Jerusalem [jɛruʃa’lajim] القدس ירושלים

 

 

zuletzt aktualisiert: 17.05.2015

Der 28. Ijar ist nach jüdischem Kalender Jerusalem-Tag. Diese Kollektion mit zahlreichen Informationsquellen und Videos erschien 2012 anlässlich des 45. Jahrestages der Wiedervereinigung nach dem 6-Tage-Krieg, die nach gregorianischem Kalender am 5. Juni 1967 stattfand.

Zugleich jedoch berücksichtigt diese Kollektion aktuelle Konflikte und grundsätzliche Informationen über den Status von Jerusalem.

Jerusalems Hymne:

Yerushalajim Shel Zahav – Jerusalem aus Gold – dieses Lied wurde von Naomi Schemer geschrieben und 1967 kurz vor Ausbruch des Sechs-Tage-Krieges von der Sängerin Schuli Natan nur in der Begleitung ihrer Gitarre veröffentlicht – und wurde das musikalische Symbol für die ewige, ungeteilte, jüdische Hauptstadt.
Von zahlreichen Interpreten gesungen, ist die Version von Ofra Haza eine der schönsten. Das Lied wurde auch als Soundtrack des Films Schindlers Liste verwendet.
Es gibt neben dieser „heimlichen Vize-Nationalhymne“ jedoch noch weitere Songs of Jerusalem.)

Yerushalajim Shel Zahav

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Jerusalem in Kürze:

Jerusalem ist die heilige Stadt für die drei monotheistischen Religionen Judentum, Christentum und Islam. Es ist dieser einzigartige religiöse Status, der der Stadt und allem, was in ihr passiert, solch große Bedeutung verleiht.
Über 600 mal in der Bibel erwähnt, repräsentiert Jerusalem seit mehr als drei Jahrtausenden den Grundstein der jüdischen Identität, seit es im Jahr 1004 v. Chr. die Hauptstadt des israelitischen Königs David wurde. Jerusalem blieb Hauptstadt bis zu seiner Zerstörung durch die Römer und dem nachfolgenden Verlust jüdischer Unabhängigkeit. Aber es blieb für 2000 Jahre Sehnsuchtsort der täglichen Gebete. Selbst während des jüdischen Exils gab es jüdische Präsenz in Jerusalem und seit Mitte des 19. Jh. stellen Juden die größte Einwohnergruppe.
1948 wurde mit der Gründung des Staates Israel die jüdische Unabhängigkeit wiederhergestellt. Kurz darauf bestimmte die Knesset (Israels Parlament) Jerusalem zur Hauptstadt des Staates Israel – trotzdem einige östliche Stadtteile durch die Jordanier während des Krieges von 1948 von der Stadt abgetrennt worden waren. Nach dieser Entscheidung wurden die Regierungsbehörden in Jerusalem angesiedelt, einschließlich der Residenz des Präsidenten, des Amts des Ministerpräsidenten, der Regierungsministerien, der Knesset und des Obersten Gerichtshofs. Im Anschluss an den Sechs-Tage-Krieg wurde die 18 Jahre lange Teilung der Stadt beendet, und 1980 erließ die Knesset das „Grundgesetz: Jerusalem, Hauptstadt Israels“, das die vereinigte Staat als Hauptstadt der Nation verankerte.
Israel anerkennt und garantiert das Recht aller Gläubigen, in der Stadt zu beten, und schützt ihre vielen heiligen Stätten – es gibt beispielsweise 1204 Synagogen, 158 Kirchen und 73 Moscheen. (Mehr im Backgrounder History of Jerusalem.)

4000 Jahre Jerusalem in 5 Minuten

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Statistics 2015

1. Jerusalem is currently the largest city in Israel. At the end of 2013, Jerusalem’s population was 829,900. Sixty-three percent of the city’s residents were either Jews, non-Arab Christians, members of other faiths, or those not registered as belonging to any faith in Israel’s Ministry of the Interior. Thirty-seven percent were Arabs. The population of Jerusalem also grew by 14,600 residents in 2013.

2. Among the Jews living in Jerusalem, 35 percent define themselves as haredi, 18 percent as religious, 12 percent as traditional-religious, 14 percent as traditional-not very religious, and 20 percent as secular.

