Der israelisch-palästinensische Kein-Doch-Vielleicht-Friedensprozess

Die Israelis und Palästinenser begannen im August 2013 nach einer dreijährigen Pause mit erneuten Friedensverhandlungen, die nach 9 Monaten – also im Mai 2014 – in einem gemeinsamen Abkommen münden sollten. Neben den Regierungschefs sind der palästinensische Chefunterhändler Saeb Erekat und Israels Justizministerin Tzipi Livni die Friedensverhandlungsbeauftragten. Der immer wieder aufgenommene – unterbrochene – wieder aufgenommene – unterbrochene Dialog verläuft in einer geheimen Atmosphäre unter Vermittlung der Amerikaner, in Person von US-Außenminister John Kerry. Derzeit wird vermehrt von einem Scheitern der Verhandlungen gesprochen. Diese Kollektion bietet mit Links, Kommentaren und verschiedene Chronologien einige Einblicke in “was bisher geschah”, wobei die Hoffnung auf einen Frieden zuletzt stirbt. Lies den Rest dieses Beitrags

Die Welt ist auf mindestens P5+1 Augen blind #Iran

Seit Jahren war sich die internationale Gemeinschaft einig, dass es keine Alternative dazu gibt, als dem Iran die Möglichkeit zu nehmen, eine Atombombe bauen zu können. Zehn lange Jahre internationaler Bemühungen mit Sanktionsverschärfungen zur Erreichung einer diplomatischen Lösung, begleitet von einer umstrittenen israelischen Option auf militärisches Eingreifen, haben letztlich die Verhandlungen zum Genfer Abkommen am 23. November 2013 erreicht. Entgegen aller zuvorigen Grundsätze verzichtet allerdings das Genfer Abkommen auf den zuvorigen Konsens des Abbaus der nuklearen Infrastruktur und spielt stattdessen durch Sanktionserleichterungen und einer Interimslösung dem traditionellen, manipulatorischen iranischen Spiel auf Zeit in die Hände. Vereinfachter Fakt: Iran wird die Fähigkeit, die Atombombe zu bauen, nicht genommen.

In dieser Kollektion finden sich zahlreiche empfehlenswerte weiterführende Artikel, Analysen und Quellen zu u.a. den besorgniserregenden Details zum Atomprogramm Irans und den bedenklichen Hintergründen um den naiv-fatalen Schritt der P5+1-Staaten (= der 5 Veto-Mächte im UN-Sicherheitsrat + Deutschland) hin zum Genfer Abkommen und Israels diesbezüglichen verständlichen Ängsten und Warnungen, die der Westen nicht ignorieren sollte. Lies den Rest dieses Beitrags

Zu Ehren Israels 65. Geburtstag (inkl. Video-Kollektion VI)

zuletzt aktualisiert: 16.05.2013

israel65

Die Proklamation des Staates Israel am 5. Ijar fiel vor 65 Jahren, nach dem hebräischen Kalender im Jahr 5708, auf den 14. Mai. Dieses Jahr fiel er auf Dienstag den 16. April, beginnend Montag Abend, an dem Israels 65. Unabhängigkeitstag gefeiert wurde. Doch auch der 14. Mai wird als säkulares Datum gefeiert.
Das Jahr ist schnell vergangen, seit der Beitrag 64 Jahre Israel auf diesem Blog mit all den wunderbaren Errungenschaften, Highlights und Sensationen dieses kleinen Landes (auch inkl. einer kleinen Video-Kollektion) seit seiner Staatsgründung verfasst wurde, zu Ehren eines so winzigen Landes gewidmet, das in Medien, in Schulbüchern, bei der UN und in der Weltsicht der islamischen Führer so unglaublich schlecht weg kommt und trotz haarsträubenden Geschehnissen wie bspw. in Syrien, Nordkorea und Iran weltweit einzigartig diskreditiert wird.

