Filme aus und über Israel – Eignungscheck und Inspiration für den Filmabend

zuletzt aktualisiert: 12.07.2016

 

Bevor am Ende dieses Textes die besten Datenbanken und online-Quellen zu Filmen aus und über Israel – seien es Spielfilme oder kurze online-Clips – zusammengestellt sind, im Folgenden das Anliegen, weshalb die Notwendigkeit dieses Beitrages überhaupt gegeben ist:

Es ist im Rahmen von Informationsveranstaltungen, politischen Filmfestivals, akademischen Wochenendseminaren, Nahost-Filmreihen und auch einfach nur im Schulunterricht (wie beispielsweise in NRW) Praxis, mit idealerweise einem einzigen Film – oder nur sehr wenigen exemplarischen Filmen – nicht nur das Thema Israel, sondern gleich die gesamte Komplexität des Nahost-Konfliktes abzudecken, die verschiedenen Perspektiven zu erklären, die Opfer-Täter-Rollen zu verteilen und am Besten Lösungsvorschläge für den Konflikt anzubieten.
Der positiven Intention – politische Bildungsabsicht einhergehend mit cineastischer Unterhaltung – zu Trotz, basierend auf thematischer Unsicherheit bis hin zu einseitiger Grundinformation und Anschauung, werden häufig die am wenigsten geeigneten Filme dazu herangezogen.
Allerdings ist manchmal auch negative Intention bei Veranstaltern solcher Filmabende und -reihen nicht von der Hand zu weisen, eben diese ungeeigneten Filme vorsätzlich auszuwählen.

In zumeist dem Film angeschlossenen, als kontrovers beabsichtigten Diskussionen mit mehr oder weniger sachkundigen, aber umso meinungsstärkeren Gesprächspartnern zum Thema, ist dann nach den einseitigen Filmen auch unglücklicherweise die Richtung der Debatte vorgegeben, in die sich das Filmpublikum – die israelische Seite verteufelnd – bewegt.

Eine tatsächlich sachliche, objektive oder konstruktive Diskussion des unglaublich komplexen Themas unter Zuhilfenahme von Filmen bleibt häufig erfahrungsgemäß aus, denn entweder fehlen dann zwangsläufig zahlreiche Facetten innerhalb der Vielschichtigkeit allein der israelischen Perspektive(n), oder aber der Zuschauer ist zu fehl-, teil- oder uninformiert oder gleich tendenziös belastet in den Film hineingegangen und geht entsprechend emotional aufgeladen und verschlossen für nachträglich korrigierende Hintergrundinformationen aus dem Film und der Diskussionsrunde wieder hinaus und wird sich kaum mehr unvoreingenommen dem Thema Israel widmen können.

Wer also Filme zur Veranschaulichung Israels – und wenn es sein muss, dann auch seiner Rolle im Nahostkonflikt – heranziehen möchte, braucht, um oben geschildertes Szenario zu vermeiden, unter anderem eine strukturierte Vorgehensweise, viel Zeit für sehr viele verschiedene Filme und ein gewisses Verantwortungs- und Fingerspitzengefühl bei der Auswahl und eine klare Absicht und Kenntnis darüber, was dem Publikum vermittelt werden soll.

Auch ist zu beachten, dass es ein nicht von der Hand zu weisendes „Israelbashing im israelischen Film“ gibt, wie Isi Leibler in Israel HaYom am 7. März 2013 angesichts der diesjährigen Oscar-Nominierungen schrieb:  „In Israel sind Kunstfachleute sich bewusst, dass ein Werk zu schaffen, mit dem ihr Staat besudelt wird, die Aussichten erhöht globale Anerkennung zu erzielen. Das erklärt teilweise, warum so viele der jüngsten israelischen Filme mit einer sozialen oder politischen Dimension, die für ein internationales Publikum geschaffen wurden, dazu tendiert haben auf masochistische Weise kritisch und erniedrigend sind. Was das Ganze noch abenteuerlicher macht: In vielen Fällen werden fanatisch antiisraelische Filme vom israelischen Steuerzahler subventioniert.“

