Die jüdischen Flüchtlinge (inkl. Video-Kollektion IV)

zuletzt aktualisiert: 2.12.2014

Aktualisierung aus Anlass des ersten offiziellen Gedenktages für die jüdischen Flüchtlinge aus den arabischen Ländern am 30. November 2014

 

Noch heute leben Millionen Palästinenser, http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/History/jewrefmap.html
die Nachfahren der rund 700.000 Flüchtlinge der Kriege von 1948 und 1967, unter teils elenden Bedingungen. (siehe auch die Broschüre Mythos Nakba und den Beitrag über die UNRWA). Doch die Palästinenser sind nicht die Einzigen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten.

Was oft vergessen wird: Auch 856.000 Juden aus arabischen Ländern wurden im Nahostkonflikt zu Flüchtlingen.
In den ersten beiden Jahrzehnten nach der Gründung des Staates Israel verschwanden zwischen Marokko und dem Irak fast alle jüdischen Gemeinden. Von den mehr als 850.000 Juden, die dort vor 1948 lebten, sind im Jahre 2001 nur knapp 7.800 übrig geblieben. Jüdische Gemeinden, die auf über 2.600 Jahre Geschichte zurückblicken konnten, existieren heute nicht mehr.

Die Vertreibung der Juden aus dem Orient heisst auch Farhud und ist mit ein Grund, weshalb die komplexe Problematik der Flüchtlinge im Nahen Osten nicht aufgelöst werden kann, indem die Palästinenser der zweiten und dritten Generation und mit arabischer Unterstützung sowie der der UNRWA auf eine unrealistische, weil demografisch zerstörerische, Rückkehr in den heutigen jüdischen Staat bestehen, während sie nicht zugleich anerkennen, dass der Staat Israel jüdisch und einziger Zufluchtsort der Juden war, ist und bleiben muss.

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Der 1. Internationale Gedenktag für die jüdischen Flüchtlinge

Am 30. November, einen Tag nach dem Jahrestag des UN-Teilungsplans, begeht Israel 2014 erstmals den Exodus der Juden aus arabischen Ländern mit einem offiziellen Gedenktag. Kurz nach der Gründung des Staats Israel, Anfang der 1950er Jahre, fand eine fast vollständige „ethnische Säuberung“ der Juden aus allen arabischen Staaten von Marokko über Ägypten, den Jemen und Syrien bis zum Irak statt, so Ulrich Sahm (inn).

Jüdische Gemeinden, die 2.600 Jahre existierten, wie im biblischen Babylon, dem heutigen Irak, oder 2.000 Jahre, wie in Nordafrika, wurden ausgelöscht. Über eine Million Menschen mussten ihr Hab und Gut, darunter auch uralte Handschriften und Torah -Rollen, zurücklassen. Etwa 850.000 Juden gelangten nach Israel, wo sie in Flüchtlingslagern oder in den Häusern geflohener Araber untergebracht worden sind. Heute machen Juden aus arabischen Ländern etwa die Hälfte der Bevölkerung Israels aus. Aufgrund ihrer traumatischen Erfahrungen bei der Vertreibung bieten ausgerechnet sie keine Brücke zu der mit Israel verfeindeten arabischen Welt, obgleich diese Juden und ihre Nachfahren noch die verschiedenen arabischen Dialekte sprechen und ihre mitgebrachte arabische Kultur mit Gesang und eigener Küche pflegen.

In vielen arabischen Ländern wie Libyen lebt heute kein einziger Jude mehr. In Ägypten ist kürzlich die Vorsitzende der nur noch aus zehn Seelen bestehenden Gemeinde in Kairo gestorben. Im Irak, wo einst eine der bedeutendsten jüdischen Gemeinden der Welt bestand und wo der Babylonische Talmud verfasst worden ist, das wichtigste jüdische Gesetzeswerk, sollen noch 13 Juden verblieben sein. Ob es in Syrien noch Juden gibt, ist fraglich, obgleich erst kürzlich noch eine jüdische Familie mit internationaler Hilfe und Vermittlung nach Israel geschmuggelt worden ist. Damaskus und Aleppo waren einst wichtige jüdische Zentren. Ebenso der Jemen, wo heute angeblich nur noch etwa 100 Juden unter Polizeischutz leben.

Um die wenigen in der arabischen Welt zurückgebliebenen Juden nicht zu gefährden, geizt die „Jewish Agency“ mit genauen Angaben. Die Organisation bemüht sich mit Hilfe von Vermittlern anderer Nationen, die letzten arabischen Juden nach Israel zu bringen.