3. The fertility rate (the average number of children a woman is predicted to have in her lifetime) in Jerusalem was 3.87 children per woman, which is greater than the national average of 3.03. A household in Jerusalem also had an average of 3.9 members at the time the data was collected.

4. Among the adult population of Jerusalem, 88 percent reported to be satisfied with their lives, compared to 85 percent of the population in other Israeli cities. But the rate of Jerusalem residents who felt financially poor at the time of the data’s compilation was 28 percent, the highest among Israel’s large cities.

5. Regarding education, in the 2012-13 school year, 51 percent of 12th-grade students residing in Jerusalem and studying in Hebrew schools took their matriculation exams, primarily due to the fact that 54 percent of 12th graders in Israel study under the authority of the haredi community, which sends a lower percentage of their students to take those exams than other segments of the Israeli population.

6. In the economic sector, there were 36,400 actively operating businesses in Jerusalem in 2013, which represented 7 percent of all Israeli businesses.

(13.5.2015)

Mehr beim Zentralen Statistikamt

 

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Der Jerusalem-Tag (Yom Jerushalayim):

„Schon als die Juden Jerusalems an den Ufern von Babylon saßen und sich nach Zion sehnten, ist in der Bibel von einem Jerusalem-Tag, dem „Jom Jeruschalajim“ die Rede. In der modernen Geschichte Israels ist der Jerusalem-Tag das Datum, an dem an die Wiedervereinigung der Stadt während des Juni-Krieges 1967 erinnert wird. 1980 erklärt die Knesset Jerusalem zur „ewigen und unteilbaren Hauptstadt“ Israels. Der Jom Jeruschalajim ist einer von vier Feier- und Gedenktagen (mit Jom Haschoa, Jom Hasikaron und Jom Haatzmaut), die in den jüdischen Kalender aufgenommen werden. Begangen wird der Tag am 28. Ijar.

Tausende Menschen ziehen an diesem Tag in Jerusalem um und durch die 1967 befreite Altstadt, der Marsch endet an der Klagemauer. Dieser Tag ist kein religiöser Feiertag. Dennoch ist es nach rabbinischer Auffassung eine religiöse Pflicht, zur Erinnerung an das historische Ereignis in Jerusalem und in den Synagogen weltweit die Psalmen der Lobpreisung, das Hallel-Gebet, zu sagen.
In den Psalmen taucht der Name der Stadt häufig auf, in der gesamten hebräischen Bibel ist das hebräische Wort Jerusalem 641 Mal zu finden, in der Tora hingegen kein einziges Mal. Gleichwohl verweisen die Kommentatoren darauf, dass Jerusalem gemeint ist, wenn zum Beispiel im 1. Buch Moses (14,18) Abraham von einer gewonnenen Schlacht zurückkehrt, und auf den Herrscher einer Stadt trifft: „Und Malki-Zedek, der König von Schalem, brachte heraus Brot und Wein, und er war Priester des höchsten Gottes.“ Es ist wahrscheinlich, dass Schalem das Ur-Jerusalem war.
Auch die Geschichte der Bindung Isaaks steht mit Jerusalem in Zusammenhang: „Nimm doch deinen Sohn, deinen einzigen, den du liebst, den Isaak, und geh hin in das Land Morija und bringe ihn dort zum Opfer auf einem Berge, den ich dir ansagen werde.“ (1. Buch Moses 22,2) Abraham gibt dieser Stätte später einen Namen (22,14): „Und Abraham nannte den Namen dieses Ortes: Der Ewige wird ersehen (Haschem Jir´e).“
Dem Midrasch zufolge ist daraus der Name Jerusalem entstanden, aus der Verbindung von „Jeru“ (sehen) und „Schalem“ (vollkommen). „Deswegen nenne ich es Jeruschalajim“ (Midrasch Rabba 56,10). Es ist die Stadt, in der man die Vollkommenheit sieht. Und es ist, so sagt es der Ramban (Nachmanides), die vollkommene Stadt, weil hier der Tempel stand.
Jerusalem ist in seiner Schönheit vollkommen: „Zehn Maß Schönheit kamen in die Welt, Jerusalem nahm neun und der Rest der Welt eines“ (Kidduschin 49b). Nach rabbinischer Überlieferung hat Gott alle Städte der Welt geprüft, aber nur Jerusalem für geeignet befunden, die Stätte seines Heiligtums zu werden.“ (Siehe Artikel „Die vollkommene Stadt„.)

