50 Jahre deutsch-israelische Beziehungen – #il50d

zuletzt aktualisiert: 01.06.2015

  

Am kommenden 12. Mai 2015 vor 50 Jahren, im Jahr 1965, gingen Deutschland und Israel diplomatische Beziehungen ein. Damals war dies – und ist es bis heute – nicht selbstverständlich. Die Geschichte der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war für die europäischen Juden eine Zäsur, die an Grausamkeit, mörderischem Kalkül und Dimension beispiellos ist.
Alles andere als ein leichter, vielversprechender Ausgangspunkt für die Politiker und Bürger Israels, teils Shoah-Überlebende, der dem Nazi-Deutschland folgenden Bundesrepublik Deutschland die Hand zu reichen und Beziehungen in allen Lebensbereichen aufzubauen. Nachdem erste zaghafte und skeptische und teils interessengeleitete politische, zivilgesellschaftliche, wissenschaftliche, kulturelle und wirtschaftliche Annäherungen zu dem heutigen Stand der Beziehungen führten, kann sich der sehr enge, intensive und zukunftsorientierte Austausch auf all diesen Ebenen sehen lassen. Es wird von einem Wunder gesprochen, doch letztlich waren es Menschen, die Courage hatten.

Diese Kollektion wird stetig aktualisiert und ist eng verbunden mit der Facebook-Gruppe “50 Jahre Israel Deutschland – wer weiß was?”, auf der jeder eingeladen ist, Informationen, Tips und Fragen rund ums Thema zu posten, die zum Thema von Interesse sind und zu einem umfangreichen Überblick und Austausch führen sollen. Relevante Informationen werden dann im Laufe des Jubiläumsjahres stets aktuell in dieser Blogkollektion eingepflegt.

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Streitfall Nakba und BtS: Israel-dämonisierende Ausstellungen?

Im Rahmen manchen überambitionierten Versuchs einer äquidistanten Vermittlung der Positionen „beider Seiten“ im israelisch-palästinensischen Konflikt, oder gar im Glauben, einen kritischen und bereichernden Beitrag zum Verständnis Nahosts zu leisten, wird vor allem auf derzeit zwei Ausstellungen zurückgegriffen, die jedoch alles andere als diskursförderlich sind. De facto sind sie sogar derart problematisch, dass, wer als Veranstalter eine faire Porträtierung der Konfliktparteien und -inhalte anstrebt, sich mit den Ausstellungen selbst jeder Ausgewogenheit und Glaubwürdigkeit beraubt.

Konkret: es touren europaweit die “Nakba-Ausstellung” und die “Breaking the Silence”(BtS) -Ausstellung umher, eingeladen und beherbergt von zivilgesellschaftlichen, kirchlichen oder öffentlichen Akteuren, denen allerdings nicht allen unterstellt werden kann, die Besucher vorsätzlich durch ressentimentbeladene und manipulative Extremperspektiven gegen Israel aufbringen zu wollen. Dennoch ist es gerechtfertigt zu fragen, warum sich trotz der Kritiklage an den Ausstellungen weiterhin Unterstützer finden. Dieses “trotz der Kritiklage” lässt leider befürchten, dass die Wirkung eben kein unbeabsichtigter Effekt ist.

In dieser Kollektion findet sich eine kritische Perspektive auf eben jene Ausstellungen, die man – ganz dem demokratischen Grundwert der Meinungsfreiheit verpflichtet – nicht verbieten sollte, ihrer extrem antiisraelischen Agenda und methodisch und inhaltlich belegbaren Unwahrhaftigkeit halber aber auch nicht unbedingt zeigen MUSS.
Und Alternativen.

 

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Zu Ehren Israels Geburtstag (inkl. Video-Kollektion VI)

zuletzt aktualisiert: 24.04.2015

 

Israel 67 - Spirit of creativity

Die Proklamation des Staates Israel am 5. Ijar fiel vor 67 Jahren, nach dem hebräischen Kalender im Jahr 5708, auf den 14. Mai. Dieses Jahr liegt er auf Donnerstag dem 23. April, beginnend am vorhergehenden Mittwoch Abend. Doch auch der 14. Mai kann als säkulares Datum gefeiert werden.

Diese Kollektion ist eine Aktualisierung des Beitrags zum 66. und 65. Yom Haatzmaut mit vielen neuen Informationen, Videos und Gründen, Israel zu feiern – mit all den wunderbaren Errungenschaften, Highlights und Sensationen dieses kleinen Landes seit seiner Staatsgründung, das in Medien, in Schulbüchern, bei der UN und in der Weltsicht der islamischen Führer so unglaublich schlecht weg kommt und nicht nur von der BDS-Kampagne überzogen sondern weltweit einzigartig diskreditiert wird.

Mazal tov zum 67., Israel!

