Die Pallywood-Falle und Beispiele für die nachhaltige Dämonisierung Israels durch journalistische Verantwortungslosigkeit

Unverhältnismäßige Grausamkeit der israelischen Armee? Der angebliche Mord an Mohammed al-Dura? Das angebliche “Massaker von Jenin”? Wieder auferstehende Leichen (-> siehe Video einer gefaketen Beerdigung )? Hunderte Fotografen zufällig zeitgleich Zeugen von spontanen Steinwurf-Revolten palästinensischer Jugendlicher?

Als sogenanntes Pallywood und mit seinen willigen Helfern, den westlichen Medien,  schafft die palästinensische Propaganda, was Israel am meisten schadet – die nachhaltige Dämonisierung und Diskreditierung für die Öffentlichkeit. Nicht selten bekommt diese derlei Fälle mundgerecht und frei Haus als Beweis für Israels Kaltblütigkeit geliefert, das Internet tut das Seinige dazu, um die Verbreitung zu vervielfachen.

Die folgenden Beispiele und Texte sollen dabei helfen zu erkennen, dass journalistische Verantwortungslosigkeit und/oder Vorsatz dazu beitragen, dass Israel bei der sehr oft sehr zweifelhaften Berichterstattung im israelisch-palästinensischen Konflikt nachhaltig dämonisert wird und es kaum mehr möglich ist, Beispiele wie diese aus dem Bewusstsein der Öffentlichkeit zu drängen oder zumindest als Fälschungen zu entlarven.

+++ NACHTRAG von November 2012: aktuelle Pallywood-Beispiele während der Operation Wolkensäule gibt es im entsprechenden Blogartikel +++

Erstes Beispiel ist ein Foto, welches angeblich einen IDF-Soldaten zeigt, der ein palästinensisches Kind auf dem Boden http://latimesblogs.latimes.com/.a/6a00d8341c630a53ef0167618bcfe5970b-popupliegend mit der Waffe bedroht. Innerhalb kürzester Zeit war belegt, dass es sich um eine Szene eines antiisraelischen Straßentheaters in Damaskus handelte.

Sehr lesenswert hierzu der Artikel Wo bleiben die journalistischen Standards? von Tamar Sternthal (06.02.12)

Ein anderes Beispiel ist das Gerücht des sogn. “Gaza-Strand-Massakers”, (“Gaza beach blast”), laut dessen Israel am Strand von Gaza eine ganze Familie ausgelöscht haben soll – außer einem Mädchen als Zeugen auf Video. Alle bei der http://blog.camera.org/archives/2006/06/Untersuchung auftauchenden Fragen können nicht beantwortet werden, um die palästinensischen Behauptungen zu stützen, dessen sind die Medien (- sogar die Süddeutsche – ) sich aber erst nach Verbreitung der Nachricht einig. Dennoch kursiert das Video unter den antiisraelischen Propagandisten als Tatsache und beeinflusst so auch immer wieder damit konfrontierte Unwissende in ihrer Meinung gegen Israel.

Ein italienischer Journalist, Ruben Salvadori, hält in einem Film die Entstehung von jenen Szenen fest, die die Öffentlichkeit später zu sehen bekommt, bei denen es sich stets um spontane wie dramatische Konfrontationen palästinensischer Jugendlicher mit der israelischen Militärübermacht zu handeln scheint. Zufällig sind stets hunderte Journalisten bereit, diese Szenen aufzunehmen, meist mit Wiederholungseinstellungen, Regieanweisungen und gar ohne Anwesenheit von israelischem Militär. Den Rest besorgt der Schnitt und die “Schuldsvermutung” Israels innerhalb der öffentlichen Meinung. http://sociologicalimagination.org/archives/6939

Video “Photo journalism behind the scenes”
Artikel “Photo journalism behind the scenes”

Siehe zu den inszenierten Photos und Filmen, wie sie von “Zusammenstößen” in Jerusalem und der Westbank entstehen, auch diesen Blog-Beitrag Video documents photojournalism ‘machine’s’ coverage of East Jerusalem and West Bank protests von Andrew Lampert.
Und Reuters? Das ist doch eine seriöse Nachrichtenagentur. Die wird doch nicht… oder doch?
Nur 2 Beispiele:

FAZ vom 09.06.2010:  Die Agentur Reuters hat Bilder vom Kampf auf dem Gaza-Schiff „Mavi Marmara“ manipuliert. Das http://www.wnd.com/2010/06/164073/fand ein amerikanisches Blog heraus. Reuters sagt, der Fehler sei bei einer üblichen Beschneidung entstanden. Doch die Fehlerhäufung ist ungewöhnlich.