Über das Schicksal dieser Juden aus der arabischen Welt wird in Israel fast nie gesprochen. Eine hebräische Facebook-Seite mit dem Titel „Ich bin ein Flüchtling“ hat nur etwa 2.000 „Freunde“ und wurde 2013 zum letzten Mal aktualisiert. Bei der Friedenskonferenz von Madrid 1991 wurde das Flüchtlingsthema angesprochen, wobei 750.000 arabische Flüchtlinge aus Palästina den 850.000 jüdischen Flüchtlingen aus den arabischen Ländern gegenüberstehen. Während sich über einhundert UNO- Resolutionen mit den palästinensischen Flüchtlingen befasst haben und sogar eine separate Flüchtlingshilfeorganisation (UNRWA) allein für diese Gruppe geschaffen worden ist, hat die UNO nicht eine einzige Resolution zu den jüdischen Flüchtlingen aus der arabischen Welt verabschiedet.

 

The Knesset has designated November 30th by law as a day of commemoration of the expulsion of the Jews from Arab lands. The narratives of the departure of the Jews from Arab lands differ in detail by country , and from one family to another, but in the substance the stories are similar. Jews lived in the Arab lands for thousands of years, and many of their communities preceded the advent of Islam. The Jewish communities of Iraq had existed for more than 2,500 years and were a cultural center of Judaism where the Babylonian Talmud was written and compiled. This ancient community came under attack from the Iraqi government in the wake of the establishment of Israel, and was expelled, after being physically attacked with many fatalities, and their property and assets confiscated. In this film, Aharon Abudi, tells the story of his upbringing in Iraq, and the story of his family, through the Farhud pogrom and expulsion, their absorption in Israel and a life rebuilt from the ruins.

 

 

Der israelische Präsident Reuven Rivlin sagte am 30.11. in seiner Rede anlässlich dieses Gedenktages:

(…) Die Juden der arabischen Länder sind als Zionisten geboren, sie gehören zu Zion. Es war nicht notwendig, in ihren Gemeinden die Idee zu verbreiten, sie von der Wichtigkeit der Rückkehr des Volkes in sein Land zu überzeugen, von der Errichtung des Staates und dem Aufbau des Landes. Ihnen wäre der ‚Uganda-Plan‘ nicht in den Sinn gekommen, denn für sie war ‚Uganda‘ ja die Diaspora, nicht die Erlösung. Die Liebe zu Zion steckte ihnen im Blut und tut das noch immer. Sie haben sie mit der Muttermilch aus den Gebeten und Geschichten ihrer Väter aufgesogen. Noch vor der Ausrufung des Staates, und ganz besonders mit seiner Aurufung, sahen sich die Juden der arabischen Länder und Irans, eingesperrt in ihren Ländern, einer Flut an Einschränkungen und Zusammenstößen, sowie schutzlos Massakern ausgesetzt, von den Pogromen in Tripoli bis hin zu denen in Aden. Viele wurden vertrieben. Andere hielten die Verfolgungen nicht aus und mussten ihre Staaten verlassen; zurück ließen sie ihr ganzes Leben, Erinnerungen, die Gräber ihrer Väter, Sprache, Besitz und Kultur.
 
Viele Jahre wurde ihre Stimme nicht gehört, und ihr Verlust nicht anerkannt. Schreckliche Tragödien, die unserem Volk geschehen sind, haben den Großteil unserer Aufmerksamkeit in Anspruch genommen. Viele Einwanderer wurden weit weg von den Machtzentren geschickt und mussten mit den Herausforderungen der Peripherie klarkommen, in Dimona und Ofakim, in Beit Shean und Chatzor ha-Glilit. Sie mussten aus dem Nichts Städte zum Blühen bringen, den trockenen Wüstenboden bearbeiten und tagtäglich mit der Verteidigung der Grenzen des Staates Israel klarkommen. Es war keine Bösartigkeit, die dazu führte, dass sie aus den vorderen Reihen der Führung des jungen Staates ausgeschlossen waren, doch dieser Ausschluss führte zu gerechtfertigter Frustration und Schmerz. Ihre Stimme wurde ignoriert, doch die Worte lagen ihnen die ganze Zeit auf der Zunge, auch wenn sie auf Hebräisch mit Akzent gesagt wurden, auf Farsi oder Arabisch – Sprachen, die in Israel als Sprachen des Feindes galten, als Quell der Scham. Es dauerte eine Weile, zu lange, bis die Geschichte der Einwanderung der Juden aus den arabischen Ländern und Iran ins öffentliche Bewusstsein in Israel vorgedrungen war. Und heute hören wir diese laute, stolze und eloquente Stimme aus ihrem Mund und dem ihrer Söhne und Töchter.
 