Zum strukturierten Herantasten an die Thematik sei an dieser Stelle der Ansatz empfohlen, die vielen Facetten des israelischen Kinos, der israelischen Gesellschaft, der verschiedenen Menschen – Juden, Muslime, Araber, Christen, Druzen und Beduinen, äthiopische Einanderer, Jekkes und Sepharden, Orthodoxe, Säkulare, Soldat/innen, Sabres, Überlebende, LGTBs und alles in wild miteinander kombinierten Variationen jeglichen Alters und jeglicher politischer Couleur -, die dort in diesem in jeder Hinsicht Hot-Spot der Erde ihr Leben führen, kennen zu lernen.
Es ist durchaus der Mühen wert, Einblicke in die sehr lebendige pluralistische israelische Gesellschaft und die inner-israelischen zu allen grundsätzlichen und aktuellen Debatten zu liefern, ob mit oder ohne den Hintergrund des jüdisch-arabischen oder israelisch-palästinensischen Konflikts, der Kriege, des Terrors.

Allein am Beispiel der Vielschichtigkeit der IDF, die in den eher ungeeigneten Filmen undifferenziert und stereotyp als martialische, willkürlich brutale Übermacht dargestellt wird, und anhand der verschiedenen international preisgekrönten Anti-Kriegsfilmen Israels (siehe Blogbeitrag zur IDF mit Filmhinweisen) zeigt sich: gerade das israelische Kino, bekannt für seine Tiefe und Pionierhaftigkeit, kennt keine Tabus und scheut selbst vor Kritik und Selbstkritik nicht zurück. Das ist übrigens eine Qualität des israelischen Films – sogar staatlich gefördert – , schonungslos mit der eigenen Regierung, Gesellschaft und Geschichte ins Gericht zu gehen. Die gewünschten Kontroversen und der Zündstoff zur Diskussion werden demnach ohnehin mitgeliefert.

 

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Doch wie erkennt man einen Film, von dem abzuraten ist?
Es werden hier nur zu drei oft gezeigten Filmen kurze, aber exemplarische Filmkritik-Ausschnitte aufgeführt, an denen erkennbar ist, was ein Spielfilm über den oder vor dem Hintergrund des Nahost-Konflikts nicht tun, sein, zeigen, nutzen, verstecken, suggerieren, vermitteln, beabsichtigen, … sollte:

Rezension zu Miral: „Man muss kein Zionist sein, um Miral antiisraelisch zu finden: Von der Staatsgründung bis zur Intifada, vom idealistischen Palästinensergeliebten bis zur dickdummen israelischen Foltersoldatin vertritt der Film konsequent die palästinensische Sache – die im Abspann nachgereichten Friedensappelle an beide Seiten verwandeln den Propagandafilm für die Palästinenser allenfalls in einen Propagandafilm für die gute Sache. …“

Rezension zu Paradise Now: Warum ist ausgerechnet dieser Film in den vergangenen zwölf Monaten mit Preisen überschüttet worden – ein palästinensischer Film, der auf verständnisvolle Weise das Leben zweier Terroristen beschreibt, die Selbstmordattentate in Israel vorbereiten? Wie ist es möglich, dass ein solcher Film von kultivierten und kunstsinnigen Menschen bejubelt wird – nach all den tragischen Ereignissen, die durch brutalen Terror verursacht wurden? Woher rührt diese Doppelmoral gegenüber Terrorismus? Die Antwort ist einfach. Selbstmord-Attentäter (man sollte sie „Genozid-Terroristen“ nennen) – wenn sie in Israel töten – werden von vielen nicht als Mörder betrachtet, sondern als Freiheitskämpfer, deren Motive verstanden werden sollten.

