Archiv für den Monat April 2012

Filme aus und über Israel – Eignungscheck und Inspiration für den Filmabend

zuletzt aktualisiert: 12.07.2016

 

Bevor am Ende dieses Textes die besten Datenbanken und online-Quellen zu Filmen aus und über Israel – seien es Spielfilme oder kurze online-Clips – zusammengestellt sind, im Folgenden das Anliegen, weshalb die Notwendigkeit dieses Beitrages überhaupt gegeben ist:

Es ist im Rahmen von Informationsveranstaltungen, politischen Filmfestivals, akademischen Wochenendseminaren, Nahost-Filmreihen und auch einfach nur im Schulunterricht (wie beispielsweise in NRW) Praxis, mit idealerweise einem einzigen Film – oder nur sehr wenigen exemplarischen Filmen – nicht nur das Thema Israel, sondern gleich die gesamte Komplexität des Nahost-Konfliktes abzudecken, die verschiedenen Perspektiven zu erklären, die Opfer-Täter-Rollen zu verteilen und am Besten Lösungsvorschläge für den Konflikt anzubieten.
Der positiven Intention – politische Bildungsabsicht einhergehend mit cineastischer Unterhaltung – zu Trotz, basierend auf thematischer Unsicherheit bis hin zu einseitiger Grundinformation und Anschauung, werden häufig die am wenigsten geeigneten Filme dazu herangezogen. Lies den Rest dieses Beitrags

64 Jahre Israel (incl. Video-Kollektion V)

siehe auch den neueren Blogbeitrag: Zu Ehren Israels Geburtstag

Am 26. April 2012 feiern nicht nur alle Israelis, sondern Menschen weltweit den Yom Haatzmaut, den israelischen Unabhängigkeitstag. Es ist dieses Jahr der 64., anlässlich dessen hier neben einer großen Auswahl an untenstehenden Videos auch zahlreiche Analysen, Bilanzen und Kommentare der israelischen Medien zusammengestellt werden, die diskutieren, wo Israel im 64. Jahr seiner Existenz steht, und zwar stolz auf seine Demokratie und Errungenschaften.

Denn als der Staat Israel vor 64 Jahren gegründet wurde, war er ein karges Land ohne natürliche Ressourcen. Es gab nur wenig Wasser, und mehr als die Hälfte des Landes bestand aus Wüste. Die einzige Quelle, aus der der neue Staat Nutzen ziehen konnte, war der naturgegebene Einfallsreichtum seiner Bürger.

Mehr als sechs Jahrzehnte später haben die Israelis ihr Land in eine Oase der Technologie und Innovation verwandelt. Mit den weltweit meisten Firmenneugründungen pro Kopf und der dritthöchsten Anzahl von Patenten pro Nase, hat Israel eine der Führungsrollen in der Welt der Hightech-Innovationen erlangt und lockt internationale Giganten an.

Von bahnbrechenden Erfindungen im Gesundheitsbereich bis hin zu Technik, Landwirtschaft, Umwelt und den Geisteswissenschaften verändern und bereichern die Innovationen des Landes das Leben überall auf der Erde. Israel spielt heute eine entscheidende Rolle bei der Bewältigung der wichtigsten Herausforderungen, denen unser Planet gegenübersteht. Das ist nicht schlecht für ein Land von der Größe Hessens.

Hier anlässlich des 64. Yom Haatzmaut eine Kollektion mit 64 der besten Innovationen des Landes Made in Israel (Quelle Israel21C).

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Die IDF – eine Armee mit vielen Facetten

zuletzt aktualisiert: 25.11.2014

 

Die israelischen Streitkräfte (engl.: IDF/hebr.: ZAHAL) existieren seit 1948, dem Gründungsjahr des Staates Israel.

Die IDF mussten das Land in fünf größeren Kriegen, der Intifada I und II sowie verschiedenen Militäroperationen verteidigen und gehören damit zu den weltweit kampferfahrensten Armeen, „allgemein als die schlagkräftigste des Nahen Ostens“ bezeichnet.

Innerhalb des Nahost-Konflikts wird die IDF meist als das anonyme, willkürlich brutale und mordende Feindbild schlechthin dargestellt, als Symbol eines vermeintlichen Unrechtsstaates, Apartheids- und Besatzungsregimes  und Zionistischen Geschwürs, welches es gilt, mit vermeintlich allen Mitteln legitimerweise zu bekämpfen, sei es durch Terror oder zivile Provokation internationaler Aktivisten. Eines der Mittel ist auch die Dämonisierung der IDF mithilfe Lügen und Verleumdungen, die  nachhaltig im öffentlichen Gedächtnis verbleiben und den Nähboden für negative Assoziationen bis gar zum Israelhass generell bieten. Hier die 5 größten Anti-IDF-Lügen, die sich weltweit verbreiteten. (Mehr auch unter „Die Pallywood-Falle“.)

Aber die IDF sind nicht nur die Verteidigungsarmee des einzigen jüdischen Staates, der seit dem Tag seiner Gründung im Krieg ist. Sie ist zudem aufgrund Israels komplexer Bedrohungslage eine Armee mit moralischen Dilemata, ethischer Doktrin und kontroversen Debatten und Untersuchungskommissionen, denen sich die Armee stellt.
Und ebenso wie der Aufgabe eines gesellschaftlichen Schmelztiegels gerecht werdend, leistet sie den Palästinensern und weltweit humanitäre Hilfe und folgt so der jüdischen Maxime des Tikkun Olam.

Dieser Beitrag eine Kollektion unterschiedlichster Aspekte zusammenstellen, um jene Seiten der IDF zu beleuchten, wie sie generell unbekannt sind oder massiv außer Acht gelassen werden.