Diese Stimme, diese Geschichte, muss auch im Bildungswesen gehört werden, in den Medien, in den Kultureinrichtungen und in den offiziellen Einrichtungen des Landes. Und sie muss auch auf der internationalen Bühne gehört werden, damit der historische Fehler korrigiert werden kann, auch faktisch, durch Entschädigungs- und Rückzahlungen. Auch heute sind Teheran und Aleppo, Bagdad, Sanaa und Tripolis noch Orte, die für Juden-Israelis zu betreten verboten ist. Und die kulturellen Schätze und der Besitz, die dort geblieben sind, wurden mehr als einmal durch Hassregime zerstört und geplündert. Der Tag der Auswanderung und Vertreibung aus den arabischen Ländern und Iran ist eine Gelegenheit, in der Geschichte Gerechtigkeit zu schaffen, durch einen offenen, frischen Blick, der auch die Probleme der Vergangenheit nicht ignoriert. Doch mehr als das möchte dieser Tag, dass wir uns erinnern und dass wir die kulturellen Schätze, die in den Gemeinden Israels in den arabischen Ländern und Iran entstanden sind, in unsere Herzen aufnehmen und den wichtigen und prachtvollen Anteil kennenlernen, den sie am Entstehen einer gemeinsamen Zukunft hatten, die heute und im Leben des Staates Israel entsteht.

 

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Doppelstandard und Heuchelei

 

Ron Prosor, UN-Botschafter Israels, sprach am 24. November vor der UN-Generalversammlung zur Frage Palästinas und dem Doppelstandard der Welt, ebenfalls mit Bezug auf den jüdischen Exodus aus den arabischen Ländern.
(Solange die Rede (Video) nicht auf Deutsch zu finden ist, hier die wichtigsten Auszüge der Rede auf Englisch)

 

Mr. President,
I stand before the world as a proud representative of the State of Israel and the Jewish people. I stand tall before you knowing that truth and morality are on my side. And yet, I stand here knowing that today in this Assembly, truth will be turned on its head and morality cast aside.
The fact of the matter is that when members of the international community speak about the Israeli-Palestinian conflict, a fog descends to cloud all logic and moral clarity. The result isn’t realpolitik, its surrealpolitik.
The world’s unrelenting focus on the Israeli-Palestinian conflict is an injustice to tens of millions of victims of tyranny and terrorism in the Middle East. As we speak, Yazidis, Bahai, Kurds, Christians and Muslims are being executed and expelled by radical extremists at a rate of 1,000 people per month.
How many resolutions did you pass last week to address this crisis? And how many special sessions did you call for? The answer is zero. What does this say about international concern for human life? Not much, but it speaks volumes about the hypocrisy of the international community.
I stand before you to speak the truth. Of the 300 million Arabs in the Middle East and North Africa, less than half a percent are truly free – and they are all citizens of Israel. Israeli Arabs are some of the most educated Arabs in the world. They are our leading physicians and surgeons, they are elected to our parliament, and they serve as judges on our Supreme Court. Millions of men and women in the Middle East would welcome these opportunities and freedoms.
Nonetheless, nation after nation, will stand at this podium today and criticize Israel – the small island of democracy in a region plagued by tyranny and oppression.

Mr. President,
Our conflict has never been about the establishment of a Palestinian state. It has always been about the existence of the Jewish state.
Sixty seven years ago this week, on November 29, 1947, the United Nations voted to partition the land into a Jewish state and an Arab state. Simple. The Jews said yes. The Arabs said no. But they didn’t just say no. Egypt, Jordan, Syria, Iraq, Saudi Arabia and Lebanon launched a war of annihilation against our newborn state.
This is the historical truth that the Arabs are trying to distort. The Arabs‘ historic mistake continues to be felt – in lives lost in war, lives lost to terrorism, and lives scarred by the Arab’s narrow political interests.
According to the United Nations, about 700,000 Palestinians were displaced in the war initiated by the Arabs themselves. At the same time, some 850,000 Jews were forced to flee from Arab countries.
Why is it, that 67 years later, the displacement of the Jews has been completely forgotten by this institution while the displacement of the Palestinians is the subject of an annual debate? The difference is that Israel did its utmost to integrate the Jewish refugees into society. The Arabs did just the opposite.
The worst oppression of the Palestinian people takes place in Arab nations. In most of the Arab world, Palestinians are denied citizenship and are aggressively discriminated against. They are barred from owning land and prevented from entering certain professions.
And yet none – not one – of these crimes are mentioned in the resolutions before you.
If you were truly concerned about the plight of the Palestinian people there would be one, just one, resolution to address the thousands of Palestinians killed in Syria. And if you were so truly concerned about the Palestinians there would be at least one resolution to denounce the treatment of Palestinians in Lebanese refugee camps.
But there isn’t. The reason is that today’s debate is not about speaking for peace or speaking for the Palestinian people – it is about speaking against Israel. It is nothing but a hate and bashing festival against Israel.