Kommentare zu Tal der Wölfe – Palästina: „Der Film ist ohnehin problematisch, weil er gewaltverherrlichend ist und antiisraelische sowie antisemitische Emotionen schürt“, sowie ein anderes Fazit: „‚Tal der Wölfe – Palästina‘  ist ein vordergründiges Machwerk, das sich derselben Stilmittel bedient, die auch die Nationalsozialisten schon zur antisemitischen Stimmungsmache verwendet haben.“

Ein weiteres Beispiel ist der Vierteiler „Gelobtes Land“ des Kultursenders arte im April 2012: Im arte-Programmheft heißt es, Regisseur Kosminsky habe acht Jahre lang in Archiven und vor Ort für die Produktion recherchiert. In der Tat lassen sich praktisch alle Szenen mit dokumentierten Fakten belegen. Die Perfidie liegt in der Auswahl. Der von beiden Seiten geführte Krieg 1948 wird dargestellt als Angriff einer jüdischen Übermacht auf unbewaffnete Araber; von den palästinensischen Massakern an Juden vor 1948 ist nur in einem einzigen Halbsatz einmal die Rede; aktuell kommt ebenfalls nur einmal am Rande ein Selbstmordanschlag vor.
Damit ist die Grenze von der selektiven Wahrnehmung zur Geschichtsfälschung überschritten. Die Juden/Israelis erscheinen in Gelobtes Land fast durchweg als militant und unmenschlich, die Palästinenser in der Regel als wehrlose Opfer. Als einziger guter Israeli tritt Elizas Bruder Paul (Itay Tiran) auf, ein militanter jüdischer Antizionist. Man muss diese Produktion nennen, was sie ist: einseitige Propaganda.

Weitere Kritiken zum 4-Teiler ‚Gelobtes Land‘ im Kommentarbereich dieser Kollektion.

 

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Eignungscheck

Mit einem ganz einfachen Eignungscheck für einen Kinoabend ist es unschwer möglich, vorab derlei antiisraelische Machwerke zu entlarven, z.B. sollten die Alarmglocken läuten, wenn
– der Film Empathie mit Terroristen erzeugt, die ihrer ideologischen Mission folgend Israelis oder Juden töten,
– die Protagonisten ausschließlich palästinensische Kinder oder Frauen und überzeichnet sympathische „Freiheitskämpfer“ VERSUS den militaristischen israelischen Staat, willkürlich brutale, anonyme Soldaten, das „feindliche zionistische Regime“, etc. sind und
– ausschließlich das palästinensische geschichtsverzerrende Narrativ – bspw. die „Nakba“ von 1948 – die Grundlage für die Verständnisvermittlung des Konfliktes bildet, da dieses bis heute fortgesetzt die Legitimität des jüdischen Staates und damit seine Existenz negiert.

Dementsprechende Sensibilisierung für die Gefahren bei der Auswahl eines Films und der recht einfache 3-D-Test für Antisemitismus und Antiisraelismus liefert eigentlich die Parameter: den Doppelstandard, die Dämonisierung und die Delegitimierung Israels, die einen Film disqualifizieren, um einem Bildungsanliegen auch nur nahe zu kommen.

Um also zu verhindern, womöglich unkorrigierbaren Schaden anzurichten, indem man mit einem Film den Nahostkonflikt zu beleuchten versucht, ist es da nicht konstruktiver, erst einmal langsam und umfassend und nacheinander die Akteure vor Ort kennen zu lernen? Na also. Beginnen wir mit Israel:

 

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Artikel zum Kennenlernen der Geschichte und des Charakters des „israelischen Films“:

Im Aufbau. ISRAELISCHES KINO. EINE RETROSPEKTIVE

Zweideutige Vorliebe für israelische Filme

Das israelische Kino im 21. Jahrhundert: Rückbesinnung auf Normalität

100 Jahre in 481 Minuten

Kino gegen Mythen

Filme aus Israel: Vergessene Krieger und bedrohte Zitronenbäume

Der israelische Film

Filme aus Israel

Das israelische Kino: Präsent wie nie zuvor

 

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Datenbanken und Zusammenstellungen von sämtlichen israelischen Filmen mit inhaltlichen Zusammenfassungen:

Höchstwahrscheinlich am Umfassendsten sind die israelischen Websiten des Israelifilms, Israelfilm, Go2film sowie des Israel Film Center und des Israeli Film Fund, aber auch deutschsprachigen Film-Plattformen wie outnow.ch oder das Zweitauseneins Filmlexikon.