 

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Der Sechs-Tage-Krieg:

Im Juni 1967 führte Israel einen verzweifelten Krieg der Selbstverteidigung, den es schwierigsten Umständen zum Trotz gewann. Im Ergebnis überlebte der jüdische Staat nicht nur, sondern kam auch in den Besitz zusätzlichen Landes, darunter Gebiete, die essentiell für seine Sicherheit sind.

Der Sechstagekrieg und seine Folgen prägen den Nahen Osten noch heute. Das Verständnis dafür, wie und warum jene Gebiete in Israels Besitz gelangten und wie sich Israels Beziehung zu ihnen gestaltet, ist für eine gerechte und ausgewogene Diskussion des gegenwärtigen Zustands unabdingbar. (Hintergrund Isr. Botschaft)

Hier ein Transkript der Radiosendung, mit der Israelis 1967 die Nachricht von der Befreiung erhielten.

45 Jahre später: http://www.idfblog.com/2012/05/20/three-faces-the-story-of-jerusalems-reunification/

Auf dem IDF-Blog findet sich ein Porträt der berühmten „drei Gesichter“ der Eroberung der Klagemauer: Three Faces: The Story of Jerusalem’s Reunification

In der Times of Israel berichten die Veteranen der „Companie A“ von ihren Erinnerungen:
45 years later, Company A retraces its steps

 

Historisches Video von der Einnahme der Klagemauer 1967

 

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Artikelauswahl zu Jerusalem:

aus israelischen Medien zum Jerusalem-Tag:

A lesson on Jerusalem

The new Jerusalem

Don’t reinvent Jerusalem

Ein Veteran erinnert sich (engl.)

Jerusalem Day (editorial)

Jerusalem as the eternal capital

Ausschnitte des Buchs The battle for Jerusalem

Jerusalem, capital of Jewish innovation

Zeev Tamari: We won!

Shifra Paikin: Reflections on the 45th Anniversary of the Reunification of Jerusalem

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zur jüdischen Identität Jerusalems:

Rivka Fishman-Duker Jerusalem, Hauptstadt der Juden: Die jüdische Identität Jerusalems in griechischen und römischen Quellen

JAZ König David gab es wirklich

Isi Leibler Der Angriff auf die jüdische Identität Jerusalems

Blogbeitrag „Zur jüdischen Verbundenheit mit Israel und Jerusalem“

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zum Status Jerusalems:

Honest reporting Status of Jerusalem

Ulrich Sahm Status von Jerusalem

Ruth Lapidoth The legal and political background

Ulrich Sahm Machtkampf um Jerusalems Tempelberg

Nadav Shragai Am Anfang war AlAksa

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Der Status der Araber Jerusalems

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weiteres:

Boualem Sansal: „Mein Jerusalem“ – Erlebnisbericht eines Algeriers

Artikel-Kollektion von Camera

Jerusalem Mayor on Unity: Cranes Mean Sovereignty, Success

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Aktuelles:

– Mai 2015 –

Die Vision des Bürgermeisters Jerusalems, Nir Barkat, für Jerusalem:

Jerusalem Damals und Heute

A Journey in photos

–  November 2014  –

Eine der Begründungen für die Unruhen und zunehmenden Angriffe und Terroranschläge im Herbst 2014, die von palästinensischer Seite – sei es Abbas oder Hamas – immer wieder aufgeführt werden, sind Jerusalem und die Al-Aksa-Moschee.

Gil Yaron erklärt dies so:

Seit Wochen eskaliert die Gewalt in Jerusalem bei dem Streit um den Tempelberg, der Muslimen und Juden heilig ist.

