Der 2. Deutsche Israelkongress

Am 23. Oktober fand in Frankfurt am Main der 2. Deutsche Israelkongress statt. Es wäre eigentlich ausreichend, auf die Website www.israelkongress.de zu verweisen, doch sei an dieser Stelle betont, dass jeder Redebeitrag des Tages, jeder Text des Kongressjournals und vor allem die Resolution  Teil einer in Frankfurt vorgenommenen umfangreichen Bestandsaufnahme der Situation ist, in der sich Israel derzeit befindet.

Eine Auswahl der vier aufschlussreichsten und eindringlichsten Texte/Videos, die den Doppelstandard der reflexhaften Israelanklagen aufzeigen,  im Folgenden.

Ralph Giordano zu den Anklagen gegen Israel

(…) Ich akzeptiere niemandes Kritik an Israel, der mir nicht nachgewiesen hat, was ihm und seiner Sache die Menschenrechte wert sind, daß also auch für ihn die Humanitas unteilbar ist. Ein Raster, durch das, glauben Sie mir, schon mancher Christ, Muslim und Jude gefallen ist…

Mit der Legitimation dieser Entscheidung aber empöre ich mich über die Selbstverständlichkeit, mit der Israel hierzulande von großen Teilen der Öffentlichen und der Veröffentichten Meinung auf die Anklagebank gesetzt wird. Wenn ich sehe, wie in meinem Vaterland Deutschland von seiten einer bestimmten Political correctness auf mein Mutterland Israel eingedroschen wird, dann pfeife ich auf jede Rücksichtnahme, Defensive und  Taktik, dann packt mich die helle Wut, dann schreie ich Zeter und Mordio. Ich sehe rot, wenn ungefährdete Deutsche in Redaktionsstuben, Chefetagen und Talkshows Israel besserwisserisch belehren wollen, wie es  sich schützen könnte vor einem Gegner, der mit der Losung „Ihr liebt das Leben, wir den Tod“ den stärksten aller menschlichen Triebe, den der Selbsterhaltung, außer Kraft gesetzt hat. (…)

Ulrich Sahm zur tendeziösen Medienberichterstattung

(…) Wie falsch und tendenziös berichtet wird, sieht man am besten anhand des „größten Freiluftgefängnisses“, dem Gazastreifen, mitsamt offener Grenze zu Ägypten. Es ist das „dichtest besiedelte Territorium“ der Welt. Völlig korrekt, wenn man Macau, Monaco, Hongkong und Singapur außen vor lässt. Mit 4.600 Einwohnern pro Quadratkilometer steht der Gazastreifen an fünfter Stelle auf der Weltliste, noch vor Gibraltar und gefolgt vom Vatikanstaat.

Wie jämmerlich die Gesundheitsversorgung im Gazastreifen ist, kann man anhand offizieller Statistiken zur Kindersterblichkeit ablesen. Gaza steht auf Platz 17 zwischen Mexiko und Bulgarien. Die Kindersterblichkeit ist in Gaza jedenfalls deutlich niedriger als in Libyen, Ägypten, Algerien, Tunesien, dem EU Kandidaten Türkei, Marokko, Indonesien, Irak, Iran, Indien und Jemen. Nein, ich will die Zustände im Gazastreifen nicht schönreden. Es geht mir nur um die Proportionen. (…)

Tal Gat zur Delegitimierungskampagne

(…) Hierbei ist zu beobachten, dass sich ein neuer Trend unter den so genannten „Israelkritikern“ entwickelt, der Israels jüdischen Charakter ablehnt, die Charakterisierung „jüdisch“ und „demokratisch“ anzweifelt, historische Fakten fälscht,
notorisch stereotype und verunglimpfende Begriffe verwendet um Israel zu beschreiben, jeden Schritt angreift, den Israel zur Selbstverteidigung unternimmt, mörderische Terrorakte gegen Zivilisten legitimiert und so weiter und so fort.
Für den Laien entsteht so ein Bild eines dämonischen, gnadenlosen und grausamen Staates. Indem sie so viele Unterstützer wie möglich für diese Behauptungen gewinnen, zielen diese „Israelkritiker“ darauf ab, Israels Ansehen zu schädigen und so sein Existenzrecht in Frage zu stellen. An dieser Stelle überschreiten sie allerdings das Maß, Israel fair und konstruktiv zu kritisieren und ihr Bestreben in allen Lebens- und Alltagsbereichen, Israel zu diffamieren, wird unter dem folgenden Begriff zusammengefasst: der Delegitimierungskampagne. (…)

Dr. Dieter Graumanns Grundsatzplädoyer für Israel

Veröffentlicht am November 3, 2011, in Antisemitismus, Delegitimierung Israels, Hamas, Iran, Israelkritik, Israels Recht auf Selbstverteidigung, Medienverzerrung, Palästinenser, Terror gegen Israel. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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