Auch CAMERA hat eine Aufstellung von Filmen zum Thema Pre-Israel, Israel und Nahost-Konflikt zusammengestellt, und zwar zu den zu den Kategorien Early Zionist Films, Zionism, Pre-State Palestine and Birth of Israel, The Arab-Israeli Conflict, Terrorism, Jewish Refugees from Arab Countries, Modern Israel, Israel & the Media, Islamic Radicalism.

Nicht unerwähnt bleiben sollte das Steven Spielberg Jewish Film Archive.

 

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Zur Inspiration

Deutsche Filmfesttage mit israelischen Filmen

Jüdisches Filmfestival Berlin 2014 (und früher)

Israel Film Festival Berlin 2014

Cinemaviv Berlin

Karlsruhe

München

Hamburg

Kassel

Berlin/Potsdam

Rheinland


Internationale / Israelische Filmfestivals mit israelischen Filmen

Trickfilmfestival Stuttgart 2014

Internationales Filmfestival Haifa

Dokumentarfilmfest docaviv

Filmfestival Jerusalem

Tel Aviv International LGBT Film Festival

Internationales Studentenfilmfestival

Cinema South Filmfestival

Video Zone – International Video Art Biennale

Ecocinema – Internationales Umwelt-Filmfestival

Internationales Frauenfilmfestival

Icon – Science Fiction Filmfestival

Internationales Kinderfilm-Festival

Aktuelle Filmtips, Filmfestival-Hinweise und Neuigkeiten aus der israelischen Filmbranche (und Vieles mehr) finden sich auch häufig im Newsletter und auf der Facebookseite der Kulturabteilung der israelischen Botschaft.

The Israeli films you don’t want to miss in 2012: From broken families and single parents to unmarried women and Arab-owned candy stores, here are some of this year’s most promising movies.

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Dokumentationen

Ein empfehlenswerter Versuch, die Komplexität des Themas „Israel und der Nahostkonflikt“ darzustellen, ist dem ZDF in dem Film „1000 Kilometer Zaun“ gelungen. ZDF-Israel-Korrespondent Christian Sievers ist mit dem Auto einmal rund um Israel gefahren und hat interessante Eindrücke mitgebracht:      Teil 1   Teil 2    Teil 3

Einen kurzen Einblick in die Lebensrealität Tel Avivs liefern das Couh-surfing-Projekt „Auf drei Sofas durch Tel Aviv“

sowie 12 h TA

Und das noch bis Mitte Juni online verfügbare Mammut-TV-Projekt von Arte und BR: 24 Stunden Jerusalem
Hierzu sei jedoch als Reflektionshilfe diese Kritik von SoE an die Hand gegeben: Jerusalem – according to arte

 

Und dann gibt es noch das in Israel oft im Film behandelte Thema der Homosexualität, sei es in Spielfilmen oder Dokumentationen. So bspw. wie gezeigt bei der
Queer Israeli Movie Night Berlin:

The Queen Has No Crown von Tomer Heymann
Tomer Heymann beleuchtet die Lebensgeschichte von sich, seinen fünf Brüdern und ihrer Mutter. Erfahrungen des Exils und die familiäre Bindung, die Kontinente umspannt, sowie Tomers Homosexualität stehen im thematischen Mittelpunkt. Auf Video gedreht, im 8mm-Look auf die Leinwand gebracht, besteht dieser Film aus Familienaufnahmen über Dekaden.

I Shot My Love  von Tomer Heymann
Dokumentation von und über den Dokufilmer Tomer Heymann, der, siebzig Jahre nachdem sein Vater aus Nazi-Deutschland nach Palästina geflohen ist, in das Land seiner Vorfahren zurückkehrt und auf Spurensuche nach seiner Familiengeschichte geht. Eine der Stationen auf seiner Suche ist die Berlinale, bei der er nicht nur seinen Film Paper Dolls vorstellt, sondern auch einen Mann trifft, der sein Leben verändert. Der Tänzer Andreas Merk wird von einer flüchtigen Bekannschaft zur großen Liebe von Heymann, und “I Shot My Love” zeigt Höhen und Tiefen dieser Liebe.