(…)

Thank you, Mr. President.

 

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Flüchtlinge sind nicht gleich Flüchtlinge

David Harris fragt in seinem „Brief eines vergessenen Juden“ 2004 zu Recht:

„Die UNO unterhält gleichzeitig das Hohe Flüchtlingskommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR), zuständig für 22 oder 23 Millionen Flüchtlinge in der ganzen Welt, die heute außerhalb ihres Heimatlandes leben und nicht zurückkehren können. Die UNHCR bemüht sich, diese Menschen in Einwanderungsländern anzusiedeln oder ihnen anderweitig beim Aufbau einer neuen Existenz zu helfen. Eine Ausnahme bilden aber die Palästinenser, für sie ist die UNHCR nicht zuständig. Warum?

Die Antwort liegt auf der Hand. Wie auch immer die offizielle Erklärung lauten mag, der Bestand der Lager sorgt dafür, dass der Krieg gegen Israel fortgesetzt werden kann. Denn wenn man diesen Flüchtlingen wie uns die Möglichkeit gäbe, irgendwo ein neues Leben zu beginnen, könnte ihr Groll auf Israel, was der Himmel verhüten möge, sich womöglich zerstreuen und ihre Bereitschaft, in terroristischen Aktionen immer wieder „Märtyrer“ zu schaffen, könnte nachlassen.

Ich habe überall nach einer anderen einleuchtenden Erklärung gesucht, aber ich konnte partout keine finden. Die traurige Wahrheit lautet, dass die Führer der arabischen Welt das Flüchtlingsproblem überhaupt nicht lösen wollten. Sie hielten es am Leben, damit es im Zentrum der Aufmerksamkeit blieb und sie ihre Beschwerden über Israel vor der Weltöffentlichkeit immer gut begründen konnten.

Und siehe da, viele Menschen schluckten den Köder und beschäftigten sich leidenschaftlich mit der Not der palästinensischen Flüchtlinge, ohne jemals die wirklich interessanten Fragen aufzuwerfen oder auch nur eine Sekunde lang an uns zu denken, an die Juden aus Arabien. Aus den Augen, aus dem Sinn.“

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Gedenken ja, Rückkehr nein von Yehiel Shabi, Israel ha-Yom, 14.05.12:

(…) Das arabische Narrativ erinnert nicht an die Flucht der Juden aus Hebron und Gaza nach den Unruhen, wo sie über Generationen gelebt hatten. Und auch nicht daran, dass die arabischen Anführer die Araber in Palästina dazu aufgerufen haben, ihre Häuser für einige Tage zu verlassen, damit währenddessen die jüdische Gemeinde vernichtet werden könnte.

Es erinnert auch niemand an die Katastrophe der Juden aus den arabischen Ländern, die ihre Häuser, ihren Besitz, ihren gesellschaftlichen Stand, ihre Kultur und jahrtausendealte Tradition aus Sorge vor einer Shoah durch ihre arabischen Nachbarn aufgegeben haben. Wenn israelische Ortschaften wie Achihud, Raanana und Kiriyat Shmona mit dem Namen mustautanāt, Siedlungen, bezeichnet werden, kann dann noch jemand an die Zweistaatenlösung glauben..?

Solange unsere kollektive nationale Erinnerung noch nicht auf Gegenseitigkeit und Toleranz gebaut ist, eine Erinnerung, die die Vergangenheit des Anderen und sein Recht auf die Heimat anerkennt, müssen wir mit jedem „unschuldigen Schritt“ von humanitärer und symbolischer Aktion vorsichtig sein. Sonst wachen wir eines Tages neben einem Wolf im Schafspelz auf, der von Gedenken spricht, doch eigentlich den jüdischen Charakter des Staates ändern möchte.

Wir müssen das Recht des Anderen auf Gedenken bewahren, doch wir müssen uns selber davor bewahren, dass das Gedenken zu einer Legitimierung des Rechtes auf Rückkehr führt.