Video: Spirit of creativity

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Exklusiv: Claudias Iranreise-Selfie-Tagebuch

 Exklusiv: Das Selfie-Reisetagebuch der C.R. nach ihrem Iran-Trip

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Israel und der dreierlei Standard

 zuletzt aktualisiert: 31.05.2015

 

Teil des “3-D-Test” von Natan Sharanski ist – neben der Delegitimierung und der Dämonisierung – der Doppelstandard, der an Israel angelegt wird, im Vergleich zu den Bewertungsstandards an bspw. die Palästinenser, der sich in vielfacher Weise äußert. Sei es die UN, allen voran die UNRWA, dem Menschenrechtsrat, Europa, oder seien es die Medien und die Weltöffentlichkeit – die Brille, durch die Israel betrachtet und beurteilt wird, scheint einen obsessiven Verurteilungsdrang auszulösen.

Die EUMC-Antisemitismus-Definition formulierte es wie folgt:

Beispiele von Antisemitismus im Zusammenhang mit dem Staat Israel und unter Berücksichtigung des Gesamtkontextes können folgende Verhaltensformen einschließen, ohne auf diese beschränkt zu sein:
(…) Die Anwendung doppelter Standards, indem man von Israel ein Verhalten fordert, das von keinem anderen demokratischen Staat erwartet und verlangt wird. (…)

 

Doch, um präzise zu sein, gibt es sogar dreierlei Standards:

– einen für autokratische Diktaturen, in denen Menschenrechte keine Rolle spielen,
– einen für die westliche Welt,
– und es gelten ganz eigene und besonders hohe Anforderungen für Israel.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu beschrieb es in einem Interview jüngst wie folgt:

“Well, there is a triple standard when it comes to Israel. There is a standard for dictatorships, there is a standard for democracies, and there is still a third standard for the democracy called Israel. Why is that the case? Because old traditions die hard, and anti-Semitism is a very old tradition. And just as the Jews were maligned, scrutinized, and vilified, and people attributed to us these horrible actions that had nothing to do with reality, the same is true now. What was true of the Jewish people is now true unfortunately of the Jewish state.”

Auf den Punkt bringt es Caroline Glick als Antwort auf den dänischen Botschafter, der diesen Sonderstandard für Israel rechtfertigt:

 

Dieser Blog ist gespickt mit Kollektionen zum Verhältnis der UN zu Israel, der UNRWA zu Israel, der Medienverzerrung, dem Antiisraelismus, u.v.a.m., doch geht es bei dieser Kollektion um zusammengestellte Beiträge, die explizit das Messen mit unterschiedlichem Maß zeigen, sobald es um Israel geht.

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Nach dem Krieg ist vor … der 3. Intifada

 

 

zuletzt aktualisiert: 5.12.2014

 

Der Terroranschlag auf Beter einer Jerusalemer Synagoge am 18. November mit fünf Todesopfern ist eine Zäsur in der Chronologie des israelisch-palästinensischen Konfliktes im ereignisreichen Jahr 2014, in dem nach Ende des Friedensprozesses, der Entführung der drei jugendlichen Israelis und dem Gazakrieg nun die terroristische Gewalt gegen Israel aufwallt.

In den letzten Wochen wurden willkürlich elf Menschen – ein Baby, Passanten, ein Soldat, eine Siedlerin, Beter und ein Polizist – in Israel durch vermeintliche Einzelattentäter ermordet, weitaus mehr verletzt, und das ganze Land in Unsicherheit und Sorge gestürzt, es kommt zu Unruhen, vor allem in Jerusalem.

In dieser Kollektion finden sich Übersichten, Hintergründe und Einschätzungen zu den jüngsten Geschehnissen, die seit dem 19. November offiziell als “Intifada 2014″ bezeichnet werden.

 

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Die BDS-Kampagne und warum sie Israels und der Palästinenser Feind ist

zuletzt aktualisiert: 08.06.2015

Die BDS-Kampagne bezeichnet einen Dach-Begriff für eine weltweite Kampagne gegen Israel durch Boykott auf allen Ebenen – akademisch, wissenschaftlich, wirtschaftlich, kulturell – und mittels Forderung nach Deinvestition und Sanktionen.
Diese Delegitimierungskampagne beinhaltet beispielsweise die Verbreitung des Apartheidvorwurfs. Israel wird als internationaler Verbrecher dargestellt, der Zionismus wird als rassistische Ideologie bezeichnet und die historische Verbindung zwischen dem jüdischen Volk und seiner alten Heimat, insbesondere Jerusalem, wird bestritten. Die Delegitimierung unterstützt die Ein-Staaten-Lösung und das vollständige „Rückkehrrecht” der palästinensischen Flüchtlinge; beides würde das Ende von Israels Identität als jüdischer Staat bedeuten. Die Delegitimierung richtet ihr Augenmerk auf Aktivitäten von NGOs, Graswurzelbewegungen, Universitäten und der breiteren Öffentlichkeit. Die Kampagne missbraucht internationale Institutionen, um Israel zu attackieren, und versucht neue gesetzliche Grundlagen zu schaffen, die gegen Israel eingesetzt werden können.