THE MAN I AM von Shiri Shahar
Die Geschichte von fünf Transgender-Männern, die als Frauen geboren und aufgewachsen sind und nun, nach einem langen Prozess, ihr Leben als Männer leben. Der Film erforscht ihre persönlichen Geschichten und enthüllt die Schwierigkeiten mit dem konservativen Verständnis der israelischen Gesellschaft und jüdischen Religion. THE MAN I AM ist der erste israelische „Trans“film, der gemeinsam mit der israelischen Transgender-Gemeinschaft gemacht wurde.

IT KINDA SCARES ME von Tomer Heymann
Der Film ist ein mutiger, humorvoller Dokumentarfilm über einen Schauspiellehrer und die halbstarken Jungs, die er unterrichtet. Ihre Weltsicht ist geprägt von Stärke und Macho-Verhalten. Tomer Heyman, Regisseur und Drama Coach, ermutigt die Jungen, ihr Gehabe zu überwinden, und etwas aus ihrem Schmerz und ihren Ängsten zu erschaffen.

Oder aber in

The 10 best Israeli gay movies

Israeli LGBT-related movies

 

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And the Oscar goes to….

Eine kurze Geschichte der Oscar-nominierten Filme aus Israel

Zwei Kurzfilme aus Israel unter den Vornominierungen für 2015

Vier Nominierungen in 5 Jahren

Liste der eingereichten Filme aus Israel

 

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Kurz und knapp

Israelische Filme online: ISRAEL FILM CENTER STREAM

Und wenn es doch nur auf die Schnelle ein Film sein soll, der kurz und knapp die verschiedenen Konfliktpunkte erläutert, so findet sich sicher das ein oder andere Video in diesem Blog unter der Artikelkategorie „Videokollektion zum Nahostkonflikt“.

Offizielles findet sich in der MFA Video Library, auf den Youtube-Kanälen des MFA und von Danny Ayalon.

Kurze interessante und schöne Clips fern des Konfliktes gibt es auf dem Youtube-Kanal Israel, Touristisches vom MoT und bei Israel up Close – News beyond the conflict.

Fotos und Filme über Flora, Fauna und Sehenswürdigkeiten finden Sie unter

www.goisrael.de

und hier im Blog

 

Filme zur Staatsgründung aber auch viele weitere Facetten Israels bspw. hier:

http://www.youtube.com/user/Israel

http://www.youtube.com/user/ISRAEL21cdotcom?feature=watch

und hier im Blog

 

 

Für Rezensionen sowie für sämtliche Filmempfehlungen zum Thema und entsprechende Begründungen für die geschätzten Leser ist der Kommentarbereich selbstverständlich geöffnet. Rege Beteiligung mit persönlichen ausführlichen Filmtips oder Bedenken könnte sehr hilfreich für Andere sein!

Veröffentlicht am April 29, 2012, in Israel, Israelkritik. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. 6 Kommentare.

  1. Der Schatten des Giganten (Cast a giant shadow) USA 1966
    mit Kirk Douglas, John Wayne, Senta Berger, Topol

    Der Film spielt kurze Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg in den USA und hauptsächlich in Israel (sowie in Rückblenden in Europa während des Krieges). Der Film beschreibt in Fakten und Fiktion die ersten Monate der Entstehungsgeschichte des Staates Israel.
    Nach einer steilen Karriere in der U.S. Armee wird der jüdische Offizier und Weltkriegsveteran Mickey Marcus gebeten, die Armee des entstehenden Staates Israel aufzubauen, die das Land gegen seine feindlichen Nachbarn verteidigen soll. Gegen den Wunsch seiner Frau akzeptiert er das Angebot und macht sich an die Aufgabe, eine zusammengewürfelte Untergrundtruppe in eine kampfkräftige Armee zu verwandeln. Gleichzeitig mit der drohenden Kriegsgefahr wächst auch Mickeys Zuneigung zu der schönen Kämpferin Magda Simon.