Seither wird Israel, trotz immer wieder aufwallendem Raketenhagel aus dem Gaza-Streifen, der Militäroperation im Herbst, den Neuwahlen in Israel, den Friedensprozess-Sabotage-Bemühungen der Palästinenser und den kriegerischen und grauenhaften Auswüchsen der arabischen Revolution in der Region nicht müde, weiter zu forschen, zu entwickeln, die Welt nach dem jüdischen Leitsatz Tikkun Olam zu verbessern und sich um das Wohl und die Sicherheit seiner gesamten Bevölkerung, gleich welcher Herkunft und Religion zu kümmern. Seine Bewohner, inzwischen 8 Millionen, ob jüdisch, arabisch, religiös, schwul, behindert, ob Neueinwanderer aus Deutschland, Russland oder Äthiopien, sind voller Stolz auf ihr Land und beteiligen sich mit Beiträgen am Wohl der Gesellschaft oder an der Fortentwicklung in Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft oder geben im Sport, im TV oder in der Armee ihr Bestes, um ihr Land stolz auf sie zu machen.

Jedoch einen Tag vor dem Unabhängigkeitstag begeht Israel den „YomHaZikaron“, den „Gedenktag für die Gefallenen in den Kriegen Israels und durch Terror“. Wie Israel den unmittelbaren Übergang des nationalen Tages der Trauer direkt in den nationalen Tag der Freude wahrnimmt, beschreibt Ari Abramovitz in der ToI: That moment when mourning becomes celebration. Die Anzahl jener, derer gedacht wird, erhöhte sich in diesem Jahr um 92 Soldaten, die seit dem zurückliegenden YomHaZikaron fielen – insgesamt 25.578 Menschen, die seit Errichtung der ersten Yishuvim Opfer von Krieg und Terrorismus geworden sind und die im Kampf um den Aufbau und Schutz des Staates Israel zu Tode kamen.
Netanyahu sagte zu den Waisen der Gefallenen anlässlich des diesjährigen YomHazikaron: „Ohne Eure Eltern würde der Staat Israel nicht existieren. Über 23.000 sind für Israel gefallen. Während der Shoah sind 20.000 Juden täglich ermordet worden. Den Unterschied machen Eure Väter.“

Diese Kollektion zu Ehren des 65. Geburtstages Israels durchzieht der rote Faden, weshalb man dieses Land einfach lieben muss!

Lies den Rest dieses Beitrags

Israel in deutschen Schulen

zuletzt aktualisiert: 26.11.2013

Israel ist häufig Thema im Schulunterricht, sei es im Religions-, Geschichts-, Erdkunde-, Politik- oder Sozialkundeunterricht.
Zwar wird laut Beschluss des Bundestages von 2008 deutlich gefordert, “dass Lehrpläne in Schulen um Themen zum jüdischen Leben, zur jüdischen Geschichte und zum heutigen Israel erweitert werden und daneben weitere Kenntnisse für ein Demokratieverständnis vermittelt werden, das Kinder und Jugendliche selbstbewusst und frei von judenfeindlichen Einstellungen handeln lässt,” doch allzu oft wird nicht das heutige Israel in seiner facettenreichen Vielfalt behandelt, sondern es steht konsequent der israelisch-palästinensische Konflikt bzw. “Israel und Palästina”  im alleinigen Fokus.
Um die vor diesem Hintergrund stehenden problematischen Darstellungen Israels in den deutschen Schulbüchern geht es in dieser Kollektion allerdings nicht ausschließlich. Die Rolle der Unterrichtsmaterialien von den Bildungsservern wird ebenso beleuchtet wie pädagogische Manipulation, einschließlich einiger Hinweise zur Handhabung des Dauerthemas Nahostkonflikt in deutschen Schulen.

Lies den Rest dieses Beitrags

Mediale Fairness in Bezug auf Israel ist doch nicht zu viel verlangt?

zuletzt aktualisiert: 19.01.2013

Die Diskrepanz zwischen den Ist- und den Soll-Debatten

Umfragen zeigen, dass, wenn es jetzt eine Wahl in der Westbank gäbe, die Hamas die Kontrolle des Westjordanlandes übernehmen würde – die gleiche Terrororganisation, die erst vor wenigen Wochen aus dem Gaza-Streifen 1.500 Raketen auf Israel abgefeuert hat und nicht müde wird zur Zerstörung Israels aufzurufen, würde jenen “Staat” regieren, den die Mehrheit der UN-Staaten als NMS erhob. Gleichzeitig rief Ministerpräsident Fayyad eine Wirtschaftsintifada aus, wie Libanon und Jordanien verweigert Präsident Abbas den palästinensischen Flüchtlingen aus Syrien humanitäre Hilfe und es gibt  Meldungen darüber, dass Palästina pleite ist.
Syrien steckt inmitten eines tödlichen Bürgerkriegs mit bisher über 60.000 Todesopfern, darunter übrigens mehrere Hundert Palästinenser. Ägyptens neue Regierung wird von Islamisten gesteuert. Die Hisbollah im Libanon verfügt über mehr als 40.000 Raketen. Der “arabische Frühling” ist zu dem geworden, was Israel prophezeite. Und Iran meldet Erfolg bei der  angestrebten Atomwaffen-Fähigkeit.