Die Störung des demographischen Gleichgewichts in Israel durch die Aufnahme von Flüchtlingen oder die Ansiedlung von ehemaligen Bewohnern in heute existierenden jüdischen Siedlungen steht nicht zur Debatte – und das darf sie auch nicht. (…)“

 

 

Die anderen Flüchtlinge – JAZ vom 28.11.14

Ein Gedenktag, der an Leid, Verfolgung und Vertreibung der Juden aus ihren arabischen Heimatländern erinnert, war jahrzehntelang kein Thema. Zum einen, so schreibt der Journalist Ben Cohen, weil die Schrecken des Holocaust keinen Vergleich finden. Zum anderen, weil viele Politiker die Vertreibung der Mizrachim, wie Juden aus Asien und dem Nahen Osten genannt werden, nicht als solche anerkannten.
»Außerdem, wie oft im Jahr soll ein Land innehalten und trauern?«, fragt Cohen, der selbst ein Mizrachi ist. Dennoch habe das Schicksal dieses Teils der israelischen Bevölkerung im Laufe der Zeit immer mehr Menschen beschäftigt. »Und je mehr Zeit vergangen ist, desto bewusster wurden sich die Leute in Israel, dass nicht nur die Juden aus Europa gelitten haben, sondern auch die aus den arabischen Staaten.« Deshalb sei ein nationaler Gedenktag die richtige Entscheidung.

 

 

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Auswahl weiterer interessanter Beiträge zum Thema:

Übersicht der Geschichte der Juden in den arabischen und islamischen Staaten

 

VORTRAG  über die Staatsgründung Israels 1948 von Alex Feuerherdt auf freie-radios.net (17 min.)

 

Haaretz-Artikel vom 27.4.12: Jewish refugee rights is an unsolved human rights issue (in deutscher Version Die Rechte jüdischer Flüchtlinge sind ein ungelöstes Menschenrechtsproblem) von Lyn Julius, Mitbegründerin von „Harif“, einer britischen Vereinigung von Juden aus dem Nahen Osten und Nordafrika.

 

Lyn Julius erinnert am 12.5.2012 in der Times of Israel, dass es auch die “jüdische Nakba” gibt: Spare a thought for the other ‘nakba’.

 

Matti Friedman: A different history of displacement and loss (ToI, 15.5.2012)

 

Ben Dror-Yemini What about the Jewish Nakba? (ynet, 28.11.14)

 

Artikel „Der doppelte Exodus

 

Eine umfangreiche Informations- und Artikelquelle ist allerdings die Facebookpage und der Blog „Point of no return“ mit diesen Links und Artikeln:

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Videos zum Thema:

 

Ethnic Cleansing of Jews in Arab Countries

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Jewish nakba – the Jewish forced exile from arab countries

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The forgotten Refugees (full version)

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The unknown refugees

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Deklaration der Unabhängigkeit durch David Ben Gurion am 5. Ijar 5708 (14. Mai 1948)

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Israel Palestine History Facts

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The Truth about the Refugees

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Video zu den jüdischen Flüchtlinen aus den arabischen Staaten von der MFA Konferenz „The Jewish Refugees from Arab Countries“: Deputy Foreign Minister Ayalon opened the conference by recognizing the historic wrong and the perversion of justice done to the Jewish refugees from the Arab countries starting in 1948. Ayalon then appealed directly to the Arab League, on this the tenth anniversary of the Saudi Initiative, and demanded they acknowledge their historic guilt and assume responsibility for expelling the Jews from Arab countries, thereby turning them into refugees, and simultaneously acknowledge their responsibility for creating the Palestinian refugees by going to war against Israel. Ayalon emphasized, „Particularly at this juncture in time I call upon the Arab League to assume responsibility and admit it was they who caused the Jews from Arab countries to become refugees.“

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Film und Diskussion zur Geschichte der irakischen Juden

Aus Anlass des offiziellen Gedenktages für die jüdischen Flüchtlinge aus den arabischen Ländern wird in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin am 2. Dezember der Film „The Dove Flyer“ (Mafriach ha-Jonim) gezeigt, der sich mit der Geschichte der irakischen Juden auseinandersetzt. Im Anschluss wird es eine Podiumsdiskussion zum Thema des Films geben.

Der Film “The Dove Flyer” des israelischen Regisseurs Nissim Dayan basiert auf dem gleichnamigen Roman des Schriftstellers Eli Amir. Erzählt wird die Geschichte der ältesten jüdischen Gemeinde der Welt im Irak. Ihre Existenz endet mit der Vertreibung in den Jahren 1950/51.

Zu der Veranstaltung lädt die Botschaft des Staates Israel gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft ein.

Veröffentlicht am April 4, 2012, in Delegitimierung Israels, Israel, UN, Videos zum Nahostkonflikt. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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