‚Tikkun Olam‘ bzw. wie Israel die Welt repariert

zuletzt aktualisiert: 13.04.2014

Die Umfrage des Stern am 23. Mai 2012 besagt, dass 59 Prozent der Deutschen Israel inzwischen als “aggressiv” beurteilen, nur noch 36 Prozent Israel sympathisch finden, nur 21% denken, Israel achte die Menschenrechte und unverändert 13 Prozent dem Staat gar das Existenzrecht absprechen. Auch internationale Umfragen wie die jüngste von der BBC feststellt, dass Israel nicht zu den beliebtesten Ländern der Welt gehört.
Unbestritten wäre das Bild ein anderes und vor allem realistischeres, wenn sich die Öffentlichkeit und die Medien weniger auf verzerrende Konfliktberichterstattung und den Fokus darauf, was an Israel alles auszusetzen ist, auch den positiven Aspekten widmen würden, die das jüdische Volk und der jüdische Staat zur Verbesserung der Welt beitragen, was sich unter der jüdischen Maxime „Tikkun Olam“ zusammenfassen lässt.

Ein Beispiel: Israelische Ärzte behandeln in geheimen Lazaretten im Golan schwer verletzte syrische Bürgerkriegsopfer, die in ihrer Heimat dem Tode geweiht wären. Ein humanitärer Einsatz, der nicht selten Feinde zu Freunden werden lässt.

Aber was ist „Tikkun Olam“ und wie kann eine jüdische Maxime zum Charakteristikum eines Staates werden?

http://www.tba-ny.org/tikkun/

Rabbi Hillel sagte: „ Wenn ich nicht für mich bin, wer ist dann für mich? Solange ich aber nur für mich selber bin, was bin ich? Und: Wenn nicht jetzt, wann sonst? “

Es gibt 5 Arten von Tikkun (hebr.:  תיקון „Verbesserung“, „Reparierung“):

  1. Tikkun Atzmi – Sich selbst verbessern
  2. Tikkun Kehila – Unsere Gemeinschaften verbessern
  3. Tikkun Am –  Das jüdische Volk verbessern
  4. Tikkun Medina – Den jüdischen Staat verbessern
  5. Tikkun Olam – Die Welt verbessern

Das Ziel der religiösen Definition, alle Lebensbereiche zu verbessern, wird im praktischen Alltag von allen Juden in der Diaspora (von jüdischen Jugendorganisationen oder Studentengruppen oder jüdischen Gemeinden als Wettbewerb), sowie dem jüdischen Staat praktiziert, da es als ethisches Gesetz verstanden wird, welches demnach in Israel von zahlreichen stattlichen und nichtstaatlichen Institutionen und Organisationen, aber auch im privaten und wirtschaftlichen Sektor angestrebt wird.

Wie Shimon Peres es in seiner jüngsten AIPAC-Rede bezeichnet: „Ich glaube Juden werden nie zufrieden sein, weil sie stets nach neuen Antworten suchen. Für ein besseres Morgen – Tikkun Olam.“

Dieses Video des MFA ebenso wie das Video Tikkun Olam, Israel’s worldwide humanitarian aid missions geben einen kurzen Überblick, wie der Staat Israel in die Tat umsetzt, was Tikkun Olam bedeutet.

Haim Divon, der stellvertretende Generaldirektor von MASHAV, der Agentur für internationale Zusammenarbeit des israelischen Außenministerius, erklärt in seinem Beitrag „Wie Israel zu einer festen Größe in der Auslandshilfe wurde“:

„Israel ist auch einer der größten Exporteure von Fachwissen, vor allem an Entwicklungsländer in den Bereichen Gesundheit und Landwirtschaft. Denn entgegen all der anti-israelischen Stimmen weltweit, entgegen all der Verurteilungen durch die UN, entgegen dem Goldstone Report, und entgegen vieler anderer Streitpunkte, die Israels internationalen Status gefährden, wird Israel als bedeutende Größe in der internationalen Entwicklungshilfe anerkannt, und als das Land, das vielen anderen in diesem Feld vorausgegangen ist. (…)
So seltsam es auch klingen mag – Israel war eines der ersten Länder, das die Notwendigkeit der Einrichtung einer internationalen Hilfsagentur verstanden hat und auf Grundlage dieser moralischen Überzeugung zu handeln begann; und das nur zehn Jahre nach der Staatsgründung.  (…)
Es ist hier besonders wichtig für uns, an die Worte von Ben Gurion zu erinnern, der zu Beginn der Auslandshilfmission Folgendes sagte: „Und wir, die Juden in unserem Heimatland, müssen uns fragen, ob Israel mit der Förderung und Entwicklung der Länder in Asien und Afrika helfen kann? Dies ist zugleich eine moralische und eine politische Frage für Israel. Und von beiden Standpunkten aus gibt es keinen Zweifel daran, dass Israel dazu verpflichtet ist, diesen Ländern Hilfestellung zu leisten; als historische Mission, die Israel nicht weniger benötigt, als die Länder, die es unterstützt, Hilfe benötigen.“

Was Israel also von sich tatsächlich behaupten kann, ist dass es des Staates, seiner Behörden, akademischen und wissenschaftlichen Institutionen, der Kommunen, vieler NGOs bis hin zu Start-ups höchstes Anliegen ist, sein Know-How zu teilen und das biblischen Gebot „Wer ein einzelnens Leben rettet, rettet die ganze Welt“ zu erfüllen – sei es als UNO-Partner im Kampf gegen AIDS oder mit wissenschaftlichen Durchbrüchen in der Krebsforschung (NL).