Der jüdische Staat ist von allen Seiten, auf denen menschenverachtende Regime ihr Volk drangsalieren, auf die ein oder andere Weise bedroht. Gleichzeitig wird kein andrer Staat so obsessiv mit Kritik begleitet, von den zahlreichen tatsächlichen Unrechtsschauplätzen auf der Welt ganz zu schweigen.  Also wo bleibt das Mindestmaß an Proportionalität hinsichtlich der Themenfokussierung der Medien? Wo kann man von einem Hauch an Empathie mit den Israelis und Verständnis für die Schutzmaßnahmen des jüdischen Staates, mit einer fairen und ausgewogenen Gegenüberstellung der Realitäten in Nahost und eine Diskussion um die Verantwortung Europas und der internationalen Gemeinschaft für Israel, die leidende Bevölkerung der Nachbarländer und vor allem für sich selbst und die Zukunft der westlichen freiheitlichen Werte lesen? Lies den Rest dieses Beitrags

Die Wahlen zur 19. Knesset und 33. Regierung in Israel 2013

zuletzt aktualisiert: 13.04.2013

Am 22.1.2013 fanden vorgezogene Wahlen für die 19. Knesset statt.
Daraufhin wurde am 18. März 2013 nach erfolgreichen Koalitionsverhandlungen die neu gebildete Regierung Israels mit 68 Für-Stimmen, 48 Gegen-Stimmen und 4 Enthaltungen bestätigt und vereidigt.

In dieser Kollektion finden sich neben umfassenden Informationen zum Wahlsystem Israels und Kurzporträts aller angetretenen Parteien auch einige Analysen und Kommentare zur Regierungsbildung und den weiteren Entwicklungen in Israel nach der Wahl.

Lies den Rest dieses Beitrags

Überlegungen zum Wesen eines palästinensischen Staates anlässlich des 29.11.2012

zuletzt aktualisiert: 13.04.2013

Ein weiteres Mal bemühten sich die Palästinenser vor die Vereinten Nationen, und zwar diesmal vor die Vollversammlung, um den bisherigen Beobachterstatus von „Palästina“ zu dem eines Nicht-Mitglieds-Staates  (NMS) ähnlich dem des Vatikans aufwerten zu lassen.
Nachdem die UDI (unilaterale Staatsgründung) vor dem UN Sicherheitsrat am 23.9.2011 scheiterte, unternahm Abbas einen erneuten Versuch am 29. November ’12, dem symbolträchtigen Datum des UN-Teilungsplans von 1947 über einen jüdischen und einen arabischen Staat auf dem Gebiet des britischen Mandatsgebietes, den die Juden annahmen und den die arabischen Staaten ablehnten – nicht weil sie keinen arabischen Staat wollten, sondern partout keinen jüdischen. Seither stehen sich eben diese beiden unveränderlichen wie unvereinbaren Positionen von Israel und den Palästinensern gegenüber: Israel möchte einen jüdischen und einen palästinensischen Staat, die Palästinenser möchten einen palästinensischen und keinen jüdischen Staat.
Noch am 29.11. sagte der Fatah-Offizielle Abbas Zaki: “Goal is end of Israel, but you can’t say that to the world

Die Abstimmung über “Palästina” als NMS in der UN-Vollversammlung verlief mit 138 Stimmen dafür, 9 dagegen, 41 Enthaltungen. Die Anerkennung ist allerdings nur innerhalb der UN-Organisation wirksam. Und kein UN-Mitglied ist verpflichtet, einen Staat “Palästina” anzuerkennen. Das bleibt weiter den einzelnen Regierungen vorbehalten. UN-Mitglied wird Palästina dadurch nicht. Als Beobachterstaat, können die Palästinenser in Ausschüssen mitarbeiten und haben Rederecht. Ein Stimmrecht in der Vollversammlung gibt es aber für die Palästinenser nicht.