Die BDS-Kampagne ist eine politische, wirtschaftliche, kulturelle und ideologische Hetz-Kampagne gegen Israel. Sie zeichnet sich durch eine unverhältnismäßige und obsessive Konzentration auf Israel aus. Die Aktionen der Kampagne sind gegen die Meinungsfreiheit und den offenen Diskurs ausgerichtet. Die Kampagne versucht, den akademischen Austausch, kulturelle Veranstaltungen und die Wirtschaftsbeziehungen zu zerstören.

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Einer geht noch! #OffenerBrief

zuletzt aktualisiert: 16.10.2014

 

Man kann den Eindruck gewinnen, während die nahöstliche Welt aus dem Lot gerät, es manifestieren sich in Deutschland als weitere der vielen Nebenwirkungen der Ereignisse diesen Sommers das Phänomen der allgegenwärtigen Gretchenfrage, das der grassierenden Offener-Brief-Plage und des Doppelstandards.

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Momentaufnahme: Antisemitismus in Deutschland II

zuletzt aktualisiert: 31.01.2015

 

Eine neue, ehrliche, selbstkritische Antisemitismusdebatte tut dringend not, ohne blinde Flecken in Bezug auf die verschiedenen Facetten des aktuellen Judenhasses und ohne semantische Spitzfindigkeiten.

In der zurückliegenden Momentaufnahme: Antisemitismus in Deutschland I vom 31. Januar 2012 ist der Antisemitismus und Antiisraelismus, ehemals Randphänomen, als verbreitetes Phänomen des Mainstream und der Elite der heutigen Gesellschaft vorgestellt worden.

Zweieinhalb Jahre später, nachdem die Krokodilstränen auf die Ergebnisse der damaligen Studien getrocknet und die mahnenden Sonntags- und Gedenkreden verklungen sind, wurden nicht etwa ein sensiblerer Umgang, eine größere Wachsamkeit, pädagogische Konzepte oder Identifizierungs- und Abwehrstrategien innerhalb der Öffentlichkeit, der Redaktionsstuben, Parlamente oder in Schulen etabliert, sondern es scheint gar das Gegenteil der Fall.

Als seien die damaligen Studien und die damals strohfeuerartig entflammte Debatte eine Art “Anleitung zum politisch korrekten Antisemitismus” gewesen, kaschiert als “Israelkritik für Fortgeschrittene”, brechen seither sämtliche Dämme des Erträglichen, plötzlich noch lauter allerdings übertönt von den Hassdemonstrationen des Sommeralbtraums 2014.

Denn von den Hass-Demonstrationen bis zu der grenzüberschreitenden Israel-Dämonisierung in Politik und Medien versteckt sich derzeit der blanke Antisemitismus, Antizionismus und Antiisraelismus – selbstentlastend jedoch als Kritik an der Operation Schutzlinie.

Losgelöst davon allerdings gibt es einige andere recht aktuelle Beiträge zur wieder in den Dornröschenschlaf versunkenen Antisemitismusdebatte, die durchaus wahrnehmenswert sind und in dieser Kollektion vorgestellt werden.
Verwiesen werden soll an dieser Stelle auch auf die Redebeiträge auf den Pro-Israel-Demonstrationen und Kundgebungen gegen Antisemitismus, die am Ende dieser Kollektion dokumentiert sind.
Alle in naher Zukunft herausgegebenen Studien, Umfragen und Debattenbeiträge werden dann im Laufe ihrer Publikation, sofern lesenswert, ebenfalls in dieser Kollektion eingearbeitet bzw. findet sich die erste von der FES vom 20.11.2014 in lesbar.

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Operation Schutzlinie #Israelunderfire

IDF Protective Edge

 

Diese Kollektion begleitete die israelische Militäroperation gegen den Terror der Hamas kontinuierlich unter den für diesen Blog relevanten Gesichtspunkten mit der Zusammenstellung lesenswerter Resourcen, Artikel, Kommentare, Analysen, Blogs, Hintergründe und vor allem weiterführenden Links und Informationen zum breiteren Verständnis für Israels Situation und dem Vorgehen der IDF vs. dem der Hamas.

Seit Beginn des bis 16. September ungestörten Waffenstillstands, der am Abend mit einer ersten Rakete aus Gaza gebrochen wurde, wird diese Kollektion mit den im Nachgang als weiterhin interessanten und lesenswerten Links ergänzt.

Am 14. Juni 2015 ist allerdings der israelische Untersuchungsbericht veröffentlicht worden, der zahlreiche neue Hintergründe, Dokumente und rechtliche Aspekte darstellt:

 

The 2014 Gaza Conflict: Factual and Legal Aspects - The Full Report

The 2014 Gaza Conflict: Factual and Legal Aspects – The Full Report

 

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