Humanitäre und internationale Hilfe: Eine grundlegende Wertvorstellung in Israel
Innerhalb eines Jahrzehnts nach der Staatsgründung demonstrierten die Regierung und die Menschen in Israel ihre Bereitschaft bei der Leistung humanitärer Hilfe und der Beteiligung an internationalen Entwicklungsprogrammen. 1958 verabschiedete Israel eine offizielle Agenda über humanitäre Hilfe als grundlegenden Bestandteil der Bemühungen des Landes um internationale Zusammenarbeit. Über die Jahre hinweg leistete Israel internationale und humanitäre Hilfe in mehr als 140 Ländern, selbst in solchen, die keine diplomatischen Beziehungen mit dem jüdischen Staat unterhalten, oder die sich weigern, solche Beziehungen aufzunehmen.

„Internationale Hilfe als Trumpf“: „Einen weiteren Beweis dafür, dass Humanität häufig feindliche Beziehungen zwischen Staaten überwinden kann, lieferte eine Gruppe von muslimischen und christlichen Experten aus dem indonesischen Gesundheitssektor, die im MCITC in Haifa Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch mit israelischen Kollegen bekamen. Indonesien ist das Land mit der größten muslimischen Population weltweit und unterhält keine diplomatischen Beziehungen zu Israel. Eine der Teilnehmerinnen erklärte später, sie sei sicher gewesen, dass Israel voll von Polizei und Militär sei, „wie man es in den Nachrichten sieht“. Nach zehn Tagen war sie überrascht, „wie pluralistisch das Land ist. In Indonesien denken wir, es ist ein jüdisches Land, und alle Juden sind sehr religiös. Aber es gibt hier sogar Moscheen.““

Und wie sogar die IDF die Maxime des Tikkun Olam in nationalen, aber auch internationalen Hilfsprojekten umsetzt ist in diesem Blogbeitrag nachzulesen.

Viele Weitere Informationen zu Israels Innovationen und Startups, die eine Bereicherung für die gesamte Welt in positivem Sinne sind, auch in der Blogkollektion „Israel inside““ oder auch „Made in Israel“.

Websites von Regierungs-, kommunalen, NGO-, privaten oder Business-Initiativen, die dazu beitragen, die Welt zu reparieren, bei denen man sich teils auch als Freiwilliger in Israel engagieren kann:

MASHAV, die Agentur für internationale Zusammenarbeit des MFA

IsrAID, the Israel Forum for International Humanitarian Aid

… und auf privatem und NGO-Sektor hier die Freiwilligen-Projekt-Maske von ynet, um aus den 1954 Projekten wie beispielsweise Tikkun Olam Tel Aviv das geeignete zu finden.

Fortlaufend ergänzte Beispiele, welche Errungenschaften Israels Forschung und Entwicklung, Umwelt- und Sozialprojekten dazu beitragen, die Welt zu reparieren und Menschen weltweit zu helfen, ihnen das Leben zu erleichtern oder zu retten:

The top 12 ways Israel feeds the world
bzw. in deutsch: Wie Israel die Welt ernährt: 12 Innovationen Israels in der Landwirtschafts- und Nahrungsindustrie

Israelische Ärzte führen Tumoroperation bei äthiopischem Mädchen durch

Israeli stunning scientific innovation cures diabetic

Israelische Augenärzte in Usbekistan

1000 vietnamesische Landwirte kommen nach Israel

600 Gujarat farmers fly to Israel to learn agriculture technology

Israelische Ärzte retten 2000 Menschen das Augenlicht

Israeli vaccine preventing cancer

Eco-minded individuals to brainstorm creative technological approaches to environmental challenges

US, Israeli agencies sign memorandum on Africa aid

Israel’s top 10 advances in the field of asthma

Activists raise funds to build home for autistic children

Israel’s Pythagoras introduces solar-panel windows

The GREEN Tel Aviv

Dripless tomatoes from Israel

Israel und Deutschland gemeinsam für den Viktoria-See

Israeli activists to receive Green Globe awards on Earth Day

Israelisches Trainingscenter fördert Frauen aus Entwicklungsländern

The top 64  innovations developed in Israel

Israels Humanitarian Aid throgh IrsAID in Japan, Kenia,Sudan, Pakistan, India, Haiti,China, Myanmar, Peru, USA, Thailand, Srilanka, Guyana, Malawi, Congo

CNN-Video: Israeli Hospitals in Haiti

und in der Blogkollektion „Israel inside““ oder auch „Made in Israel“

 

… to be continued …

Und um auf dem Laufenden zu bleiben, welche jüngsten Erfindungen und Projekte Israel auf den Weg bringt, die eines jeden Menschen Leben bereichern:

SIZE DOESN’T MATTER  http://www.sizedoesntmatter.com bzw.  http://twitter.com/SDoesntMatter

NO CAMELS    http://nocamels.com   bzw.  http://twitter.com/NoCamels

ISRAEL21C  http://israel21c.org bzw. http://twitter.com/ISRAEL21C

Veröffentlicht am Mai 17, 2012, in Israel. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 2 Kommentare.

  1. Vielen Dank, für diesen guten und wichtigen Beitrag!!! Habe ihn sogleich in einen meiner Israel-blogs übertragen und wedre ihn auch auf meine facebook-Chronik nehmen.
    Ihre Seite habe ich meinen Lesezeichen hinzugefügt – damit ich schnell auf sie zugreifen kann!
    Noch ein herzliches Schalom zum Abschluss :-)!!!

  1. Pingback: ‘Tikkun Olam’ bzw. wie Israel die Welt repariert | Regenbogen I

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