Mit der Aufwertung ihres Status haben die Palästinenser allerdings die Möglichkeit, beim Internationalen Strafgerichtshof als Kläger aufzutreten und ihre Strategie des Lawfare (mehr dazu weiter unten im Text) vor dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag gegen Israel fortzusetzen – einer besonderen Facette der Strategien der Delegitimationskampagne gegen Israel.

Dieser Blogbeitrag widmet sich anlässlich der UN-Abstimmung zum NMS am 29.11.2012 einigen Überlegungen zur Verhandlungsverweigerung der Palästinenser sowie zum Wesen und den Konsequenzen eines zukünftigen palästinensischen Staates, am Ende des Beitrags gefolgt von Links zu lesenswerten Hintergründen, Analysen, Factsheets und Kommentaren.
Für Eilige: 9 Fragen und 9 Antworten zur UN-Abstimmung über Palästina als beobachtender NMS (Haaretz)

Lies den Rest dieses Beitrags

Operation Wolkensäule – Israel unter Beschuss

“Mehr als 1.200 Raketen wurden seit dem 10. November auf israelisches Gebiet abgefeuert, allein 1.000 davon seit dem Beginn der Operation Wolkensäule am 14. November.” (NL der IB: Lage in Israel)
Dies ist der Stand am Abend des 20.11.2012, als in Kairo von der Hamas eine Waffenruhe ab 24Uhr in Aussicht gestellt wurde, während weiterhin Raketen in Wohnhäusern von Ashkelon und Rishon le Zion einschlugen.

Am Mittag des 21.11. fand zudem ein Anschlag auf einen Bus in Tel Aviv mit zahlreichen Verletzten statt, der ausdrücklich von der Hamas gefeiert wurde.

Am Abend des 21.11. wurde allerdings ein Waffenstillstand vereinbart, auf den sich sowohl Hamas als auch Israel geeinigt haben. Vollständiger Text der Vereinbarung über die Waffenruhe

Im Folgenden findet sich eine stetig aktualisierte Kollektion an Fakten, Hintergründen, Analysen und Kommentare, die in verschiedenen Quellen zu finden sind, um zu verstehen, dass die am 14. November begonnene Reaktion Israels auf die unerträgliche Provokation der Hamas so ausfiel wie sie ausfiel.

.

Lies den Rest dieses Beitrags

Ein Jahr IsraelKompetenzKollektion

„Wie alles begann“, nämlich am 1.9.2011, kann hier nachgelesen werden, doch nun, nach einem Jahr, erlaube ich mir, seither erstmals erneut „in eigener Sache“ einige ausführliche Gedanken zu notieren hinsichtlich der mich damals wie heute stark beunruhigenden Schieflage innerhalb der Perzeption Israels in der deutschen Öffentlichkeit. Um es, da der Text eine gewisse Länge hat, gleich zu Beginn auf den Punkt zu bringen: oyvey, es wird immer schlimmer…! Lies den Rest dieses Beitrags

Zur jüdischen Verbundenheit mit Israel und Jerusalem

Bevor es im Verlauf des Beitrags zu den Artikeln und Beispielen kommt, anhand derer diese Kollektion aufzeigt, dass es zur politischen Agenda der Palästinenser gehört, die jüdische Geschichte umzudichten und als eine palästinensische Geschichte auszugeben und so eine angeblich historische Verbundenheit der Palästinenser mit dem Land Israel und seiner Hauptstadt Jerusalem vorzugeben – was jeder konstruktiven Lösungsfindung im Sinne von “zwei Staaten für zwei Völker” widerspricht, da diese Bemühungen der Geschichtsverzerrung grundsätzlich das Existenzrecht Israels abstreitet -, zunächst eine Einleitung zu den Wurzeln Israels:

“Ein allgemeines Missverständnis lautet, dass die Juden, die nach der Zerstörung des Zweiten Tempels in Jerusalem im Jahr 70 n. Chr. von den Römern vertrieben und in die Diaspora gedrängt worden waren, nach 1800 Jahren plötzlich wieder nach Palästina zurückkehrten und Anspruch auf ihr Land erhoben. In Wahrheit hat das jüdische Volk die Bindung an seine historische Heimat über 3700 Jahre hinweg bewahrt. Zu dieser Bindung gehört die Nationalsprache und eine eigenständige Kultur. Lies den Rest dieses Beitrags

Follow

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

%d Bloggern gefällt das: