse findet sich an verschiedenen in diesem Blog, denn sowohl Iron Dome als auch die Strategie der Menschlichen Schutzschilde verschulden diese Opferzahlendifferenz. Der israelische Blogger Elder of Zion (via heplev) schrieb zu den Opferzahlen des Gazakonflikts vor einigen Jahren: „… Natürlich führt diese Liste die übrigen Lügen nicht auf – Menschen, die von Hamas-Raketen getötet wurden; Menschen, die als „Kollaborateure“ hingerichtet wurden (davon wurden 9 gemeldet); und diejenigen, die vielleicht natürlicher Tode gestorben sind und als Opfer gezählt werden. Die Hamas hat nicht gerade eine Bilanz ehrliche Angaben zu machen. „Meine einzige Frage an die vielen Reporter, die immer noch die Hamas-Zahlen nutzen: Wenn einmal bewiesen ist, dass eine Quelle lügt, ist es dann Standard ihr weiter zu vertrauen?“

 

Das ITIC analysiert die Opferzahlen, die aus Gaza vermeldet werden:

Part 1: Preliminary, partial examination of the names of Palestinians killed in Operation Protective Edge and analysis of the ratio between terrorist operatives and non-involved civilians killed in error
Part 2: Examination of the names of Palestinians killed in Operation Protective Edge – Part Two *

 

Auch die NYT und BBC stellen fest: die Zahlen sprechen dafür, dass die IDF nicht vorsätzlich Zivilisten tötet

 

Der ARD-Korrespondent Richard Schneider schrieb in seinem Erfahrungsbericht in der FAZ über die Herausforderung der Gaza-Berichterstattung „Gegen die Bilder ist unser Text machtlos„:

„Die Erfahrung aus den anderen Kriegen in Gaza hat gezeigt, dass Agenturmaterial, das aus Gaza kommt, häufig von der Hamas zensiert wird. Bilder, die der Hamas nicht genehm sind, werden nicht zugelassen (und Bildmaterial, das Menschen via Handy auf Twitter, Facebook oder Youtube ins Netz stellen, ist sowieso nie verifizierbar). Als Israel 2008 behauptete, die Hamas-Kämpfer würden in Zivil herumlaufen und somit sei die Zahl der Opfer manipuliert, weil es sich dabei nicht nur um Zivilisten, sondern auch um Hamas-Kämpfer handelt, war dies für uns erst dann nachweisbar, als wir von unserem Kameramann heimlich gedrehte Bilder erhielten, die zeigten, wie tatsächlich Hamas-Kämpfer in normaler Kleidung ihre Kalaschnikows unter der Jacke versteckten.“

 

Audiatur-Online widmet sich in dem Beitrag „Journalismus in Gaza – eine unmögliche Aufgabe“ den Ursachen für die rigoros Hamas-unkritische Berichterstattung:

Bemerkenswert und suspekt zugleich ist, dass Bilder aus Gaza beinahe ausschliesslich verzweifelte Zivilisten, Trümmer, Tod und Elend zeigen. Bilder von Kämpfern der Hamas oder anderen Fraktionen beim Abfeuern von Raketen oder anderweitig sucht man vergeblich. Dies ist umso brisanter, als dass 1:1 den Richtlinien der Hamas für Social Media-Aktivisten entspricht: keine Bilder von Raketenabschüssen aus zivilen Gebieten, keine Nahaufnahmen von maskierten Männern mit schweren Waffen! Es scheint, dass die Hamas dafür sorgt, dass internationale Medien in Gaza nichts publizieren, was ihr schaden könnte.

 

 

Artikel zum Thema, welches langsam in das Bewusstsein der Öffentlichkeit dringt:

Wie die Hamas Opferzahlen manipuliert (BAZ)

Mathematik vs. Propaganda

Richard Kemp: Die zivilen Opfer von Gaza – die Wahrheit sieht ganz anders aus

Mathias Küntzel: Warum in Gaza 400 Kinder starben

Salim Khoury: Wie man die Kinder von Gaza retten kann

 

 

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Die Berichterstattung

 

Dass der Stern in einer kurzfristigen Umfrage ermittelt hat, dass 14% der Deutschen Israel die Mitschuld an der Situation geben (den islamistischen Pro-Palästina-Mob, der dieser Tage zu Tausenden in Deutschland tobt, wohl nicht mitgezählt), liegt nicht zuletzt an der einseitigen Berichterstattung.

 

Das ist keine Gewaltspirale, das ist ein Albtraum:

Liest man die Schlagzeilen in Deutschland, ist es kein Wunder, daß laut Forsa „52 Prozent [der Deutschen] der Meinung ist, „dass beide Parteien Schuld an der Eskalation haben“ und „14 Prozent Israel als hauptverantwortlich für den Konflikt“ sehen.
Der tägliche Konsum der verkehrten Chronologie, der tendenziösen Semantik, der moralischen Gleichstellung Israels mit einer Terrororganisation erklärt wiederum warum 86 Prozent der Deutschen der Meinung ist, „Deutschland sollte sich öffentlich nicht klar hinter Israel stellen.
Wem nutzt die Relativierung des islamistischen Terrors? Sie nützt den Terroristen. Die verstehen mittlerweile viel von politischer Propaganda und können ihr Glück über Schlagzeilen in Deutschlands Medien nicht fassen. (…), so Melody Sucharewicz am 22.7. auf der Achse des Guten.

 

Es ist wirklich keine Überraschung, dass die Berichterstattung in deutschen Medien überwiegend propalästinensisch ist, doch neu ist, dass sie ganz langsam in die – eigene – Kritik gerät.

Hier eine gute Zusammenstellung der aktuellen Analysen, Statements und Realitäten zur Berichterstattung:
„Großteil der Medien berichtet voreingenommen“ in der WELT vom 22.7. von Ulrich Clauß:

„Artikelüberschriften sind oft propagandistisch – gegen Israel ausgerichtet.“ Das sei einer der Gründe, „warum es zu antijüdischen Aggressionen auf deutschen Straßen gekommen ist“, analysiert beispielsweise der Sprachwissenschaftler Anatol Stefanowitsch, Professor an der Freien Universität Berlin. (…) Besonders kritische Wahrnehmung fand auch ein Interview des ARD-„Morgenmagazins“ mit Jürgen Todenhöfer, der – praktisch ohne kritische Zwischenfrage durch die Moderation – sehr einseitig mit der israelischen Politik ins Gericht gegangen war.

„Mir ist unbegreiflich, wie verantwortungsvolle und seriöse Medien Ihnen ein Forum bieten können, um Ihre Anschauungen zu verbreiten, die offensichtlich jeden Bezug zur Realität verloren haben“, beklagte sich daraufhin in einem offenen Brief die Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München, Charlotte Knobloch, und bezeichnete Todenhöfer als „beseelt von islamistischem Gedankengut“ .

Ein als „Nahostexperte“ bezeichneter Jürgen Todenhöfer spricht von einem „Rachekrieg“ Israels und bedient damit uralte antisemitische Klischees, findet auch AJC-Direktorin Deidre Berger.

Kritisiert werden auch Teile der Berichterstattung des ZDF, in dessen Sendungen immer wieder vor allem die israelische Seite in ihrem gewaltsamen Vorgehen gezeigt werde. Sätze wie „Die israelische Kriegsmaschinerie kommt in Fahrt“, von „Heute-Journal“-Moderator Klaus Kleber in der Halbzeitpause des WM-Spiels Deutschland–Brasilien, werden dafür als Beleg angeführt.

 

Auch die verwendeten Bilder in den Medien folgen einem Gebot der einseitigen Verzerrung. ZEIT online bringt eine Fotostrecke mit dem verheißungsvollen Titel „Betende Soldaten, fliehende Zivilisten“ – 14 Agenturbilder sind es insgesamt, die eindeutig einseitig sind. (SoE)

 

„Medien aktivieren antiisraelische Einstellungen“
In der vergangenen Woche wurden auf mehreren Demonstrationen in Deutschland antisemitische Parolen gerufen. Neu sind diese Sprüche nicht, erklärt die Linguistin und Antisemitismusforscherin Monika Schwarz-Friesel von der TU Berlin im Interview – und mahnt die Verantwortung der Medien an:

“ (…) Große Teile der Presse versagen in diesem Bereich. Es gibt eine sehr einseitige Berichterstattung in Bezug auf Israel, zum Teil auch in seriösen Medien wie der ARD oder dem ZDF. Da ist ganz klar eine pro-palästinensische Tendenz zu erkennen mit extrem hohem Emotionspotenzial: Einzelschicksale von Palästinensern werden der militärischen Macht Israels gegenüber gestellt. Das löst natürlich starke Gefühle aus und reaktiviert auch antiisraelische Einstellungen.