Laut einer Vereinbarung aus dem Jahr 1967 dürfen Juden den Ort, auf dem die Al-Aksa-Moschee steht, nur besuchen. Immer größere Kreise religiöser Juden stellen diesen Status quo jedoch infrage und wollen an dem Ort, an dem vor 2000 Jahren der jüdische Tempel stand, auch beten. Das weckt in muslimischen Kreisen die alte Angst, dass Israel die Moschee zerstören will, um dort einen Tempel zu errichten – eine Furcht, die sich hartnäckig hält, trotz aller Beteuerungen des israelischen Premiers Benjamin Netanjahu, dass Israel den Status quo vor Ort nicht verändern will.

 

das Jerusalem Center for Public Affairs hat aktuell ein Dossier über den Status des Tempelberges verfasst. Es lohnt sich zu weiteren aktuellen Hintergründen rund um Jeruslaem der Facebook-Seite des JCPA zu folgen.

 

Hier einen kurzen offiziellen Hintergrund:

Religionsfreiheit und der Status quo

Die offizielle israelische Politik wurde in der Unabhängigkeitserklärung niedergelegt. Sie sagt klar, dass die Religionsfreiheit für Angehörige aller Religionen geschützt ist. Israel misst dem Schutz der Religionsfreiheit von Muslimen und Christen in den heiligen Stätten höchste Bedeutung bei, gerade in Jerusalem. Die heiligen Stätten des Judentums, wie die sogenannte Klagemauer, sind für Besucher aller Religionen offen, ebenso die christlichen Stätten in Jerusalem.

Die Religionsfreiheit wurde in der Geschichte Jerusalems nicht immer respektiert. So wurde beispielsweise Juden zwischen 1948 und 1967 der Zugang zu den heiligen Orten in Jerusalem verweigert.

Nach der Wiedervereinigung Jerusalems im Jahr 1967 beschloss die israelische Regierung, den bestehenden Status quo auf dem Tempelberg aufrecht zu erhalten. Aus Respekt gegenüber den Empfindungen vieler Muslime, wurde dem islamischen Waqf erlaubt, den Tempelberg, also den heiligsten Ort des Judentums, weiter zu verwalten.

Nicht-Muslime (Israelis und Touristen) dürfen den Tempelberg zu bestimmten Zeiten besuchen, jedoch nicht die Al-Aqsa-Moschee selbst betreten, sie besuchen aber andere Teile des Geländes. Außerdem ist es Juden und anderen Nicht-Muslimen nicht erlaubt, dort zu beten. Die Al-Aqsa-Moschee befindet sich am südlichen Ende des Tempelbergs und nimmt eine relativ kleine Fläche des Gesamtgeländes ein. Der historische jüdische Tempel befand sich nach überwiegender Meinung ohnehin an anderer Stelle auf dem Tempelberg.

Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat wiederholt erklärt, dass die Regierung den Status quo erhalten wolle und jedem Ansinnen auf Änderung widerspreche. Zudem betonte der Ministerpräsident sowohl in seinen Gesprächen mit König Abdullah von Jordanien als auch bei anderen Gelegenheiten, dass Israel sich zu diesem Status quo und zur besonderen Rolle Jordaniens bezüglich der heiligen Stätten des Islam bekenne, wie sie im israelisch-jordanischen Friedensvertrag, Artikel 9 festgehalten wurde.

Palästinensische Gewalt auf dem Tempelberg

Während die israelischen Behörden Maßnahmen unternehmen, mit deren Hilfe die genannte Religionsfreiheit, der Status quo und die öffentliche Ordnung aufrechterhalten werden sollen, gibt es viele Palästinenser, die das sensible Gleichgewicht aktiv untergraben und den lang bestehenden Modus vivendi in Jerusalem gefährden.

In den letzten Monaten haben radikale Palästinenser dieses Gleichgewicht gestört, indem sie Christen und Juden von der Besichtigung des Tempelberges abhielten. Diese Randalierer wurden von radikalen islamistischen Gruppierungen gefördert und angeleitet, darunter auch die Hamas. Sie griffen Besucher und Polizisten mit Steinen, Feuerwerkskörpern, Eisenstangen und sogar Molotow-Cocktails an. Einige der Feuerwerkskörper konnten von der ballistischen Abteilung der Polizei untersucht werden und wurden für potentiell tödlich befunden.

Diese jungen Randalierer nutzen die Al-Aqsa-Moschee als Basis für ihre Operationen und verstecken an diesem heiligen Ort Waffen und explosives Material. Gut organisierte Gruppen älterer Männer und Frauen belästigen physisch und verbal friedliche jüdische Besucher.