    Die Geschichte basiert auf den tatsächlichen Geschehnissen während der Zeit der Staatsgründung Israel. Mickey Markus war es, der die „Burma Road“ nach Jerusalem baute und damit die Stadt für den jüdischen Staat rettete. Der Film ist auch heute noch absolut sehenswert, nicht zuletzt durch die zahlreichen Stars aus der großen Zeit Hollywoods.

  2. Film von dem abzuraten ist:
    Das „Herz von Jenin“
    Filmkritik von Ulrich W. Sahm:
    „http://www.hagalil.com/01/de/Israel.php?itemid=2601“

  3. Sehenswert:

    „Pillar of Fire – Israel – Ein Staat entsteht
    Siebenteilige Dokumentation über die Entstehung des jüdischen Staates. “

    „1. Folge Die Rückkehr der Juden 1896-1920 Pillar Of Fire“:

    „2. Folge Der Traum 1914-1929 Pillar Of Fire“:
    http://www.youtube.com/playlist?list=PL9BFC524971B200A2

    „3. Folge Die deutschen Juden 1919-1936 Pillar Of Fire“:

    „4. Folge Wer hat Angst vorm Judenstaat? 1937-39 Pillar Of Fire“:

    „5. Folge Holocaust 1939-1945 Pillar Of Fire“:

    „6. Folge Der Exodus 1945-1947 Pillar Of Fire“

    „7. Folge Wiedergeburt einer Nation 1947-1948 Pillar Of Fire“:

  4. Nicht sehenswert, der britische Vierteiler „Gelobtes Land“

    Filmkritik von Ingo Way: http://www.juedische-allgemeine.de/article/view/id/12803

    Weitere Kritik: http://juniperinthedesert.blogspot.de/2011/01/kapo-peter-kosminsky-deligetimises.html

    Weitere Kritik: ‎“A senior Israeli diplomat says that a drama series about British Mandate Palestine is the worst example of anti-Israel propaganda he has ever seen on television.“

    http://www.thejc.com/news/uk-news/45709/the-promise-has-anti-israel-premise

    Weitere Kritik: „Here is what the British commanding officer in The Promise says:

    “The Jews and Arabs have been living here in relative harmony for thousands of years. But our victory over the Germans has turned the trickle of Jews coming to this land into a flood. You must understand, the Jews see it as their holy land. But the Arabs, who have been here for over a thousand years, see them as stealing their land. Our job is to keep the two sides apart…..”

    There you have it. The historical narrative of Israel. And it is a narrative which does not operate to resolve the conflict, but to perpetuate it. Ever since World War Two, the Arabs have seen the Jewish national enterprise as the consequence of Nazism. Without indigenous roots. And without historical legitimacy.

    They build their sense of victimhood on the argument that they are “paying the price” for European fascism. Far from challenging this mindset, Kosminsky’s so-called ‘balanced’ narrative has reinforced it. Kosminsky makes no mention of the steady return to Palestine of Jews which had been carrying on since the 1880s. Kosminsky does not hint at the Balfour Declaration or other international commitments to support a Jewish national home.

    Kosminsky does not recognise that Jewish national life had existed thousands of years ago in the land of Israel, and that the connection is a national connection.

    Kosminsky does not pay any attention to the Jews’ state-building efforts in the period before the Second World War. And Kosminsky perpetuates a complete falsehood that the Jews and Arabs had been living in “relative harmony”. Kosminsky reportedly researched The Promise for over a decade. But has he heard of the Arab riots against the Jews of the Yishuv in the 1920s or 1930s?“

    http://cifwatch.com/2011/02/22/review-of-peter-kosminskys-the-promise/

    Über den Regisseur:
    ‎“Peter Kosminsky, the director who made the controversial series The Promise, has attacked the Israeli government, comparing its policies to those of apartheid South Africa.

    Mr Kosminsky, who was widely criticised following the broadcast of the films about British mandate Palestine, likened Israeli actions to the bantustan policies in South Africa 60 years ago.

    He told the Observer: „I would describe [the situation in Israel] as apartheid. I was not seeking to reflect this view in The Promise, but if you ask me personally, then I do. “
    http://www.thejc.com/news/uk-news/48831/promise-director-kosminsky-and-israel-apartheid

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