Dass es zu wenig Kritik an Israel gebe, ist ein unhaltbares Klischee. Ich habe in Studien die Berichterstattung über verschiedene Konflikte analysiert. In allen Stichproben wird im deutschen Diskurs kein Land so kritisiert, so scharf, einseitig und realitätsverzerrt dargestellt wie Israel. Mit so einer Berichterstattung fördern Journalisten antisemitische Gedanken. (…)

Auch gebildete Journalisten sprechen von einem „Rachekrieg Israels“. Das ist ein sehr altes Stereotyp. Da sieht man, dass auch Bildung nicht vor Antisemitismus schützt. (…)“

 

 

Lange vor eigenen wenigen Medien, die sich nun nach Woche 2 der Militäroperation in Selbstreflektion üben, haben aufmerksame deutsche Blogger und andere kritische Beobachter sich der einseitigen und verzerrenden Berichterstattung gewidmet und tun dies auch weiterhin.
Allesamt vollständig lesenswert:

 

* Sprachlog: Israel und die Hamas im Spiegel deutscher Schlagzeilen

Die Presseberichte der letzten Tage aus Israel und dem Gazastreifen haben viele Menschen in meinen sozialen Netzwerken als unausgewogen empfunden: viele waren der Ansicht, die deutsche Presse berichte nicht angemessen über den sogenannten „Nahost-Konflikt“ sondern bewerte die israelische Seite übermäßig negativ und interessiere sich hauptsächlich für Angriffe Israels auf Ziele im Gazastreifen, aber nicht für Angriffe der Hamas auf Israel. Da mir dieser Vorwurf im Zusammenhang mit der Israel-Berichterstattung nicht zum ersten Mal begegnet, habe mich gefragt, ob dieser Eindruck stimmt, oder ob er das Ergebnis selektiver Wahrnehmung ist – die wenigsten von uns analysieren ja systematisch die Berichterstattung tagesaktueller Ereignisse, und die eigene Perspektive kann sich deshalb ja leicht zu einem falschen Gesamteindruck verfestigen. …

 

* Spirit of Entebbe fasst unter dem Beitrag Wer greift hier wen an? die Schlagzeilen vom 15.7., der Tag an dem die Hamas die von Israel akzeptierte Waffenruhe ignorierte, an dem jedoch die Medien titelten, Israel greife Gaza dennoch an, so zusammen: Eines ist jedenfalls klar: Mit seriösem Journalismus haben solche Vorfälle nichts zu tun. Hier ist auch (nicht nur) Schludrigkeit ursächlich, sondern hier hat der Wahnsinn Methode. Nicht erst seit heute, aber an solchen Beispielen lässt er sich besonders deutlich festmachen. Wenn es um Israel geht, pfeift der Großteil der Journaille auf jegliche Fairness. Wie schäbig.

 

* Achgut: Klebriges in der Halbzeit

Halbzeitpause im Halbfinalspiel zwischen Deutschland und Brasilien. Deutschland führt 5:0. Klaus Kleber übernimmt. Er wirkt ernster als sonst. Gleich von zwei Kriegsschauplätzen muss er heute berichten und kommt daher sofort zur Sache:
Israel macht mobil, Netanjahu ‚tönt‘, Israel werde angesichts des Raketenbeschusses auf Gaza und Tel Aviv nun die Samthandschuhe ausziehen. „Ganz so“, mahnt Kleber mit Leichenbittermiene, „als hätte Israel je Samthandschuhe angehabt“. Übergang zur Berichterstattung vor Ort. Ein anonymer Palästinenser hat das letzte Wort, als ihm das deutsche öffentlich-rechtliche Fernsehen das Mikrofon hinhält. „Ich hoffe die Lage eskaliert nicht weiter“, beginnt er und fährt fort: „Viele Frauen und Kinder werden sterben. Die Israelis bombardieren Zivilisten.“
Die Zeit drängt, daher lässt Kleber das unkommentiert stehen und eilt zum nächsten Ort der Eskalation. Brasilien.

kleberDass Klaus Kleber ein Problem mit Israel hat, so ganz grundsätzlich, kann er schon seit jeher nicht verstecken, weder in Konflikt- noch in Ruhezeiten. So auch am 9.7., als er den israelischen Regierungssprecher Mark Regev anklagte statt interviewte. Eine Leserbriefschreiberin macht ihrem Ärger Luft…
Und um Kleber kann es sich auch nur in diesem Fall gehandelt haben, den Michael Wolffsohn in seinem Artikel Kritik oder Antisemitismus: Warum hassen so viele Deutsche Israel? schildert:
Schon am ersten Kriegstag fiel mir das bei einem bekannten TV-Nachrichten-Moderator auf. Selbst dieser stets feinbetuchte Mann, der sein distinguiertes Image gerne pflegt, leitete den seiner Einführung folgenden Korrespondentenbericht mit einer Israel gegenüber geradezu hasserfüllten Mimik ein. Ich zuckte regelrecht zusammen, denn diese Gestik, diese Körpersprache, sagte mehr über seine Haltung aus, als jedes seiner kritischen Worte.  ( … )
Seit Jahrzehnten analysiere und kommentiere ich unter anderem die deutsch-israelischen Beziehungen. Ich weiß, warum Deutsche Israels Politik kritisch beäugen. Ich kann das oft auch nachvollziehen und verstehen, nicht selten sogar zustimmen. Nicht verstehen, nicht nachvollziehen kann ich die Unausgewogenheit der deutschen Kritik gegenüber der Demokratie Israels im Vergleich zu der milden Beurteilung von Diktaturen, ja von brutalen Diktaturen. Nicht verstehen, nicht nachvollziehen kann ich den deutschen Israelhass. Der deutsche Israelhass ist total disproportional und irrational.Ist der Israelhass inzwischen so heftig, dass auch ich vielleicht den Begriff „Antisemitismus“ verwenden müsste?

 

* tapferimnirgendwo:  Die Juden sind unser Unglück!

So eine offene und einseitige anti-israelische Kampagne wie im Tagesgespräch vom 10. Juni 2014 auf WDR 5 habe ich bei den öffentlich-rechtlichen Sendeanstalten noch nie erlebt. Über eine halbe Stunde lang wurde das Mantra “Der Terror der Hamas ist ein sekundäres Problem. Hauptschuld trägt Israel” in die Ohren der Zuhörerinnen und Zuhören getrommelt. Jeder Anrufer, der sich zu Wort meldete und Verständnis für Israel aufbrachte, wurde auf Kurs der Israelkritik gebracht, während Sympathisanten für die Seite der palästinensischen Autonomiebehörde ungehindert reden konnten. (…)

Zu behaupten, Israel hasse die Hamas so, wie Hamas Israel hasst, ist so geschmacklos, wie zu behaupten, Juden hätten die Nazis so gehasst, wie die Nazis Juden gehasst haben. Die Nazis forderten die Vernichtung aller Juden und erklärten dies auf der Konferenz am Wannsee. Zur selben Zeit unterstellten die Nazis allen Juden, die Welt unterjochen zu wollen und begründeten es mit den “Protokollen der Weisen von Zion”, eine judenhassende Hetzschrift, die belegen sollte, wie mörderisch Juden sind. Die “Protokolle der Weisen von Zion” waren eine Lüge! Die Konferenz am Wannsee war real!

Heute ist es nicht anders. Der Vernichtungswille der Hamas ist real! Der Gazastreifen ist so “judenrein” wie Hitler Deutschland haben wollte. Der Glaube, in Israel gäbe es einen Hass auf Araber, der auch nur vergleichbar ist mit dem Hass, der im arabischen Raum gegen Juden gepflegt wird, ist so falsch, wie der Glaube der Nazis in Deutschland falsch war, Juden würden Deutsche so sehr hassen wie Nazis Juden gehasst haben. Dabei ist die Sache: Eine Seite will die andere Seite vernichten.“

 

Der Spiegel hat Dank der familiär belasteten walserischen Augsteineritis eine ebenfalls unerträgliche Israelobsession, die israelische deutschsprachige Bloggerin Lila mit diesem Beispiel offenbart, indem sie IST- vs. SOLL-Schlagzeile gegenüberstellt, nämlich eine reißerische Schlagzeile über Rania Salloums Artikel eine, hm, wie sag ich das, ohne daß sofort die Brigade der Israelkritiker mir üble Nachrede vorwirft und mit Rechtsanwälten droht…????, es macht diese Schlagzeile ten-den-ziös. 

der-todder-tod-2Denn eigentlich, wenn die Hamas-Führer nicht so begeistert vom Opfertod anderer wären und wenn der Redaktions-Praktikant seine Hausarbeiten gemacht hätte, eigentlich müßte die Schlagzeile so aussehen:

 

SpiegelOnline fällt auch durch den Kommentar von Ressortleiter Becker auf, der die lebensrettenden Schutzmaßnahmen Israels durch den Iron Dome (s.o.) als Konfliktgarant einschätzt. Dazu Broder in Noch blöder als die Hamas erlaubt: „Dirk Maxeiner hat an dieser Stelle auf den großartigen Kommentar von Markus Becker auf SPON über den “Rüstungswettlauf” zwischen Israel und der Hamas hingewiesen. So wie der SPON-Ressortleiter kann man es natürlich auch sehen – so wie man einen Bankeinbruch als einen Akt der “Umfairteilung” verstehen kann oder den Holocaust als eine Strafe Gottes an den Juden. Dem Kretinismus sind keine Grenzen gesetzt. Markus Becker hat bestimmt keine Alarmanlage, nicht einmal ein Sicherheitsschloss an seiner Wohnung, weil er kein “Wettrüsten” mit potentiellen Einbrechern anfangen möchte. Denn nicht nur die Sicherheitssysteme werden immer raffinierter, auch die Einbrecher lernen dazu. So etwas nennt man die Spirale der Gewalt. Beckers Überlegungen sind saudumm, präpotent und von keinerlei Kenntnis der Situation belastet. Und außerdem nicht mal neu, sondern geklaut.

 

Die taz ist eines der großen überregionalen Sorgenkinder, stets bemüht, alle Register zu ziehen, ihre Leser bewusst durch Informationsselektion und -manipulation, Überidentifikation mit den Palästinensern, Hamasverstehertum und Israeldämonisierungsversessenheit in die Irre zu füheren.

Umso erstaunlicher, was sich bereits zwei mal an der Chefredaktion vorbeigeschmuggelt hat und nun die indoktrinierte Leserschaft zum Kochen bringt:

 

Sonja Vogel in Böses, böses Israel: Liebhaber der simplen Welterklärung hatten es in den letzten Tagen sehr schön. Aus Zeitung, Hörfunk und TV konnten die Landsleute erfahren, wie simpel der „Nahostkonflikt“ doch ist. Strippenzieher, Angreifer und agierendes Übel: Israel.
( …) Die Deutschen haben ein Herz für die Verlierer in dieser komplexen Welt, für die Opfer Israels und Amerikas als Agenten des bösen Kapitals. David, nein Siegfried gegen Goliath! Hüben die hochgerüstete Militärmaschine, die maßlose Moderne. Drüben die Steinschleudern, ungezügelte Natur.
Arme Hamas, sie bleibt chronisch unterschätzt. Weil nicht sein kann, was nicht sein soll. Und so geht in den deutschen Medien weiter die Legende von den „Rebellen“, bewaffnet mit Zwillen oder ein paar rumpligen Raketen, die sich keine Bunker für Gaza leisten können, keine politische Agenda haben. Dass die Raketen der Hamas mittlerweile 150 Kilometer bis nach Haifa reichen? Scheiß der Hund drauf. Die Milliarden, die die EU der Autonomiebehörde überwies? Wurscht. Dass die Raketen aus Wohngebieten starten, um deren Beschuss zu provozieren? Halb so wild. Und dass es nach Hamas-Charta auf israelischem Gebiet keine Juden mehr geben soll? Nicht so gemeint.

Und als gebranntes Kind mag man den Namen kaum erwähnen, aber Frau Knaul schätzt diesmal die Lage richtig ein:


Einen Grund, Israel anzugreifen, findet man in Gaza immer. Dass der eigenen Bevölkerung dabei ein grausamer Blutzoll abverlangt wird, nehmen die Islamisten in Kauf.
Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu ist viel vorzuwerfen, seine kurzsichtige Siedlungspolitik steht ganz oben auf einer langen Liste. Ein Kriegstreiber ist Netanjahu jedoch nicht. Alle seine Vorgänger, inklusive Schimon Peres, Israels scheidender Präsident und Friedensnobelpreisträger, waren schneller bereit, die Armee in den Einsatz zu kommandieren, als der heutige Regierungschef.

 

Zudem gibt es unerträgliche Momente in deutschen Medien, in denen unwidersprochen, unhinterfragt und auch immerwieder die angeblichen Experten zu Wort kommen, so wie der von Charlotte Knobloch zurecht in einem offenen Brief entlarvte Jürgen Todenhöfer, auch Demagoge des Mainstreams genannt, der auf seinen offenen Brief an Netanyahu einen wohlverdienten offenen Brief an Todenhöfer erhiet, oder Michael Lüders.

 

Ähnlich wie die taz, die nur vereinzelt zumindest faire weil nicht einseitig-verzerrende Beiträge veröffentlicht, verhält es sich auch mit dem WDR und dem Deutschlandfunk, hier nur zei syptomatische Beispiele:

Dirk Niebel BM.a.D. widmet sich dem WDR-Dauergast M. Lüders https://www.facebook.com/niebelbw/posts/906732116007588

Meurer vom DLF tritt in die Kreuzverhörtaktig-Fußstapfen auch andreer Moderatoren, die mit israelischen und Israels Position erklärenden Gästen hart und härter ins Gericht gehen und zugleich  Palästinener und ihre Sprecher und Lobbyisten mit Samthandschauen anfassen: Natan Szaider bleibt nicht zu zu sagen als:  Aber ich möchte noch mal betonen, dass also diese Anspielung, dass wir nicht genug Tote aufzuweisen haben, finde ich richtig unverschämt.

 

 

Auch deutschsprachige Blogger aus Israel bieten authentische Einblicke – auch angesichts deutscher Berichterstattung – als Gemütsbarometer mit Beiträgen aus ihrer Sicht auf die Region, in ihrer Situation unter Beschuss, von ihrem Alltag in einem existenzbedrohten Land, das so viel mehr als nur die deutschen Schlagzeilen ist.
Eine gute Möglichkeit für einen Perspektivwechsel aus den bequemen Bürostühlen, von den Sofas voller Weltmeisterschaftseuphorie oder den Latte Macchiato- und Sonnencreme-verschmierten Smartphone-Displays im Straßencafé heraus.  Allesamt vollständig lesenswert. Nicht nur die Blogartikel hier, sondern gleich die ganzen Blogs.

* Lila / Letters from Rungholt: „Bumm, bumm, bumm“ bzw. Wie hilft man Kindern, mit Angst und Streß zurechtzukommen?
Die Kinder im Süden Israels kennen keine andere Realität als regelmäßige Alarme, denn die ersten Angriffe waren vor 13 Jahren. In den letzten Jahren ist diese Realität immer weiter nördlich gekrochen, jetzt sind auch Kinder in Tel Aviv und im Carmel betroffen. Ungefähr 5 Millionen Israelis leben im Moment mit dem Alarm, der nur wenige Sekunden Zeit läßt, sich einen geschützten Platz zu suchen. Darunter sind viele, viele Kinder. Wie schützt man sie vor Angst, Panik und Spätfolgen?
Einer Lehrerin ließ die Frage keine Ruhe, und sie komponierte ein Spiel-Lied, das die Alarm-Routine durchspielt und zu einem guten Ende bringt.

 

* beer7 / Blick auf die Welt – von Beer Sheva aus: Wetterhahn im Wind
„Das Muster ist immer dasselbe: In den ersten Stunden, am ersten Tag nach massivem Raketenbeschuss verkuendet die westliche Welt im Brustton der Ueberzeugung, dass Israel natuerlich das Recht auf Selbstverteidigung habe. Aber dann beginnt der Wetterhahn zu knarzen und setzt sich in Bewegung. (…)
Wenn das Ziel der IDF waere, moeglichst viele Hamaskaempfer zu toeten und die “kollateralen Verluste” in Kauf zu nehmen, dann muessten die Opferzahlen um ein Vielfaches hoeher liegen. Israel hat aber selbst nach den strengsten Kriterien von B’Tselem seit Jahren die niedrigste Ratio Kombattant/Zivilist von allen westlichen Laendern in kriegerischen Konflikten.
Die israelische Luftwaffe hat in der Nacht vom Montag (7/7/14) auf Dienstag 150 Ziele im Gazastreifen angegriffen und in der letzten Nacht 160 Ziele. Damit kommen wir auf 0.055 tote Zivilisten pro Angriff.
Bitte behaltet das im Hinterkopf, wenn demnaechst wieder der Vorwurf “exzessive Gewalt” gegen Israel erhoben wird. (…) Implizit schwingt beim Vorwurf der “exzessiven Gewalt” mit, dass zu wenig Israelis sterben. Der Staat Israel ist eben keine Terrororganisation und schuetzt das Leben seiner Buerger, auch wenn es teuer wird. Mein Mann ueberlegte gestern schon, welche Steuern demnaechst wohl erhoeht werden. Mit den Baumaterialien fuer die diversen Terrortunnel haetten auch im Gazastreifen Schutzraeume gebaut werden koennen, aber Hamas setzt die Prioritaeten anders.

 

* Esthers Tagebuch aus Zichron Yaacov: Operation Fels in der Brandung
„Diese Highlights zum Thema möchte ich euch nicht vorbehalten:
Wie reagieren amerikanisch-jüdisch Touristen, als sie in ihrem Hotel in Jerusalem den Bunker aufsuchen müssen? Sie singen und motivieren sich damit, das Beste aus der Situation zu machen!
Wie reagieren Araber und Palästinenser (die während des Ramadan aus dem WJL nach Jerusalem reisen dürfen) auf dem Tempelberg, als in Jerusalem die Sirene ertönt? Sie singen auch, allerdings aus übergroßer Freude, dass der zionistische Feind endlich wieder angegriffen wird! Dass bei einem der Angriffe auf Jerusalem auch der Tempelberg getroffen werden könnte, scheint in den Köpfen noch nicht angekommen zu sein.“

 

* Leben in Jerusalem: Im Raketenhagel
“ (…) In den Fernsehnachrichten wird ständig wiederholt, wie wir Zivilisten uns schützen sollen. Nicht alle haben einen Bunker auf sich warten. In unserem Haus befindet sich einer, aber gestern stellten wir bei einer “Besichtigung” fest, dass sich gleich vor der Bunkertür die Hauptleitung zum Gashahn befindet. In Israel wird vorwiegend mit Gas gekocht und so auch in unserem Haus. Now what ? Sollen wir bei Bedarf in den Bunker neben der Gasleitung oder lieber doch unter dem Haus in Deckung gehen ? Bei einem Treffer erwischt uns die Gasleitung so oder so. Die Vermieterin hat einen geschützten Raum in ihrer Wohnung und so teile ich mir den Bunker nur mit den Nachbarn; einem jungen Pärchen, denn wir sind nur drei Parteien im Haus. Der nächste öffentliche Bunker befindet sich in einer Schule in der Nebenstraße, doch das wäre bei Alarm zu weit weg. Mehr als die uns verbleibenden 90 Sekunden.
In der Innenstadt begegnet man deutlich weniger Menschen als sonst. Obwohl die Ben Yehudah und der Machane Yehudah Markt voller Leute sind, viele ziehen es vor, daheim zu bleiben. In Deutschland wird es vermutlich so dargestellt als amüsieren sich Israelis in Restaurants und Cafes, aber, wie gesagt, man kann sich nicht im Bunker einschliessen und in Depressionen verfallen. Amüsieren tun wir uns selbst mit der Kaffeetasse in der Hand nicht, denn im Hinterkopf spukt bei uns allen der Gedanke, wann es zum nächsten Alarm kommt.
Ungewissheit kann manchmal ziemlich auffressend wirken.“

 

Filmtip: Wer 20 Minuten Zeit hat, gewinnt mit dem Film Raketenstadt einen Eindruck, wie es sich in Sderot, der am häufigsten unter Raketenbeschuss liegenden Stadt Südisraels, mit ständigem Alarm, lebt.

 

 

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Entwicklungen in und rund um Israel und Analysen zum Taktieren der Hamas und der Haltung der arabischen Welt:

Israels neue Verbündete: Israels Gesellschaft offenbart erstmals aller Welt, wie tiefgreifend sie sich gewandelt hat. Jahrzehnte hindurch gab es einerseits nur das Diasporahaft-Unterwürfige, andererseits das Hebräisch-Männliche. Kaum einer der Israelis nahm wahr, wie diasporaverhaftet diese Unterscheidung selber war und wie die fast kindische Vernarrtheit in Militär und Paraden, in Kraftdemonstrationen und Waffen direkt aus dem Getto kam, dem man mental entkommen zu sein glaubte. Heute ist die Lage anders, bei allen Ängsten ist man selbstsicherer und besonnener geworden. Netanjahu verkörpert dieses Gefühl.

Zu keinem Zeitpunkt in dieser Krise vergaß der israelische Ministerpräsident, der in Europa gern als Feuerkopf gezeichnet wird, die Politik. Stets ließ Netanjahu die Angriffe einstellen, wenn ein Waffenstillsand möglich schien. Immer wieder rief er die Hardliner seiner Regierung zurück und setzte auf die Diplomatie. Erst als die Hamas weitere Raketen abschoss und sogar versuchte, Israels Atomreaktor in die Luft zu sprengen, tat der Premier, was nötig war. Die Bevölkerung folgte ihm, ohne in einen Racherausch zu verfallen.

In Deutschland nimmt kaum einer diesen Vorgang zur Kenntnis; genauso wenig wie die Tatsache der vierten und letzten Feststellung: Die alten Frontlinien des Nahen Ostens lösen sich auf. Scharten sich die Araber noch vor wenigen Jahren immer dann hinter der Hamas, wenn es zum Krieg mit Israel kam, stehen die Saudis und Ägypter, die Emirate, Jordanien und viele andere arabische Staaten heute aufseiten Israels.

Nicht lautstark und offensiv, doch dafür nicht weniger eindeutig. Der eine oder andere Erregte hierzulande sollte davon wissen. Es könnte ihn zum Denken anregen.

 

Dieser Krieg ist anders
Hamas ist nicht nur Lieblingsfeind der israelischen Regierung, sondern auch Gegner der ägyptischen und saudischen Herrscher. 

 

Warum die Araber Israel unterstützen
Israel führt Krieg – und zum ersten Mal wird er von der arabischen Welt gebilligt. Die Feinde von gestern entdecken gemeinsame Interessen – und neue gemeinsame Feinde. Für Israel, Saudi-Arabien und Ägypten sind die Muslimbrüder bedrohlicher als der Palästinakonflikt. Der aktuelle Gaza-Krieg aber zeigt, dass die Allianzen von gestern nicht mehr die Allianzen von heute sind.

 

Und es scheint, Israel entwirft einen entwaffnenden Plan für Gaza
Wenn sich nun aber eine internationale Koalition unter Beteiligung der arabischen Staaten für eine Demilitarisierung des Gazastreifens einsetzen würde? Schließlich sei es mit internationalem Druck auch gelungen, die syrische Regierung dazu zu bewegen, ihre Chemiewaffen freiwillig aufzugeben, sagte der ehemalige Verteidigungsminister. Der Hamas könne man mit einem international kontrollierten Wiederaufbaufonds von 50 Millionen Dollar einen Anreiz bieten, sich auf den Deal einzulassen, schlug er vor.
Netanjahu und sein Nationaler Sicherheitsberater Jossi Cohen hatten sich bald entschieden, der Idee eine Chance zu geben.

 

Hamas am Abgrund
(Pierre Heumann, 9.7.14)

“ … Von einer Eskalation im Gazastreifen könne Hamas nur profitieren, heisst es in Gaza. Ihr Zustand ist derzeit in vielerlei Hinsicht desolat. Sie ist international und regional isoliert. Zum Regime in Kairo herrscht Funkstille, die Grenzübergänge nach Ägypten und Israel sind geschlossen, und die einst guten Beziehungen zu Teheran eingefroren.

Auch Innenpolitisch hat die Regierung in Gaza eine bittere Bilanz vorzuweisen. Die Einheitsregierung mit Mahmud Abbas zeigt keine Erfolge. Die wirtschaftliche Lage ist desolat. Viele Hamas-Beamte erhalten ihre Löhne nicht, die Stromversorgung ist bloss an wenigen Stunden pro Tag gesichert. Abbas, der eben noch einen Schulterschluss mit der Hamas vorangetrieben hatte, zeigt ihr jetzt die kalte Schulter. Arabische Nationen kommen der Hamas ebenfalls nicht wirklich zu Hilfe. …“

Um sich aus dieser fast totalen Isolation und der sich zuspitzenden Notlage zu befreien, setzt die Hamas bewusst auf Eskalation. Je schlimmer die Bilder und Szenen sind, die über das Fernsehen ins Ausland übermittelt werden, desto mehr Hoffnung macht sich die Hamas-Riege auf eine Besserung ihrer Lage. Erstens sollen die Ägypter unter Druck gesetzt werden, die Beziehungen zur Hamas auf ein höheres Niveau anzuheben. Zweitens erhofft sich die Regierung in Gaza eine Klimaverbesserung zu Teheran: Wenn die Ayatollahs den palästinensischen Widerstand gegen Israel anerkennen, würden sie sich finanziell erkenntlich zeigen. Drittens werde der Westen Israel unmissverständlich auffordern, die Angriffe auf Ziele in Gaza einzustellen und das Waffenstillstandsabkommen zu respektieren, das vor rund zwei Jahren abgeschlossen wurde.“

 

Zynische Offensive
(Eric Gujer Heute, 10. 07.)

Die Medien haben gestanzte Formulierungen zur Hand, wenn Israeli und Palästinenser wieder einmal zu den Waffen greifen. Sie reden von einer Spirale der Gewalt oder einer sinnlosen Eskalation, und beide Seiten scheinen stets gleichermassen Schuld am Leid der Zivilisten zu tragen. Für das jüngste Blutvergiessen gibt es jedoch einen eindeutigen Verantwortlichen – die Hamas.

Nach den barbarischen Morden an israelischen und palästinensischen Jugendlichen zögerte die israelische Regierung lange mit einer Reaktion. Ministerpräsident Netanyahu, dem fälschlicherweise der Ruf eines Hardliners anhängt, beliess es zunächst bei Worten, obwohl Teile seiner Koalition lauthals nach Rache riefen. Er wartete, ob der Beschuss aus dem Gazastreifen aufhören würde. Doch die Luftangriffe fanden kein Ende.

 

Eskalation in Nahost: Das perfide Kalkül der Hamas
(Ulrike Putz, 09.07.)

“ … „Die Hamas steckt tief in der Scheiße“, sagt auch der Politikwissenschaftler Mkhaimar Abu Sada in selten unverblümter Sprache. Der sonst zurückhaltende Akademiker lehrt an der Azhar-Universität in Gaza-Stadt. Die Bevölkerung im Gazastreifen stehe kurz vor dem offenen Aufstand gegen ihre Herrscher, sagt Abu Sada. Seit der Geldfluss aus Syrien, Iran und nun auch aus Ägypten versiegt sei, stecke die Bewegung in massiven finanziellen Schwierigkeiten. Seit neun Monaten habe die Regierung des Gazastreifens die Gehälter ihrer 40.000 Beamten nicht mehr zahlen können.

Derart unter Druck hatte sich die Hamas Anfang Juni nach langem Zögern auf die Bildung eines Einheitsregierung mit der verhassten Fatah des Palästinenserpräsidenten Mahmud Abbas eingelassen. Doch der Kotau vor Abbas, der im Westjordanland regiert, brachte nicht das gewünschte Ergebnis: Die Einheitsregierung war von Anfang an wegen interner Kleinkriege arbeitsunfähig und konnte die offenen Rechnungen der Hamas nicht begleichen. Die erhoffte Verbesserung der Lebensverhältnisse im Gazastreifen blieb aus, die Hamas verlor weiter an Ansehen.

Also setzten die Radikalen auf Eskalation: Die Entführung und Ermordung von drei jüdischen Teenagern am 12. Juni und der darauf folgende mutmaßliche Rachemord an einem palästinensischen Jugendlichen in der vergangenen Woche lösten den jetzigen Kreislauf der Gewalt aus. Hunderte Raketen flogen in der Nacht zu Mittwoch Richtung Israel. …“

 

Warum Israel die Hamas nicht vernichten will
(Michael Borgstede, 9.7.)

„… Die 10.000 Raketen in ihren Waffenkellern sind womöglich das einzige Kapital, was der bedrängten Organisation noch bleibt, und mit dem ersten erfolgreichen schmerzhaften Schlag gegen Israel könnte sich die Bereitschaft der Islamisten, einem Waffenstillstand zuzustimmen, schlagartig erhöhen.

Schon jetzt hat die Organisation eine Liste mit Bedingungen für einen Waffenstillstand veröffentlicht. Israel müsse seine Aktionen gegen die Hamas im Westjordanland beenden, wird dort gefordert. Zudem müssten alle palästinensischen Gefangenen, die Israel im Jahr 2011 im Austausch für den entführten Soldaten Gilad Schalit freigelassen und in den vergangenen Wochen wieder festgenommen hat, erneut freikommen.

Alle weiteren Forderungen richten sich erstaunlicherweise an Ägypten: Die Hamas fordert von der Regierung in Kairo die Weiterleitung von Geldern aus Katar, um endlich die überfälligen Gehälter in Gaza zahlen zu können. Sie fordert – ebenfalls von der ägyptischen Regierung – die Öffnung des Grenzübergangs in Rafah. …“

 

Ägyptens stille Sympathie für Israel
(Martin Gehlen, 9.7.)

“ … Hunderte von Raketen mit größerer Reichweite sowie Zehntausende von Granaten und Gewehren haben nach dem libyschen Bürgerkrieg ihren Schmuggelweg über Ägypten in den Gazastreifen gefunden. Der regierenden Hamas jedoch sind inzwischen die Zügel teilweise entglitten. Bei Attentaten und Raketenangriffen haben längst andere, viel Radikalere das Sagen, die sich zu Al-Kaida zählen. Fast täglich sterben auf dem Sinai Polizisten und Soldaten bei Feuerüberfällen dieser Gotteskrieger, die sich bei Bedarf auch in die Hamas-Enklave zurückziehen, um den ägyptischen Kampfhubschraubern zu entgehen.

Al-Sissi verachtet Hamas und weiß, dass er die Israelis braucht. Für ihn steht das Camp-David-Abkommen nicht zur Debatte. Denn Ägypten hat nicht das Aufklärungsgerät, um die immer gefährlicher werdenden Dschihadisten auf dem Sinai auszuspähen. Zudem braucht Kairo dringend mehr Gas für seine Stromkraftwerke, was demnächst aus dem israelischen Leviathan-Feld vor der Mittelmeerküste in Richtung Niltal fließen könnte. Doch trotz seiner Abneigung gegen die Gaza-Herrscher ist Ägyptens Führung seit letzter Woche wieder dabei, zwischen den Kontrahenten zu vermitteln – eher halbherzig, wie es scheint, und bisher ohne Erfolg. Denn dem neuen Sissi-Kairo käme es durchaus gelegen, wenn Israel die Radikalen von nebenan wieder einmal kräftig ins Visier nähme. …“

Dazu auch Dabiel Pipes: Ein Jahr nach Morsi – was macht Ägypten?

 

Mehr zur Hamas uvam unter Basics

 

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Blogartikel zur aktuellen Situation, die treffender nicht sein könnten


10 Lehren aus dem Gaza-Krieg – Jungle World / von Ivo Bozic

Noch ist der Krieg in Gaza längst nicht vorbei. Die israelische Armee versucht weiterhin, soviel Infrastruktur der Hamas wie möglich zu zerstören, die Hamas feuert weiter täglich Raketen auf israelische Zivilisten. Vieles erinnert an die letzten Gaza-Konflikte 2008/2009 und 2012 und doch sind einige Sachverhalte anders, und es können bereits jetzt einige neue Erkenntnisse gewonnen werden.

1. Auf Palästina-Solidaritätsdemos wird immer wieder betont, dass Gaza ein umzingelter, abgeriegelter Landstrich sei, die Bewohner könnten das Land nicht verlassen, die Kontrolle über die einzigen Zugänge hätten Israel und Ägypten inne. Seitdem die Hamas-Raketen mit deutlich größeren Reichweiten als früher Richtung Flughafen Tel Aviv geflogen sind, seitdem der Flugverkehr nach und von Israel zwischenzeitlich fast vollständig zum Erliegen gekommen ist, müssen wir feststellen, dass auch Israel den Zugang zu seinem Land nicht umfassend kontrollieren kann. Der Flughafen „Ben Gurion“ ist die Lebensader für Israel, das “Tor zur Welt“, ohne ihn ist die Reise dorthin und von dort weg nur unter großen Schwierigkeiten möglich. Das gilt nicht nur für die zivile Luftfahrt, sondern auch für den Güterverkehr. Denn auch Israel ist „umzingelt“ und zwar nicht gerade von Freunden. Die Grenzen zu Syrien und dem Libanon sind komplett dicht. Die Flughäfen in Haifa und Eilat sind zu klein für große Maschinen. Alternative Reisemöglichkeiten bieten sich nur über Jordanien oder per Schiff über die Mittelmeer-Häfen in Haifa und Aschdod. Israel hat sich verwundbar gezeigt. Umso mehr ist klar geworden, dass Israel keinesfalls irgendwelche Verhandlungslösungen akzeptieren wird, bei denen die dauerhafte Sicherheit des Flughafens „Ben Gurion“ nicht gewährleistet ist. Sprich: Ohne ein Ende der Raketenbedrohung aus Gaza und ohne die Garantie, dass dergleichen nicht aus der Westbank droht, kann es unmöglich eine Lösung des Nahost-Konflikts geben.

2. Die Zwei-Staaten-Lösung ist gescheitert. Die Hamas hat mit der Eskalation des Konflikts direkt im Anschluss an die Bildung einer Einheitsregierung mit der Fatah erneut deutlich gemacht, dass es mit ihr keinen Frieden geben wird. Nichts deutet daraufhin, dass die Hamas ihre Macht in Gaza abgeben wird. Ohne die Einbeziehung von Gaza sind jedoch alle Verhandlungen über eine Zwei-Staaten-Lösung mit der Palästinensischen Autonomiebehörde in der Westbank sinnlos. Außerdem hat sich wieder einmal gezeigt, dass auch die Fatah kein verlässlicher Partner ist. Auch Fatah-Organisationen beteiligen sich an dem Raketen-Terror. Mahmoud Abbas hat es nicht geschafft, und es nicht einmal wirklich versucht, die Hamas zu zwingen, den Raketen-Terror einzustellen. Er hätte mindestens die Einheitsregierung in Frage stellen können, das hat er nicht getan. Es wird erst dann wieder über eine Zwei-Staaten-Lösung verhandelt werden können, wenn die Hamas endgültig Geschichte ist.

3. Die USA sind kein verlässlicher Partner Israels. Eine der ersten Reaktionen der amerikanischen Regierung war, dass sie sich als „Vermittler“ angeboten hat. Sie hat so die Rolle einer halbwegs neutralen Kraft eingenommen. Man stelle sich vor, man befinde sich in einer Prügelei und dann kommt endlich der große Bruder herbeigeeilt und alles was er tut, ist, zu sagen, er biete sich als Schlichter an. Auch bei den jüngsten Vermittlungsversuchen John Kerrys über eine Waffenpause hat dieser die beiden Seiten wie gleichberechtigte Konfliktparteien behandelt und ist in erster Linie den Forderungen der Hamas entgegengekommen. Damit erkennt ausgerechnet die USA die Herrschaft der Hamas über den Gazastreifen an. Die USA haben ihre Rolle als Schutzmacht Israels zumindest im Moment abgestreift. Da sich Israel noch nie auf die Uno oder die EU verlassen konnte, muss man konstatieren, dass das Land derzeit mehr denn je darauf angewiesen ist, sich selbst verteidigen zu können.

4. Die arabischen Revolutionen haben Israel keine Sicherheit gebracht. So tragisch es ist, aber erst die Konterrevolution in Ägypten hat wieder eine gewisse Stabilität für Israel zur Folge gehabt. Wäre jetzt noch Mohammed Mursi in Kairo an der Macht gewesen, hätte sich eine ganz andere Situation für Israel ergeben. Die Skepsis, mit der Israel die Aufstände beobachtet hat, war aus israelischer Sicht berechtigt. Man muss allerdings auch feststellen, dass die jüngste Offensive der Hamas nichts mit dem sogenannten arabischen Frühling zu tun hat, dass es also auch ohne die radikalen Veränderungen im arabischen Raum ziemlich sicher genauso eskaliert wäre.

5. Die Hamas ist tatsächlich so isoliert, wie man das vermutet hat. Die Arabische Liga und andere wichtige arabische Player wie Ägypten, die VAE und Saudi-Arabien haben der Hamas ihre Solidarität versagt, und auch wenn öffentlich gelegentlich Gegenteiliges geäußert wurde, insgeheim doch die israelische Militäroffensive geduldet. Dies eröffnet für Israel neue Perspektiven, bedeutet aber auch, dass man sich künftig mit Regimen wird arrangieren oder verständigen müssen, die ganz grundsätzlich den demokratischen und freiheitlichen Ansprüchen Israels entgegenstehen und deren Unterstützung man sich nie dauerhaft wird gewiss sein können.

6. Katar geht seinen provokanten Weg weiter. Das kleine Golf-Emirat hat sich hinter die Hamas gestellt, riskiert seine Isolation im arabischen Raum und schert sich nicht um sein internationales Standing, obwohl – oder weil? – dort 2022 die Fußball-WM ausgetragen werden soll. Katar beherbergt nicht nur den Sitz der Hamasführung, sondern unterstützt eine Vielzahl jihadistischer Terrorgruppen und entwickelt sich zum ausgemachten Schurkenstaat – und scheint sich das leisten zu können. Wohl auch, weil Katar nicht damit rechnen muss, von seinem engen Verbündeten USA fallen gelassen zu werden. Die USA haben eine wichtige Luftwaffenbasis in Katar und liefern dem Golfstaat jede Menge Waffen, gerade eben erst wurde ein Waffen-Deal über elf Milliarden Dollar verkündet.

7. Die Türkei geht unter Erdogan weiter auf Konfrontation mit Israel. Ein Mitgliedsstaat der Nato bezieht Stellung an der Seite der Hamas. Eigentlich müsste das für die Nato Konsequenzen haben. Wird es aber ziemlich sicher nicht, was erneut beweist, wie orientierungs- und planlos die Nato ist.

8. Auch wenn die Beziehungen zwischen der Hamas und dem Iran durch ihre unterschiedliche Positionierung im Syrien-Konflikt längst nicht mehr so gut wie einst sind, hat sich gezeigt, dass die militärische Aufrüstung und Ausbildung der Hamas und des Islamischen Jihad ganz wesentlich vom Iran abhängt. Dass man in Gaza inzwischen über derart schlagfähige Waffen verfügt, hat viele überrascht. Im Zuge des jüngsten Gaza-Konflikts hat eine vorsichtige Wiederannäherung zwischen der Hizbollah und der Hamas stattgefunden, dies könnte auch für die Beziehungen der Hamas zum Iran gelten. Umso mehr wäre eine atomare Bewaffnung des Iran eine Katastrophe.

9. Schon 2012 hat sich gezeigt, wie wichtig der Raketen-Abwehrschirm für Israel ist. Damals konnte bereits der größte Teil der palästinensischen Raketen in der Luft abgefangen werden, die meisten Raketen hatten damals jedoch eine wesentlich geringere Reichweite als heute. Man muss sich nur einmal vorstellen, wie die Eskalation ohne „Iron Dome“ verlaufen wäre. Zahlreiche Raketen wären in der Metropole Tel Aviv eingeschlagen. Die Sicherheit Israels hängt inzwischen ganz wesentlich von „Iron Dome“ ab. Auch der Ausgang des aktuellen Konflikts wird mehr von „Iron Dome“ abhängen, als von der Bodenoffensive der IDF.

10. Die meisten, größten und heftigsten Demonstrationen gegen Israel fanden – neben den Protesten in der Westbank und in Israel selbst – in Europa statt, nicht in den arabischen Staaten des Nahen Ostens. Dort blieben die Proteste bisher sehr überschaubar bis marginal. Während die arabischen Nachbarn inzwischen erkannt haben, dass angesichts der dramatischen Kriege in Syrien und im Irak und der Machtkämpfe in Ägypten der Konflikt zwischen Israel und den Palästinensern eher ein Randproblem darstellt, projizieren viele türkische und arabische Communities in Europa sowie Nazis und zahlreiche Linke nach wie vor alle möglichen Probleme der Welt auf Israel und offenbaren dabei ihren virulenten Antisemitismus.

 

Anmerkungen zur Lage (Spirit of Entebbe / Claudio Casula)
26.7.
“ (…)  Über die Hamas müssen wir an dieser Stelle nur wenige Worte verlieren. Sie ist aus guten Gründen u.a. von den USA und der EU als Terrororganisation gelistet; sie hat Hunderte von Israelis bei Bombenattentaten vor, während und nach der „Al-Aqsa-Intifada“ ermordet, sie hat die rivalisierende Fatah 2007 in einem blutigen Putsch aus dem Gazastreifen vertrieben; sie hat den eliminatorischen Judenhass in ihrem Programm verankert und erzieht schon die Kleinsten in den Kindergärten zum antisemitischen Jihad. Sie erschießt „Kollaborateure“ ohne viel Federlesens auf offener Straße und schleift die halbnackten Leichen auf Motorrädern hupend durch die Straßen Gazas. Sie benutzt Hilfsgelder, um Terrortunnel zu bauen und Waffen und Raketen zu kaufen, weil sie aufs Wohlergehen der Bevölkerung scheißt, sie benutzt diese Bevölkerung, um ihre Waffendepots und Kommandozentralen zu schützen, sie flüchtet in Ambulanzwagen, schießt aus Krankenhäusern, deponiert (bisher in zwei Fällen nachgewiesen) gar Raketen in Schulen – und missbraucht auch Moscheen, sie lässt eiskalt alle Toten, selbst die eines natürlichen Todes gestorbenen und die ermordeten “Verräter”, für die Idioten im Westen als Opfer Israels in die Statistik eingehen. Kurz: Sie pfeift auf alle Regeln eines halbwegs zivilisiert ablaufenden Krieges.

(…) Leider hat noch keiner der deutschen Oberlehrer präzisieren können, wie denn eine angemessene oder „proportionale“ Reaktion der Israelis auszusehen hätte. Sollen sie auch mal 150 Raketen am Tag aufs Geratewohl auf Gaza City abschießen? Dann gäbe es wahrscheinlich Zehntausende Tote an einem Tag. Sollen sie die Hamas-Führer persönlich ausschalten? Dann würfe man Israel wieder „gezielte Tötungen ohne Gerichtsverfahren“ vor. Die Wahrheit ist: Keine einzige Reaktion der Israelis wird goutiert, und übrig bleibt einzig die Option, sich widerstandslos beschießen zu lassen, bis das Raketenarsenal der Hamas verbraucht ist. Sie sollen sich – wie 1990 im Irakkrieg – vor den Raketen der Hamas ducken, in Schutzräume fliehen, die Sirenen heulen lassen, nachts ihre Kinder wecken, um in die Bunker zu laufen, alten Menschen, darunter 100.000 Holocaust-Überlebenden, und Behinderten zumuten, in 15 bis 90 Sekunden Deckung zu suchen. Und auch dann sind sie ja noch selber schuld, trotz vollständigen Rückzugs aus dem Gazastreifen vor neun Jahren – wegen der „Blockade“ oder des Wohnungsbaus im Westjordanland oder der Tatsache, dass sie einfach ein Stachel im Fleisch der arabischen Welt sind.Um es mal klar zu sagen: Wer von „brutalen Schlägen“, „unerbittlichen Angriffen“, „blindwütiger Vergeltung“ und ähnlichem schwadroniert, sollte wissen, dass die israelische Luftwaffe in der Lage wäre, das Gaza-Problem binnen Stunden zu lösen – dann allerdings wirklich um den Preis, dass die bisherige „Opfer“zahl um ein Vielfaches steigt und an den schwachsinnigen Genozid-Vorwürfen, die völlig derangierte Antisemiten mitunter vorbringen, endlich mal ein bisschen was dran wäre. Das aber ist ebenso wenig im Sinne der Israelis wie ein Sturz der Hamas-Herrschaft in Gaza, obwohl nur ein solcher die einzige Möglichkeit böte, die verhängnisvolle Entwicklung zu stoppen bzw. rückgängig zu machen. Man wagt sich wohl nicht zu weit aus dem Fenster, wenn man feststellt: Jedes andere Land der Welt nähme sich die Freiheit, seine erklärten Todfeinde entscheidend zu besiegen – ein Recht, das man einzig dem jüdischen Staat partout nicht zugestehen mag. (…)“

 

 

Ich ergreife Partei (Standpunkte / Thomas Eppinger)
23.7.

“ (…) Eine halbe Million Tote und 2,5 Millionen Vertriebene im Sudan. Unzählige Tote in Syrien und mehr als 1 Million syrischer Flüchtlinge, die im Libanon unter entsetzlichen Bedingungen ihr Dasein fristen. Die Massaker der ISIS, der nicht enden wollende Terror der Boko Haram. Verfolgte Christen von Ägypten bis Sudan. Vasallen Putins, die ein Flugzeug mit 289 Passagieren vom Himmel holen. Die Aufzählung des Schreckens ist beliebig fortsetzbar. Wer warnt vor der Spirale der Gewalt? Wer ruft zur Mäßigung auf? Wer fordert den Schutz der Zivilbevölkerung? Wo bleiben die Massendemonstrationen? Vergeblich warten weltweit hunderttausende Opfer von Verfolgung und Vertreibung, Verstümmelung und Mord, auf flammende Appelle Ban Ki-moons, auf Hilfe und moralische Unterstützung.

Auch weil das Schweigen der Weltöffentlichkeit zu nahezu jedem Verbrechen auf dieser Erde ohrenbetäubend in meinen Ohren gellt, kann ich die scheinheiligen Friedensmahner schwer ertragen, die jetzt wieder überall das Wort ergreifen. Die sich nicht dazu äußern, wenn die Hamas tausend Raketen auf Israel abfeuert, aber in einem israelischen Wohnblock die größte Gefahr für den Weltfrieden wittern. Die nie auch nur ein einziges Mal die antisemitische Hetze in palästinensischen Medien und Schulbüchern monieren aber jedes Mal verlässlich zur Stelle sind, wenn es gilt, Israel zu mahnen. Die mir vorwerfen, nicht neutral sondern parteiisch zu sein. Selbstverständlich bin ich parteiisch! Wie kann man das denn nicht sein? (…) “

 

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Lesenswertes aus israelischen Medien:

 

* Analysis: While Hamas was well prepared for conflict, Israeli army missed opportunities to hit organization’s rocket arsenal and target its commanders.

 

* Analysis: It now seems that both Israel and Hamas are staring at a war of attrition, even as each is hoping that the other will blink first and call for a truce“

 

* Commentary: Speak now or hold your breath!… Because if you fail to condemn Palestinian terrorism, and are saving your outrage for Israel’s response, you will have no moral right to complain. When you say you care about innocent civilians, no one in Israel will believe you. When you say you want peace, Israelis will laugh in your face. When you say that violence is not the solution, many in Israel will agree with you, but everyone will want to know where you were yesterday, and why you only just remembered you care about crying children when it’s Palestinian children shedding the tears. … „

 

* Analysis: Hamas is the new lesser of evils „… If a group like ISIS seized power in Gaza City during the aftermath of a war, both Israelis and Palestinians would have a brand-new deadly serious problem. So Hamas is the “lid,” and the Israelis won’t even try to get rid of it. Right now they only want to put a stop to the rocket fire. It makes sense considering what’s happening in Syria and Iraq, but think of the long-term ramifications: Hamas is indispensable even while making an end to the conflict impossible. What does that say about the prospects for peace in the near term? … „

 

The current conflict between Israel and Hamas shatters myths The current warfare between Hamas and Israel shatters several myths that have been accepted as gospel by many in the international community and the media.

 

* Column One: Hamas’s (and Iran’s) fail-safe strategy Peace can only come to Israel and its neighbors when the Muslim world liberates itself from its hatred of Jews.

 

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Ein Ende der Terrormitfinanzierung durch EU-Gelder wäre übrigens eine Option

* Autor Tilman Tarach auf der Achse des Guten: „Verantwortlich für den Mord an den drei israelischen Jugendlichen ist nicht nur die Hamas, sondern sind es auch die westlichen Regierungen, denn sie zahlen Unsummen an die Palästinensische Autonomiebehörde (PA), obwohl sie wissen (oder wissen sollten), dass ein Teil dieser Gelder gemäß dem palästinensischen Gefangenengesetz als Belohnung für den Mord an Juden verwendet wird. …“

 

* Verbrechen lohnen sich – für palästinensische Terroristen: „Je schlimmer das Verbrechen, desto mehr Geld erhält der Kriminelle aufgrund seines Gefängnisaufenthalts. Klingt das absurd? Ja. Ist das wahr? Noch einmal ja. Wenn ein palästinensisch-arabischer Terrorist einen Israeli oder einen Amerikaner in Israel ermordet, kann das damit enden, dass er für das Verbrechen eine großzügige Vergütung von mehr als 40.000 $ (ca. 30.000 €) pro Jahr bekommt.“
(English version: When a Palestinian murders an Israeli or an American in Israel, they can wind up receiving a salary in excess of $40,000 a year, for their crime.)

 

* Laut Nael Ghannam, Direktor des Ministeriums für Gefangenenangelegenheiten der PA, erhalten ehemalige Gefangene, die mehr als 15 Jahre im Gefängnis waren, 2.000 US-Dollar pro Jahr in Haft. Zudem erhalten jene, die 25 Jahre und mehr einsaßen, eine Beförderung in hohe militärische oder politische Ränge. Die monatlichen Bezüge für 15-25 Jahre Inhaftierte betragen 2.800 US-Dollar und mehr. Zum Vergleich: laut PCBS (Palästinensisches Zentrales Statistikamt) erhält ein Arbeiter im Westjordanland durchschnittlich ein Monatsgehalt von 641 US-Dollar).
Im Rahmen der Friedensverhandlungen hat Israel sich bereiterklärt, 104 Terroristen freizulassen, die schon vor Beginn des Oslo-Friedensprozesses verhaftet wurden. Allesamt waren in schwere Anschläge und Morde verwickelt. Demnach erhalten diese Terroristen die Höchstsummen an Zahlungen durch die PA, was sie zu Helden und Vorbildern insbesondere für die jüngere Generation macht.
Zudem erhalten nicht nur verurteilte Terroristen Gelder von der PA. Auch wer in Terrorakte verwickelt war und in israelischen Gefängnissen sitzt, erhält monatliche „Gehälter“ von der PA. Laut der palästinensischen Zeitung Al-Hayat Al-Jadida variieren diese Summen zwischen 390 – 3.300 US-Dollar.
Angesichts der großen Abhängigkeit der PA von internationalen Geldern bedeuten diese Zahlen, dass erhebliche Summen davon an Terroristen und Mörder in Gefängnissen und nach ihrer Freilassung gehen. Im Jahr 2012 wurden beispielsweise über 75 Mio. US-Dollar an Terroristen in israelischen Gefängnissen und 78 Mio. US-Dollar an die Familienangehörigen von Terroristen gezahlt. Das sind zusammengerechnet 16% der jährlichen internationalen Gelder an die PA.

 

* Gemäß Gesetzen der Autonomiebehörde erhält jeder Häftling, der wegen terroristischer Gewalt verurteilt worden ist, ein monatliches Gehalt von etwa 300 Euro. Einfache Kriminelle wie Einbrecher oder Autodiebe erhalten keinen Monatslohn von der palästinensischen Regierung. Je länger die Haftstrafe, also je größer die Zahl der israelischen Opfer ist, kann ein Häftling bis zu 3.000 Euro monatlich beziehen, was einem palästinensischen Ministergehalt entspricht. Während der Haftzeit finanziert die Behörde auch den Lebensunterhalt der Angehörigen. Sowie der Häftling freikommt, kann er mit großzügigen Abfindungen und weiteren Monatsgehältern rechnen. So erhalten verurteilte Massenmörder in israelischen Gefängnissen ein Vielfaches des Gehalts eines Beamten oder Polizisten in Diensten der palästinensischen Regierung.

 

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Food for thought

* Ausgerechnet Israel im Visir des UN-Menschenrechtsrats
„Eine Sonderkommission soll die israelischen Menschenrechtsverletzungen im Gazastreifen untersuchen, nicht aber die Raketenangriffe auf Israel. Und auch nicht die Tatsache, dass die Hamas Waffenlager und Kommandozentren bewusst unter oder in der Nähe von Schulen, Spitälern oder Moscheen einrichtet und so das Gebot, die Zivilbevölkerung zu schützen, missachtet. Der parteiische Beschluss des Menschenrechtsrats wurde von Israel scharf kritisiert und von den USA abgelehnt. Die meisten europäischen Staaten enthielten sich der Stimme. Seinem Ruf als moralische Autorität und Schiedsrichter tut das UNO-Gremium mit dieser Resolution keinen Gefallen.“ #Doppelstandard

* Das Luxusleben der Hamas-Führer:  Private jets, restaurants, luxury hotels: the good life of senior Hamas officials 
Hamas leaders have been often seen in recent days talking about the suffering of the residents of Gaza. But while most Palestinians are faced with shortages and restrictions on movement in the Gaza Strip, this is far from the case for officials from Hamas, which has been the de facto ruler there since throwing out political rivals Fatah in 2007. #Thatswherethemoneygoes

 

* Bereits drei mal wurden Raketen in einer UNWRA-Schule gefunden. #tutnichtsounschuldig

 

* Das deutsche Kreuzfahrtschiff Aida wurde vor Ashdod von splittergroßen Raketenteilen getroffen. Es folgte die Stornierung aller Kreuzfahrtreisen der Aida in die Region… #Hysterie

 

* Die Versorgung des Gazastreifens durch COGAT geht unbeirrt weiter – sieht so ein Vernichtungsfeldzug aus?
Hier eine Übersicht der humantären Hilfslieferungen in den Gazastreifen aus Israel seit Beginn der Militäroperation (Stand: 21.7.). #Menschlichkeit

 

* Kinder aus dem Gazastreifen erhalten in Israel lebensrettende medizinische Behandlungen – so wie auch zuvor Familienangehörige von Topterroristen der Hamas oder die Frau von Abbas.  #Menschlichkeit

 

* Anders als die Hamas, die ihre Kinder als Shahids geopfert sehen möchte, schützen Elefanten im Zoo von Tel Aviv ihren Nachwuchs vor dem Raketenalarm. Fragt sich ob die PETA am Schicksal bereits 10 getöteter Kühe und Hunderter getöteter Hühner in Israel Anteil nimmt und demzufolge die Hamas zur Waffenruhe aufruft, denn bis dato ist keine der Weltverbesserer-NGOs mit Kritik an der Hamas, die es auf den Tod von 8 Millionen Israelis abgesehen hat, aufgefallen.

 

* Übrigens: seit 11. Juli werden auch sporadisch Raketen aus dem Libanon auf Israel gefeuert. Die Gefahr einer zweiten Front im Norden wächst, auch in Hinblick auf die aktuellen Entwicklungen der Gespräche der P5+1 mit Iran.

 

*  Egyptian doctor: stop exploiting Palestine as wedge against Jewish Israel

 

 

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SOLIDARITÄT

 

support israel

* Bundesweite Solidarität mit Israel: Siehe Rubrik VERANSTALTUNGEN auf diesem Blog. Dort wird auch über die verheerenden antisemitischen und antiisraelischen Hetz-, Hass- und Gewaltexplosionen gegenüber den Pro-Israel-Demonstrationen und bei den Pro-Gaza-Demonstrationen berichtet.

 

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Videos

 

 

 I AM ISRAEL

EIN WORT AUS ISRAEL AN DIE WELT

HAMAS IN NUMBERS

Veröffentlicht am Juli 9, 2014, in Hamas, Israels Recht auf Selbstverteidigung, Terror gegen Israel. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

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