Die Rolle von Aufwiegelung

Extremistische Islamisten, aber auch Präsident Mahmoud Abbas, haben durch Aufwiegelung den Gewaltausbruch auf dem Tempelberg mit provoziert.

In jüngsten Aussagen sagte Abbas, dass „Juden mit allen Mitteln davon abgehalten werden müssen, auf den Haram [d.h. Tempelberg] zu gehen“. Er nannte die jüdischen Besucher dieses heiligen Ortes des Judentums eine „Herde“. In der Vergangenheit verbreitete Abbas Unwahrheiten und behauptete, Israel greife die Al-Aqsa-Moschee an und Juden würden diese „entheiligen“. Mit derlei Aussagen folgt er der Linie seines Vorgängers Yassir Arafat und verneint die Existenz des jüdischen Tempels auf dem Tempelberg. Er weiß wohl, dass die Moschee nicht gefährdet ist und schließt sich doch radikalen Kräften an, statt sich ihnen zu widersetzen.

Extremistische Islamisten, aber auch Präsident Mahmoud Abbas, haben durch Aufwiegelung den Gewaltausbruch auf dem Tempelberg mit provoziert.

In jüngsten Aussagen sagte Abbas, dass „Juden mit allen Mitteln davon abgehalten werden müssen, auf den Haram [d.h. Tempelberg] zu gehen“. Er nannte die jüdischen Besucher dieses heiligen Ortes des Judentums eine „Herde“. In der Vergangenheit verbreitete Abbas Unwahrheiten und behauptete, Israel greife die Al-Aqsa-Moschee an und Juden würden diese „entheiligen“. Mit derlei Aussagen folgt er der Linie seines Vorgängers Yassir Arafat und verneint die Existenz des jüdischen Tempels auf dem Tempelberg. Er weiß wohl, dass die Moschee nicht gefährdet ist und schließt sich doch radikalen Kräften an, statt sich ihnen zu widersetzen.

Schutz des Tempelbergs

Die israelische Polizei ist für die Wahrung von Recht und Gesetz auf dem Tempelberg verantwortlich. Israel zieht es vor, keine Polizisten auf das Gelände zu schicken, wird aber gelegentlich dazu gezwungen, um die Sicherheit von Besuchern, die von Randalierern angegriffen werden, zu gewährleisten. Tatsächlich betreten die Polizisten nicht die Moschee selbst, und diesen Umstand machen sich die Randalierer zu nutze.

Die israelische Polizei koordiniert ihre Aktivitäten in ständiger Zusammenarbeit mit den Autoritäten des Waqf. Dieser hat selbst ein Interesse daran, die Zahl der Beobachter auf dem Gelände zu erhöhen, um die Wahrung des Status quo zu gewährleisten und den Einsatz der Polizei unnötig zu machen.

(Außenministerium des Staates Israel, 17.11.14)

 

Video zum Erhalt des Status Quo des Tempelberges durch Israel:

 

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Landkarten von Jerusalem:

Ancient maps (JerusalemMunicipality)

Ancient maps (HUJ)

Israels story in maps  (MFA)

Street map (Tourism office)

 

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Fotos und Filme zu Jerusalem:

Virtuelle 3-D-Touren durch Jerusalem

Flickr-Foto-Alben zu Jerusalem: GPO, Tourism I, Tourism II, Tourism III, Tourism IV, MFA,

Jerusalem Photo Archive

Jerusalems History in Pictures

First Pictures of Jerusalem

Fotos vom Jerusalem-Tag 2012

Videos von itraveljerusalem

Arte- & BR-TV-Projekt 2014: 24 Stunden Jerusalem

Weitere Videos

Noch mehr Videos

The Magic of Jerusalem:

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Historisches:

Jerusalem 1918

Jerusalem 1925

Israel’s Birth 1948

Eichmann-Prozess 1961/62

Dies ist ein Film (1h10min) des Steven Spielberg Film Archive in Jerusalem, das anlässlich des 40. Jahrestages der Wiedervereinigung vor 5 Jahren verschiedenste existierende Filmsequenzen aus/über Jerusalem von 1911 bis 1970  zusammengestellt hat:

The Spielberg Jewish Film Archive – Jerusalem of Light

 

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Klagemauer & Yad Vashem:

Die Klagemauer (HaKotel): Die westliche Mauer war eine der vier Mauern, die Herodes der Große gebaut hatte, um den 144.464 Quadratmeter großen Marktplatz, auf dem der Tempel stand, abzustützen. Sie war beinahe 457 Meter lang – der Rest kann innerhalb des Tunnels der westlichen Mauer angesehen werden. Ursprünglich war sie etwa 27 Meter hoch und reichte ungefähr 18 Meter tief in den Erdboden. Seitdem sie nach dem Sechs-Tage-Krieg für Juden zugänglich gemacht wurde, stecken Gläubige Gebete und Segnungen und auch alle anderen Besucher aus aller Welt Wunschzettel an G’tt in die Ritzen. Im Digitalen Zeitalter geht dies sogar per E-Mail oder Twitter oder App.  Und hier gehts zur live-cam, um die Feierlichkeiten an der Klagemauer am Sonntag zu verfolgen.

Yad Vashem: Yad Vashem wurde 1953 als ein Zentrum für Dokumentation, Erforschung, Pädagogik und Gedenken an den Holocaust gegründet. Die Gedenkstätte liegt auf dem Berg der Erinnerung in Jerusalem. Das ausgedehnte Gelände beherbergt Museen, Ausstellungen, Denkmäler, Forschungs- und Lehrzentren, Archive und Bibliotheken. Yad Vashem hat sich zu einer dynamischen, vitalen Begegnungsstätte zwischen Menschen aller Generationen und Nationen entwickelt.

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Die Stadt der jüdisch-arabisch-christlichen Koexistenz – Jerusalemer Friedensprojekte:

Die Jerusalem-Foundation: Jerusalem ist der Inbegriff ethnischer, religiöser, kultureller und sozialer Vielfalt– zwei Drittel der rund 800.000 Einwohner Jerusalems sind jüdisch, ein Drittel muslimisch und christlich. Die Jerusalem Foundation fördert seit ihrer Gründung im Jahr 1966 durch Teddy Kollek den Dialog und die Koexistenz in der Stadt nachhaltig mit zahlreichen vor allem jüdisch-arabischen Projekten.

Das Hadassah-Krankenhaus: Das Hadassah Medical Center in Jerusalem ist eines der bedeutendsten Friedensprojekte im Nahen Osten. Es wurde 1939 als erste moderne medizinische Einrichtung im britischen Mandatsgebiet Palästina eröffnet. Während des Unabhängigkeitskrieges 1948 musste es nach einem palästinensischen Terroranschlag auf einen Ärzte- und Patientenkonvoi, bei dem 77 Personen ums Leben kamen, geschlossen werden. Erst 1976 konnte es wiedereröffnet, renoviert und ausgebaut werden. In Israel dient es als Zentrum für die kompliziertesten medizinischen Fälle. Aber auch viele Patienten aus dem Gazastreifen, der Westbank und den umliegenden arabischen Staaten werden hier behandelt. Nicht wenige Patienten kommen aus Ländern, die den israelischen Staat bis heute offiziell nicht anerkennen. Der Mitarbeiterstab setzt sich aus orthodoxen und liberalen Juden, Moslems, Christen und Atheisten zusammen. Das Personal fühlt sich allein dem Anspruch verpflichtet, jedes gefährdete Leben zu retten, gleich welche politische, religiöse oder nationale Überzeugung die Patienten haben. (Zum Freundeskreis Hadassah Deutschland…)

Sikkuy: Die Vereinigung für die Förderung der bürgerlichen Gleichberechtigung in Israel (The Association for the Advancement of Civic Equality in Israel) hat das Ziel, als gemeinnützige, unabhängige Nicht-Regierungs-Organisation, sowohl für Araber als auch Juden die bürgerliche Gleichberechtigung zu sichern auf der Grundlage von Werten wie Gleichheit, gemeinsame Staatsbürgerschaft und Menschenwürde.

TRUST-Emun: TRUST-Emun ist eine gemeinnützige israelische Organisation, die sich mit dem interreligiösen Gespräch zwischen allen Religionen befasst. Die Programme umfassen den Dialog, Erziehung und soziale Ereignisse.

The Jerusalem Inter-Cultural Center: Das „Jerusalemer Interkulturelle Zentrum“ wurde eingerichtet, um die Einwohner Jerusalems an der Gestaltung ihrer Stadt zu beteiligen. Die Projekte umfassen den kommunalen Dialog und jüdisch-arabische Kooperation, das Studienzentrum für Arabisch und Hebräisch in Jerusalem und die Konferenz der Sprechenden Kunst in Zusammenarbeit mit der Jerusalem Foundation.

New Israel Fund: Der New Israel Fund (NIF) ist dem demokratischen Wandel innerhalb Israels verpflichtet. Mit Hilfe ihrer Exekutiven, SHATIL, fördert, erzieht und führt die Organisation die israelische Zivilgesellschaft in einem fortwährenden Einsatz, unterprivilegierte Gruppen zu stärken. Das Jerusalemer Büro der Stiftung verleiht Stipendien an Organisationen, die sich für den sozialen Wandel einsetzen.

Abraham Fund: Der Abraham Fund bemüht sich um die Förderung der Koexistenz, Gleichheit und Kooperation unter den jüdischen und arabischen Bürgern des Landes durch eine Reihe von Initiativen, die strategische Projekte sowie öffentliche Aufklärung und Fürsprache bieten. Die Grundidee der Organisation besteht in der Promotion ihrer Vision einer gemeinsamen Staatsbürgerschaft und der gleichen Möglichkeiten für alle Einwohner Israels.

Der Jerusalem-Zirkus: Der „Jerusalem-Zirkus“ ist eine gemeinnützige Organisation, die im Jahre 1994 von Elisheva Yortner ins Leben gerufen wurde, um die Zirkuskünste in Israel zu fördern. Der Zirkus dient als Mittel für den Dialog und die gemeinsame künstlerische Kreativität von Juden und Arabern und als einzigartige Bühne für das Zusammentreffen von jüdischen und arabischen/palästinensischen Bewohnern von Ost- und Westjerusalem, die gemeinsam proben und als Team zusammenarbeiten, um ihr gemeinsames Ziel zu erreichen – die Vorführung eines Zirkusauftritts. Der  Jerusalem-Zirkus betreibt sowohl eine “Zirkusschule” als auch eine Truppe von Akrobaten, die ihre Künste in Israel und im Ausland vorführt. Der jüdisch-arabische Jugendzirkus ist ein Programm, das arabischen und jüdischen Jugendlichen beim Brückenschlag zwischen ihren beiden Kulturen durch gemeinsames Training und Spiel hilft.

Interreligious Coordinating Council in Israel (ICCI): Der „Interreligiöse Koordinationsrat in Israel“ bemüht sich um die Förderung von Versöhnung, Koexistenz und gegenseitigem Verständnis zwischen den drei Religionen. Er arbeitet mit Jugendlichen, Frauen und religiösen Führungspersönlichkeiten zusammen, um diese Ziele zu erreichen.

Israel Palestine Center For Research And Information (IPCRI): Das „Israelisch-palästinensische
Zentrum für Forschung und Information“ ist eine gemeinsam von Israelis und Palästinensern betriebene Institution, die sich der Lösung des israelisch-palästinensischen Konflikts auf der Grundlage einer Zwei-Staaten-Lösung für zwei
Völker verpflichtet. Das IPCRI befürwortet daher das Recht des jüdischen und des palästinensischen Volkes auf die Erfüllung ihrer nationalen Interessen in einem Rahmen, der die nationale Selbstbestimmung innerhalb von zwei separaten Staaten und die Herstellung friedlicher Beziehungen zwischen diesen ermöglicht.

I Am You Are („Ich bin, Du bist“): Seit dem Sommer des Jahres 1999 bietet die Abteilung für Erziehung der Jerusalemer
Cinematheque einen Arbeitskreis zum Thema I AM YOU ARE, der sich mit Fragen der Identität und Koexistenz zwischen jugendlichen Arabern und Juden aus Jerusalem und Umgebung befasst. Der Workshop bringt Jugendliche im Alter von 15 bis 17 Jahren zusammen – israelische und palästinensische Jungen und Mädchen, religiös und säkular –, die über
grundlegendes Wissen über Film, Fernsehen und Kunst verfügen, und die mit Hilfe des Filmemachens eine Erfahrung des Selbstausdrucks machen wollen.