Auch hat Reuters ein Foto manipuliert, um Israels vermeintliche Kriegsverbrechen durch die Bombardierung Beiruts im Zweiten Libanonkrieg “noch verbrecherischer” aussehen zu lassen – und wurde ebenfalls erwischt und kam nicht umhin, dies zuzugeben.http://littlegreenfootballs.com/weblog/?entry=21956_Reuters_Doctoring_Photos_from_Beirut

Hier mehr zu “Reutersgate”…  -  so wie auch in diesem Video und in dieser akademischen Studie im Journal of Applied Business Research veröffentlicht, die festgestellt hat, dass die Berichterstattung über den Konflikt im Nahen Osten von Reuters systematisch einseitig den Leser zugunsten der Palästinenser und die arabischen Staaten, gegen Israel, beeinflusst.
Weiteres Beispiel:

FAZ, 04.03.2009: Das Bild wurde zur politischen Ikone der Intifada: Es zeigt, wie der zwölf Jahre alte Mohammed al-Dura von israelischen Soldaten erschossen wird.Doch kam das Feuer tatsächlich von Israelis? Ist das Kind wirklich tot oder das Video gar eine Fälschung? http://www.honestreporting.ca/al-dura.aspx

Philippe Karsenty dokumentierte die Ungereimtheiten in The al Dura Hoax, die auch Esther Shapira ergänzend im Film “Das Kind, der Tod und die Wahrheit” zusammenstellte.

Mohammed al-Duras Tod (-> siehe auch das Video “What really happened“)  ist nach wie vor nicht 100% geklärt,  es gibt zahlreiche Fragen, die unbeantwortet bleiben und auf eine Fälschung hinweisen.

Nachtrag vom 15.2.2012: ein französisches Gericht bestätigt die Aussagen des israelischen Artzes, aufgrund dessen Aussagen von einer Propagandalüge auszugehen ist:

“Alle wissenschaftlichen Erkenntnisse, die wir in den letzten 12 Jahren gesammelt haben, beweisen, dass der Vorfall gefälscht und gestellt war. Die Verletzung des Vaters wurden erfunden und die IDF hat den Jungen niemals erschossen.”

Auch von dem angeblichen “Massaker von Jenin” wurde Israel von der UN freigesprochen.

Eine der weiteren bekannten Falschmeldungen ist die von dem vermeintlichenhttp://honestreporting.com/the-photo-that-started-it-all/ palästinensischen jungen Mann auf dem Tempelberg, der von einem israelischen Polizisten geschlagen wird. Die Wahrheit? Der israelische Soldat kommt dem jüdischen Jungen – Tuvia Grossmann – zu Hilfe, der kurz zuvor von einem palästinensischen Mob zusammengeschlagen wurde.

Weder die AP, noch die New York Times oderdas WallStreetJournal u.a. wurden stutzig, dass auf dem Tempelberg eine Tankstelle zu sehen ist oder prüften anderweitig die Geschichte hinter dem Bild. Erst eine E-Mail von Tuvias Vater an die Zeitung brachte Aufklärung…

Bleibt die dringliche Bitte an Medienmacher, die auch Meinungsmacher sind, sich an ein Minimum an Mühe zu machen, und die omnipräsenten Fotos, Filme, Beschuldigungen, Anklagen und Darstellungen hinsichtlich israelischer Greueltaten, Massaker, Kriegsverbrechen, Gewaltakte… zu hinterfragen, zu überprüfen, sie nicht übereilt zu veröffentlichen und sich nicht zur Dämonisierung Israels missbrauchen zu lassen (sofern dies nicht die dahinter stehende Absicht ist).

Das Paradox, aufgrund dessen ein Journalist hier gern in die Falle tappt:  je grausamer Israels angebliche Verbrechen, und demzufolge je “attraktiver” die “Story”, desto höher das Pallywood-Risiko!

Noch Fragen? -> FAQ zu “Pallywood”


Nachträge:

Einer der mitunter jüngsten Skandale um gefälschte Anschuldigen gegen Israel, ist ein 6 Jahre altes Foto eines toten Kindes, geschmacklos genug, welches von einer UN-Mitarbeiterin getwittert wurde – die verantwortlich für Medienkoordination ist. Das Kind starb nicht durch einen israelischen militärischen Angriff auf Gaza im März 2012, sondern bei einem Verkehrsunfall 2006.

Neuere Artikel/Beiträge zum Thema:

DIE ZEIT vom 22.3.2012: Wie Pressefotos die Wirklichkeit manipulieren. Journalistische Bilder sind objektiv und zeigen die Wirklichkeit. Mit dieser naiven Vorstellung räumt der italienische Fotograf Ruben Salvadori gründlich auf.

SoE vom 25.3.2012: Denn sie wissen, was sie tun

Blogbeitrag Die Krux mit den Medien…

Blogbeitrag Pressekodex vs. Medienberichterstattung

Veröffentlicht am Februar 12, 2012, in Delegitimierung Israels, Medienverzerrung, Palästinenser. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink. Hinterlasse einen Kommentar.

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