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Israel und die Vereinten Nationen

Angesichts der grundsätzlich sehr komplexen Thematik sowie bestehenden Missverständnissen hinsichtlich Resolutionen des Sicherheitsrats (bindend) und der Generalversammlung (nicht bindend), aber auch vor dem Hintergrund internationaler Delegitimierungskampagnen wie der BDS-Kampagne, dem Apartheid-Vorwurf und den Angriffen auf seine Grenzen, denen der Staat Israel ausgesetzt ist, präsentiert die israelkompetenzkollektion eine Reihe von Artikeln über das Verhältnis zwischen Israel und den Vereinten Nationen. Die Artikelreihe, die zunächst mit kurzen historischen Überblicken beginnt, wird durch weitere Beiträge ergänzt werden.

Es finden sich im Folgenden bisher diese Kapitel und Unterkapitel:

Teil 1: Die frühen Jahre

     – Gründung der Vereinten Nationen

     – Das „Problem Palästina“

     – Israel wird UN-Mitglied


Teil 2: Die komplizierten Jahre

Ein schwieriger Weg zur Akzeptanz

Israel in den UN-Gremien

 

…to be continued…

 

Extra-Kapitel:

Israel und die Vereinten Nationen (Video-Kollektion VI)

Israel und die UNRWA

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„Was gesagt werden musste“

Günter Grass schrieb ein Gedicht, welches am 4. April 2012 in der Süddeutschen Zeitung zunächst kommentarlos erschien.

Dem ersten (nicht mehr verlinkten) Hinweis darauf am Vorabend im Tagesspiegel Neues Grass-Gedicht: Günter Grass: Die Atommacht Israel gefährdet den Weltfrieden: „Günter Grass! Der Literaturnobelpreisträger hat wieder etwas geschrieben – ein Gedicht zum Atomkonflikt mit dem Iran. Und was für eines. Es ist politisch, prosaisch, und es geht hart mit Israel ins Gericht“ folgte am Morgen des 4.4. Henryk M. Broders Reaktion darauf in der WELT: Nicht ganz dicht, aber ein Dichter.

Es entwickelte sich zunehmend und unter verschiedensten Aspekten betrachtet die weiter unten auszugsweise verlinkte Diskussion über Inhalt und Intention sowie den Autor und seine Unterstützer, der Grass mit dem Vorwurf einer „Kampagne von gleichgeschalteten Medien“ begegnete (ARD: Grass und die Medien). http://www.cicero.de/karikaturen/schreiben-als-selbsttherapie

Am Treffendsten antwortete darauf Helmut Karasek: „Ein Gedicht, das derart närrisch ist, das ruft automatisch eine Gleichschaltung hervor. Denn wenn Sie schreiben ‚zwei und zwei ist fünf‘, dann sagen alle entsetzt: ‚Wir glauben, das ist vier.‘ Dann ist das keine Gleichschaltung, sondern eher eine Richtigstellung.“

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Pressekodex vs. Medienberichterstattung über den Nahostkonflikt. Und Videos.

zuletzt aktualisiert: 02.05.2015

Vorneweg zur Erinnerung aus dem Pressekodex des Deutschen Presserates ( – welcher sich nicht wesentlich von der IFJ Declaration of Principles on the Conduct of Journalists unterscheidet – ) ein paar Kernpunkte, die im Kontext der Berichterstattung über den Nahost-Konflikt gern unbeachtet bleiben.

Die dem gegenüber stehende Unsorgfältigkeit wird anschließend in verschiedenen Texten erkennbar durch den Blick israelischer Journalisten auf internationale Medien, sowie der alarmierten Beobachtung von deutschen Bloggern und Journalisten. Dem kritischen Medienkonsument könnte diese Diskrepanz durchaus ebenfalls auffallen und Grund zur Sorge, wenn nicht sogar Grund zur Beschwerde beim Presserat bieten, wenn denn die Sensibilisierung geschärft würde.

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Die jüdischen Flüchtlinge (inkl. Video-Kollektion IV)

zuletzt aktualisiert: 2.12.2014

Aktualisierung aus Anlass des ersten offiziellen Gedenktages für die jüdischen Flüchtlinge aus den arabischen Ländern am 30. November 2014

 

Noch heute leben Millionen Palästinenser, http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/History/jewrefmap.html
die Nachfahren der rund 700.000 Flüchtlinge der Kriege von 1948 und 1967, unter teils elenden Bedingungen. (siehe auch die Broschüre Mythos Nakba und den Beitrag über die UNRWA). Doch die Palästinenser sind nicht die Einzigen, die aus ihrer Heimat fliehen mussten.

Was oft vergessen wird: Auch 856.000 Juden aus arabischen Ländern wurden im Nahostkonflikt zu Flüchtlingen.
In den ersten beiden Jahrzehnten nach der Gründung des Staates Israel verschwanden zwischen Marokko und dem Irak fast alle jüdischen Gemeinden. Von den mehr als 850.000 Juden, die dort vor 1948 lebten, sind im Jahre 2001 nur knapp 7.800 übrig geblieben. Jüdische Gemeinden, die auf über 2.600 Jahre Geschichte zurückblicken konnten, existieren heute nicht mehr.

Die Vertreibung der Juden aus dem Orient heisst auch Farhud und ist mit ein Grund, weshalb die komplexe Problematik der Flüchtlinge im Nahen Osten nicht aufgelöst werden kann, indem die Palästinenser der zweiten und dritten Generation und mit arabischer Unterstützung sowie der der UNRWA auf eine unrealistische, weil demografisch zerstörerische, Rückkehr in den heutigen jüdischen Staat bestehen, während sie nicht zugleich anerkennen, dass der Staat Israel jüdisch und einziger Zufluchtsort der Juden war, ist und bleiben muss.

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