Interfaith Encounter Association: Die „Vereinigung des Interreligiösen Zusammentreffens“ ist der Förderung des Friedens im Nahen Osten durch den interreligiösen Dialog und das interkulturelle Studium gewidmet. Die Projekte der Organisation umfassen interreligiöse Zusammentreffen von Jugendlichen in Jerusalem, die den Dialog zwischen jungen Leuten unterschiedlicher Religionen fördern.

Bridges for Peace: „Brücken für den Frieden“ bemüht sich um die Förderung der Beziehungen zwischen Christen und
Juden auf der ganzen Welt. Die Organisation klärt Christen über Juden und Israel auf, um den Antisemitismus zu bekämpfen und Israel als das Heimatland des jüdischen Volkes zu unterstützen.

Christliche Freunde Israels: Die Christlichen Freunde Israels ist eine internationale evangelische christliche Pfarrei, die Christen repräsentiert, die sich mit dem jüdischen Staat durch gemeinsame Projekte und Erziehung verbinden. Zudem unterstützt die Organisation sozial benachteiligte Gruppen.

Citizens Accord Forum: Das „Forum der Übereinkunft der Bürger“ konzentriert sich auf die Förderung der Stellung der israelischen Araber in der israelischen Gesellschaft durch “Befürwortung, Erziehung, lokale und kommunale Entwicklung, die Medien und Netzwerke“.

Coexistence on Wheels: „Koexistenz auf Rädern“ ist ein Projekt des Fahrradclub ‚LaMitnadev‘, der ein erfolgreiches Fahrradprogramm der Koexistenz mit jüdischen und arabischen Kindern im Distrikt Mateh Yehuda in der Umgebung Jerusalems betreibt. „Durch die Zusammenführung von jüdischen und arabischen Kindern im Arbeitskreis des
gemeinsamen Fahrradfahrens versuchen wir, gesellschaftliche Barrieren zu durchbrechen und Einstellungen zu ändern.

Die Hand-in-Hand-Schule:

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Die Innovations-Hauptstadt Jerusalem:

(…) Machshava Tova, an NGO that opens computerized community centers for poorer populations throughout Israel, was born in Jerusalem; Bema’aglei Tzedek, too, the movement for social justice based on Jewish values, started its activities in Jerusalem. Young Jerusalemites began to take responsibility for the future of the city and set up movements such as AwakeningNew Spirit and Yerushalmim. Then there are the dynamic Jewish study initiatives like Elul, the Yeshiva Chilonit and Yeshivat TalpiotPresenTense has spread from Jerusalem to Tel Aviv, Boston and the FSU. Jerusalem Season of Culture showcases the city’s contemporary cultural treasures; think about events like Balabasta in the market, and Muslala, that capture the uniqueness of the city and could only be found here in Jerusalem. And there are so many other examples. (…) (Aus dem Artikel Jerusalem, capital of Jewish Innovation.)

Jerusalem – for all reasons in the world

 

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Weiterführende  Recherche-Quellen zu Jerusalem:

Website der Stadtverwaltung Jerusalem

Jerusalem: Behauptungen und Tatsachen von Mitchell Bard

Jerusalem by ADL

The Jerusalem Center for Public Affairs

Dokumente, Publikationen, Themenzusallenstellungen, Karten und Bilder u.v.m. vom MFA

Jerusalem – Facts by MFA

Jerusalem by Tourism Ministry

Mehr Touristisches

Buch: Jerusalem – Ein historisch-politischer Stadtführer von Gil Yaron

Jerusalem. Schriftenreihe der bpb

Jerusalem by Wikipedia

Jerusalem – Eye of the Universe

Der israelische Künstler Dovid hat anlässlich des Jerusalem-Tages sein neuestes Musik-Video veröffentlicht:

Veröffentlicht am Mai 18, 2012, in Israel, Jerusalem, Videos zum Nahostkonflikt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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